Dresden: Neumarkt

  • Vielleicht sollte man hier und an anderer Stelle noch einmal auf das 02. Stadtbausymposium der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V. am 15./16.05.14 hinweisen. Die Anmeldung dazu sollte bis zum 09.Mai erfolgt sein.


    Es verspricht interessant zu werden. Vor allem am Freitag, den 16.05.!!!


    http://www.stadtbausymposium-dresden.de/

  • Quartier 7.1 - Schloßstrasse


    Während am "Frieseneck" doch noch nichts weitergeht, kommt Bewegung ins Quartier 7.1.


    Die DNN schreibt heute: Stadt-verkauft-Quartier-VII-1


    Der Finanzbürgermeister schlägt den verkauf der 1880 m²-fläche für 5,65 mill. euro an die nun meistbietende baywobau dem stadtrat vor. nach einem vergabeversuch an ein damalig meistbietendes investorenteam in 2011-12, scheiterte weiteres dann in den verhandlungen (wohl zur art der bebauung). so kann man jahre vergeigen. auch damals bot die baywobau mit - allerdings geringfügig niedriger. stimmt die stadt der vergabe nun zu, soll ein weiteres stück alte schloßstrasse rekonstruiert werden.


    Die Baywobau plant sieben gebäude auf dem areal, darunter den leitbau des caesarschen hauses. läden, gastro, büros und wohnungen sollen einen nutzungsmix ergeben. vertraglich sollen die bauzeit und die gesaltungsvorgaben vorgeschrieben werden. bei genehmigung könnten ab anfang 2015 die archäologischen grabungen beginnen, innerhalb acht weiterer monate verpflichtet sich die baywobau zur einreichung eines bauantrages. circa 28 mill. euro sollen dann für den bau investiert werden.

  • Die Lokalpresse schreibt derzeit ziemlich häufig über die Neumarktsituation, allerdings nur, um die längst bekannten Dinge zu wiederholen. Andererseits steht in der Tat ein neuer Bauumschwung zunehmend in den Startlöchern. Neu am letzten Artikel (SäZ und DNN könnten sich fast kopieren) sind 3 Visualisierungen zum Q 7.1 von Andreas Hummel - vielen Dank von dieser Stelle - und dass man spätestens mit dem Kulturpalast mit dem Q 7.1 fertig sein will.


    Ansichten des Quartiers an der Schlossstraße:





    © Andreas Hummel/arte4D

  • Die in der Visualisierung dargestellten Gebäude gefallen wir außerordentlich gut. Mir gefällt besonders gut das die Fassadengestaltung des Eckgebäudes Schlossstraße/ Kulturpalast, sich an der Formensprache der gegenüberliegenden Gebäude aus den 50/60er Jahren orientiert. So wird in meinen Augen versucht eine stimmige Ensemblewirkung zu kreieren und einen optimalen Übergang zum historisch gestalteten Neumarkt zu schaffen. Dieser Übergang entsteht durch das Zusammenspiel von schon vorhandenen Gebäuden wie jenen aus der 50/60er Jahren und dem neuen Eckbau und den alten (neuen) Fassaden wie die des Cäsar'schen Hauses mit dem gegenüberliegenden Stadtschloss. Ein zu historisiertes oder zu modernes Gebäude an der Ecke Schlossstraße/ Kulturpalast, hätte an dieser Stelle einen wohl zu großen Bruch zur Umgebung ergeben und wäre in meinen Augen nicht stimmig sondern eher störend gewesen.

  • ^Die Hummelschen Visuals sind - das muss man hinzufügen - nicht die Baupläne, sondern die Vorstellungen der GHND.



    Stadtbausymposium


    dresden-fernsehen sendet heute um 21uhr den mitschnitt des 3. programmpunktes: podiumsdiskussion mit den fraktionschefs des stadtrats. innert nächster woche gibts noch 2-3 wiederholungen. der moderator fast darin zu beginn die ergebnisse der vorangegangenen fachsitzungen zusammen. homepage: dresden-fernsehen
    ob auch die anderen veranstaltungen des symposiums aufgezeichnet wurden, ist unklar.
    recherchiert einfach auf der seite der gesell. histor. neumarkt oder in den medienanstalten. die GHND wird vielleicht podcasts zum nachschauen reinstellen.


    wens interessiert: der verlag schnell-und-steiner regensburg flyerte gestern eine vorankündigung zur publikation:
    "Die moderne Rekonstruktion - aktuelle Reko.diskurse in Deutschland als Prozesse bürgerschaftlicher Emanzipation in Architektur und Städtebau" - noch ist auf deren homepage nix zu finden - dauert wohl noch paar wochen.

  • Quartier 6 (USD)


    Ich stelle mal die Hummelsche GHND-Simulation der USD-Visualisierung gegenüber.


    Links ist der Eckbau "Au petit bazar" auf dem Grundstück von Blobel zu sehen.



    ^© Andreas Hummel/arte4D


    Links ist hier nur ein Platzhalter für den "Bazar" eingezeichnet.



    ^ Visualisierung der USD Immobilien Dresden

  • Projekt Frieseneck - Friesengasse - still ruht der See
    projektvorstellung in post 320
    hier gibts bestimmt noch planungserfordernisse bzw. abstimmungen



    hingegen ist nun auch die sockelzone der wilsdruffer strasse 14 fertig saniert und bezogen

  • Übrigens: zum 02. Stadtbausymposium der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V. am 15./16.05.14 wird es zum Jahresende eine Publikation in einer Heftreihe (der GHND) geben (habs leider vergessen, welche). Darin werden auch einige der Reden zu finden sein sowie eine Auswertung des Ganzen. Es dauert so lange bis zum Heft, da es für den Verein sehr viel zu bearbeitendes Material ist und die Kapazitäten dafür begrenzt sind.
    Einiges konnte man sich in Dresden-Fernsehen noch paar Tage anschauen, dabei fand ich die Rede von Gunther Just ganz prägnant und hoffe sie im Heft wiederzufinden. Vielleicht weiß jemand genaueres.

  • Für die an den Kulturpalast angrenzenden Gebäude im Quartier 7 (Kimmerle-Projekt am Jüdenhof) wurde kürzlich der Fassadenwettbewerb entschieden. Gewonnen hat das Dresdner Architekturbüro STELLWERK Architekten. Es folgen eine Perspektive, sowie die drei Ansichten des Projektes:






    Quelle für alle Abbildungen: STELLWERK Architekten

  • Schön, dass hier mal wieder der behutsame Übergang gelobt wird, obwohl der Bruch im ersten und dritten Bild kaum größer sein könnte. der große Neubau sieht aus wie die hässlichen Füllbauten aus den 50ern, wie man sie in Süddeutschland überall findet. Man wird sich irgendwann darüber ärgern. Ich bn zwar generell für zeitgemäßes, aber was in DD gewinnt lässt mich immer wieder zum Rekonstruktionsbefürworter werden. Schade eigentlich.

  • Es heisst ja, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Tatsache den Wettbewerb gewonnen zu haben nicht immer bedeutet dass der Entwurf auch umgestzt wird was Berlin ja mehr als einmal offenbart hat. Von daher bleibt es vielleicht noch abzuwarten was kommen wird, denn ich persönlich finde den zweitplatzierten Entwurf auch viel adäquater als den Gewinner.

  • Der Entwurf für das Quartier von Herr Kimmerle ist völlig inakzeptabel. Ich finde es mehr als traurig, dass es nicht zu gelingen scheint, zumindest 8 kleine Innenstadtquartiere ohne zu große Brüche zu rekonstruieren. Warum man bewusst eine solche dekonstruktiven Entwurf neben 3 Leitfassaden und einen der wichtigsten Leitbauten am gesamten Neumarkt stellen muss, man kann es nicht verstehen. Ich frage mich immer, warum die Moderne immer wieder die Brüche in historischen Quartieren fordert, wenn es aber mal darum geht, historische Fassaden neben den Kulturpalast zu stellen, dann ist plötzlich ein Übergang zwingend nötig. Schade, dass man sich nicht mal an den polnischen wiederaufbauleistungen orientiert und mal ein paar Straßenzüge homogen wiederherstellt. Drumherum kann man ja modern bauen, dieses wilde Durcheinander und dazu noch mit Bauten, die kaum wirklichen qualitativen Wert besitzen, ist aber sehr enttäuschend und wird am Ende ein sehr unbefriedigendes Resultat hervorbringen. Ferner ist zu wünschen, dass die bauliche Qualität einmal etwas höher wird. Insbesondere die Quartiere der Baywobau hinterlassen teilweise keinen guten Eindruck.

  • Ab und zu kann ich sogar die Entscheidungen eines Wettbewerbs nachvollziehen. Auch in diesem Fall. Der Entwurf von Stellwerk ist für mich persönlich der gefälligste. Der Spagat zwischen den neuen Rekos und Leitbauten und dem schon fast monströsen und eher abweisenden Rückseite des Solitär Kulturpalast ist meiner Ansicht ganz gut gelungen. Es ist ein nicht zu harter Schnitt/Übergang zwischen den Rekos und dem Kulturpalast. Modern und sachlich aber in allen Details sich anpassend an die vorgegebene Richtlinien(Dach, Fensterraster, Sockel etc) Der Entwurf von dd1 ist nicht schlecht passt aber an dieser Stelle nicht richtig da zu sehr historisierend. Der rechte Gebäudeflügel sieht aber sehr merkwürdig nach 50iger Jahre aus. Zu Schubert Horst kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Zuviel Fassade zu kleine Fenster, Farbgestaltung geht schon ins kitschige. Bin kein Freund dieser Architekurhandschrift diesem Büros. Die Fassadengestaltung an der Schlossstr mal als schlechtes Bsp zu nennen. Die Eckbebauung des Swisshotels ist meiner Meinung nach einer der schlechtesten Neubauten am Neumarkt. http://www.schubert-horst.de/0…te/handel/swisshotel.htm# auch sonst hat dieses Büro bis jetzt nicht viel tolles geleistet, Parkhaus Bautzner-Str z.B. http://www.schubert-horst.de/0…onstige/bautzner-str.htm# :nono:

  • PeppM:


    Entschuldige, aber deine Ausführungen sind für mich nicht wirklich nachvollziehbar!


    "Der Spagat zwischen den neuen Rekos und Leitbauten und dem schon fast monströsen und eher abweisenden Rückseite des Solitär Kulturpalast ist meiner Ansicht ganz gut gelungen. Es ist ein nicht zu harter Schnitt/Übergang zwischen den Rekos und dem Kulturpalast."


    >> Auf der einen Seite ist der Übergang gut gelungen, die moderne Fassade des Quartiers ist ähnlich monströs, sogar in ihrer Kleinheit, und abweisend wie die des Kulturpalastes. Aber besonders krass ist der Übergang zur Reko: Die Fenster haben eine unterschiedliche Größe, die Dachgaube ist monströs und eckig und ebenfalls das eckige Schaufenster im Erdgeschoss. Noch kontrastreicher hätte man es nicht machen können.
    Besonders schlimm ist die Ecke zur Schlossstraße, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung in der Altstadt, welche erstmal mit einer großen Wand ohne Schaufenster beginnt und um die Ecke zum Kulturpalast ist erstmal die Tiefgaragen-Einfahrt. Da der Kulturpalast nunmal noch lange stehen bleibt, hätten wir mit diesem Entwurf über Jahrzehnte einen unverstellten Blick auf eine Tiefgarageneinfahrt. Wie dumm ist das denn!!!! Hier muss man auch noch dazu sagen, das hat keiner der Entwürfe bedacht. Ein Eckcafé hätte sich dort gut gemacht, da man den Platz am Kulturpalast hätte nutzen können.
    Aber im Großen und Ganzen sind die anderen Entwürfe besser.


    "Der Entwurf von dd1 ist nicht schlecht, passt aber an dieser Stelle nicht richtig, da zu sehr historisierend."
    >> Hier muss ich lachen, natürlich ein Neubau im Umfeld des Neumarktes, der gerade durch seine Rekos so eine Faszination ausübt, sind zu historisierende, aber trotzdem MODERNE Bauten natürlich nicht das Richtige. Wenn man unbedingt den Bruch sehen will, dann ja, aber laut Neumarkt-Satzung sollen sich die Füllbauten ja gerade an die Rekos anpassen. Also wäre der "DD-1 Entwurf" gerade der Richtige.


    Selbst der "Schubert-Horst-Entwurf" wäre eine wesentlich bessere Lösung. Der Entwurf ist zwar eindeutig moderner als der von "DD-1" aber durch die kleineren Fenster, die wesentlich passendere Dachlandschaft und die verzierte Fassade ist der Entwurf noch bei weitem besser als der von "Stellwerk".


    Also nicht, dass ich dir zunahe treten will, aber kann es sein, dass du bei Stellwerk arbeitest ;-)


    MfG