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Gerade im direkten Vergleich wirkt doch der Staab-Entwurf viel auffälliger und mehr wie ein Fremdkörper.
Der Gewinner-Entwurf grenzt sich eben deutlicher vom Altbau ab und schafft somit in meinen Augen eine gewisse „respektvolle“ Distanz zum Altbau. Der Tektonik Entwurf wirkt aufgrund der Frabgebung zwar einheitlicher, aber die Formsprache beisst sich regelrecht mit dem Altbau. Nur weil bei Bauteile die gleiche Farbgebung haben, ist das ja noch keine stimmige Ergänzung des Altbaus. Er passt für mich optisch weder so richtig zum Altbau, noch zum Umfeld.
Normaler Weise versucht man so eine Augabe meist damit zu lösen, dass ein Altbau und dessen Erweiterung entweder sehr harmoisch und ausbalanciert zusammen wirken oder eben einen sehr bewussten, starken Kontrast bilden. Letzteres macht der Gewinnerentwurf von Staab Architekten / ABG Real Estate zum Beispeil sehr gut.
Tektonik hingegen schafft es leider weder einen bewusst wahrnehmbaren Krontrast herzustellen, noch eine Harmonie mit dem Altbau zu bilden. Er führt das Gebäude irgendwie ähnlich in Farbgebung und grober Gleiderung weiter, aber leider so entartet, dass der Aufbau eher wie eine Art Wucherung oder Tumor auf mich wirkt. Die Kleinteiligkeit der strengen Rauten-Rasterung konkurriert zudem optisch stark mit den klassichen geraden Linien darunter, der aufgeregte Abschluss überstrahlt die Struktur des klassischen Altbaus – auf mich wirkt das Ganze daher sehr unruhig und unpassend.






