Beiträge von FranzFerdinand

    Hallo nothor,


    vielen Dank, tolle Bilder, aus denen man viel ableiten kann. Mir geht es v.a. um die Frage, wie man beschädigte oder heruntergekomme Gebäude dieser Art renovieren oder verändern kann (zB Ladeneinbauten). Ich besitze zwar ein Haus aus dieser Epoche, aber das ist "rundherum" aus Backsteinen gebaut (und verputzt).

    Und ich habe mal in so einem Haus (mit Sandsteinfassade) gewohnt, und bin beim Bilderaufhängen schier an der Wand verzweifelt *riesel, riesel* - damals konnte ich nicht glauben, im Sandstein zu bohren, aber das war offenbar tatsächlich so :D

    Mal eine etwas allgemein Frage: Kann mir jemand mal beschreiben, oder sogar zeigen, wie eigentlich die typischen Nürnberger Gründerzeithäuser aufgebaut sind? Konkret würde mich interessieren, ob die Fassaden der typischen Sandsteinhäuser im Nürnberger Stil eigenlich nur "vorgeblendet" sind und dahinter eine Backsteinmauer ist, oder ob die Fassade tatsächlich auch der tragenden Wand entspricht.


    Danke :)

    Das Radschnellwegenetz macht Fortschritte. Nicht, dass ich bei Erlangen und Herzogenaurach je Zweifel an der Finanzierung gehabt hätte, allerdings freut es mich trotzdem, dass die Planungen von oberster Ebene befürwortet und bezuschusst werden.

    Gibt es eigentlich irgendwo schon konkrete Zeitpläne für die Vorhaben? Beschlüsse gibt es viele, aber wann es mal irgendwo los? Ich hab nur noch etwas mehr als 30 Jahre zu arbeiten, da würde ich gerne noch von den Wegen profitieren :D

    Wobei die größten Schwächen hat das Netz in meinem Fall leider auf Nürnberger Seite, aber da wird schon der Ausbau des Tiefen Felds Abhilfe schaffen. Gänzlich separate Strecken ohne Ampeln wären aber dennoch die Wucht.

    Ein tolles Projekt und eine tolle Vorher-Nachher-Dokumentation. Dieses Projekt und die Baustellenbesichtigung (etwa zum Zeitpunkt des von nothor dokumentierten Vorzustands Ende 2019) waren für Anlass, auch Mitglied der Altstadtfreunde zu werden.


    Ich finde es immer schwer, die Komplexität des Gebäudes auf Fotos zu erfassen, selbst vor Ort war es noch eine Konzentrationsübung. Was ist denn zB aus dem schrägen (abgebrochenen?) Mauerstück geworden, das man bei Google Maps in der 3D-Ansicht von Süden aus ganz rechts sieht. Hat man das Gebäude hier wieder aufgestockt oder ist das ein teil der Remise?


    Einziger Wehrmutstropfen: In der Lage wird es natürlich trotz des gewaltigen Investes und der tollen Details deutlich weniger wahrgenommen als bspw. ein Pilatushaus.

    Kleine Zufallsentdeckung bei Facebook (bei Christian Vogel): In der Rothenburgerstr. zwischen Plärrer und Frankenschnellweg wird die Fahrbahndecke erneuert. Unter dem Asphalt kommen die offenbar noch immer intakten Strassenbahngleise zum Vorschein. Wer hätte gedacht, dass der Unterbau dieser wichtigen Strasse noch immer aussieht wie im Jahr 1900 :)


    Blickrichtung von Süd nach Nord.


    Quelle: Facebook-Posting von Christian Vogel (Bürgermeister-Profil mit dem blauen Haken) von heute.

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    Das Niveau der Diskussion in dern NN ist ja unterirdisch.


    - Gewerbeflächen bräuchte doch keiner (nur weil Karlchen keine braucht, gibt es natürlich auch sonst keinen Bedarf...)

    - Platz sei zu eng für eine Baustelle (???)

    - Widerspräche der Verkehrswende (obwohl in SICHTWEITE einer neuen U-Bahnstation gebaut wird)


    Das valideste Argument ist noch das mit der Luftschneise, was ja die Bebauung im Tiefen Feld insgesamt beeinflusst. Muss man halt prüfen und dann entscheiden. Hier wird eine wenig lebenswerte Ecke durch ein Projekt potentiell aufgewertet, in U-Bahnnähe und Gewerbe, wo eh keiner wohnen wollte (zwischen Bahn und Rothenburger). Noch dazu platzssparend auf gerade mal 5.000m2.

    Schade um die Vereinfachungen, das könnte gerade aus für den Anblick aus der Karolinengasse etwas arm aussehen. Insgesamt aber schön, dass sowohl die Proportionen als auch die Fassadengliederung des Kaufhauses am Weissen Turm aufgegriffen werden. Den SRAP-Entwurf finde ich noch besser als den von Hübsch + Harlé, aber Wöhrl geht es ja auch nicht so gut zur Zeit. Das hat wohl Folgen für die Bauqualität und -gestaltung.

    Die Balkon sind doch nur Richtung Erhardstr, da dürften keine LKW fahren.


    Dass die wohlhabenden Familien ins Umland flüchten dürfte eher mit dem Wunsch nach Haus und Garten erklärbar sein, weniger mit dem Angebot an familienfreundlichen Wohnungen. Ich bin jedenfalls genau aus dem Grund aufs Land gezogen. Kinder brauchen Platz UND grün. Da ändern attraktivere Wohnungen in so einer Lage nichts dran.


    Allerdings finde ich den Entwurf auch furchtbar. Wie kann man dermassen demonstrativ der Hauptstrasse "den Rücken kehren". Sowas muss doch attraktiver gehen. Ging ja früher auch.

    Ich bin davon ausgegangen, dass der Verlauf der Stadtautobahn quasi dem "Südstadt-Highway" entsprochen hätte. Das hatte ich in der ja recht groben Grafik einfach abgeschätzt. War die Planung wohl entlang der Gleise? Dann wäre es für die Landgrabenstr. und co. natürlich eine Entlastung geworden. Wird aber so ohnehin nie mehr kommen, ist ja größtenteils verbaut.

    Zusammen mit dem gewaltigen Projekt in der Stephanstr. (Link) kommen dann wohl 500-600 Studentenzimmer allein in dieser Ecke neu dazu. Ich kenne noch ein weiteres Studentenhaus-Projekt in der Glockenhofstr. und St. Peter ist ja auch nicht weit, da gab es hier ja noch 2 Projekte (Castle oder so).


    Wenn man die für die Vermietung aufgerufenen Preise anschaut (500-600 Euro für die Zimmer) und angesichts der coronabedingten Online-Studiengänge für zumindest die kommenden 2+X Jahre, kann man die Wirtschaftlichkeit schon etwas anzweifeln. Verkauft werden die iLive-Appartments ja an private Anleger (zB 190.000 Euro für ein 24m2-Zimmer).

    Ich hab seinerzeit (8 Jahre her) die Hälfte solcher Mieten für meine Studentenwohnung gezahlt und vermute, von privat gibt es zumindest nochmal ein ganzes Preissegment unterhalb dieser Appartment-Anbieter.

    Aber die TUN kommt ja bald :D

    Sprenggiebel : ich habe ja nicht die Hauptwache als toll bezeichnet, sondern das Foto auf dem man sie mal sieht. In der (damals noch mittelalterlichen Innenstadt freilich ein Fremdkörper. Ich kannte bisher kein Bild aus dieser Perspektive.


    Was ist denn in dem Rothbaum-Panorma das Gebäude auf Höhe der heutigen Oper bzw. hinter dem GNM? Außerhalb der Mauern.

    Die Ausstellung "Nürnberger Panoramen aus sieben Jahrhunderten" im Fembo-Haus habe ich leider verpasst (zu spät gesehen).


    Umso mehr freut mich, dass die Ausstellung auch online (evtl. dauerhaft) verfügbar ist, und zwar hier: https://artsandculture.google.…rhunderten/KQLS307Fv0QtKw


    Besonders stark finde ich das 360 Grad-Panorma von 1847/48 von Theodor Rothbarth: Link


    Auch das Foto der Innenstadt von Ferdinand Schmidt mit der alten Kaserne und St. Elisabeth finde ich toll. Da sieht man, dass die Architektur um die Jahrhundertwende/Gründerzeit/Jugendstil für die Innenstadt schon noch eine bedeutende Aufwertung bracht.