Beiträge von Planer

    Der Name "Inselkammer" könnte gut und gerne als Synonym für Profitmaximierung herhalten. Wenn es nach dem Eigentümer gegangen wäre, wäre die komplette Fläche mit Wohnschachteln bebaut worden. Verhindert hat das lokaler WIderstand, die alten Biergartenbesucher mit ihrer Wehmit und eine erstaunlich schnell reagierende städtische Verwaltung, die den Biergarten zur Grünfläche deklariert hat.



    nur nebenbei: die Fam. Inselkammer hatte vor vielen Jahren die (vereinigten) Tucher-Bräu billig eingekauft und dann nach kürzester Schamfrist begonnen, den mitgekauften Immobilienbestand an Häusern mit Gaststätten und Wohnungen zu filetieren und zu vergolden (sprich einzeln zu verkaufen).

    Die Kongresshalle war rein als "Jubelhalle" für den jährlichen Partei(schau)kongress geplant, der nicht einmal einen ganzen Tag gedauert hat. Für Marschkolonnen, militärischen Drill und Kampfspiele waren andere Bauten und Flächen vorgesehen.


    Der heutige Innenhof sollte der Saal werden und war bzw. ist nicht unterkellert. Wen es interessiert: auf S. 9 gibt es den UG-Grundriss https://online-service2.nuernb…ile.asp?id=858415&type=do). Ich weiß aber nicht, inwieweit im Hof schon Fundamente bzw. Bodenvorbereitungen für den geplanten Saal vorhanden sind. Da das auch Baustelleneinrichtungsfläche war, ist das bestimmt keine "unbelastete" Fläche.

    Der vermutlich einzige Grund dafür: Tesla hat Schnellladestationen. Dann will Audi (bzw. ein Vorstand) das auch haben - aber natürlich in besser.



    Der Standort Messe ist aber natürlich der größte Witz. Jeder der eine Messe oder Kongress besucht, wird dort viel länger sein, als parallel das Auto am Schnelllader überhaupt laden könnte - selbst ein (Audi-)Vorstand. Alleine der Fußweg vom "Audi-Charging-Hub" zum Messepublikumseingang und zurück dauert schon mind. 10 Minuten. Damit ist der Standort für Lieferdienste auch nicht mehr besonders interessant.

    der Hauptgrund für die "verschlossenen" Nordseiten ist die Bahnlinie und die nicht ganz leisen Dieselloks, die hier sehr oft verkehren (v.a. Güterverkehr!). Zu sehen gab es in der Vergangenheit hier wenig, also warum sich den Lärm in die Wohnung holen?

    Insofern wird es sicher interessant, wie das nördliche der Bahnlinie mit dem Lärmschutz gelöst werden wird. Durch die glatten Fassaden auf der Südseite wird der Schall auch zu großen Teilen reflektiert.



    Die ungefähr Größe der Tiefgaragen kann man auf S.38 sehen: https://wbg.nuernberg.de/uploa…tdokumentation_web_01.pdf

    Das ist aus der übergeordneten Rahmenplanung. Im Detail kann sich das noch ändern.

    ich bin letzte Woche Abends mit dem Fahrrad an der Stephanstraße vorbei gefahren und fühlte mich jetzt schon erschlagen. Der Neubau ist ja fast direkt an die beiden Straßen gebaut worden. Das eine ziemlich laute und nach kurzer Zeit auch dreckige Straßenschlucht geben. Aber der Profit ist sicher maximiert. Der "Straße" hätte es gut getan, wenn der Neubau 3 bis 5 zurück versetzt worden wäre.

    ich finde nicht nur die Analyse von Hrn. Glöckner richtig, sondern auch die Schlüsse. Er beschreibt / bestätigt, was ich oben geschrieben habe. Mit viel Geld wird man am Ende den status quo erhalten: ein von außen durchaus imposantes und interessantes Opernhaus, das im Inneren weiter verschiedene Mängel haben wird.


    Aber so wird es bzw. ist es hier. Bei den farblosen Verwaltern von CSU (siehe bspw. das Gespräch des Fraktionsvorsitzenden mit dem Klimacamp) und SPD (dem gescheiterten OB-Kandidaten, der mit der Vision eines "Bürgeramts West" in den Wahlkampf zog) wird mehr Gestaltungswille oder gar Mut nicht da sein.


    Ich sähe am liebsten ein neues und technisch feines Opernhaus an anderer Stelle und eine andere Nutzung des Bestandsgebäudes. Flächen für einen Neubau hätte es bspw. am Aufseßplatz, am Kohlenhof, auf AEG, Quelle oder auch dem Reichsparteitagsgelände geben können.



    Nur nebenbei: ich finde es schon sehr amüsant, wie viele, v.a. aus der SPD und den Historikern, heftig gegen ein Opernhaus in / neben der Kongresshalle wettern mit der Begründung dort eine Wagner-Oper aufzuführen ginge gar nicht und der Hof müsse als Erinnerungsort erhalten bleiben (Erinnerung an was?!?), und gleichzeitig RiP und Norisring und die ARENA feiern, weil es das Nazi-Areal mit Kultur, lauter Musik, Freizeitaneignung, Nutzung / Befahrung durch "Nicht-Deutsch" oder sonst was "entweihe" und profanisiere.

    Vor Corona gab es öfter Führungen im Opernhaus, die auch "hinter die Kulissen" schauen ließen (bzw. konnten angefragt werden für Interessierte, Gruppen, Vereine). Diese Führungen waren mindestens so interessant wie die Besuche einer Opernaufführung - zumindest für mich als Ingenieur ;-). Wer da eine mitgemacht hat, hat sich an mancher Stelle mehr gewundert, dass überhaupt noch so viel lief, bzw. aufgeführt wurde als über den Sanierungsbedarf (den nothor teilweise aufgezählt hat). Alleine die Besichtigung und Begehung des Schnürboden waren viele "aha-Erlebnisse"...


    Empfehlen kann ich auf jeden Fall beide Blickrichtungen sehr und oute mich gerne als jemand der öfter im Opernhaus war. Ich möchte auch gerne weiterhochkarätige Opern, Tanz usw. in Nürnberg sehen. Umso weniger kann ich die Empfehlungen der Kommission verstehen! Wie auch in der Presse (SZ oder NN) stand, ist das wieder die typische fränkische Bescheidenheit bzw. Selbstverzwergung. Irgendwie muss und will man etwas machen, es wird auch einiges an Geld ausgegeben werden müssen. Am Ende darf sich aber ja nicht zu viel verändern...

    (ps. die gleiche Diskussion gab es auch beim Stadion mehrfach, mit der Folge, dass man in den letzten 50 Jahren dreimal für viel Geld saniert hat, aber funktional nix verbessert wurde).


    Das Opernhaus in der aktuellen Form ist als solches meiner Meinung nach kaum mehr geeignet: schlechte Sicht an vielen Plätzen, Klang oft mau und unausgewogen, verwinkelte und ineffiziente Raumstrukturen und v.a. keine geeignete Nebenbühne bzw. Lagerflächen für Kulissen. So ist quasi direkt hinter der Bühne Schluss und es kommt die Lessingstraße. In der Konsequenz müssen permanent Kulissenteile zwischen dem Opernhaus und Lagerflächen an der Frankenstraße und im Nord-Ost-Park hin- und hergefahren werden.


    Das alles wird mit einer Sanierung nicht oder wiederum nur teilweise zu lösen sein. Insofern fand ich den Beitrag der Politbande den einzig sinnvollen und die Situation verbessernden. Nämlich Neubau der Oper in der Kongresshalle / im Innenhof. Und zwar nicht als teure und unnachhaltige Zwischenlösung, sondern dauerhaft! Das kostet am Ende vielleicht 180 oder 220 statt 120 Mio. €, dafür bekommt Nürnberg aber eine moderne und attraktive Oper. Das bisherige Opernhaus kann, soll und muss dann natürlich auch saniert werden. Allerdings nicht mehr als klassisches Opernhaus, sondern als Konzerthaus, Veranstaltungshalle oder auch botanischer Garten, wie die Politbande als sicher nicht ganz ernstgemeinten Debattenbeitrag vorschlagen hat. Vielleicht ist es auch möglich, dort das seit vielen Jahren so dringend geforderte mittelgroße Kongresszentrum für 500 bis 1500 Teilnehmer einzurichten (siehe bspw. die Alter Oper in Ffm). Am Ende sind das auch alles wichtige Funktionen für die Stadt - und kosten nur einen Teil der opernbedingten Kosten. Fallen doch v.a. die teuren Bühnen-, Kulissen, und Technikausgaben weg.


    In den offiziellen Stellungnahmen der Stadtverwaltung und der großen Parteien war und ist immer viel von den Synergieeffekten und der Wichtigkeit der räumlichen Nähe zum Schauspiel die Rede. Wer sich mit Beschäftigten unterhält oder ein bisschen Einblick hat, weiß, dass diese Effekte nicht allzu groß sind. Je nach Intendanzen und Leitungspersonal hat man mal zusammen gearbeitet, sich ignoriert oder auch mal gerne gegeneinander gearbeitet. Das diese Argument äußerst schwach ist, sieht man auch an den ausgelagerten Werkstätten, Lagern und Büros. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese alle nach einer Sanierung zurück geholt werden.




    letzte Bemerkung zu den Kosten: da hat der Baureferent endlich etwas richtiges gesagt. Die Vergleiche mit anderen Städten bzw. Opernhaussanierungen sind so, wie wenn 5 Menschen auf der Straße gefragt werden, was "ein Urlaub" kostet. In Stuttgart z.B. geht es um viel mehr als eine kleine Sanierung. Hier sollen neben neuen Flächen für Werkstätten, Büros usw. u.a. das bestehende Opernhaus "aufgeschnitten und auseinandergezogen werden", um Platz für eine Kreuzbühne zu schaffen (siehe die Veränderung im Bühnenbereich im Video

    ). Das wäre in Nürnberg mangels Platz gar nicht möglich, außer man vergrößert das Opernhaus auf die Fahrspuren des Rings.... Die Milliarde ist auch nicht fix, sondern stellt die Obergrenze einer ersten Abschätzung auf Basis einer Machbarkeit dar (siehe https://mwk.baden-wuerttemberg…-opersanierung-stuttgart/).

    Die Planungen für die Sanierung der Ostenendstraße zwischen Ring und Mögeldorf laufen seit über 10 Jahren. Bisher hat v.a. die CSU einen Abschluss der Planungen bzw. entsprechende Beschlüsse auf die lange Bank geschoben. Bis vor kurzem gab es nämlich nur Zuschüsse von Land und Bund, wenn es für die Straßenbahn einen eignen Bahnkörper gab. Nachdem die Straßenbreite aber für eine Lösung wie bspw. in der Regensburger Straße vor der BA mit Straßenbahn in der Mitte und je zwei Fahrstreifen in beide Richtungen bei weitem nicht reicht, wird seit Jahren geplant, diskutiert, umgeplant und wieder diskutiert. Dazu kommt die Lobby des lokalen Geschäftsleute, deren Interessen bei der CSU auf offene Ohren trifft, die das bisherige Linksein- und ausfahren unbedingt erhalten wollen.


    Alleine die Aussage des Autohändlers unkommentiert zu lassen, spricht Bände. Das nächste Mal wenn ich umziehe oder eine Lieferung bekomme, lasse ich den Laster und Aufzug auch mitten auf der Straße aufstellen. Wen es stört, kann ja eine andere Straße entlang fahren.

    Warum wurde der Grünstreifen nicht angrenzend an die Straße gebaut und der Fahrradweg mit dem Gehweg zusammengelegt? Dann hätte man solche Probleme von Beginn an direkt gelöst und die Leute müssen auf dem Fahrradweg nicht ihr Leben riskieren, weil jeder Autofahrer sehr einfach und schnell über den Streifen drüber ziehen kann.

    Antwort ist ganz einfach: das gilt nur für die "anbaufreie" Strecke. Sobald eine Straße einmündet, eine Grundstückszufahrt quert oder ein Längsparkstreifen kommt (Aussteiger auf der Beifahrerseite), ist der zurückversetzte Radweg die gefährlichere Lösung. Kann in Nürnberg (und überall anders) an vielen Stellen beobachtet werden...

    Das "NOHO" ist eine interessante Entwicklung. Es gibt auch eine Projektseite: https://noho-nuernberg.de/, aber leider nur wenige zusätzliche Infos. Es freut mich, dass es an dieser Stelle endlich vorangeht. Die Flächen sind seit vielen Jahren für eine Bebauung vorbereitet. Ich hatte schon befürchtet, dass es entweder noch einen Supermarkt oder einen anderen Flachbau gibt. Im B-Plan sind diese Grundstücke nämlich Gewerbeflächen. Von daher scheidet eine Wohnbebauung ohne Änderung des B-Plan aus. Eine Änderung ist aber unwahrscheinlich.

    Der B-Plan wurde übrigens am 28.10.2010 Stadtplanungsausschusses beschlossen (hier die Darstellung: https://online-service2.nuernb…ile.asp?id=530773&type=do)


    Was mich erstaunt, dass trotz Corona-Pandemie viele neue Bürostandorte entwickelt werden. Gebaut wird aktuell u.a. am Tucher-Campus, Seetor, Tafelhofpalais (kurz vor Bezug) und einige mehr. Dazu Planungen und Projekte am Kohlenhof, "Tor zu Tiefen Feld", Nordfläche AEG, Ex-Quelle, . Und nun hier über 20.000 qm.



    Noch zur Brücke:

    es war eine Bahnbrücke in Baulast der DB, dann an Aurelis abgegeben. DIe DB und dann die Aurelis hatten aber nach Aufgabe des Nordbahnhofs keine Verwendung mehr dafür und wollten bzw. mussten sie loswerden. Die Stadt Nürnberg wollte die Brücke aber nicht übernehmen, zumindest wollte sie der alte OB Maly und seine Stadtregierung partout nicht. Man hat immer mit potenziell hohen Sanierungskosten argumentiert, denn die DB hätte die Brücke so wie sie dastand übereignet. Trotz vieler Wünsche aus der Nordstadt zum Erhalt der Brücke und Nutzung als Freiraum und autofreien Weg in Richtung Norden, u.a. auch von der dortigen SPD, blieb dann nur der Abriss. Um die Bürgerschaft ruhig zu stellen, haben Maly und seine damals Mitregierenden den Neubau einer Fuss- und Radbrücke über den Nordring versprochen (siehe auch die Darstellung im B-Plan oben). Das das eine Beruhigungspille sein sollte, konnte der geneigte Kenner damals schon ahnen...

    Meiner Meinung nach war das volkswirtschaftlich, ökologisch, ressourcenmässig und städtebaulich ein riesiger Fehler. Eine Brücke die für viele 100 t dynamische Last ausgelegt war (u.a. gab es ein Tanklager am Nordbahnhof), hätte noch viele viele Jahre Radler, Sparziergänger und auch Grünzeug getragen. Aber man, bzw. Maly, wollten damals einfach nicht. Als Ergebnis gibt es seit über 5 Jahren eine an der Abbruchkante endenden Rad- und Fussweg....

    Am Campus Marienberg (ehemals Autokino) wird der vierte Bau begonnen. Grube ist ausgehoben und Kran steht.


    Wie zu erwarten / befürchten, wird es wieder ein "eigenständiges" Gebäude. D.h. ein Investor, ein Grundstück - aber vier Gebäude die keinen Bezug zueinander haben, noch eine gestalterische Idee teilen....


    So soll das vierte Gebäude werden:

    csm_171.005_3D-Visuals_NUE_Marienbergerstrasse_V01_571f1037a8.jpg

    Quelle: https://www.campus-marienberg.…trasse_V01_571f1037a8.jpg




    so sehen die anderen aus:

    Nummer 1 (geschätzt 10 Jahre alt), in den Fenstern spiegelt sich Nummer 2

    csm_Campus_Marienberg_BA1_aussen_d7b013707a.jpg

    Quelle: https://www.campus-marienberg.…BA1_aussen_d7b013707a.jpg



    Nummer 2 (vor geschätzt 4 Jahren gebaut)

    csm_Campus_Marienberg_BA2_aussen_2_7a1a7176ef.jpg

    Quelle: https://www.campus-marienberg.…2_aussen_2_7a1a7176ef.jpg



    und Nummer 3 (wurde glaube ich vor 1 oder 2 Jahren fertig)

    csm_CMN_BAIII_AUssenansicht__3__95393cb005.jpg

    Quelle: https://www.campus-marienberg.…nsicht__3__95393cb005.jpg



    Ein fünftes Gebäude könnte folgen:

    https://www.campus-marienberg.…r_Office_4_62ac4a9a55.jpgcsm_Marienberg_Campus_Tucher_Office_4_62ac4a9a55.jpg

    Quelle: https://www.campus-marienberg.…r_Office_4_62ac4a9a55.jpg

    Das Areal ist quasi komplett unterkellert bzw. Tiefgarage. Das ist aber nicht ungewöhnlich, sondern eigentlich Standard. Irgendwo müssen die vielen Stellplätze für die vielen Wohnungen ja hin.


    Zur Frage mit der Bauweise: vielleicht liegt es an der Verfügbarkeit von Material oder Fachfirmen? Vielleicht aber auch an der späteren Nutzung (ETW vs.EOF)?

    an alle die hier laut nach einer Rekonstruktion des Pellerhauses schreien: was soll nach Wiederaufbau die Nutzung sein??? Was soll rein???

    - Ein leeres Gebäude wird es nicht sein.

    - Wohnungen oder Büros? Dann sollen die Nutzer den Wiederaufbau Bezahlen (aber nicht die öffentliche Hand, zumindest nicht über die üblichen Zuschüsse bei Denkmalschutz hinaus).

    - Soll es es eine öffentliche Nutzung sein? Vielleicht sogar ein "Haus des Spiels". Alternativ ein Museum? Ein Ausstellungshaus?


    Dann braucht es in jedem Falle Depot-/ Magazin-/ Nebenflächen. Wo sollten die dann entstehen? In einer Etage mit 3 m Deckenhöhe? ist das besser? In einem neu zu bauenden Tiefkeller, der wegen Denkmalschutzwohl nicht kaum gebaut werden dürfte (oder das Budget sprengt)? In einem postmodernen Anbau?

    ps. selbst die Kunsthalle Nürnberg, als reine Ausstellungsinstitution ohne Sammlung, nutzt max. 3/4 de Grundfläche als Ausstellungsfläche und benötigt den Rest für Einlagerungen von Stühlen, Transportverpackungen, Werkzeugen, usw.



    Das ganze erinnert mich an den Wiederaufbau des Stadtschlosses in Berlin. Wichtig war vielen nur der WIederaufbau einer Fassade (und v.a. die Vernichtung des Palast der Republik als Erinnerungen an die verhasste DDR). Die Nutzung stand hintenan und führte zum halbgaren Humboldtforum...

    Also ich finde die Pläne nicht schlecht. Sie machen aus dem Bestand etwas gutes. Ob es das "Beste" ist, kann und will ich nicht beurteilen. Es wird aber Platz und Gebäude definitiv beleben. Die Planungen lassen auch Um- oder andere Nutzungen der Raume zu.



    2 Geschosse als Lagerräume sind in dieser Lage schonmal eine ziemlich starke Unternutzung.

    mit Verlaub, das ist ein ziemlicher Unsinn!

    Das Germanische bekommt mitten im Zentrum ein Tiefdepot für über 40 Mio. €, das dringend benötigt wird, aber so gut wie nie Besucher sehen wird. Das Neue Museum hat große Lager -und Depotflächen im Gebäude. Und jedes Kaufhaus hat mehr oder weniger Lager- und Serviceflächen.

    Die Diskussionen um das Tiefe Feld haben vor über 30 Jahren begonnen. In den 1990er Jahren war das Tiefe Feld erst als neues Großwohngebiet (ala Langwasser) und dann als Gewerbegebiet (Reihenfolge kann auch andersrum gewesen sein) Gegenstand heftiger kommunalpolitischer Auseinandersetzungen. Als 1994 die Entscheidung zum Bau der U3 (damals U21 genannt, da aus der U2 abzweigend) fiel, war eine Förderung nur möglich, weil dort sehr viele neue Einwohner und Arbeitsplätze geplant wurden. Nachdem die Bevölkerung Nürnbergs ab Mitte der 1990er Jahre wieder schrumpfte (der Wendeboom war vorbei...), wurde die geplante dichte Bebauung nicht weiter verfolgt. Danach gab es Pläne für eine Bundesgartenschau und anderes mehr.


    Fast genaue so lange gibt es die Diskussionen, um den Ausbau der Gymnasien... seit vielen Jahren ist mindestens ein sog. Wachstumsgymnasium geplant. Seit gut 5 Jahren ist mit der Entscheidung zur Rückkehr zum G9 ein G9-Gymnasium geplant und nötig. Immerhin hat man nach vielen Jahren der Planungen zumindest 2 Standorte (die oben genannten Tiefe Feld und ex-Prinovis in Langwasser) festgelegt. Ich würde aber nichts von Wert wetten, dass es tatsächlich so kommt!


    So lange lässt man sich mit Stadien oder Eventhallen nicht Zeit (https://wbg.nuernberg.de/medie…7dff7041d0fad7191f30835ce). Aber Bildung ist ja wie Papier, also geduldig.

    Also für mich ist die neue IHK (+ die alten Gebäude) eine der architektonischen Höhepunkte in der Altstadt in den letzten 20 Jahren. Da ist alles stimmig und passt. Farben, Material, Details, ... Alleine der Haupteingang: für mich ein Augenschmaus.


    Ich würde sie fast auf eine Stufe mit dem Neuen Museum stellen.

    die Visualisierung ist in der Tat schon etwas komisch. Trotz Straßenbahn und Bussen, die oben fahren sollen, sieht das eher wie ein geschwungenes Dach aus. Die Stützen scheinen auch keine große Gründung zu erfordern.


    Auf der anderen Seite ist das von einem renommierten Fachbüro. Die "können" Brücken eigentlich!?!

    Besonders traurig war in dem Artikel die Aussage, dass das Ziel ist, mehr Bäume zu pflanzen als zu fällen. Das soll aber wohl derzeit nicht erreichbar sein. Der Baumbestand sinkt also gerade!

    Dieses Ziel gibt es schon seit mindestens 20 Jahren. Aber entweder es gab zu wenig Geld, zu wenig Personal oder zu wenig freie und geeignete Baumscheiben. Oder etwas anderes wichtigeres.


    nebenbei: die Unzufriedenheit damit (also der SPD-Tatenlosigkeit) hat Marcus König im Wahlkampf genutzt und für jedes in Nürnberg Neugeborene eine Baumpflanzung versprochen (https://koenig-nbg.de/wp-conte…_100-tage-programm_v4.pdf). Auf dem OB-Sessel und der Macht angekommen, wurde im wahrscheinlich schnell gesteckt bzw. klar, dass das nicht so einfach ist. Als Ergebnis bezahlt die Stadt nun den Staatsforsten 5.000 Setzlinge im Reichswald, die sowieso gepflanzt würden (https://www.nordbayern.de/regi…248-neue-baume-1.10959346). Aber das war vermutlich die einzige günstige Chance, um überhaupt eines seiner vielen Versprechen (siehe link) zu halten. Ansonsten ist von seinem 100-Tage Programm nichts mehr übrig geblieben (und bevor das Corona-Argument und damit "alles anders" kommt: das hat er zu Stichwahl gemacht / bekräftigt, da waren die Schulen schon geschlossen und der erste Lockdown beschlossen).

    ohne das im Detail zu kennen, würde ich vermuten, dass es zwischen N und Lauf (re.) eine S-Bahn alle 30 Minuten gibt. Dazu kommt eine stündliche "Schnell-S-Bahn", die bis Hersbruck nur noch in Lauf hält und dann hinter Hersbruck bzw. von Lauf nach Simmelbach überall hält, aber nur noch stündlich.


    So ähnlich ist es heute bereits: https://www.vgn.de/ib/site/pub…:P:H:j21:1-1619490357.pdf

    Allerdings mit tlw. großen Lücken (also zwei RB kurz hintereinander, dann eine 3/4 Stunde nichts, dazu RE).

    In der Wochenendausgabe der NN war heute ein großer Artikel zum Thema Bäume und Grünanlagen in Nürnberg. Darin wird die "Schuld" für vergleichsweise wenig Grün und Straßenbäume in Nürnberg wieder mal auf Mittelalter, fehlende Residenz/Herrscher und die großen Zerstörungen im 2. WK und den erforderlichen schnellen Wiederaufbau gesehen.

    Für mich ist das nur noch eine schale Ausrede. Das mag 1985 gepasst haben, aber seit ungefähr dieser Zeit ist das Defizit und die Ursachen bekannt. Seitdem war mehr als genug Zeit, das zu ändern. Passiert ist aber genau das Gegenteil und es wurde weiterhin eng und knapp geplant und gebaut. Seit ca. 7 Jahren wird im Namen der sog. Wohnungsnot*) jeder freie Restfläche in der Stadt zugebaut. Dazu werden Neubaugebiete stark besiedelt, aber nicht durch Höhe sondern maximale Flächeninanspruchnahme. Man sehe sich nur den Bereich um den neuen U-Bahnhof Großreuth an (https://geoportal.bayern.de/ba…0.17&N=5478119.66&zoom=13). Gleich um die Ecke der kümmerliche Westpark, der statt ausgebaut und vergrößert durch zahlreiche Bauvorhaben weiter bedrängt und angeknapst wird.


    Genauso schlecht, eigentlich noch schlechter, ist es um die Plätze der Stadt bestellt...



    *) für mich ist die aktuelle Wohnungsnot keine! Es gibt viel mehr Wohnungen als Mitte der 1970er. aber nur ca. 20.000 Einwohner mehr. Die Ursachen sind immer mehr Single-Haushalte und immer mehr Wohnfläche pro Kopf! Solange die beiden Parameter mindestens so schnell steigen, wie die Anzahl der neuen Wohnungen, wird sich die Lage nicht verändern.