Plärrer-Umbau

  • Das Problem bei den Bäumen ist ja nicht die Tragfähigkeit, sondern die mangelnde Tiefe des Erdreiches und fehlendes Grundwasser.

    Allerdings kann ich die genaue Lage dieses "Deckels" nicht genau abschätzen. Fährt da nicht auch die Straßenbahn und Busse darauf herum?

  • Hier ein kleiner Exkurs was z. B. Eichen für eine Tiefe benötigen:

    Eichen bilden Pfahlwurzeln, also Wurzeln, welche sich sehr tief in die Erde eingraben. So haben sie die Möglichkeit, an tief gelegenes Grundwasser und Nährstoffe zu gelangen. Eine Pfahlwurzel kann 30 – 40 m langwerden und ebenso tief in die Erde eindringen. Interessanterweise erreicht die Eiche Wurzel dieselbe Tiefe wie die Höhe des Baumes.

    Bei anderen Bäumen muss das nicht so extrem sein. Aber man sieht was für Räume die Bäume benötigen.

    Es gibt natürlich auch flachwurzelnde Bäume. Dies sind meistens Nadelbäume. Für das Stadtbild eher nicht geeignet.

  • Ulrich wird von Tag zu Tag unsympathischer. Auf der einen Seite schon die Erwartungen so tief ansetzen, dass wirklich niemand mehr was positives erwartet. Zum anderen kritisiert er gerne Bausünden in Nürnberg, trägt aber u. a. selbst aktiv dazu bei.

  • Ich glaube da gibt es eine Ambivalenz zwischen dem Privatmann Daniel Ulrich, der sich als Architekt gerne zu Ästhetik usw. äußert, und dem Baureferenten Ulrich, der in Sachzwänge und Partikularinteressen eingespannt ist.

  • Der Umfang des "Deckel" kann hier ganz gut abgeschätzt werden:


    Datei:%C3%9Cbersichtsplan_Nbg_Pl%C3%A4rrer.png

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/…plan_Nbg_Pl%C3%A4rrer.png


    Wenn man den kompletten U-Bahnhof, bzw. das Bauwerk, für die Sanierung freilegen muss, dann ist in der Tat fast der ganze Platz betroffen. Insofern ist es durchaus sinnvoll und nachvollziehbar, die Oberfläche nicht mehr 1:1 wieder herzustellen.

    Infos zum Wettbewerb gab es im November 19 im Stadtplanungsausschuss: https://online-service2.nuernb…/vo0050.asp?__kvonr=21712


    Zum Baureferenten:

    Als ich neulich las, dass der Baureferent Hr. Ulrich nach den ersten 6 Jahren nun zum 01. Mai seine 2. Amtsperiode beginnt, habe ich versucht mich an Wesentliches seiner 1. Amtszeit zu erinnern. Aber allzuviel ist mir spontan nicht eingefallen.Er ist eloquent und nie um eine Antwort bzw. einen flotten Spruch verlegen. Aber an tatsächlich erreichtem, ist bei mir nicht viel hängen geblieben. Wenn man seine Aussagen über einen längeren Zeitraum verfolgt, kann man öfters den Eindruck gewinnen, dass er eher spontan ist. Anders formuliert: "was erinnert mich mein Geschwätz von gestern...".

  • Bei anderen Bäumen muss das nicht so extrem sein. Aber man sieht was für Räume die Bäume benötigen.

    Es gibt natürlich auch flachwurzelnde Bäume. Dies sind meistens Nadelbäume. Für das Stadtbild eher nicht geeignet.

    Kugelahorn würden aber gehen. 😀

    Der bietet auch nach wenigen Jahren viel Schatten.


    ,,Ab dem fünften Standjahr hat sich ein Kugelahorn gut verwurzelt. Mehrheitlich erstrecken sich die Wurzelstränge knapp unterhalb der Erdoberfläche. Lediglich einige wenige Wurzeln reichen bis in eine Tiefe von 100 bis 120 cm. Die oberflächennahen Wurzeln lassen nur wenig Spielraum für eine Unterpflanzung.,,

  • Ich habe noch einen ganz anderen Vorschlag für den Plärrer:



    Den Kern des Konzepts bildet eine große Überdachung, die von der Höhe und Gestaltung her dem Augsburger Königsplatz ähneln soll. Sie überspannt den östlichen Teil des Platzes und damit die etwas nach Norden verlegte Straßenbahnhaltestelle, die Haltebuchten für Busse, sowie die Lichtkuppeln der U-Bahn-Haltestelle. Ziel ist es, möglichst alle Funktionen des Plärrers zentral unter diesem Dach zu bündeln. Die Wege und Umsteigezeiten werden so (vor allem bei den Buslinien) deutlich verkürzt. Es ist angedacht die Lichtkuppeln zur U-Bahn abzumontieren und durch begrünte Zylinder mit Bänken zu ersetzen. Dies schafft vor allem im unterirdischen Bahnhof eine deutlich „luftigere“ Atmosphäre und durch in den Bahnhof hinabwachsende Hängepflanzen, könnte zudem der kalten Atmosphäre des Bahnhofs entgegengewirkt werden. Im nördlichen Bereich und zwischen dem U-Bahn-Deckel und der Straßenbahnhaltestelle ist Platz für Bäckereien oder Zeitschriftenläden. Durch eine vollständige Verglasung der Nordseite wird Lärm des Autoverkehrs effektiv abgeschirmt und so die Aufenthaltsqualität deutlich gesteigert. In Kombination mit den begrünten Lichtschächten entsteht so ein (funktionsbedingt) belebter Platz, der trotzdem mit vielen Verweilmöglichkeiten einen Hauch von Aufenthaltsqualitäten besitzt. Immerhin bei jedem Wetter.
    Auf dem westlichen Teil des Platzes ist als Platzhalter ein ähnliches Konzept wie heute vorgesehen. Da sich das Leben aber vor allem im östlichen Teil unter der Überdachung abspielen wird, ist auch eine alternative Nutzung durchaus denkbar. Beispielsweise könnte hier ein neuer ZOB oder eine große „Mobilitätsinsel“ mit Carsharing-Angeboten und Fahrradverleih entstehen. So würde man den Plärrer als Platz halt endgültig aufgeben. Aber vielleicht ist das ja besser, als dass dort der Trinkertreff von heute fortgeführt wird.

    Eine leichte Verlegung der Fahrspur nach Norden schafft südlich des Plärrers Platz für einen sehr breiten Geh- und Radweg, der (beispielsweise durch eine fahrbahnseitige Begrünung) auch Platz für Gastronomie bietet. Wenn schon die „Insel“ kein Park werden kann, dann vielleicht die Flächen außen rum.

  • Finde ich gut! Das denke ich mir auch, die Verkehrsflächen und -Funktionen sollten in der Platzmitte stärker gebündelt werden um Wege zu verkürzen und den Platz letztlich besser zu nutzen.


    Aber um eine Wendeschleife für Bahnen und Busse wird man nicht herum kommen, die wird regelmäßig benötigt, wenn mal wieder ein Trottel beim abbiegen eine 40t-Straßenbahn "übersieht".

  • Ich habe noch einen ganz anderen Vorschlag für den Plärrer:


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    Den Kern des Konzepts bildet eine große Überdachung, die von der Höhe und Gestaltung her dem Augsburger Königsplatz ähneln soll. Sie überspannt den östlichen Teil des Platzes und damit die etwas nach Norden verlegte Straßenbahnhaltestelle, die Haltebuchten für Busse, sowie die Lichtkuppeln der U-Bahn-Haltestelle. Ziel ist es, möglichst alle Funktionen des Plärrers zentral unter diesem Dach zu bündeln. Die Wege und Umsteigezeiten werden so (vor allem bei den Buslinien) deutlich verkürzt. Es ist angedacht die Lichtkuppeln zur U-Bahn abzumontieren und durch begrünte Zylinder mit Bänken zu ersetzen. Dies schafft vor allem im unterirdischen Bahnhof eine deutlich „luftigere“ Atmosphäre und durch in den Bahnhof hinabwachsende Hängepflanzen, könnte zudem der kalten Atmosphäre des Bahnhofs entgegengewirkt werden. Im nördlichen Bereich und zwischen dem U-Bahn-Deckel und der Straßenbahnhaltestelle ist Platz für Bäckereien oder Zeitschriftenläden. Durch eine vollständige Verglasung der Nordseite wird Lärm des Autoverkehrs effektiv abgeschirmt und so die Aufenthaltsqualität deutlich gesteigert. In Kombination mit den begrünten Lichtschächten entsteht so ein (funktionsbedingt) belebter Platz, der trotzdem mit vielen Verweilmöglichkeiten einen Hauch von Aufenthaltsqualitäten besitzt. Immerhin bei jedem Wetter.
    Auf dem westlichen Teil des Platzes ist als Platzhalter ein ähnliches Konzept wie heute vorgesehen. Da sich das Leben aber vor allem im östlichen Teil unter der Überdachung abspielen wird, ist auch eine alternative Nutzung durchaus denkbar. Beispielsweise könnte hier ein neuer ZOB oder eine große „Mobilitätsinsel“ mit Carsharing-Angeboten und Fahrradverleih entstehen. So würde man den Plärrer als Platz halt endgültig aufgeben. Aber vielleicht ist das ja besser, als dass dort der Trinkertreff von heute fortgeführt wird.

    Eine leichte Verlegung der Fahrspur nach Norden schafft südlich des Plärrers Platz für einen sehr breiten Geh- und Radweg, der (beispielsweise durch eine fahrbahnseitige Begrünung) auch Platz für Gastronomie bietet. Wenn schon die „Insel“ kein Park werden kann, dann vielleicht die Flächen außen rum.


    Super Vorschlag. Ich hoffe, dass du das tatsächlich einreichst. Bei den bisherigen Bauvorgängen in Nürnberg können wir sonst keinen großen Wurf erwarten.

  • Super Vorschlag. Ich hoffe, dass du das tatsächlich einreichst. Bei den bisherigen Bauvorgängen in Nürnberg können wir sonst keinen großen Wurf erwarten.

    Hab ich heute gemacht (der Text war ja quasi ohnehin schon geschrieben). Ob sowas wirklich realistisch kommen könnte... Ich glaube, dafür ist das viel zu teuer. Mehr als Pflastersteine und Beton können wir wohl nicht erwarten. Ich lasse mich aber natürlich gerne vom Gegenteil überraschen!

  • Was hoffentlich bei der zukünftigen Gestaltung ausreichend mitgedacht wird, ist eine neue Verkehrsführung vom Plärrer zum Frankenschnellweg. Sowohl die Kohlenhofstraße als auch die Rothenburger Straße sind ja heute als Einbahnstraßen jeweils nur in eine Richtung zu oder aus der Innenstadt befahrbar. Wenn beispielsweise die Rothenburger in beide Richtungen befahrbar wird, könnte der Plärrer autoverkehrsmäßig komplett neu geordnet werden.

    Heute recht üppige Lösungen mit Spurwechseln und Kreisverkehr wären dann so sicher nicht mehr nötig...


    d.

  • Naja, ich weiß ja nicht so recht, ob das so,gut funktionieren würde. Die Rothenburger Straße kann ich mir irgendwie schwer anders vorstellen. Wer sollte denn stattdessen die Kohlenhofstraße benutzen? Das wird ja kaum jemand der heute dort lang fährt machen...

  • Wie soll das denn funktionieren? Die Rothenburger ist jetzt schon ein krasses Nadelöhr. Man bräuchte dann eine zusätzliche Ampel am Plärrer. Und wie man am Bereich der Äußeren Laufer/Beckschlagergasse gesehen hat muss eine Öffnung von Einbahnstraßen nicht unbedingt Verkehrsprobleme lösen, ganz im Gegenteil.

  • Die "Neue Kohlenhofstraße" wird ja 4-spurig ausgebaut und in beide Richtungen befahrbar sein. Das heißt die heutige Lösung mit einer Einbahnstraße raus aus der Stadt (Rothenburger) und einer Einbahnstraße in die Stadt (Kohlenhofstraße) ist hinfällig. Der Verkehr verteilt sich dann völlig anders.


    Die heutige Rennstrecke vom Hochhaus am Plärrer bis zur Kreuzung mit der Oberen Kanalstraße wäre ohne Einbahnstraße auch wesentlich entschärft.

    Würde die Rothenburger normal in beide Richtungen befahrbar werden, könnte auch die berüchtigte Schreyerstraße für den Durchgangsverkehr geschlossen werden. Das Viertel würde davon enorm profitieren.


    Ich hoffe sehr das man am Plärrer nicht kleckert sondern klotzt!


    d.

  • Ich habe nochmal eine ganz neue Idee:

    Ich hoffe, dass es nicht zu unübersichtlich ist. Es geht einfach darum, die Straßenbahn in den Splittertorgraben zu verlegen. Die Wendeschleife gäbe es dann auf dem Parkplatz weiter nördlich. Die Kapazität für Autos würde ich hierbei nicht mit weniger Spuren, sondern mit einem geringeren Radius des „Kreisverkehrs“ bewerkstelligen. Wie man sieht, wird auch viel Platz für Grünflächen frei. Vor allem, da diese zwischen dem Autoverkehr und der Straßenbahnhaltestelle liegen, dringt ein Minimum an Lärm durch und die Aufenthaltsqualität steigt damit immens. Ich habe bloß keine Verwendung für das Innere des Kresels, vielleicht habt ihr ja Ideen. Aber bitte: Kein Brunnen! 😉

  • Die "Neue Kohlenhofstraße" wird ja 4-spurig ausgebaut und in beide Richtungen befahrbar sein. Das heißt die heutige Lösung mit einer Einbahnstraße raus aus der Stadt (Rothenburger) und einer Einbahnstraße in die Stadt (Kohlenhofstraße) ist hinfällig. Der Verkehr verteilt sich dann völlig anders. [...]

    Hängt der Ausbau der Kohlehofstr. eigentlich am Ausbau des Frankenschnellwegs oder wird das unabhängig voneinander betrieben?