^ gemäß der zutreffenden Kritik des ^Vorredners Stefan möchte ich nochmal bißchen zeigen, was schief lief:
MK4 oder vllt. eher MK$$ ?
Dazu vergleiche man Visualisierung der Revitalis mit real Gebautem: man erkennt eine Verplumpung durch deutlich verkleinertes Fenster-Grundformat.
Alles weitere der optischen Unstimmigkeit folt dann, so zB die deutlich breiteren Geschossbänder, höhere Geschlossenheit der Fassade etc.
Das ist wohl Renditeoptimierung / Kostenreduktion geschuldet, die an solch Standort eigentlich nicht nötig ist, aber die smarten Jünglinge aus Hamburg (zB im Bauausschuß) wirds gefreut haben, im privaten Portemonee rubelts gehörig.
Für Stadt und Stadtbild ist es eine schwerlich zu schluckende Kröte, die solch Projekttreiber als Haufen hinterlassen. Es ist eben nur Füllmasse mit Funktionserfüllung. Das Großklotzerte ist hier ja nichtmal der Knackpunkt, da das Gebiet Altmarkt-Süd diesem Prinzip "Ein Quartier, ein Investor, ein Volumen" folgt und sich MK4 dsbzgl. einfügt. Ich hätte die Visualisierung daher als noch knapp verträglich/erträglich bewertet, nur nützt es eben nichts, wenn so oft noch "nachgebessert" wird. Aber schauen wir mal: Visu oben und folgend real:


Ich möchte das Beispiel auch daher gern zeigen, weil ich vermute, daß hier uU ein typischer Leichtfertigkeitsfehler vorgelegen haben könnte.
Nämlich die Nichternstnahme der Abweichung in Gliederung und Optik infolge der Entscheidung für "naja, halt etwas verkleinerte Fenster", "macht doch nichts...", "ändert ja die Grundplanung nicht" usw. Da müssen die Amtsleute echt aufpassen und fordernd bleiben. Gleichwohl haben letztere keine harte Handhabe, solches zu erzwingen, eher gehen "erfahrene" Bauträger gar taktisch vor, und ändern nicht-genehmigungspflichtige Dinge soviel die Rechtslage hergibt, ohne das das Amt auch nur ahnt, was da alles läuft. Aber da stecke ich nicht im Detail drin, das kann jemand der Praxis erläutern.
Also insgesamt ziemlich schade, denn wo sonst, als in einem Altstadtbereich und solcher Lagegunst samt langer Profitaussicht, sollte man wenigstens die Minimalmaßstäbe von Gestaltung und Proportion erreichen bzw. liefern. Leider wird diese Makel an MK4 nie mehr jemand korrigieren - zu teuer, lohnt nicht.
Zumindest bleibt alsbald die Aufgabe, die nun nahezu fertigen Stadt-Aufbaubereiche Altmarkt-Süd (Großvolumen in 90er-Postmoderne) sowie den Neumarkt (Parzellierung in Leitbauten und Altstadttauglichkeit) in ausführlicher Debatte auszuwerten und Schlüsse für die nächsten Großaufgaben des Aufbaus zu ziehen und vor Fehlern/Trickserei verblindlich zu sichern. Dazu sollte es gerne Führungen zB an sommerlichen Abenden geben, um auch die "Lebendigkeit" aka Urbanität beider Ansätze bewerten zu können.
^ alle Fotos ich (ohne Visu)

























