Beiträge von Sprenggiebel

    Zumindest trat die Befürchtung mit der Dämmung nicht ein. Das Haus schaut im jetzigen Zustand halt aus wie ein in den 20ern entstuckter Altbau - nicht verkehrt, aber doch ernüchternd wenn man den Vorkriegszustand kennt. Speziell die lebendige Dachlandschaft, die auch noch mehr Raum als jetzt bot macht schon viel aus, auch wenn die Proportionen vielleicht nicht die elegantesten waren. Bereits eine vereinfachte Wiederherstellung der Giebel und des Sandsteinerkers würden hier viel ausmachen.

    Nicht nur Touristen zieht das in die Stadt. Schwimmbäder sind als solche auch allgemein gefragt, die Zahl der Nichtschwimmer und Badetoten steigt rasant. Zudem ist das Volksbad in Zukunft ja auch flexibel als historische Eventlocation nutzbar - auch da gibt es einen Mangel.

    Gut, Preissteigerungen sind ja bei solchen größeren Projekten auch fast schon normal. Wenn man wie bei der Stuttgarter Opernsanierung realistischer kalkulierte Preise nennt (deutlich mehr als hier übrigens), ist die Entrüstung aber auch groß. Wie mans macht ist's verkehrt...

    Ich sags mal so... es gab auch schon schlimmere Verunstaltungen. Der Verlust von Klinker und Sgraffito ist natürlich schade, aber immerhin scheint man gewissenhaft Schablonen genommen zu haben. Bei den Balkonen gab es auch schon größere Verluste. Vom Popelgrün vorher war ich jetzt nicht der größte Fan. Auch scheint die Dämmschicht nicht gar so fett aufzutragen wie anderswo.

    Dauerhaltbarkeit ist natürlich immer das Thema bei solchen Geschichten...

    Geburtenraten sind meistens höher in Großstädten, Migration (binnen und aus dem Ausland) findet ebenfalls eher in Richtung Großstädte statt.

    Un man möchte ja eigentlich kleinere, dafür mehr Klassen.

    Zudem sind ein guter Teil der jetzt neu gebauten oder neu geplanten Schulen nicht Grundschulen die alle durchlaufen, sondern Berufsschulen. Man möchte ja Ausbildungen auch wieder attraktiv machen und guess what: Firmen die ausbilden finden sich auch eher in Großstädten wieder.

    Da wird in absehbarer Zeit nichts leer stehen.

    Wundert mich auch dass es das noch nicht gibt - Strafzahlungen bei Abriss und Nichtbebauung innerhalb einer gewissen Zeitspanne wären für mich ein no-brainer und würden jahrelange hässliche Brachen wie wir sie schon manchmal hatten verhindern!

    Zum Neubau: Lediglich Klinker ist mir zu wenig um mich darüber freuen zu können - ist doch total banal was die Fassade angeht. Erdgeschosszone kommt auch gedrungen und nicht unbedingt wertig daher, da hätte man Sandstein verbauen können.

    Nein, 1:1 wie die Visu ist das nicht, es gibt einen feinen, aber entscheidenden Unterschied zu ihr und zum Vorzustand: Die Pillaster sind nicht mehr dreidimensional ausgeführt! Beim wuchtigen Dachausbau hätte man mit anderer Materialität auch sicher mehr rausholen können. So wirkt das leider nur noch wie eine angepinselte Styroperschachtel - was es ja im Endeffekt auch ist. Dazu der unebene Putz auf dem Treppenhaus, und dann noch deine Ausführungen zum Innenleben... erschreckend dass Neu-/Umbauten in Nbg zunehmend nicht nur äußerlich minderwertig sind!

    Ja, was die Initiative will ist erst mal ein Stop der aktuellen Planungen. Es ist aber nicht so, dass man sich noch überhaupt keine Gedanken über Alternativorschläge gemacht hat: neben dem eher unrealistischen Stadtkanal gibt es noch weitere: die Grünen wollen den Verkehr bündeln indem sie die Schlachthofstraße zurückbauen, Studierende der Ohm wollen den Frankenschnellweg verschwenken. Natürlich muss das dann alles erst noch ausgearbeitet werden.

    Ich tendiere auch zum JA. Wie schon einmal geschrieben wäre der Worst Case für mich wenn alles so bliebe wie es ist. Je nachdem wie stur und inkompetent die Politik ist kann sie aber ja auch bessere Alternativen finden, bei unserem Stadtrat und der Verwaltung kann das allerdings dauern. Mit einer Überarbeitung mit weniger oberirdischen Spuren hätte ich leben können, die schien aber ja komplett unmöglich. Der Gründeckel wäre ein Argument für den Ausbau, aber der hat erstens keine verbindende Wirkung, zweitens ist die Tunneldecke nicht dick genug für große Bäume - und die Finanzierung ist dafür auch noch überhaupt nicht gesichert!

    Auch ist das Begehren nach der ICE Werk Pleite und dem Stillstand des Radwegeausbaus mal ein Zeichen gegen Priorisierung des MIV zu setzen, auch wenn ich weiss dass das jetzt nicht die beste Motivation ist.

    Was war denn an meinem Beitrag eine Falschaussage? Von Bevölkerungsdichte habe ich nichts geschrieben, logischerweise ist die in Schweinau höher - dafür gibt es in der aber halt auch noch die S-Bahn mittendrin statt am Rand und die Zufahrt zum Frankenschnellweg...

    und wer von Eibach kommt hat logischerweise keine Lust erst in den Bus der x Schleifen fährt zu steigen bis er irgendwann mal bei der U-Bahn in die richtige Richtung angelangt ist und danach dann eventuell noch mal in einen Bus oder eine Tram umzusteigen - da wird dann lieber gleich das Auto genommen. Und genau da sollte Verkehrspolitik ansetzen.

    Weiss nicht ob man bei Eibach mit über 8000 Einwohnern von einem Kaff reden kann (zum Vergleich: Schweinau laut Wikipedia um die 5000 Einwohner). Und weder S-Bahn noch Tram sind als Alternativen in der Nähe verfügbar. Und viel mehr zersiedelt werden kann da auch nicht, die Grundstücke sind schon meistens bebaut. Verzichtet man hier auf die U-Bahn dürfte man nicht weniger Zersiedelung, sondern in erster Linie mehr Autos haben.

    Aber ja, auch ich würde einen guten Takt, auch in Tagesrandlagen (!), geringere Preise und ansehnlichere Umsteigebahnhöfe priorisieren.

    Suboptimal scheinende Baustellenpanung wurde hier ja schon ein paar mal angesprochen. Jetzt erhält Nürnberg eine neue KI-gestützte Planungssoftware und einen digitalen Zwilling, sodass sich Auswirkungen auf den Verkehr frühzeitig nachvollziehen lassen. Abhängigkeiten zwischen einzelnen Projekten werden auch angezeigtr, sodass Bauarbeiten zeitlich besser abgestimmt werden können. Hier mehr dazu.

    "Überarbeitet"... die Spolie vom Nachkriegsschocken (Waben) und die einzige Hommage an den Vorkriegsschocken (Klinkerfassade) wurde weggespart... die ausdifferenzierteren Farben finde ich zwar ganz gut, ich hoffe nur inständig dass das wenigstens eine Kunststeinfassade wie beim Wöhrl Neubau wird und nicht eine von diesen schnell gammelnden WDVS Fassaden, die dann eh nicht gescheit verputzt wird...

    Verstehe ich auch nicht. Das Problem der Pariser Banlieus ist ganz sicher nicht zu hohe Bebauungsdichte und mangelnder Platz für Autos ^^

    Im Vergleich zur Südstadt wird das hier sogar eher locker bebaut. Also würde ich da eher die zu eng angelegten Straßen ohne Grün in Galgenhof und co. zu den Bausünden zählen ;)