Noch eine Anekdote zum Denkmalschutz - oder warum die immer nur "alles falsch machen" können (ohne dass ich mir anmaße zu wissen was richtig wäre, nicht mal in Ansätzen könnte ich da einen Lösungsweg aufzeigen):
Bevor das K4 / KOMM / Künstlerhaus saniert wurde, es müsste der 2. BA gewesen sein, also vor ca. 10 bis 15 Jahren, hat "der Denkmalschutz"besichtigt, geprüft und entschieden.
Eine Auflage war: die vielfach beschmierten, mit Aufklebern beklebten und "sehr lebendigen" Wände der damaligen WCs stünden für Epoche, Geschichte von Haus und Stadt. Damit waren und sind sie denkmalwürdig und zu schützen. Die Stadt bzw. die Architekten und Baufirmen mussten also die alten Wände erhalten. Darüber hinaus waren sie gegenüber neuen Graffitis, Tags, Aufkleber usw. zu schützen! Die originalen Graffitis, Tags und Aufkleber, die eigentlich Sachbeschädigung waren, durften nun vom Hausherren nicht mehr verändert werden. Neue Forderungen, Konzerthinweise, Liebeserklärungen waren also zu verhindern.
Ist einerseits sehr nachvollziehbar, andererseits aber auch vollkommen absurd. Aber egal wie so etwas entschieden wird, es gibt nicht "richtig".


