Beiträge von Planer

    [..] Ich hatte sogar mal gehört dass die Stadt im Moment für Büroprojekte keine Baugenehmigung mehr erteilt? Ist das richtig?

    eine "Stadt" bzw. die Verwaltung erteilt oder verweigert einer privaten Person (egal ob natürlich oder juristisch) eine Genehmigung nicht, weil sie den Antrag für nicht erforderlich hält. Wenn alle Bedingungen eingehalten sind, besteht ein (Rechts-)Anspruch auf Genehmigung. Alles andere wäre Willkür!


    Wenn die/der Investor am Markt vorbei agiert, ist das unternehmerisches Risiko. Aber kein Grund für eine Verwaltung einzuschreiten.


    Unbenommen bleibt es der Stadt, und hier va. den eher politischen Referenten, auf Investoren einzuwirken und Alternativen anzuregen. Das wird gerne und rege gemacht. Manchmal wohl auch mit einer Wortwahl, die mehr Macht verheißt als es wirklich gibt.

    endlich geht es hier weiter. Das wird auf jeden Fall eine Aufwertung.

    Gut ist va., dass der Kreuzgang wieder vollständig hergestellt wird. Vor 20 bis 30 Jahren gab es schon mal eine Untersuchung / idee / Grobentwurf, in dem ein Rundgang vorgeschlagen wurde. Allerdings war damals auch ein Rundweg im 1. OG Teil der idee. Das fehlt leider hier. So würde auch der wichtige Galerieflügel mit dem Süd- und Südwestbau auf einem Niveau verbunden.

    Der Sieger ist mMn. einer der Besseren. Sehr interessant fand ich auch 1001, der den Bestand bis zum 4. OG erhält und darüber bzw. darauf einen Neubau stülpt. Die Idee ist gut, die Ausführung leider nicht ganz so. Die geschichtete Nutzung teilt 1001 mit dem Sieger.


    Den zweiten Platz, 1009, finde ich mit am schwächsten. Erinnert mich spontan an den Verwaltungstrakt des alten Horten / Hanse-Versicherung am Hallplatz. Unruhige Fassade, kein geschlossenes Bild. Ähnlich die beiden vierten Plätze, 1003 & 1004, auch beide langweilig und eher "husch-husch" gemacht.


    Eigentlich ähneln sich die meisten Entwürfen sehr, einige finde ich auch ziemlich langweilig. Lag's an der Aufgabenstellung?

    ich bedauere den Stopp des NCC Süd auch, glaube aber nicht an ein "irgendwann". Dafür hat zum einen die Pandemie zu viel verändert (ich reise beruflich viel weniger als früher - geht es hier jemand anders?), auch und gerade bei Kongressen und Messen. Zum anderen ist der Entwurf langsam zu alt. Die Anforderungen, Vorgaben, Gesetze, Normen und Wünsche des AG usw. verändern sich laufend. Irgendwann passt da zu viel nicht mehr...

    Sehe ich anders. Die (Nach-)Nutzung der alten Sparkasse ist bestimmt nicht trivial. Der Bau an sich war und ist aber sehr wohl stilprägend und steht für die damalige Zeit! Insofern kann ich die Denkmaleinstufung nachvollziehen und halte sie für richtig. Auch und gerade weil daran noch fast alles original ist. Die Stadt und die Sparkasse sind nun aufgefordert, daraus etwas zu machen.



    Und nein Nothor, Denkmalschutz "lehnt Schönheit nicht ab". Es ist nur nicht die entscheidende Kategorie.

    Unabhängig davon, dass sich Schönheit kaum bis nicht definieren lässt...


    Tja, auch eine der frühen McD.. Filialen, wenn noch erhalten, wäre denkmalwürdig. Sonst bleiben nur Fotos und Filme.

    Ich war vor der Pandemie öfter in der Kohlenhofstraße im "Zollhof", dem Gründerzentrum. Daher finde ich es eher schade, dass auch diese alten Gebäude zu Wohnungen werden. Als Gründerzentrum, Platz für neue Ideen, ausprobieren kleiner Firmen usw. hat das gut getaugt. Inzwischen gibt es in der Stadt fast keine Freiräume, sprich alte, einfache, großzügige, gut gebaute und auch günstige Gebäude. Wo sollen neue Ideen entstehen und neues niedrigschwellig ausprobiert werden?


    Ich befürchte auch, dass die dort entstehenden schicken und teuren Wohnungen die Gentrifizierung in Gostenhof weiter anschieben. Bisher war das eine sehr einfache Ecke und mit dem großen Standort der Heilsarmee einige Häuser weiter könnten hier schon bald sehr unterschiedliche Welten aufeinander stoßen.

    Das "Kilian 1" ist eines der ganz großen Katastrophen.


    Beworben wurde es mit "KILIAN1 – Grüne Wohnqualität in zentraler Urbanität", was zusammen mit diesem Satz auf der Internetseite schon an der Grenze zum Betrug ist "Alle Wohnungen sind nach Süden zum begrünten Innenhof ausgerichtet."

    (Quelle: https://www.eckpfeiler.de/proj…cklung/nuernberg-kilian1/)


    Neben dem Lärm kommen noch Dreck, Abgase und alles was eine Tanke so ausdünstet direkt dazu. Da kann, will und darf eigentlich niemand wohnen.


    Was aber nicht nur die dort irgendwann wohnenden Menschen betrifft, sondern alle von Norden kommenden: das Kilian1 hat sich voll in die Sichtachse Richtung Burg gestellt, wenn man die B4 von Norden kommend stadtweinwärts nimmt! Leider habe ich kein Foto machen können, aber das Tat schon fast weh beim letzten Mal reinfahren entlang der B4 vor einigen Wochen.

    Gegenfrage: wer war / ist der Auftraggeber der oben gezeigten Entwurfs zum neuen Stadtqaurtier an der Fuggerstraße?


    Ich gehe nicht davon aus, dass das die Stadt Nürnberg war. Die planenden Ämter "ersticken" in Arbeit, zumindest steht das regelmäßig in der Lokalpresse, und viele laufende Verfahren ziehen sich seit Jahren oder sogar Jahrzehnten (siehe bspw. Tiefes Feld, ehem. Südbahnhof bzw. Lichtenreuth). Nach den jüngsten Zeitungsartikeln sind um die 20% der Stellen in diesen Ämtern nicht besetzt?

    Auf den einschlägigen Internetseiten findet sich auch keine Info dazu, siehe

    https://www.nuernberg.de/inter…tal/stadtentwicklung.html

    https://www.nuernberg.de/inter…/wohnen_in_nuernberg.html



    Es gibt für das Gebiet einen gültigen B-Plan von 2011, also ziemlich aktuell, der Gewerbe und Mischgebiete vorsieht; siehe hier:

    https://geoportal.nuernberg.de/masterportal/bebauungsplaene/

    bzw. direkt zum Plan https://geoportal.nuernberg.de…/1100/id1158/1158_111.pdf


    Warum sollte die Stadt also hier tätig werden? Warum Geld für einen Skizze ausgeben, die so nicht kommen wird? Warum als Stadt private Flächen beplanen? (würden diese Flächen der Stadt gehören, wäre der Auto- und Schrotthandel dort doch längst per Mietvertrag beendet).


    Interessanter ist der Zufallsfund (hatten wir hier glaube ich noch nicht) unter

    https://www.nuernberg.de/inter…anung/nuernberg_baut.html bzw. der verlinkten Karte unter https://geoportal.nuernberg.de/masterportal/wohnbau/


    In dem als "MI2" bezeichneten Gebiet plant wohl ein stadtbekannter Bauträger eine Wohnanlage mit 209 Wohnungen:

    https://geoportal.nuernberg.de…df/pdf_steckbrief/267.pdf

    In der Skizze oben, ist an dieser Stelle auch ein massiver Wohnblock dargestellt. Scheint im Bau weit fortgeschritten zu sein (https://www.schultheiss-projek…-nuernberg-suendersbuehl/).

    zum Stadtviertel Fuggerstr.


    im Bayernatlas können die Parzellen / Flurstücke angezeigt werden.

    https://v.bayern.de/NYLnp


    Wenn ich mir das anschaue, mag ich nicht an den einen großen Wurf glauben. Auch wenn nicht alle Flurstücke unterschiedlichen Menschen gehören müssen, glaube ich nicht, dass alles einer Person / Gemeinschaft gehört.



    Was definitiv nicht kommen wird, ist eine Verlängerung des Tunnels. Das würde eine Umplanung bedeuten, die ein neues Planfeststellungsverfahren nach sich zieht (inkl. aller Gutachten!). Das würde mind. 5 bis 10 weitere Jahre und geschätzt weitere 5 bis 50 Mio. € kosten.

    Die Vorgabe der gleichen Höhe für das Nachfolgegebäude ERGO finde ich nicht gut. Ich würde das im Wettbewerb offen lassen, um zu sehen was am besten wirkt. Also höher, gleich hoch oder niedriger als Tafelhofpalais. Durch max. gleich hoch könnte sich auch ein unguter Rahmen bzw. Einengung um den eigentlich dominanten Hauptbahnhof ergeben.

    [..]

    Deutlich verändern wird sich der Deckenbereich samt Beleuchtung. Die heutige abgehängte Decke wird durch eine Lamellendecke ersetzt, inklusive LED-Beleuchtungskonzept.


    Als ich das gelesen habe, war mein erster Gedanke, ob darunter der erste Nürnberger Taubenschlag entstehen soll. in der Passage gibt es seit Jahren ein Taubenproblem. Eine offene Lamllendecke wird die Tauben sicher sehr erfreuen.

    Ganz ehrlich, ich verstehe wirklich nicht warum man wegen der Anzahl von Mitarbeitern so ein Drama macht. Wenn Schaeffler und co. in der Region zum hundertsten Mal 700 Mitarbeiter abbauen ist das höchstens mal eine kurze Meldung wert. Aber wegen den 150 Mitarbeitern wird jahrelang rumgetan, Passagen für öffentliche Gelder renoviert und so weiter. Das kann‘s doch echt nicht sein. Was man von dem Geld und mit der Aufmerksamkeit noch alles für die Stadt und auch viele kleine Betriebe hätte machen können…


    ist zwar schon etwas älter, aber da ich das genauso sehe, wollte ich das nicht unbestätigt lassen. Mich nervt diese "Dauerfokussierung", v.a. der Lokalpresse, genauso! Der Karstadt bzw. die Innenstadtkaufhäuser sind von gestern. Vermutlich ist meine Generation die (vor-)letzte, die damit noch etwas verbindet. Bei meinen Kindern, kurz vor dem Flügge werden, spielen die null,null Rolle. Wenn dann gehen die wegen Modegeschäften oder Essen/Trinken in die Innenstadt. Ob Karstadt "gerettet" wird oder nicht, wird zumindest in Nürnberg kaum etwas ausmachen.


    Auch der Noch-WIrtschafts- und Wissenschaftsreferent der Stadt Nürnberg hätte meiner Meinung nach wichtigere Themen, als zu einer Gläubigerversammlung nach Essen zu fahren und alle paar Tage eine Aktion zu Karstadt zu starten!

    Nur mal so kurz aus dem Stegreif formuliert:

    - wann gab es die letzte größere Ansiedlung in Nürnberg (könnte das Bosch-Rexroth-Werk für Großlager wie Windkraftanlagen usw. vor ca. 15 Jahren gewesen sein, das mittlerweile auch schon wieder Geschichte ist)?

    - was tat / tut die Stadt, um den Aufbau der TUN wirksam zu unterstützen?

    - wie kann die noch große und für Steuereinnahmen und Arbeitsplätze so viel wichtigere industrielle Basis in Nürnberg gehalten, ggf. sogar ausgebaut werden?


    => das ICE-Werk haben MP, Söder, OBM König und neuer Kämmerer Brehm (SPD) erfolgreich nach dem üblichen Aufschrei der NIMBY-Fraktion verhindert

    => von der TK-Industrie ist fast nichts mehr da. INTEL, LUCENT, Nokia, Ericsson usw. hatten vor 20 Jahren in Nbg. noch einig tausend MA... Einige davon sind inzwischen in München...

    => MAN baut leicht ab (und zum Glück ein Batteriewerk auf, sonst wäre das wohl auch bald das Ende)

    => Vitesco verlagert die nächsten Jahre fast die komplette Fertigung nach Osteuropa (einige hundert AP, darunter viele Anlernjobs, die bisher dank IGM gut verdient haben)

    => LEONI hat in Nürnberg direkt zwar keine Fertigung, aber die Verwaltung wird sicher auch massiv von der Neuaufstellung betroffen sein

    => Siemens verlagert einen großen Teil der AP aus Nürnberg weg, immerhin zumindest nur 25 km nach Norden nach Erlangen

    => Novartis hat in München inzwischen mehr Bürofläche angemietet, als sie bald noch in Nürnberg haben werden

    => dazu kommen mind. ein dutzend kleinerer Firmen, die abbauen oder ganz weg sind, u.a. KüchenQuelle, Leistritz, Semikron, ...


    Wenn ich mir dann noch die vielen Schilder "MA gesucht" in diversen Läden und die geringe Personalfrequenz in vielen Einzelhandelsgeschäften anschaue, ist mir um die ca. 150 betroffen MA in Nürnberg eigentlich nicht bange.

    Beim NoHo bin ich noch nicht pessimistisch ;)


    Die Fläche war bis vor kurzem noch Lagerplatz, Baustellenfläche usw. für den Neubau K40. Außerdem macht der Investor viel Werbung. Das Video ist recht aufwändig und in der aktuellen WiM (Magazin der IHK) war eine große Annonce. Zögerlich wirkt das für mich nicht.

    Falls das zweite Bürohochhaus da kommt, wäre das eine massive Verdichtung. Könnte den Standort in der Tat sehr verändern. Zusammen mit dem Plärrerhochhaus der Stadtwerke wäre das dann schon fast ein kleines Cluster. Der Blick von der Burg würde sich massiv verändern und hinter der Altstadt neben den Häusern am Hauptbahnhof direkt einen "zweiten Hochpunkt" setzen.


    Ich bin nur etwas skeptisch, da im verlinkten Expose für alle Etagen die gleiche Miete je qm aufgerufen wird. Das wäre sehr ungewöhnlich, v.a. falls etagenweise angemietet werden könnte (wie angegeben).