Gutleutviertel

  • Wiesenhüttenstraße 3-11

    Der Rohbau des Baukörpers an der Wilhelm-Leuschner-Straße kratzt bereits am 3. OG. Die Wohnungen werden offenbar große Raumhöhen haben. Vgl. mit der Villa Meister rechts:



    Die Grube für den Hauptbau füllt sich zusehends:



    Bilder: epizentrum

  • Wiesenhüttenstraße 9 und 9a / Wilhelm-Leuschner-Straße 67

    Gegenüber vom künftigen "Riverpark Tower", an der Westseite der Wiesenhüttenstraße, wird bekanntlich gerade gebaut. Dazu die Beiträge #1205 ff., #1208, #1222 und zuletzt #1250.


    Bereits Anfang Juni berichtete die FNP in einem (hier offenbar kollektiv übersehenen) Artikel über das Projekt. In den beiden Mehrfamilienhäusern entstehen demnach ausschließlich Mietwohnungen. Neun in einem kleineren Gebäude an der Wilhelm-Leuschner-Straße (Wohnflächen 48 bis 81 m²) und 21 Wohnungen in einem größeren, vorwiegend für Familien konzipierten Neubau an der Wiesenhüttenstraße (Wohnflächen 67 bis 171 m²). Die Fertigstellung ist im August 2019 geplant.


    Die 1897 erbaute Villa Meister, Teil des historischen Areals der ehemaligen Baufirma Philipp Holzmann, wird saniert. Wie bisher, ist eine Büronutzung des Gebäudes Wilhelm-Leuschner-Straße 11 vorgesehen. Das nach einem "Entwurf von A. Hänle in neobarocken Formen" erbaute Gebäude (Foto) steht unter Denkmalschutz. Das in der Denkmaltopografie ebenfalls erwähnte großzügige Treppenhaus scheint bauzeitlich erhalten, wie ein Foto aus einem nicht mehr aktuellen Vermietungsexposé vermuten lässt.


    Hinter auf dem Bauschild ausgewiesenen Projektgesellschaft mit nichtssagenden Namen ("W1 Grundstücksentwicklung") steht laut FNP die Frankfurter Familie von Metzler. Die Wohnungen sind für den langfristigen Vermietungsbestand der Familie vorgesehen.

  • Baseler Straße 46-48 und Gutleutstraße 80-82

    Darauf habe ich schon länger gewartet: Die ausgedehnte Liegenschaft Baseler Straße 46-48 und Gutleutstraße 80-82 nahe des Hauptbahnhofs (Sat | SV) soll entweder ein umfassendes Refurbishment erfahren oder abgerissen und neu gebaut werden. Das plant das Frankfurter Unternehmen Peakside Capital, das die Liegenschaft kürzlich von HVB Immobilien gekauft hat (Q). Die ältesten Teile des Baukomplexes stammen aus den 1950er-Jahren. Außer weiterhin Büronutzung kommt für den neuen Eigentümer in Teilen auch Hotelnutzung in Betracht.


    In Gelb schnell und schmutzig markiert, ich hoffe, es stimmt dennoch einigermaßen:



    Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 10.2018, © Hessische Verwaltung für
    Bodenmanagement und Geoinformation | Markierung: Schmittchen


    Angesichts des baulichen Stückwerks und der offensichtlich geringen Geschosshöhen kann ich den Sinn eines Refurbishments nicht recht erkennen. Ich denke, es wird auf Abbruch und Neubau hinauslaufen, schon wegen der Möglichkeit einer besseren Grundstücksausnutzung.

  • ^ Endlich! Die derzeit etwas sperrigen Kubaturen mit Rücksprüngen und dem Querriegel schreien nach einer homogeneren Neubebauung. Der Ecke zum Baseler Platz würde zudem ein Hochpunkt gut stehen. Vom Main und vom Bahnhofsvorplatz würde er das IG-Metall-Hochhaus und den Westhafen-Tower ergänzen und später mit dem potentiellen Turm auf der Bahnhofssüdseite (so Gott will) korrespondieren, zumindest in der Fernwirkung. Auch das Oval direkt gegenüber zählt wegen seiner 10 Geschosse formell als Hochhaus. Ein Aufgreifen der abgerundeten Form wäre nicht unpassend. Zu all dem ist freilich eine gewisse Offenheit der Stadt bzgl. des Bebauungsplans notwendig.

  • Zur Veranschaulichung der Situation nachfolgend Bilder der Bestandsbebauung. Der Blick vom Baseler Platz in Richtung Bahnhofsvorplatz über die Düsseldorfer Straße - rechts das Oval, in der Mitte das Eckgebäude, das bereits 11-geschossig und sperrig mit Sprüngen in die Fluchten gebaut ist:



    Der Blick von der Düsseldorfer in Richtung Main mit dem Westhafen-Tower rechts im Hintergrund:



    Die derzeitigen Höhen entsprechen der lt. PlanAS zulässigen Geschosszahlen. Zwei weitere Aufnahmen einmal vom Platz zwischen dem Oval und den Baseler Arkaden sowie von der Düsseldorfer Straße mit dem IG-Metall-Hochhaus / Mainforum im Hintergrund:


    Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A8075.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_85A8079.jpg
    Bilder: epizentrum

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    Die Höhe müsste dabei idealerweise etwas höher sein als das IG-Metall-Hochhaus (also 70+), damit die Proportionen passen und das ganze eine stimmige Stufung hätte.

  • Wiesenhüttenstraße 9 und 9a / Wilhelm-Leuschner-Straße 67

    Das Metzlersche Überraschungsprojekt entpuppt sich als Glücksfall für die Bebauung am Untermainkai. Nicht nur füllen die beiden Baukörper zwei Lücken; sie bilden zusammen mit den beiden benachbarten Villen ein Ensemble aus historischen bzw. historisierenden Häusern. Der größere Bau hat auf jeder Seite nicht nur mindestens einen Erker (und Standerker), stehende Fenster und klar gliedernde gruppierte Achsen, sondern auch ein angedeutetes Mansarddach mit modernen Gauben (später möglicherweise dreiseitig verglast) und Rund- bzw. Schweifgiebeln. Im Überblick links die Wiesenhüttenstraße, in der Mitte die Villa Meister, rechts das kleinere Haus an der Wilhelm-Leuschner-Straße 67:



    Über einem Teil des beschriebenen Dachs schwebt ein Flugdach. Auch das könnte interessant werden:


    Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPIAPC_1384.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPIAPC_1385.jpg


    Das kleinere Haus wird gedämmt; die Fenster sind alle montiert, der Kran am 12. Oktober abgebaut. Ein Blick auf die Rückseiten:



    Bilder: epizentrum

  • Wiesenhüttenstraße

    Mittlerweile wurde Richtfest gefeiert. Das Dach hat seine endgültige Höhe erreicht.
    Das von epizentrum auf seinen Bildern im Vorbeitrag vermutete Flugdach findet sich allerdings nicht mehr.
    Es wird wohl ein klassisches Mansarddach werden.



    Bild von mir, leider aus größerer Entfernung und schon bei Dämmerung

  • ^ Ach so, das "Flugdach" war nur der konstruktive Abschluss des Mansarddachs. Auf die Kanten wurden die Balken gelegt. Dann wird die äußere Erscheinung ja umso klassischer. Danke für das Update!

  • Wiesenhütten Höfe

    Das Projekt aus den letzten Beiträgen trägt nun einen Namen: Wiesenhütten Höfe heißt es. Eine Art Werbetafel mit Titel und drei Frontansichten - rührend pixelvergrößert auf ca. 80 cm Breite ausgedruckt und in Folie eingeschweißt - hängt am Bauzaun:



    Die zu sehenden Gesimse entstehen übrigens gerade:



    Bilder: epizentrum

  • Boardinghaus Gutleutstraße

    Das bereits hier erwähnte Boardinghaus soll offenbar unter der Adresse Gutleutstraße 296a entstehen. Das geht aus einem Marktbericht eines großen Maklerhauses hervor. Google Maps zeigt an dieser Stelle ein offenbar leer(geräumt)es Grundstück hinter dem Holiday Inn Express Frankfurt Messe.

  • Das ist ein derzeit unbebautes Areal zwischen dem "Holiday Inn Express Frankfurt Messe" (unten mit blauem Punkt gekennzeichnet) und den Bahnanlagen. Stadteinwärts grenzt das Gelände der ehemaligen Druckfarbenfabrik Dr. Carl Milchsack mit dem "Tanzhaus West" an. Klick vergrößert:


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/2019-03-21_151822.jpg
    Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 03.2019
    © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


    Oben in #36 f. wurde das nun "MYHATTAN" genannte Vorhaben bereits erwähnt. Damals noch mit anderem Entwickler, der das Projekt Ende 2018 veräußert hat (PM). Das aktuelle Pressebild (wohl Ansicht aus Nordwesten):



    Bild: KanAm Grund German Development Fonds / pantera AG


    Eine Baugenehmigung soll vorliegen. Baustart 2019, geplante Fertigstellung 2021.

  • Wiesenhütten Höfe

    Fast fertiggestellt, und als ob es schon immer hier gestanden hat, das Stadthaus an der Wilhelm-Leuschner-Straße:



    Das größere Gebäude zur Wiesenhüttenstraße hin neben seinen historischen Nachbarn:



    Bilder: epizentrum

  • Projekt "Maynblick", Gutleuthofweg

    Ein spannendes Projekt kündigt sich unter dem Namen "Maynblick" an. Spannend wegen der Lage auf historischem Boden, direkt am Main, und innerhalb des Gebiets zwischen Sommerhoffpark und Gutleuthafen, das seit bald zehn Jahren Teil einer städtischen Rahmenplanung ist. Das Grundstück Gutleuthofweg 2 grenzt westlich an das Areal der Werner-von-Siemens-Schule, eine berufliche Schule, und war hier schon Thema (mit Bestandsfotos). Um die historischen Hintergründe mit dem ehemaligen Gutleuthof, auch der Namensgeber des Viertels, geht es in diesen Beiträgen.


    Nun gibt es ein Bauprojekt auf diesem Grundstück. Der Bestand wird abgerissen, wie sich aus dem auch online verfügbaren Bauschild zum "Abbruch eines Mehrfamilienhauses mit Werkstatt, Gartenhütte und Pool" ergibt. Ebenfalls ein Aktenzeichen aus dem vergangenen Jahr hat eine für die "Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern mit 16 Wohnungen und 22 Stellplätzen auf Mehrfachparkern und einem Behindertenstellplatz im EG" erteilte Baugenehmigung. Eine Gesellschaft, in deren Hintergrund die Familie des bekannten Frankfurter Immobilienunternehmers Arthur Wiener zu vermuten sein dürfte, ist als Bauherr benannt. Der Entwurf kommt aus dem Büro Georginas Architekten, ebenfalls aus Frankfurt. Zum Status schreiben die Architekten "Baubeginn März 2019".



    Bild: Georginas Architekten / Maynblick Immobilien GmbH

  • Mainova saniert denkmalgeschützte Gutleutstraße 280

    Die in Beitrag #28 angekündigte Sanierung des denkmalgeschützten, 1928/29 in Formen der frühen Moderne für die die Städtischen Elektrizitätswerke gebauten Verwaltungsbaus Gutleutstraße 280 ist abgeschlossen. Vergleichsbilder vor der Sanierung und weitere Perspektiven gibt es oben in Beitrag #29.



    Bild: Schmittchen