Beiträge von Kardinal

    Ja, das ist so. Konträr ist aber eigentlich nur wegen der Höhe der Neubau, oder mittlerweile Teilneubau des Toys'R'Us. So weit mit bekannt, gibt es bislang darüber hinaus nur eine Neubauplanung der Mevlana-Moschee. Doch diese Neubauplanung, als modernes Gebäude ist der historischen Situation weit ähnlicher als der Bestand. Auch in der Nutzung. Denn an diesem Ort war vor dem Krieg ein evangelischer Gemeindesaal mit ähnlicher Traufhöhe wie der geplante Neubau. Und so etwas ähnliches (halt nicht evangelisch) soll ja wieder dort kommen.
    Aber es geht ja darum, auch mal einen Rahmen mit einer einheitlichen Richtung zu schaffen. Ein Fall, wie in Frankfurt, dass da auf einen Schlag 5000 m² neu zu bebauen sind, wird es in Offenbach nicht geben. Ich denke der Umzug der HfG wird den meisten Spielraum ermöglichen, wenn damit eine Neuordnung der umliegenden Schullandschaft verbunden ist (infrastrukturelle Zusammenlegung, gewisse Gebäudeteile zu Gunsten einer Erweiterung und Unternutzung umbauen, vielleicht sogar Rekonstruktionen, die von einer der Schulen nutzbar sind und über Untervermietung refinanziert werden). Und eben die Brachflächen.


    Letztendlich kommt man nie zum Ziel, wenn die Bebauung im Einzelfall dann eben wieder vollkommen freigestellt ist und nur nach §34 und HBO geht. Aber dann sollte auch seitens der Stadtplanung und Bauaufsicht für interessierte Kleininvestoren (Grundstückeigentümer) eine detaillierte Betreuung, eventuell dann auch mit Rekonstruktionsplänen, wenn vorhanden. Ist zwar nicht für alle Gebäude möglich und meist auch nicht in der Qualität wie die Frankfurter Quellenlage, aber ganz so wenige sind es auch nicht. Mit technischem Fachwissen kann da schon viel erstellt werden. Und ein paar speziellere Bauten (neben der typischen hessisch-fränkischen Hofreite aus der Zeit um 1700) waren da auch dabei.


    Wenn Frankfurt das gleiche machen würde, hieße das halt, dass man für alle Bauvorhaben innerhalb des Anlagenrings diesen Rekonstruktionsvorbehalt festlegt. Oder sagen wir zumindest innerhalb der Staufermauer. Dann hätte das Historische Museum in einer Rekonstruktion des Saalhofes Platz gefunden (wie Prof. Rang leider erfolglos im Wettbewerb nachgewiesen hat). Dann hätte man beim Rechnungshof den Großen Speicher mit wieder aufbauen können, dann hätte man gegenüber der Kirche St. Leonhard die gotische Gebäudezeile wieder erstellt. Prinzipiell wäre das meines Erachtens eine gute Sache. Müsste nur mit weit weniger Tamtam und mehr unaufgeregter Detailliebe als bei der Dom-Römer-Bebauung betrieben werden.

    Nein, gibt es nicht. Genau so ein Bebauungsplan soll idealerweise am Ende dabei rauskommen.
    Aber eben nicht eine Überplanung des Gebiets, wie man es ohne Vorgaben durch ein Stadtplanungsbüro erwarten würde, welches dort dann Windrichtungsorientiert CAD-gerechte Wohnraummaximierung erstellt, sondern eine Planung, die sich an der historischen Bedeutung orientiert und diese auch wieder aufgreift.

    Die Umbauvariante war auch einzig und allein eine Notlösung unter den schon mal wieder davonrennenden Kosten, die den bis dato überhaupt nicht berücksichtigten Busverkehr einplante.
    Tatsächlich ist es so, dass wenn die alte Koalition ihren Plan mit den dann zwangsläufig nachverbesserten Umplanungen durchgezogen hätte, hätte am Ende das ganze Ding nahezu 20 Millionen gekostet und die Stadt wäre auf die nächsten Jahre vom RP verwaltet oder zwangseingemeindet worden.



    Abgesehen von den Firmen, die aufgrund der Anliegerbeiträge ihren Firmensitz aufgegeben hätten.

    Umbau Marktplatz

    Zum Glück wurde die Reißleine jetzt gezogen.


    Beginnend mit einer unrealistischen Vision des ehem. OB Schneider, der keine Rücksicht (generell nie) auf Baurecht, Bauphysik, Infrastruktur, Bedarf, Kosten usw. nahm. Es zählte immer nur seine Vision, sein Denkmal.


    Es war im Ursprung schon dilettantisch geplant. Einfach mal alle Infrastrukturprobleme ignoriert (auch bei den Kostenkalkulationen) und dann wieder mit politischen Preisen versucht, den Stadtverordneten eine unverantwortliche Zustimmung abzuschwätzen.


    Das Projekt hat in der vom OB gewünschten Zielsetzung nie wirklich Sinn gemacht, die dafür aufzubringenden Kosten waren immer unverantwortlich für einen eigentlich nicht vorhandenen Nutzen.
    Nicht zuletzt hätten, wenn nicht schon die erheblich längere Bauzeit, dann mindestens die Anliegerbeiträge in der explodierten Höhe auch noch die letzten eingesessenen Geschäfte kaputtgemacht.



    Endlich gibt es mal eine vernünftige Stadtplanung in Offenbach, die zumindest schon mal damit beginnt, schwachsinnige Modelleisenbahnwünsche von ehemaligen Studienräten (die als solche meist schon nichts getaugt haben) zu verhindern.


    http://www.cdu-offenbach.de/kv…844c30e7968b1cd1472820239

    Eine ungleich klarere Gliederung, weitere breitere Strassenzüge (wo gibt es in Ffm. eine vergleichbare gewachsene Magistrale wie die Berliner Strasse ?), schöne Plätze (z.B. der Wilhelmsplatz).


    Da muss ich mal was korrigieren:
    Die Berliner Straße ist keine gewachsenen Magistrale, sondern folgt der Gleisstrecke der Eisenbahnverbindung bis zur Bahnhofstraße, wo eben der ehem. Lokalbahnhof stand. Das kann man vielleicht noch im weitesten Sinne als gewachsen bezeichnen, aus Eisenbahngleise wird eine Straße.
    Aber bis zum Krieg war von da ab die zentrale Straße zur Innenstadt die Fortführung der Domstraße geradewegs auf die Franz.-Ref. Kirche. Und das im gleichen Querschnitt, wie ihn das noch verbliebene Stück der Domstraße hat. Den verschwundenen Verlauf kann man ganz gut ablesen, an dem Winkel, in dem das Haus des Bankenvereins gebaut ist und an deren geraden Linie sich die anschließende Bebauung entlang der krummen Berliner Straße fortsetzt. Aufgrund starker Zerstörungen wurde dieses Stück der Domstraße abgeräumt (darunter sehr bekannte Häuser der Brentanos und das Stammhaus Andre) und die Berliner Straße weitergeführt.
    Ende der 60er wurde dann das Rathaus neu gebaut und fast die gesamte, noch recht großflächig vorhandene Altstadt abgerissen, um hier die Berliner Straße durchzubrechen. Das fing mit der Glockengasse an bis zur Schloßstraße und wurde dann (Abrissgenehmigung Januar 1965) an der Sandgasse fortgesetzt. All die Fachwerkhäuser waren noch bewohnt. Auch der letzte Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung wurde bewusst abgerissen (es gab einen Antrag, dieses Stück umzusetzen, wurde aber wegen der Kosten von 15.000 DM abgelehnt).


    Dass Offenbach einen trostlosen Stadtkern hat, hat die Stadt selbst bewusst herbeigeführt mit einem nicht zu Ende gedachten, vollkommen auf Autoverkehr fixierten und nicht mal zu Ende geführten Stadtneubau (der nebenbei auch noch mit diversen finanziellen Privathilfen zwischen Baulöwe und diverser Partner angeschoben wurde).


    Die Berliner Straße ist nicht gewachsen, die Berliner Straße ist die Vernichtung aller älteren gewachsenen Strukturen.

    Haben wir denselben Artikel gelesen? Matthias Alexander kommt in der FAZ zu dem eindeutigen Ergebnis, dass der damalige Bauingenieurstudent Dominik Mangelmann nicht nur die Idee hatte, sondern sie auch von Anfang mit konkreten Unterlagen anschaulich machen konnte. In die Stadtpolitik gelangte der Vorschlag damals über die Junge Union und deren Vorsitzenden Wolff Holtz, einem Bekannten von Mangelmann.


    Ich kann bestätigen, dass der damalige Bauingenieurstudent (seit einigen Jahren Dipl.-Bauingenieur und Zertifizierter Tragwerksplaner in der Denkmalpflege) im November 2004 in der FAZ den Artikel über den Abriss des Technischen Rathauses gelesen hat (in einer Ausgabe, die als Probeabo in der Offenbacher Fußgängerzone verteilt wurde) und daraus die Idee entwickelt. Für die Bezirksvorstandssitzung der Jungen Union Rhein-Main Anfang Dezember 2004 (ich glaube, es war der 4.12.) hat er dann auf einem Plan, den er aus der Wettbewerbsbroschüre für den Bau der Schirn herauskopiert hat, mit Bleistift den Grundriss der Häuser eingezeichnet, die rekonstruiert werden könnten. Da dies auf großes Interesse stieß, musste diese Planung optisch besser dargestellt werden. Also ging der damalige Bauingenieurstudent ins Stadtarchiv und ins Historische Museum und entwickelte mit alten Plänen und Fotos eine 3D-CAD-Planung, die teilweise bis in die detaillierte Darstellung der Kragsteine ging, mit allen möglichen konstruktive Untersuchungen.


    Es darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass nach einigen Vorgesprächen im politischen Raum dann im Herbst 2005 Bilder dieses CAD-Modells von ihm in diesem Forum hier gepostet wurden und diese Bilder dann von einem Redakteur der FNP veröffentlicht wurden. Damit war dann auch der öffentliche Anstoß für die Diskussion losgetreten.


    Leider wurde in der Folge alles andere als sachlich diskutiert, der Bauingenieurstudent von vielen Architekten als Spinner öffentlich diffamiert. Einige dieser Architekten haben dann aber gleichzeitig sehr viel Geld an dieser "blödsinnigen" Idee verdient. Dabei möchte ich aber mal eindeutig Herrn Jourdan ausnehmen, der zwar auch erklärter Gegner des Projektes war, aber seine Mitarbeit an diesem eindeutig durch seinen herausragenden Sachverstand und bewundernswertes Detailwissen zu Baugeschichte allgemein und Fachwerkbau im Speziellen begründet ist.


    Leider wurde auch noch in einer Ausschusssitzung im Februar 2017 eine dringend notwendige Korrektur der Konstruktion des Roten Hauses durch die Stadtverordneten abgelehnt, die dieser Bauingenieur bereits drei Jahre zuvor angemahnt hatte und die in dieser Ausschusssitzung dann von Prof. Jourdan als richtig begründet wurde. Man scheute die leider durch Nichtanerkennen der Fehler in der Planung seitens der ursprünglich verantwortlichen Architektin und Verzögerung bzw. dann Ablehnung einer frühzeitigeren Korrektur ihrerseits dann entstandenen Mehrkosten.


    So bleibt leider bei aller Schönheit des Erreichten die Wehmut über die vermeidbaren groben Konstruktionsfehler, die es dort gibt.


    Im Übrigen finde ich es falsch, Spolien aus anderen Häusern dort einzubauen. Gerade die Bögen von Saalgasse 29, die nun in Markt 40 verbaut wurden, wären besser in der Nähe des Historischen Museums, wo sie auch herstammten. Die Kragsteine von Markt 7 sind jedoch tatsächlich aus dem Gebäude. Denn das Erdgeschoss wurden 1885 umgebaut und die inneren beiden der insgesamt 4 Kragsteine ausgebaut und im Historischen Museum eingelagert. nun sitzen diese zwar nicht mehr innen, sondern an der Stelle, an der die anderen beiden waren.

    Der Käufer hat vor einiger Zeit das Vorhaben im Bauausschuss vorgestellt. Dabei sprach er nämlich selbst davon, die Fassade wieder so herzustellen, wie sie mal war. Es ist ein vollkommen anderes Bild, wenn man bodentiefe Fenster einbaut und somit alle Sandsteineinfassungen zerstört und dann eben diese albernen Balkonkonstruktionen davorstellt.
    Damit wird aus einem schönen, stimmigen Gebäude ein billiger Standard-Massenbau. Zumindest äußerlich.


    Die Enttäuschung ist vor allem deshalb so groß, weil eine vollkommen andere Erwartung bei o.g. Termin aufgebaut wurde. Man hätte sich sonst beispielsweise um eine Unterschutzstellung kümmern können, was nun nicht passiert ist.

    Hessenring

    Ich bin ziemlich entsetzt.
    Wurde seitens des Projektentwicklers noch der Eindruck vermittelt, äußerlich weitestgehend den ursprünglichen bauzeitlichen Zustand wieder herzustellen, macht er nun aus einem besonderen Objekt mit historischen Gestaltungsmerkmalen eine langweilige Allerweltskaserne, die sich nur durch die Dachaufbauten und die ohne großen Aufwand nicht zu ändernde Fensterachsen von dem anderen Projektentwickler-Billigrenditemist wie in der Berliner Straße unterscheidet.


    Zusagen sind nichts wert. Ohne stringenten Denkmalschutz tanzen die einem alle auf der Nase rum.

    Mal ganz abgesehen von den konstruktiven und statischen Problemen die sich durch eine abweichende Bauweise zwangsläufig ergeben werden - wieso sollte man ausgerechnet das Rote Haus mit Sichtfachwerk wiedererrichten, wo doch die rote Farbe das namensgebende Merkmal ist?


    Alle Gebäude des Komplexes um das Metzgerhöfchen herum hießen Rotes Haus. Ergänzend namentlich erweitert war nur im Kern das "Alte Rote Haus" und das "Neue Rote Haus". Allerdings ist es so, dass das Alte Rote Haus der spätromanische Steinbau Tuchgaden 9 war und das Haus auf den Holzstützen war das "Neue Rote Haus".
    Dementsprechend war wohl, wenn eine Farbgebung für den Namen relevant, dann der dieses steinernen Hinterhauses. Nun kann man spekulieren, ob der Name vom roten Sandstein kam, oder ob es rot verputzt war. Übrigens nicht mit Ochsenblut. Das war nur aufgrund des enthaltenen Eiweiß ein Abbindeverzögerer für den Kalkputz und hat mit der Farbgebung nichts zu tun (außer dem Namen als "Vergleichswert" vielleicht). Für die Farbgebung müsste beispielsweise Eisenoxid verwendet werden. Blut bleibt nämlich nicht lange rot an der Luft.


    Die Häuser Markt 15 (Rotes Haus) und Markt 17 (NEUES Rotes Haus) waren noch bis mindestens 1738 fachwerksichtig (Holzschnitt vom Hühnermarkt) und wurden erst später verputzt, vielleicht im Zuge des barocken Umbaus der Giebelwand im 2. OG.
    Im Jahr 1943 gab es seitens der Stadt Frankfurt auch den Beschluss, beide Häuser zu sanieren und wieder fachwerksichtig zu machen. Dies ist dann aus bekannten Gründen nicht mehr geschehen.


    Dementsprechend ist eine freigelegte Darstellung der Fachwerkkonstruktion eine wissenschaftlich und technisch gut begründete Option und würde bei einer Sanierung wahrscheinlich heute auch entsprechend entschieden.

    Doch, habe ich.
    Im Koalitionsvertrag hat man sich auf einen Standpunkt geeinigt, der von bestimmten, zu der Zeit genannten Bedingungen ausgegangen ist. Und es zeichnete sich nicht ab, dass sich etwas daran etwas zum Positiven ändern wird (weil es auch nicht für möglich gehalten wurde, dass das einseitig vorteilhafte Ergebnis zu Gunsten von Frankfurt einfach darauf basierte, dass der Offenbacher OB von den Offenbacher Zwängen anscheinend den Frankfurtern nichts gesagt hat).
    Da aber alle Koalitionspartner genau wissen, was die sachlichen Hintergründe zu der damaligen Ablehnung war, weiß auch jeder von denen, wie es gemeint ist. Ein Koalitionsvertrag wird halt nicht für die Öffentlichkeit geschrieben, sondern unter entsprechenden Partnern. Wenn jeder weiß, was gemeint ist und sich die Voraussetzungen entsprechend ändern und man sich über das daraus resultierende Vorgehen weiter einig ist, ist es doch Sch...egal, was in dem Vertrag steht. Es geht schließlich um Sachpolitik und eben nicht um Sandkastenspielchen.


    http://www.cdu-offenbach.de/up…CDU-Offenbach_Nr__158.pdf

    Wenn man sich die Verlautbarung der CDU HIER ansieht, gibt es viele Gründe, warum das Projekt doch noch scheitern kann.


    Ja, die Probleme müssen erst noch ausgeräumt werden. jetzt wurden sie aber zumindest überhaupt erstmal mit den Partnern (das müssen die Frankfurter ja sein) angesprochen.
    Wer schon mal auf der verlinkten Seite ist: die weiteren "Klartext"-Ausgaben, die sich schon damals explizit mit der Problematik befassen, sind die Sonderausgabe dazu vom 20.03.2012, sowie auch noch die Ausgaben 109 und 112 (soweit ich das jetzt beim Durchschauen entdeckt habe).
    Dies auch nur mal zu dem damals geäußerten "Verdacht", die Ablehnung des Projekt sei nur ein "politischer Racheakt" und nicht aus der Sache heraus begründet.

    "Und das CDU-Argument, dass Offenbach nur Gewerbesteuer aus einem Parkplatz ziehen könnte, war von vornherein eh ziemlich schwach."


    Häh?!? Im Schutzschirmvertrag sind die Flächen, die der OB der Stadt Frankfurt für die Nutzung zur Halle zugesagt hat, bereits von der Stadt Offenbach (also mit der Unterschrift des OBs selbst!) dem Land als potentielle Einnahmequelle für Gewerbesteuer zugesichert. Es ging doch einfach darum, dass man ein Grundstück, ganz einfach gesagt, nicht zwei verschiedenen "Käufern" gleichzeitig verhökern darf. Dies hätte, genauso wie das unbekümmerte Weiterlaufenlassen der Verkehrsplanung ohne Rücksicht auf eine solche Halle, zu massiven Schwierigkeiten für die Stadt Offenbach geführt, wenn nicht sogar zum Abbruch eines dieser Projekte.


    Das steht etwas drastischer im Koalitionsvertrag. Aber der wurde unter den Koalitionspartnern ausgehandelt und die wissen um die damit verbundenen Hintergründe. Anders, als wie es jetzt gesagt wird, ist es, auch gerade in den Stadtverordnetenversammlungen, nie kommuniziert worden. Es wurden immer die sachlichen Bedenken angeführt, auf die weder OB, noch die SPD eine Antwort geben wollten oder konnten. Letztendlich ist es also egal, was andere da reininterpretieren. Wenn man sich wirklich darum kümmert (mit dem nötigen Sachverstand und/oder dem Willen, sich diesen anzueignen), kann man es eben auch bewerkstelligen. Das war davor eben nicht gegeben.

    Wenn man ernsthaft miteinander redet.

    Was ich immer gesagt habe. Die Koalition hat nie ein grundsätzliches Problem mit der Halle gehabt. Und wenn man den Frankfurter Vertretern auch die Zwänge erklärt, denen man unterworfen ist, dann nehmen die auch darauf Rücksicht und helfen einem gegebenenfalls auch.
    Dazu gehört, dass man sich dieser Auflagen bewusst ist und der OB hat sich leider einen Dreck um die Auflagen des Schutzschirm gekümmert und dementsprechend Dinge zugesagt, die er überhaupt nicht verantworten konnte oder gar nicht zusagen durfte.


    Viel Schaden, weil wieder die Neubau-Schlagzeile wichtiger war als die durchdachte Lösung. Aber jetzt ist zumindest eine vernünftige und ernsthafte Gesprächsbasis, die auch lösungsorientiert arbeiten kann.

    Tatsache ist, dass Frankfurt im Wesentlichen auf die Probleme, die Offenbach mit der Planung zur Halle haben muss (wie schon oft ausgeführt sind das Kosten, verkehrstechnische Fragen und die Zusage gegenüber dem RP, entsprechende Grundstücke für Gewerbe zu reservieren) eingegangen ist. Niemand in Offenbach, auch die CDU, hat die Halle prinzipiell angelehnt, wenn es auch Fragen zur generellen Bewirtschaftung und Konkurrenz unter den Veranstaltungshäusern im Rhein-Main-Gebiet aufwirft.
    Es darf die Stadt Offenbach kein zusätzliches Geld kosten und der umgebaute Knotenpunkt Kaiserlei muss einwandfrei funktionieren. Darum geht's und da ist, wie gesagt, Frankfurt der Stadt Offenbach entgegengekommen.


    Hätte der OB gleich verantwortungsvoll verhandelt und nicht einfach alles zugesagt, was angefragt wurde, selbst wenn es von der Stadt weder rechtlich, finanziell oder sachlich zu leisten war, dann wäre uns die ganze Diskussion erspart geblieben. Das hat er aber leider immer schon gemacht und deshalb gibt es seitens der Koalition auch jetzt die Festlegung, dass die Stadt Offenbach zukünftig gewisse qualitative Maßstäbe an Investorenpläne anlegt und die Stadtplanung nicht mehr ein Sammelsurium von renditeorientierten Investorenvorhaben ist, sondern wirklich wieder Stadtplanung, die von politischen Gremien und Verwaltung festgelegt wird.

    Ich gehe davon aus, dass Herr Jourdan genau weiß, weshalb er die aus der Erbauungszeit übliche Farbe gewählt hat. So tief, wie er die Goldene Waage generell und jedes Bauteil im Einzelnen erforscht hat. Vielleicht hat er sogar an den erhaltenen Eckpfosten Farbreste gefunden oder eben andere Hinweise auf die ursprüngliche Farbe.
    Man darf sich von den Postkarten nicht täuschen lassen. Diese zeigen den Zustand nach Entfernung des Verputzes und der anschließenden Sanierung. Durch den Verputz ist es möglich, dass bis auf rudimentäre Reste die ursprüngliche Farbfassung verschwunden oder diese vielleicht eben mit dem Putz entfernt wurde (Drahtbürste), um das Holz schön von allen Putzresten, Flecken und eben auch dann leider Farbresten zu befreien.

    Der Bauantrag ist aber meines Wissens eingereicht. Ich habe, wie gesagt, den Städtebaulichen Vertrag gelesen, dort wurde das ganze Grundstück inkl. des Hotels (!) als Vertragsgegenstand angegeben. Der Hotelbesitzer hat aufgrund der nachfolgenden Berichterstattung dann bei der Presse angegeben, dass noch niemand mit ihm bis dahin über das Projekt gesprochen habe. Möglicherweise hat Herr Gröner darauf spekuliert, sich schon rechtzeitig mit dem Hotelier einigen zu können. Es ist ja ziemlich albern, aber was soll die Verwaltung jetzt machen außer prüfen? Es kann ja jedermann Bauanträge stellen, der Bauherr muss nicht der Grundstückseigentümer sein, siehe Erbpacht. Wenn die Genehmigung dann an der Zustimmung des (Teil-)Eigentümers scheitert während des laufenden Verfahrens, dann ist das so.


    Für den Hotelbetreiber ist es wohl so, dass er sein derzeitig gut laufendes Unternehmen nicht veräußern will. Zumal er nach eigener Aussage gerade erst die ganze Bude hat renovieren lassen. Wenn das Hotel seine berufliche Existenz ist und entsprechend gut läuft, ist es ihm vielleicht die Konstanz und Sicherheit einfach wichtiger, als jetzt ein einmaliges Einkommen zu generieren, von dem er sich dann aber risikobehaftet eine neue Existenz aufbauen muss. Wenn er erstmal ein Jahr weg vom Markt ist, ist der Ruf und die Kundschaft vielleicht auch weg.


    Auch die Renditeerwartung der CG-Gruppe ist selbst bei optimalem Verkauf etwas sehr knapp. Es ist eine vollkommen utopische Anzahl an Mikro-Appartements geplant. Weit mehr, als es im gesamten Stadtgebiet bislang insgesamt gibt. Es sind jedoch gewisse politische Kräfte bereit gewesen, zum erhofften Bereinigen der jahrzehntelangen Brache, dieses hohe Risiko einzugehen. Allerdings weiß auch dann keiner, was passiert, wenn das Projekt auf halbem Weg scheitert. Was steht dann an Bauruinen da und wie werden diese dann abgewickelt. Wird es dann nicht ungleich schwerer, das Gelände zu entwickeln?


    Zu dem Thema "CG-Gruppe" mit leeren Versprechungen und Realität unter Finanzierungsvorbehalt gibt sicherlich auch die GHND unter dem Stichwort "Palais Riesch" gern Auskunft...



    Es tut mir im Übrigen sehr leid, dass ich hier rückblickend betrachtet das erste Mal persönlich geworden bin gegen ein Forumsmitglied, auch wenn ich versuche gemäß dem Sinn dieses Forums immer wieder zum Thema inhaltlich beizutragen. Aber wenn jemand jegliche inhaltliche Auseinandersetzung unter persönlichen Vorbehalt stellt, macht die Teilnahme weniger Sinn. Da ich, schon aufgrund der Frankfurt-Altstadt-Geschichte dem Forum hier sehr verbunden bin und man doch auch behaupten kann, dass das Forum etwas Großes zu diesem Projekt beigetragen hat (die Veröffentlichung des Diskussionsbeitrags hier war 2005 der Startschuss zur Rekonstruktionsdebatte!), bin ich aber auch nicht bereit, nachzugeben und den Beleidigungen auszuweichen und werde weiter versuchen, meine Informationen zu teilen und mit sachlichen Beiträgen den Diskussionen weitere Aspekte hinzuzufügen. Bei den Beiträgen zu Frankfurt zeichnete sich ja eine ähnliche Kritik (Nörgelei am Projekt) ab und ja, es gibt mir zu denken, wenn sich in zwei unterschiedlichen Bereichen die gleiche Kritik an meinen Äußerungen auftut. Allerdings muss ich gerade auch hier entgegenhalten, dass, wie ältere Forumsteilnehmer sicher wissen, ich eine gewisse Verbundenheit mit dem Projekt habe und auch viele persönliche Opfer und Engagement gebracht habe, um die Realisierung zu ermöglichen. Deshalb nehme ich mir auch das Recht raus, Fehler zu benennen und aufzuzeigen, in der Hoffnung, dass diesem, mir sehr am Herzen liegenden Projekt, die entsprechende Qualität zuteil wird, die es eigentlich verdient hätte. Das jüngere Teilnehmer (vom Anmeldedatum her), uninformiert über die Entwicklung, dann gleich unterstellen, ich würde das gesamte Projekt schlecht machen wollen und nur in Details nörgeln (auch hier wäre es mal schön, wenn man sich nicht über die "Nörgelei" aufregt, sondern mal selbstständig überprüft, ob da was dran ist und welche Folgen das haben könnte), ist angesichts der Vorgeschichte albern und etwas schade. Kann aber passieren, wenn man sich neu anmeldet und bei seinen Beiträgen eben nicht mal zehn Jahre zurückblättert, um nachzulesen, was früher alles so geschehen ist.
    Nun lebe ich mein ganzes Leben in Offenbach und engagiere mich sowohl beruflich als auch privat für den Erhalt und die Entwicklung des Stadtbildes, mit vielen persönlichen Opfern. Meine Kritik ist immer mit dem Willen verbunden, dass es dann eigentlich besser geht, besser gehen muss. Aber besser geht es nur mit sachlicher Analyse und nicht mit rosa Wolken und Blendwerk. Und immer wieder wird wertvolles zerstört und durch Belangloses ersetzt, weil es gerade so Trend ist und weil Offenbach unbedingt wachsen will (aber wozu und mit welchen Folgen und kann das die Stadt überhaupt infrastrukturell bewältigen?).

    Dann bedienst Du mit Deinen Beschimpfungen also einen persönlichen Groll, unabhängig vom Thema und vom Inhalt. Wenn das mal nicht flach ist...


    Für die Luisenhoffrage hatte ich die gleichen Beurteilungsgrundlagen und für meine Äußerungen entsprechende begründete Zweifel für die Sinnhaftigkeit des Projekts für die Stadt Offenbach. Nach all dem finanziellen Geschacher (Räumung der vom Land genutzten Liegenschaften für einen Betrag, der fast die gesamten Grundstückseinnahmen wieder gekostet hat) mit dem zweifelhaftem Vorgehen des OBs und entsprechenden Zugeständnissen zum Nachteil der Stadt im Städtebaulichen Vertrag bin ich nach wie vor der Meinung, dass man dieses Projekt hätte besser nicht machen sollen auf Seiten der Stadt. Hat es sich verkauft? Ja, sicher, weil der Preisdruck von Frankfurt mittlerweile so hoch ist, dass sich jeder Sch... für ein unverschämtes Geld verkauft. Aber bringt es was für die Stadt? Keine Grundstückseinnahmen, verdichtete Bebauung mit einer Sozialinsel ohne Anschluss und Mehrwert für die Umgebung und Frage über die Zukunft aufgrund des finanziell bedingten Ausbleibens von infrastrukturellen Anpassungen.


    Meine Betrachtungen suchen immer den Mehrwert für die Stadt. Wenn Du Insiderwissen bei diesem Projekt hattest (aber ansonsten anscheinend nicht mal Kenntnisse entsprechend der Presseberichterstattung), dann muss ich wohl davon ausgehen, dass Du hier beruflich involviert warst und somit Dein Auftreten eher Werbezwecken zu dem Einzelprojekt dient. Es ist Deine Sache, wie Du Dein Einzelprojekt siehst und aus welcher Motivation heraus Du meinst es hier bewerben oder gegen Kritik auch zur Not mit plumpen Beleidigungen verteidigen zu müssen.
    Meines Erachtens jedoch ist dies hier ein Architekturforum, das die Architektur in Deutschland und auch den städteplanerischen Stellenwert offen diskutieren soll. Es ist bestimmt keine Werbeplattform für Projektentwickler und daher sollte Kritik auch sachlich diskutiert werden. Und Kritik gehört dazu, anstatt sich nur über Bautätigkeit gegenseitig in freudige Ekstase zu reden, besonders wenn diese Bautätigkeit Mängel birgt, die die umgebende Stadt belasten.
    Im Übrigen gibt es über die Diskussionen auch vorangegangene Beiträge und in der Presse begleitende Berichterstattung, in denen manche meiner Punkte auch erwähnt werden. Ist das flach oder Nörgelei, nur weil Du es nicht mitbekommen hast oder es nicht hören willst?


    Was war Deine Insiderrolle bei dem Projekt? Kannst Du wirklich sachlich und neutral diskutieren, auch im Hinblick der Parteizugehörigkeit? Anscheinend nicht, den ich bin ja von vorne weg "disqualifiziert". Es gibt allerdings nicht ohne Grund eine neue Koalition. Vielleicht solltest Du mal Deine "Insider" kontaktieren und Dir etwas über diverse Sitzungen mit Vertretern der CG-Gruppe erzählen lassen.

    Es sind nur Unterfirmen der Gruppe eingetragen. Im Schadensfall bleibt die Gesamtgruppe relativ weit außen vor.


    So. Und jetzt nochmal zum "Genörgel":
    Humpty: Was soll der Mist? Die CG-Gruppe reicht einen Bauantrag für ein Gebiet ein, welches ihnen überhaupt nicht vollständig gehört. Was ist denn daran Genörgel? Was hast Du denn für ein verdammtes Problem damit, wenn einer Informationen hat, die Dein rührseliges Och-wie-schön-da-wird-was-gebaut leider eben in Frage stellt? Hast Du den städtebaulichen Vertrag gelesen? Weißt Du überhaupt, wovon Du redest? Wahrscheinlich nicht.
    Ich habe den Städtebaulichen Vertrag gelesen. Ich habe alle Antragsunterlagen und alle Anlagen gelesen. Ich habe die Bilanzen der CG-Gruppe gelesen. Ich hatte mehrere Diskussionen mit Vertretern der CG-Gruppe, mit Amtsleitern, mit Stadtverordneten, mit dem Oberbürgermeister.


    Gleiches gilt im Übrigen für die Multifunktionshalle, für die Frankfurt sich nicht mal rechtzeitig ihre eigenen Grundstücke gesichert hat. Aber alles nur Genörgel.


    Hast Du entsprechende Dokumente gelesen, Hast Du an irgendwelchen der oben genannten Gespräche teilgenommen? Hast Du generell überhaupt Fachwissen? Hast Du eine entsprechende berufliche Ausbildung, um diese Vorgänge ohne weitere Unterlagen beurteilen zu können, und wenn ja, wie? Wenn nicht, finde ich es nicht schlimm, jedoch solltest Du dann wenigstens erklären können, weshalb Du meine Aussage als Genörgel disqualifizierst. Ich nehme jede begründete Kritik an, egal von wem, wenn sie sachlich nachvollziehbar begründet ist. Aber von einem, der fachlich und sachlich keine Ahnung hat, brauche ich mich wirklich nicht einfach nur beschimpfen zu lassen.