Beiträge von Lieblingsfranke

    In Herzogenaurach wird bis Ende September eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Aurachtalbahn als Ergänzung zur StUB erstellt. Ich finde eine Reaktivierung absolut sinnvoll, da von den beiden Verkehrsmitteln völlig unterschiedliche Gebiete erschlossen werden. Niederndorf, Kriegenbrunn und Frauenaurach sind zusammen recht große Siedlungsgebiete, die absolut „schienenwürdig“ sind. Außerdem wird so auch Schaeffler attraktiver angebunden, denn eines wird bei der StUB-Argumentation oft vergessen: Die Verbindung von Schaeffler in die Erlanger Innenstadt dauert dann länger als heute mit den Bussen, obwohl diese derzeit noch den Schlenker über den Olympiaring fahren! Die Aurachtalbahn würde gegenüber der StUB quasi für jeden entlang der Trasse, der nicht nach Büchenbach möchte, eine enorme Angebotsverbesserung darstellen.

    Am Parkhaus von P&P wurde schon vor einiger Zeit die auf den Plänen sichtbare Lärmschutzwand aufgestellt. Hier mal der Anblick von der Karolinenstraße aus.

    Direkt gegenüber ist mir noch aufgefallen, dass sowohl die Karolinenstraße 136, als auch die Flößaustraße 193 bereits vollständig rückgebaut wurden.

    Weiß jemand was da hinkommt?

    Nach dem Ausfüllen der Fragebögen ist mir eine Sache aufgefallen: „Mit der Umgestaltung des Straßenraumes wird 2023 begonnen.“ Wie bitte? Warum soll das denn so lange dauern? Das Parkhaus steht und die Pläne sollten nach Abschluss der Bürgerbeteiligung spätestens im Sommer fertig sein. Ich hoffe inständig, dass es ein Tippfehler war und da eigentlich 2022 stehen sollte.

    Auf der Seite der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung der Hornschuchpromenade sind heute zwei Videos aufgetaucht, die den aktuellen Planungsstand erklären. Ich bin mit der Planung zufrieden und mir fällt zumindest auf Anhieb kein einziger Kritikpunkt ein. Lediglich wie das mit dem Be- und Entladen direkt vor der Haustür funktionieren soll habe ich noch nicht so ganz verstanden. Braucht man dafür einen Parkschein, einen Ausweis, oder wird in den Zonen bei der Kontrolle einfach weggeschaut? Interessant fand ich auch, dass wohl schon eine Umgestaltung der noch recht neuen Kreuzung an der Jakobinenstraße geplant ist. Fürth scheint es mit dem Radschnellweg wohl ernst zu meinen.

    Auf der Seite der Stadtumlandbahn sind die weiteren Wettbewerbsbeiträge zum Brückenneubau zu sehen. Auch wenn die Konstruktion von Krebs+Kiefer sicherlich ein Hingucker geworden wäre, ist die getroffene Wahl doch ganz vernünftig. Ein kleiner Tipp zur Navigation der Unterlagen: Nachdem man die entsprechende Brücke ausgewählt hat, muss man weiter unten auf die Pläne klicken und erst dann wird eine PDF mit den weiteren Details geladen.

    Nach knapp drei Jahren vermeintlichen Stillstands, geht es nun endlich auf dem ehemaligen Höffner-Gelände weiter:

    P&P errichtet hier… Hmm? Wie bitte? Nicht P&P? Tatsächlich: Das Bayiko hat das Projekt scheinbar übernommen und baut hier nach Planungen von P&P 12.000 qm Gewerbe- und 15.000 qm Wohnfläche. Die erste Skizze der Fassade schaut für mich für Neubauverhältnisse ziemlich farbenfroh aus, was an dieser trostlosen Ecke aber bestimmt nicht stören sollte. Ich hoffe, dass die Bebauung dort neue Impulse in dieser sonst eher trägen Ecke, was neue Bebauung angeht, setzen wird. Mittlerweile sind in der Süd- und Altstadt nahezu alle Baulücken gefüllt und auch im Westen sind außer einigen Flächen direkt an den Bahngleisen langsam die Grundstücke alle bebaut. In Stadeln wurde ja neulich erst vom Stadtrat einer weiteren Bebauung die Absage erteilt, da sonst wohl die Verkehrskapazitäten nicht mehr ausreichen. Das Areal zwischen Seeacker- und Gründlacher Straße bietet sich da förmlich auf dem Präsentierteller an: Man hat eine leistungsfähige Anbindung an den Frankenschnellweg und bei Bedarf lässt sich auch die Gründlacher Straße über die Wilhelm-Hoegner-Straße zu einer guten Hauptverkehrsachse ausbauen und auch Nahversorger sind bereits in der Nähe.

    Mal ein kleiner Nachtrag:

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    Quelle

    Auf der Instagramseite des Baureferenten gab es noch mehr Bilder als auf Facebook und die haben es in sich. Auf einem weiteren Lageplan sind bereits die Eingänge zur U-Bahn, sowie die Haltestelle an sich eingezeichnet. Dafür einfach mal auf den Link „Quelle“ klicken und nach rechts auf das zweite Bild gehen. Dann gibt es aber natürlich noch die hier gezeigte Visualisierung: Ich bin echt sprachlos. Wenn das auch nur ansatzweise so kommt, dann hat diese Universität das Potential eine meiner zukünftigen Lieblingsecken in Nürnberg zu werden. Daumen hoch!

    Es sieht tatsächlich nicht schlecht aus, einige Details finde ich aber nicht so gut umgesetzt. Der Campus wirkt viel abgeschotteter, als er das sein müsste. Eine Öffnung zum Park hin mit einem großen Platz hätte sich doch so gut angeboten. Der Platz existiert ja sogar, nur ein Gebäude steht im Weg. Sehr gut wiederum finde ich, wie Straßenbahn und die eventuelle U-Bahn-Haltestelle in den Entwurf integriert sind. Die Grünfläche in der Mitte des Fotos wird nämlich nie eine sein, da dort derzeit die U1 in den Untergrund abtaucht. An dieser Stelle ist ja bekanntlich auch die Realisierung einer Haltestelle am wahrscheinlichsten. Ich rechne fest mit der Umsetzung und zwar auf Kosten des Freistaats. Dieser wird es sich sicherlich nicht nehmen lassen, seine Prestige-Uni gut anzubinden. Nach Fertigstellung könnte der Bahnhof dann in den Besitz der VAG übergehen, die sich dann um Unterhalt und Instandsetzung wieder alleine kümmern muss. Der Großteil der nicht ausschüttbaren Fördergelder für die Stadt kämen ja ohnehin aus München. Um nochmal zum Projekt zurückzukommen: Auch den großen Abstand zur Münchner Straße finde ich gut, da hier wirklich schöne alternative Wege abseits der Straße entstehen können. Ins Auge gesprungen sind mir noch die Bauwerke südlich und östlich des BAMF. Ob diese nur Platzhalter sind, oder tatsächlich schon in Planung wird man vermutlich noch nicht wissen, oder?

    Ebenfalls neue Nachrichten gibt es von der StUB in Erlangen:

    Eine Visualisierung macht derzeit in den Medien die Runde, die den Neubau der Brücke durch den Wiesengrund zeigt. Meiner Meinung nach ist das hier gezeigte Bild wirklich sehr stark geschönt. Keiner kann mir erzählen, dass sie wirklich so eine filigrane Brücke hinstellen können, wie man sie auf dem Bild sieht. Auch der Übermut eine filigrane Brücke zu bauen, die wartungsarm 100 Jahre hält, kommt mir bekannt vor und irgendwie haben die Bauwerke von damals doch eher nur halb so lange durchgehalten. Versteht mich nicht falsch: Die Brücke an sich macht einen guten Eindruck, allerdings wird sie einem als eierlegende Wollmilchsau verkauft, die sie so sicherlich nicht sein wird.

    Ich traue meinen Augen kaum. In den neuesten Sitzungsunterlagen sieht man die Pläne zur Reaktivierung der Stadtparkschleife. Diese sind erstmal solide, was die Straßenbahn betrifft, doch schaut man sich die Fahrbahnen an, wird es revolutionär: Ein Rückbau der Bayreuther Straße auf eine Spur für Autos! Was unglaublich klingt, wird wahr. Zudem noch sehr breite Fahrstreifen für Radfahrer, einfach traumhaft!

    Sind das etwa erste Konsequenzen des Mobilitätspakts? Wenn ja, dann nehme ich meine Kritik daran zurück und bin einfach froh, dass man langsam auch in Nürnberg die richtige Richtung einschlägt.

    Noch eine Ergänzung zum Flair: Auf der Instagram-Seite werden regelmäßig interessante Baustellen-Updates hochgeladen. Diese sind allerdings fast immer in den Storys und werden kaum gespeichert, man muss also abonnieren. Erst gestern gab es beispielsweise interessante Nahaufnahmen der neuen Fassadenteile vom Inneren des Gerüstes.


    Was das Parkhaus angeht: Ich denke nicht, dass man sich mit solchen Tarifen direkt am Anfang einen großen Gefallen tut. Ich kann jeden verstehen, der sich jetzt in und um die Nürnberger Straße, oder in die Karolinenstraße (dort gibt es oft Parkplätze und dank dem Luisentunnel sind die auch recht attraktiv zu erreichen) stellt, statt so hohe Gebühren zu bezahlen. Man hätte meiner Meinung nach für Anwohner eine Art 365€-Ticket an den Start bringen sollen, solange die Konzepte zur Parkraumbewirtschaftung in der Nachbarschaft noch nicht fertig entwickelt sind.