Gutleutviertel

  • Untermainkai 66

    Das kleine Sanierungsprojekt auf dem Gewerkschaftscampus am Main strebt seiner Vollendung entgegen. Vor einem Jahr sahen wir ein typisches Nachkriegsbürogebäude mit feingliedrigen Details. Seinen Charakter hat es prinzipiell beibehalten, durch verschiedene Straffungen wurde es behutsam in Richtung Moderne entwickelt. Die gesamte Fassade ist in Weiß gehalten, die weiterhin schmalen Fensterprofile und die Geländer sind kontrastierend dunkel, das filigrane Vordach musste einem Glasvorbau weichen, und das Flachdach wurde leicht zur Grundrissmitte hin angehoben, wo der kleine "Ausguck" erhöht wurde und eine Terrasse erhielt:



    Im Ensemble:



    Die Westseite mit dem Glasvorbau aus der Nähe:



    Bilder: epizentrum

  • Ich wohne direkt ggü. im 2 Stock der IG Metall Wohnungen für Wohnungsmieter und hatte schon Angst das das Gebäude komplett abgerissen wird und neu aufgebaut wird (Geräuschkulisse). Das ganze Projekt ist solidarisch und fair bearbeitet worden, Salute DGB. Es haben ca. 15 Firmen von Tag 1 bis dato Ihre Leistungen erbringen können/dürfen (Teilabriss/Entrümpelung/Elektrik/Dachdecker/Gerüstbau/Maler_Fassadenentwicklung/Spezialfirmen_für den Eingang und den Fensterbau/Innenausbau etc... Auch so bekommt man ein gutes Ergebnis, also mit vielen Parteien und wahrscheinlich noch mal so vielen Personen die die entsprechenden Zuschläge via Ausschreibungen erteilt haben. Grüße.

  • Heizkraftwerk West

    Letzte Beiträge zu den Arbeiten am Heizkraftwerk West hier und dort. Einen guten Eindruck, welch ein Trumm das Kraftwerk ist, bekommt man aus der Ferne, nachfolgend von Norden aus gesehen:



    Bild: epizentrum

  • 2 Bilder zum Umbau des Heizkraftwerks aus der Nähe, der Tunnel wird wohl ziemlich nah an der Eisenbahnbrücke gebaut, dort passiert auch der meiste Baustellenverkehr, inklusive Abtransport von Aushub, davon aber jetzt kein Bild:




    Bilder: Adama

  • Gutleutstraße 121 - Sanierung geplant (Gutleutviertel)

    Die Gutleutkirche ist ein eigenartiges Gebilde. Ein 1908 erbautes Gemeindehaus der Weißfrauengemeinde wurde in den 50ern von dem Architekten Rudolf Schanty umgebaut. Anstelle der früheren Rundbogenfenster und des zweiflügeligen Portals (Foto) erhielt das Gebäude eine helle Klinkerwand, durchbrochen von fünf Reihen mit kleinen, quadratischen Buntglasfenstern. Dahinter liegt der Kirchenraum. Das Geschoss darüber mit seinen großen Fenstern wird als Kaffeestube und Gemeinderaum genutzt. Im hinter einer Pergola leicht zurückgestaffelten obersten Geschoss befindet sich eine Wohnung (Quelle). Auch ein Glockenturm wurde errichtet.


    Eingeweiht wurde die evangelische Kirche im Jahr 1958. Seit ihrer Entwidmung im Dezember 2012 dient die Gutleutkirche sozialen Zwecken. Foto von 2013 (Klick vergrößert):



    Bild: Gaki64 (mit Lizenz CC BY-SA 3.0 @Wikimedia)


    Das Kirchengebäude Gutleutstraße 121 sowie ein zugehöriges, offensichtlich gründerzeitliches Hinterhaus (bei Maps gut zu sehen) gelten als stark sanierungsbedürftig. Denkmalschutz besteht nicht. Eigentümerin der Liegenschaft ist die Stadt Frankfurt. Sofern die Stadtverordneten zustimmen, soll nun ein Erbbaurecht zugunsten der KEG Konversions-Grundstückentwicklungsgesellschaft (mehr) bestellt werden. Dafür verpflichtet sich die KEG die Gebäude innerhalb eines Jahres "nach Abschluss des Erbbauvertrages mit durchgreifenden Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen instand zu setzen und die Wohnungen weiterhin als Mietwohnungen anzubieten". Darüber hinaus "verpflichtet sich der Erbbauberechtigte zur Errichtung eines Jugendclubs sowie zum Erhalt des vorhandenen Glockenturms".


    Die Zitate stammen aus einem aktuellen Magistratsvortrag (PDF). Die Stadt verpflichtet sich demnach auch, zur teilweisen Deckung der Investitionskosten über das Jugend- und Sozialamt einen Baukostenzuschuss von maximal 720.000 Euro an die KEG zu zahlen.

  • Wiesenhüttenplatz 25

    Das "in wesentlichen Teilen revitalisierte" Gebäude am Wiesenhüttenplatz, siehe Beiträge #1092-#1094 ist gerüstfrei und mit seinen insgesamt ca. 5.700 Quadratmetern Fläche bereit für neue Mieter. Das Eingangsportal gestern:



    Schäbiges Handypano: epizentrum


    Bereits eingezogen ist die Frankfurter Niederlassung der Essener formart GmbH, den Mietvertrag für 700 Quadratmeter Fläche hat das Architekturbüro Magnus Kaminiarz unterzeichnet. (Q)

  • Heizkraftwerk West

    An der großen Anlage wird nach wie vor gebaut, gleichwohl gibt es sichtbare Fortschritte. Den letzten Beitrag dazu gab es in #1113. Ausmachen konnte ich beispielsweise Wärmedämmungen und im Backsteinrot gehaltene Wellbleche auf der Südseite (oben hinter den Werbebannern). Nachfolgend der Blick durch den Stacheldraht von Südwesten:



    An der Westseite kann man sowohl neue Backsteinmauern auf der Außenseite als auch von innen neu angemauerte Teile erkennen. Auch Beton wurde von innen verbaut. Fenster und Verblendungen sind in den allermeisten Fällen komplett neu gesetzt. Hier auch der Blick von Norden, wo Teile der Backsteinwand neu gemauert werden; auch ganz oben entstehen ganz neue Wände:



    Bilder: epizentrum

  • Mainova saniert denkmalgeschützte Gutleutstr. 280

    Ich habe nicht finden können, dass dies hier schon mal thematisiert worden ist, es scheint mir aber eine Anmerkung wert. Die Mainova saniert ihr fast 90 Jahre altes Betriebsgebäude in der Gutleutstraße 280. Einer Ausschreibung zufolge geht es vor allem um energetische Sanierung und Brandschutz. Die Architektur- und Denkmal-Literatur sagt zu diesem Gebäude:


    Von den Städtischen Elektrizitätswerken 1928-1929 nach Entwurf des Hochbauamtsarchitekten Adolf Meyer errichteter Betriebskomplex mit Magazinen, Werkstätten, Transformatoren- und Schaltstationen, Laboratorien, Kabellagern, Räumen für dieEichung elektrischer Messgeräte sowie Arbeitsplätzen für die zuständige Bauabteilung. Unter den sämtlich aus Eisenbeton ausgeführten Bauteilen erregte bereits zur Bauzeit die auf acht Säulen ruhende, flach gekrümmte Zeiß-Dywidag-Kuppel (Ø 26 m, Schalendicke 4 cm) über dem Montagehof besondere Aufmerksamkeit. Sie galt als eine der gewagtesten Betonkonstruktionen der 1920er Jahre.


    Q: Route der Industriekultur Rhein-Main, Flyer Nr. 16


    Es handelt sich um dieses Gebäude:


    https://upload.wikimedia.org/w…%C3%A4tswerk.20130407.jpg

  • ^ Feine Sache. Das Gebäude stellt in der ziemlich unruhig bebauten Gutleutstraße einen Ruhepol dar und strahlt zudem eine gewisse Eleganz aus. Schön, dass die Mainova ihre weiße Perle in Schuss hält. Siehe auch auf der Satellitenkarte. Das oben verlinkte Bild - es ist von April 2013 - nachfolgend direkt:



    Die Kuppel bekommt man von außen und ohne großen Aufwand zu betreiben leider nur ausschnittsweise zu Gesicht. Nachfolgend von der Camberger Brücke aus gesehen - links neben den ebenfalls beeindruckenden Tonnendächern mit ihren Rundgiebeln und den Rastern aus quadratischen Fenstern:



    Von der Gutleutstraße:



    Bilder: epizentrum

  • Heizkraftwerk West (Gutleutstraße)

    Die Kraftwerkskisten sind soweit verpackt und entsprechend die Gerüste abgebaut. Die letzten Bilder gab es in #1152. Leider hat man sich am Hauptturm für eine Verkleidung der Backsteine mit Blechen entschieden. Dennoch sehen die Flächen ansprechend gestaltet aus, die Fernwirkung geht in Ordnung. Ein Blick von Westen durch den Stacheldraht:



    Und ein Blick durch das Tor an der Gutleutstraße:



    Bilder: epizentrum

  • Neubau?? inn der Windmühlstraße zwischen Union Invest und DGB

    Bin heute hier vorbeigekommen. Das war früher ein recht großer Parkplatz -ganz früher vielleicht auch der Garten- zwischen den beiden Gründerzeitvillen. Jetzt ist die Straße auf zwei Fahrstreifen verengt, das sieht so aus, als ob das was größeres hinkommt.



    Bild: https://abload.de/img/330s6usj.jpg


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    Mod: Danke für diesen Fund. Das dürfte allerdings die Wiesenhüttenstraße sein (und das Gutleutviertel). Bilder breiter als 1.024 Pixel bitte nicht direkt einbinden.

  • ^ Danke. Die =7994111"]Verkehrsmeldungsübersicht spricht von Baustelleneinrichtungs- und Lagerflächen, für die hier großräumig und bis Ende August 2019 abgesperrt wird. Auch die Wilhelm-Leuschner-Straße sei betroffen. Wäre der Umbaustart des Union-Investment-Hochhauses nicht für Ende 2018 angekündigt, hätte ich jenes Projekt als Ursache verdächtigt. Anscheinend wird also gemäß Deiner Vermutung der südwestliche Abschnitt der Wiesenhüttenstraße umgepflügt, eventuell inklusive der denkmalgeschützten Holzmann-Villa 1894 (Nummer 11), zu der meines Wissens nach der Parkplatz als Teil der ehemaligen Anlage gehört. Das Hauptportal ist auf die Freifläche ausgerichtet. Die Nummer 13 (Untermainanlage 65) war 1897 ebenfalls für Holzmann angebaut und dürfte dann auch zum Bauprojekt gehören. Feine Sache, wenn mit einem eventuellen Neubau auch diese nach dem Krieg einigermaßen vermurksten Kulturdenkmäler saniert würden. Fotos der Gebäude sind übrigens in der Denkmalliste auf Wikipedia zu finden.

  • ^ Das wird ein ausgewachsenes Bauprojekt. Es ließ sich in Erfahrung bringen – Irrtum nicht ausgeschlossen –, dass hier zwei Baukörper entstehen sollen, einer südlich der Holzmann-Villa (bzw. Villa Meister nach ihrem Architekten benannt) und etwa in ihren Baufluchten, der andere an der Wilhelm-Leuschner-Straße zwischen der Villa und dem DGB-Riegel. Das wäre dann als schmales Haus die Wilhelm-Leuschner-Straße 67. Siehe auch auf der Karte. Entsprechend sollen zwei Baukräne aufgestellt werden.


    Aus diesem Anlass eine Übersicht aus der entgegengesetzten Perspektive wie im Vorvorbeitrag:



    Einige Bäume mussten bereits weichen, leider ebenso wie die oben noch zu sehenden Mäuerchen. Weitere Perspektive:



    Bilder: epizentrum


    P.S.: Der geschredderte Golf und die schiefen Linien gehen auf das Konto der schnellen Handy-Panoramarei

  • Da würde auch ein kleines Hochhaus hin passen.


    Sehr gute Lage, wenn auch vom Westen her arg verschattet. Aber dieses Baufeld hat Potential. Was war da vorher? Parkplatz? Ödnis?


    Wenn dann gegenüber der Wohnriegel hinkommt, dann wird es eine kleine feine Wohnstrasse: Downtown und flussnah.

  • Ergänzung zum Projekt ab #1212: Das Bauschild B-2017-1355-5 hängt nun am vorbereiteten Baugrund aus und kündet die "Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit 24 Wohneinheiten und einer Tiefgarage mit 19 Stellplätzen" an, seltsamerweise unter der Hausnummer 11, wo ja die Villa Meister steht. Bauherr ist die Projektgesellschaft W1 Grundstücksentwicklung GmbH & Co. KG. GU ist die Wolff und Müller GmbH & Co KG.


    Den Entwurf steuert der Architekt Robert Wagner bei, was ich interessant und erfreulich finde. Sein Büro r/m/w architekten GmbH hat sowohl sehr gelungene Sanierungen von historischen Objekten als auch beeindruckende Transformationen von Nachkriegsgebäuden in der Referenzliste, bspw. den Diplomatenpark in der Hedwig-Dransfeld-Straße 6-8.

  • Letzte Bilder dazu vor 4 Wochen hier in #1213. Inzwischen sind Wolff & Müller angerückt, haben das Bauleitungsbüro eingerichtet, einiges an Eigenwerbung angebracht ("Bestes Bauarbeitgeber 2015", "CO2-freies Bauunternehmen" etc.) und heben die vieleckige Baugrube aus. Zwei Kranstümpfe stehen ebenfalls bereit. Die Südseite:



    An der Wilhelm-Leuschner-Straße:



    Bilder: epizentrum

  • Boardinghaus Gutleutstraße

    Der Berliner Projektentwickler The Grounds Real Estate Development plant in der Gutleutstraße (und auch in Neu-Isenburg) ein Boardinghaus. In der IZ habe ich hier darüber geschrieben.


    Hier nochmal die zentralen Fakten. Vielleicht weiß ja jemand sofort, welches Grundstück gemeint ist:


    - Rund 1 ha großes Grundstück, auf dem ein Vorgängerbau bereits niedergelegt ist.


    - Bauantrag läuft, Baubeginn für Jahresmitte oder danach geplant, aber auf jeden Fall noch 2018.


    - Fertigstellung spätestens Ende 2020.


    - Rund 205 Mikroapartments auf 9.500 qm Nettogrundfläche.


    - GEplant 40 Mio. Euro Invest.

  • Das wird wohl das verwahrloste Gewerbeareal nördlich des Wurzelviertels sein. Der Öffentlichkeit bekannt wurde vor allem das Grundstück Gutleutstraße 332. Hier befand sich bis Februar 2017 eine von den Behörden mehr als drei Jahre lang geduldete Roma-Favela, bis sich die Stadt dann doch noch zu einer Räumung entschließen konnte (Fotos). Hier wurde in der Tat der Bestand bereits abgerissen. Dieses Ödland zwischen Briefverteilzentrum und Equinix-Rechenzentrum mit "in der Nähe des Hauptbahnhofs" zu beschreiben, wäre mir jetzt allerdings nicht eingefallen. Immerhin sind die dorthin führenden Gleise nah.


    Übrigens sieht es danach aus, als hätte "The Grounds" auch das hier beschriebene Umwandlungsprojekt der Blue Towers in Niederrad übernommen, zumindest finden sich Hinweise auf der Website des Entwicklers.

  • Wiesenhüttenstraße 3-11

    Im Gegensatz zum Ensemble am Untermainkai geht es bei diesem Überraschungsprojekt Schritt für Schritt voran. Die ersten Betonvorarbeiten laufen:




    Bilder: epizentrum

  • Gutleutstraße 121 - Sanierung

    Abgesehen von den Planen am obersten Geschoss, ist von der Sanierung noch nicht viel zu sehen (letzter Beitrag hier)