Alt-Sachsenhausen

  • Auszüge aus der =7903957"]Pressemitteilung der Stadt:



    Im Theaterraum sind 300 Sitzplätze für das Publikum geplant. Die Plätze sind auf ein Parkett (148 Plätze) und zwei Ränge (84 und 68 Plätze) verteilt. Vorgesehen sind hölzerne Wandverkleidungen.


    Der verbleibende Teil des Bestandsgebäudes erhält eine Putzfassade nach Farbleitplan und zweiflügelige Holzfenster. Das Dach bleibt verschiefert bzw. wird neu mit diesem Material gedeckt. Mal sehen, was aus Dudlers Vorschlag wird, Dach und auch Fassade des neu gebauten Teils für das Theater komplett mit Schiefer zu bekleiden. Das Preisgericht war davon wegen "der dunklen Wirkung" jedenfalls nicht überzeugt.


    Weitere Ansichten und Pläne der erstplatzierten Entwurfs:







    Grafiken: Max Dudler


    Abschließend Modellfotos aller Preisträger und der Anerkennung. Max Dudler (1. Preis):



    Jo.Franzke Architekten (2. Preis):



    Arge Geier Maass Architekten mit Sroka Architekten (3. Preis):



    LCE Blonski Architects (Anerkennung):



    Bilder: Stadt Frankfurt / jeweilige Entwurfsverfasser

  • Vor allem wenn man sich das Modell anschaut, wirkt Dudler fast schon unfreiwillig komisch mit diesem merkwürdig versetzten (angedeuteten?) Giebelfenster und dem unpassend proportionierten Baukörper.
    Ansonsten muss ich für mich leider festhalten, dass wohl der letzte Rest an äußerem Gestaltungswillen mal wieder auf die Materialität der Fassade abgewälzt wird. Selbst Blonskis Bauklötzchen wirken weniger uninspiriert...

  • Wäre ich in der Jury gewesen, hätte ich glatt gesagt, drück ab.


    Was ist denn eigentlich aus dem Mäckler-Entwurf geworden? War der zu teuer, oder zu gut? Der hätte jedenfalls besser als der Kram da oben hingepasst.

  • Der Mäckler-Entwurf war ganz grosse Klasse. Würde mich auch interessieren, was daraus geworden ist. Den Dudler-Entwurf würde ich schon fast als Verschlechterung des aktuellen Zustands bezeichnen, zumindest was die Integration in die Umgebung angeht.

  • ^^ Dem Siegerentwurf kann ich auch nicht viel abgewinnen, was vor allem an dem Neubau liegt. In meinen Augen viel zu dunkel, fensterlos und plump. Faszinierend, dass man da „Kleinteiligkeit“ entdecken kann. Ich kann mich anschließen, auch mir hätte der Mäckler-Entwurf deutlich mehr zugesagt. Inwiefern ist das Ergebnis der Preise denn bindend? Gar nicht, wie bei den Gewinnern des Gestaltungswettbewerbs des Dom-Römer-Areals?


    Bei den Häusern der Klappergasse 35/37/39 (Schmittchen berichtete) kommt der Bau langsam aus der Grube, die ersten Erdgeschosswände und –säulen sind bereits fertig.



    Das Haus Paradiesgasse 13 (Info, Bilder) nähert sich der Vollendung. Das Dach wird mit grauen Schindeln gedeckt. Sieht meiner Meinung nach immer noch vielversprechend aus, auf das Ergebnis bin ich gespannt!



    -Bilder von mir-

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  • Klappergasse 35/37/39

    Drei schnelle Fotos von vergangenem Wochenende (Projektinfo):



    Die Westseite der Nummer 39 wird als Brandmauer ausgebildet, ein Lückenschluss an dieser Seite scheint möglich.



    Keine Spur von versetzten Fensterachsen, RMA, auch nicht an der Rückseite:



    Bilder: Schmittchen

  • Klappergasse 35-39

    An der Klappergasse (s. zuletzt vorigen Beitrag) wird man vielleicht noch 2011 einziehen können:



    Die Gauben dürften ganz nach dem Geschmack der Dom-Römer-Gang sein: eine Neuinterpretation der alten Formsprache, mit klassischen Materialien (Schiefer, Holz, allerdings mit Metallblechrahmen), quadratisch, mit schönem Relief. Die Häuser nebeneinander:



    Bilder: epizentrum

  • Der übliche Bauträger-Schrott.


    Frankfurt hat die Altstadt-Debatte eigentlich gar nicht verdient. Die machen ja den erhaltenen Rest immer noch selbst mit großem Engagement nieder.


    Wenn man mal genau hinschaut: Selbst in Sachsenhausen gibt es eigentlich nicht mehr viel alte Subtanz... der Eindruck lebt nur noch vom Ruf...

  • Ganz so pessimistisch würde ich es für Alt-Sachs nicht sehen. Einige Jahre ist, bis auf die für die WM-2006 aufgehübschte Straßenpflasterung, wenig passiert. Jetzt ist allerdings zumindestens Bewegung reingekommen. Projekt Klappergasse ganz klar eine Aufwertung und der kommende Theaterbau wird auch Alt-Sachs weiterhelfen. Alt-Sachs lebt übrigens schon lange nicht von einem architektonischen Ruf. Das Viertel ist schon seit Jahrzehnten leicht heruntergekommenes Vergnügungsviertel ohne historische Perlen (wenn man mal diverse Kellergewölbe außen vorläßt).

  • Paradiesgasse 11 + 13

    Nachdem was zu sehen ist, finde ich den o.g. Neubau in der Klappergasse ganz passabel, auch wenn eine Gesamtbewertung sicher erst möglich ist, wenn die Fassaden fertig und die Gerüste weg sind. Dass das Projekt in 3 Häuser „geteilt“ wurde, diese unterschiedliche Höhen haben und auch die Fensterrahmen variieren, gefällt mir. Besser als die Fassade vom Hooters-Haus in der Kleinen Rittergasse 4-8. Und wie man bei den Bildern von Schmittchen und epizentrum (#89, #90) gut sieht, liegt v.a. das rechte Haus voll in der Blickachse der Kleinen Rittergasse. Von daher finde ich schon, dass Alt-Sachsenhausen dadurch ein gutes Stück aufgewertet wird. Und bin froh, dass man hier nicht mehr auf eine Brache schauen muss (oder Ruinen und hässliche Hinterhöfe, wie noch immer an diversen anderen Stellen).


    Der Neubau Paradiesgasse 13 (Info) nähert sich der Fertigstellung. Die Wärmedämmung ist mittlerweile angebracht und am Dachgiebel wird das Gerüst schon abgebaut. Parallel dazu wächst am Nachbarhaus Paradiesgasse 11 ein Gerüst in die Höhe (Lage). Das auffälligste an dem ansonsten unspektakulären Bau sind sicher die grünen Steinplatten im EG, die hier schonmal zur Sprache kamen. Diese finden sich übrigens gleich ein paar Meter weiter auch am Haus Große Rittergasse 91-93 wieder, wo sie ebenfalls das Erdgeschoss zieren. Was wohl schlicht daran liegt, dass beide Gebäude zum Hotel Hübler gehören.



    -Bild von mir-

    Einmal editiert, zuletzt von Robbi () aus folgendem Grund: Link repariert

  • Klappergasse 35 - 39

    Die Entwürfe für die Klappergasse 35-39 bzw. ein der jetzigen Bebauung sehr ähnliches Gutachten stammen aus dem Büro Turkali Architekten, Frankfurt. Auf ihrer Website findet sich diese Projektbeschreibung mit Fotos vom Modell, die wir hier noch nicht hatten, glaube ich. Das Gutachten ist von 2003. Sein Entwurf erhalte "die historische Parzellenstruktur" und nehme "die vorhandene Straßenflucht mit Vorsprüngen und Biegungen auf". Auch die Fassaden orientierten sich an historischen Proportionen, Formen und Farben. Hier eine Auswahl der Bilder:



    Rückseite:



    Bilder: Turkali Architekten, Frankfurt am Main


    Pikanterweise bezeichnete ich den Entwurf im letzten Update als nach dem "Geschmack der Dom-Römer-Gang" geraten. Das wird Herr Turkali, der bekanntermaßen im Clinch mit einem der dominierenden Kräfte der Altstadt-Bebauung, C. Mäckler, liegt bzw. lag, gar nicht gern gehört haben...


    Übrigens plädiert Turkali für einen gesamt-frankfurterischen Gestaltungsbeirat (s. bspw. hier im Interview). Der könnte unter Umständen so manche jüngste Entgleisung verzögern, abmildern oder gar abwehren.

  • Klappergasse 35/37/39

    Kurz vor Fertigstellung des Projekts nun doch noch die bislang vermisste Visualisierung:



    Bild: Georginas Architekten


    Weiterhin halte ich das für einen überwiegend guten Entwurf. Wohltuend ohne Extravaganzen, wie sie etwa im nicht umgesetzten Turkali-Entwurf aus dem Vorbeitrag zu sehen sind. Und es ist entgegen #91 eben kein "Bauträger", der hier tätig ist, sondern ein Frankfurter Bauherr, aufgewachsen in Alt-Sachsenhausen. Aber das steht ja bereits in einem Beitrag weiter oben.

  • Muss ich mich Schmittchen anschließen. Ein paar Überhänge würden dem ganzen zwar gut zu Gesicht stehen, und auch die Erdgeschosse wirken teils etwas abweisend, aber ganz allgemein wird man mit dem Ergebnis durchaus ziemlich gut Leben können (ganz im Gegensatz zu beispielsweise dem unsäglichen Hooters-Neubau).


    Mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich die Gebäude vorrangig im Zustand fortgeschrittener Alkoholisierung betrachtet habe... :D

  • Klappergasse 35/37/39 und Paradiesgasse 13

    So ist es geworden:



    Die Mietangebote kann man sich hier ansehen.


    Noch ein Schlechtwetterfoto, von der Paradiesgasse 13. Möglicherweise fehlt hier noch der Oberputz, zumindest hatte ich den Eindruck, Farbe und Struktur könnten sich also noch ändern.



    Bilder: Schmittchen


    Wie man sieht, ist das Nebengebäude des Hotel Hübler auch fertig (und nach einer Packung Styropor noch etwas hässlicher geworden).

  • Paradiesgasse 13

    Schönwetterupdate von heute. Wie man sieht, hat sich seit Schmittchens Foto von vor 2 Monaten nicht mehr viel getan, die Fassade wird also vermutlich so bleiben. Nur das Durchfahrtstor wird (sehr wahrscheinlich wenigstens) noch durch ein schöneres ersetzt, momentan ist dort ein Provisorium.





    -Bilder von mir-

  • Neuigkeiten

    Heute widmet die FAZ dem Viertel einen recht ausführlichen Artikel in ihrer Printausgabe (RMZ S. 44). Die erste Hälfte dreht sich um die Vorhaben von Kilian Bumiller, dem Bauherrn der neuen Kleinen Rittergasse 4-8 mit dem Hooters im Erdgeschoss, der restliche Bericht um weitere Planungen. Das sind die wesentlichen Neuigkeiten:


    • Bumiller hat auch das Grundstück Kleine Rittergasse 17 per Zwangsversteigerung erworben
    • das Grundstück dahinter mit dem Apfelweinlokal "Dauths Hinnerkopp" hat Bumiller ebenfalls gekauft
    • er plant den Abriss des "Gorjel Schwenker"
    • auf den frei werdenden Grundstücken am Platz an der Kleinen Rittergasse plant Bumiller einen kleinteiligen Gebäudekomplex mit Gewerbe und Gastronomie im Erdgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen
    • die FAZ schreibt von einer "kleinen Markthalle" die Bumiller an dieser Stelle bauen möchte
    • Bumiller hat das Büro Schneider + Schumacher mit der Planung beauftragt
    • seine Pläne eines Apfelweinmuseums an dieser Stelle werden von der Stadt nicht unterstützt (die hat dafür eher das Dom-Römer-Areal im Visier, vermute ich)
    • in den Neubauten Klappergasse 35/37/39 sind die Wohnungen komplett vermietet
    • in das Erdgeschoss zieht ein "Art-Café"
    • der Teilabriss des Paradieshofs beginnt im Frühjahr 2012, der Neubau von Michael Quasts Volksbühne nach dem Entwurf von Max Dudler soll sich anschließen
  • Fliegende Volksbühne

    Nicht-Mehr-Ganz-Stadtrat E. Schwarz gibt in einer =8976139"]Zwischenbilanz bekannt, die "formalen Verfahren" für den Neubau der Fliegenden Volksbühne seien mittlerweile abgeschlossen. Bis Ende März rechne er mit Ergebnissen zu diversen Fachplanungen und anderen Leistungen. Danach kann wohl der Neubau starten. Das passt in etwa zum Paradieshof-Teilabrisstermin aus dem Beitrag oben ^. Im "Frühjahr/Sommer 2014" solle der Bau fertiggestellt sein.


    Desweiteren erfahren wir, dass der Kuhhirtenturm "in Kürze" eine Außenbeleuchtung erhalten wird, dass die Neugestaltung des Platzes vor dem Kuhhirtenturm noch in diesem Jahr fertiggestellt sein wird und dass die Stadt die Frankensteiner und die Elisabethenstraße neugestalten möchte.

  • Paradiesgasse 53: Wohn- und Geschäftshaus geplant

    An der südwestlichen Ecke des Paradiesplatzes steht seit langer Zeit eine unansehnliche Brandmauer frei. Wegen der an dieser Stelle fehlenden Bebauung hat der Platz keine richtige Fassung zur recht stark befahrenen Elisabethenstraße, was dessen Aufenthaltsqualität deutlich beeinträchtigt. Das ist schade, denn der Platz wird sich voraussichtlich gut entwickeln in der nächsten Zeit, vor allem durch den kommenden Theaterbau für die Fliegende Volksbühne an seiner Nordseite. Foto von 2010:



    Bild: Robbi


    Nun ist tatsächlich die Bebauung des kleinen Grundstücks nördlich der Brandmauer geplant (Robbi kann sein Efeu behalten). Sogar zwei Häuser mit insgesamt 500 m² BGF sollen auf dem gerade einmal 155 m² großen Areal entstehen, zumindest soll es nach zwei einzelnen Bauten aussehen. Bauherr soll eine Erste G/S Immobiliengesellschaft sein, die Architekten Wentz & Co., Frankfurt. Die Gestaltung ist m. E. nicht übel, wenn auch sicher steigerungsfähig, fraglos verspricht der Neubau aber eine klar verbesserte Fassung des Paradiesplatzes.

    Ansicht von Westen (rechts das Haus mit der Brandmauer) und Lageplan:


    ...


    Ansicht von Norden und Osten:


    ...
    Grafiken: Wentz & Co.

  • Fliegende Volksbühne (Paradieshof)

    Der für "Frühjahr 2012" angekündigte Teilabriss des Bestandsbaus der Fliegenden Volksbühne hat noch nicht begonnen. Der Platz sieht zur Zeit so aus:



    Bild: epizentrum


    Zum Vergleich, so soll es dort einmal aus leicht nach links versetzter Blickrichtung aussehen (aus #83):



    Entwurf und Visualisierung: Max Dudler


    Die Schotterfläche rechts im Vordergrund wird durch das Wentzsche Projekt ersetzt. Siehe Vorbeitrag. Der Paradiesbrunnen von 1786 (siehe auch in der Brunnenliste auf Wikipedia) zieht für die Zeit der Bauarbeiten um. Auf der Sandsteinsäule steht dieses bekannte Paar in hessischer Interpretation:



    Bild: epizentrum