Dresden: Friedrichstadt

  • Typische 0815-billig-Investorenarchitektur :bash:

    Da kann man nur hoffen, dass Material und Farbwahl noch etwas rausholen, die Hoffnung stirbt schließlich als letztes.

    Es kommt mir so vor, als hätten die dasselbe Architektur-Programm benutzt wie beim Saal oder CTR Projekt am Herzogingarten, jedenfalls find ich die Entwürfe recht ähnlich.

  • Cottaer Straße 17-21 - CG-Gruppe

    Im hinteren Teil wurde die Sauberkeitsschicht für den Keller-/Tiefgaragenteil eingebracht und man arbeitet nun an der Bodenplatte.

  • F-Stadt Nord


    Baubeginn am Haus L (Modernisierung) des Krankenhauses F-Stadt


    Schäferstrasse 58 + 60 von hinten - Sanierungsbeginn


    Neubau Vorwerkstrasse

    Also ich finde den Entwurf jetzt nicht so schlecht, eher "normal" bis sogar gut. Er hat auch keine EG-Totzone und relativ viel (erhoffte) Glas- ähm... Fensterfläche. Es ist wohl derselbe Archi wie an der Seminarstrasse - die Bauschilder gleichen sich. Der baut wenigstens städtisch. Nachteil solcher schematischer Ansichten ist immer, daß eine die reale Umgebung einbindende echte Visu fehlt und alles nur bedingt vorstellbar ist - man weiß nicht recht, wie das Ding in Echt aussieht. Die Visus sind in DD oft billig gemacht - na gut - aber eigentlich kennt man auch das aus anderen Städten anders. Echte und reelle Ansichten wären schöner.

  • Bei den ganzen Projekten die dieses Jahr noch laufen, gestartet sind bzw. starten, wird die Einwohnerzahl in der Friedrichstadt in den nächsten 2 Jahren rasant ansteigen.
    Genauso schnell wird sich auch das soziale Bild ändern. Der heute noch relativ hohe Anteil an Sozialschwachen und Arbeitslosen wird sich die nächsten Jahre extrem senken.
    Denn mit jedem Neubau und Lückenschluss wird es für andere Hausbesitzer attraktiv auch zu sanieren, um die Mieten anzuziehen. Auch wenn es am Ende nur ein Anstrich und die Anbringung von Balkonen ist.

    Ich beobachte diesen Wechsel jetzt schon sehr gut bei mir in der Ecke. Man muss sich nur mal anschauen, was für Autos vor einem Jahr noch auf der Straße standen und was jetzt rumsteht.

  • Vielleicht fühlen sich dann auch mal Gagfah und Konsorten bemüßigt, was an der Plattenzeile entlang der Verkehrsachse zu machen - das würde das Bilder der Friedrichstadt maßgeblich verbessern.

    Bisher beschränkt man sich allerdings leider darauf, die Miete einfach so zu erhöhen. Ich wurde vorgestern wieder freundlich daran erinnert, dass die ortsübliche Kaltmiete laut Mietspiegel 4,10€ pro m² beträgt....

  • Also für mich als Nachbar der Baustelle Vorwerkstraße gilt erstmal: Alles ist besser als die häßlichen zugemüllten Brachen, die da vorher waren. Auch wenn der Dreck und der Lärm, der durch die Baustelle verursacht werden, schon grenzwertig sind. Und auf dem Bild scheint es so, als wär die Architektur des Hauses durch offene Laubengänge durchbrochen, oder missinterpretiere ich das. Ich jedenfalls freue mich über die rege Bautätigkeit. Am 30.04. wird laut Information von Köster die Vorwerkstraße gesperrt, weil der Kran aufgestellt wird.

    Ich denke aber inzwischen tatsächlich, dass die Schäferstraße in Zukunft eine Trennlinie im sozialen Gefälle darstellen wird. Zum Beispiel hat gerade die Deutsche Annington offenbar den Gebäudekomplex Berliner Straße/Behringstraße gekauft - das sind die Gebäude auf der Berliner links neben der Rettungswache, wo Fitnessstudio, Hotel etc. drin sind. Weiß ich daher, dass ich dort einen PKW-Stellplatz angemietet und eine entsprechende Information bekommen habe. Deutsche Annington ist ja nicht unbedingt ein Garant dafür, dass sich an der Situation der Struktur und der Gebäude etwas verbessert...

  • Die Plattenbauten sind tatsächlich gruselig, aber ist deren Sanierung tatsächlich und ernsthaft zu erwarten? Ich glaube eher nein, oder? Wobei das, was Chris zu den Änderungen in der Struktur der F-Stadt-Einwohner auch von mir beobachtet wird, unter anderem beim regelmäßigen Besuch des Netto-Supermarktes... Der Anteil der Assis an der Kasse nimmt (gefühlt) tatsächlich ab...

  • Ist eine Sanierung zu erwarten? Nein. Wäre sie notwendig? Ja.
    Wobei es selbst ein gewaltiger Fortschritt wäre, wenn man 'Potemkinsche Dörfer' spielen und einfach mal die Fassaden aufarbeiten würde.

    Was die soziale Struktur der Netto-Kundschaft angeht: das wäre mir noch nicht aufgefallen. Wobei die Schäferstraße bereits heutzutage eine Art Trennlinie im sozialen Gefälle darstellt...das kann man gut bei Maßnahmen zur Bürgerbeteiligung beobachten: das Gros der Teilnehmer wohnt nördlich der Wachsbleichstraße, je mehr man sich der Schäferstraße nähert, desto weniger Interesse und Mitwirkung seitens der Anwohner ist da.
    Das ist aber logischerweise ein soziales Problem.

    Nach Laubengängen sieht mir das ganze nicht aus - ich würd's eher für normale Balkone halten - zumal Laubengänge in Richtung Straße relativ unorthodox wären. Die übrigen Laubengänge in der Friedrichstadt (an der Friedrichstraße und an der Menageriestraße) orientieren sich jeweils in den Innenhof.

  • Man kann nur hoffen, dass die Platten nicht irgendwann auch an die Annington verkauft werden...

    Ich bin häufiger - weil mal Salz fehlt - abends in unserem erstklassigen Supermarkt und habe zumindest das Gefühl, dass sich die Struktur der Bierkäufer vom Stützeempfänger zum Studenten hin verschiebt.

    Ich meinte die Darstellung der - was auch immer - über den Hauseingangstüren. Wir werden es ja bald live sehen können.

  • Ihr wisst schon, dass die Sozialschwachen, Arbeitslosen oder "Assis" (Zitat!) ja nicht einfach verschwinden, wenn sich ein Stadtteil gentrifiziert. Die sind dann halt woanders, z.B. in Gorbitz und Prohlis. Damit wäre das Problem durch Zentralisierung und Ghettoisierung in diesen Stadtteilen gelöst - once and for all (Wer es kennt, fühlt sich hier bitte an die Futurama-Folge zu Global Warming erinnert).
    Ach ne wartet, war Gentrifizierung der einen Stadtteile und Ghettoisierung von anderen Stadtteilen jetzt gar nicht die Lösung, bin mir gerade nicht ganz sicher...
    Sozialer Wohnbau, welcher ja angeblich gefördert werden soll, heißt dann eben, dass dort Sozialschwache, Arbeitslose und - ich zitiere - Assis wohnen.

  • Entschuldigung für die politisch inkorrekte Wortwahl. Ich meinte natürlich die sozial schwachen Mitbürger. Sorry, mir liegt das Herz manchmal einfach zu sehr auf der Zunge.

    Natürlich "verschwindet" diese "Problemgruppe" der Gesellschaft nicht, das ist wohl logisch. Ich denke, dass wir über dieses Thema sicher lang debattieren könnten, aber das wär eher ein Thema für ein Politik- oder Gesellschaftsforum.

    Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls, wenn nicht mehr so viele Drogensüchtige und Alkoholkranke sozial schwanche Menschen in meiner unmittelbaren Nachbarschaft wohnen. Ich hoffe, dass ich für dieses ehrliche Geständnis jetzt nicht aus dem Forum fliege.

    Und, um zum Ursprungsthema zurückzukommen: Die Platten an der Schäferstraße sind jedenfalls ein Schandfleck, da sind wir uns sicher einig. Egal, wer da drin wohnt. Und egal was damit passiert, ob Abriss oder Sanierung, es wär danach jedenfalls besser als vorher. Denn wenn ich mich erinnere, ging es hier bisher nicht um Gentrifizierung oder Getthoisierung des Stadtteils Friedrichstadt oder anderer.

    Ich war übrigens am Wochenende im Alberthafen (konkret im dortigen Fischrestaurant nebst folgendem Spaziergang) und habe dort auch recht rege Bautätigkeit festgestellt. Weiterhin ist es wohl so, dass auf der riesigen Brachfläche neben / hinter dem DVB-Gelände - also angrenzend an die Friedrichstraße zwischen Walther- und Vorwerkstraße die DVB "Millionen investieren" will bzw. wird. Weiß da jemand mehr?

    Einmal editiert, zuletzt von Schöni (27. April 2015 um 09:50)

  • Du meinst das ehemalige Firmengelände von AirLiquide.
    Das hat eine Dresdner Baufirma erworben. Mehr Details wurden nicht bekanntgegeben. Es sollen wohl Wohnungen entstehen.

    Und im Alberthafen werden Stellflächen für LKW geschaffen, sowie ein Sozialgebäude.

  • ^ Strasse ggü ist es um das Projekt Vorwerk-Wohnpark auch still geworden. Tja?!

    Schöni: weiß nicht ob du es weißt (kam oben bissel komisch rüber): die Dt. Annington hat die Gagfah übernommen, also geschluckt, also gekauft. Für die Mieter ist das fast wurscht, weils fast dasselbe ist. Aber in der Tat, man kann Platten einfach mal aussen streichen - schwupps auf den Waschbeton. Wenn die doch selber drauf kommen, vermute ich, dass sie zuerst die kleine Platte in der sich zuerst aufwertenden hinteren Schäferstrasse machen (Schäfer vorne sieht man den Handlungsdruck ja noch nicht - ein "Gegenüber" fehlt), sofern alles drumrum dann irgendwie bissel anders ausschaut als die eigenen Buden. Vor allem den großen Altbau Vorwerkstrasse, der mE auch Gagfah ist (war), welcher einen intakten Putz aufweist, sollte man mal streichen. Die ganze Ecke würde ihr optisches Stigma verlieren. Vielleicht ist es aber auch Eigenheit solcher Großwohnverwaltungen, sich einfach für nix zu interessieren - auch wenn drumrum seit Jahren "Gentri-Town" leuchten sollte. Nützen da "nette Briefchen" an Verantwortliche was? Muss eigentlich auch Sache des SPA sein. Also abwarten, Gääähn.
    Die Stadt könnte aber Vorarbeit leisten und die Schäferstrasse verkehrsberuhigen, warum soll denn sonst Herr Großvermieter sein Häusle pflegen, wenn eh nur Lärm und Schmutz draussen anliegt? Tempo30 und Wochendsperrung für MIV (ausser Anlieger natürlich). Ganz einfach und tut nicht mal weh. Dann Fröbelverlängerung bauen und später Durchgangsverkehre ganz rausnehmen. Auch simpel.

  • Das mit der Gagfah wusste ich, ging ja groß durch die Presse. Die Objekte an der Behringstraße sind bzw. waren aber keine Gagfah-Objekte.

    Ja, Farbe würde unheimliche (positive) Veränderung schaffen Aber vermutlich ist das den Eigentümern egal.

    Die Schäferstraße mit Tempo 30 ist eher unrealistisch denke ich. Sie ist ja doch "Einflugschneise" für Touristen etc. Wir bemerken es sofort, wenn in der Woche aber auch am Wochenende Veranstaltungen in der Stadt sind, denn denn ist die Schäferstraße gern mal verstopft. Vermutlich auch wegen der grandiosen Ampelschaltungen in Dresden.

  • Im MDR äußert sich DSC-Vorsitzender Dittrich zur Hallenkapazität der Margon-Arena: http://www.mdr.de/mediathek/vide…s-17950b3d.html

    Insofern, ist eine weitere "nur" 3000 Zuschauer fassende Halle für Dresden zu kurz gesprungen? Ich stelle mir auch die Frage, ob nicht die EnergieVerbund-Arena so aufgerüstet werden kann, dass sie schneller für verschiedene Hallenwettkämpfe am Wochendende/Abend umgerüstet werden kann (über Nacht?). 4000 Plätze + vorhandener VIP-Bereich wären sicher auch für den DSC eine Option (sofern nicht durch Eislöwen belegt).

    (Das Thema passt sicher auch gut ins Stadtgespräch.)

  • Ich gehe davon aus, dass die neue 3.000er Halle explizit als Heimstätte des HC Elbflorenz errichtet werden soll und der DSC über ein weiteres Neubauprojekt redet. Die Elbflorenz-Arena wäre ja nicht wirklich ein Fortschritt hinsichtlich der Kapazität. Die Nutzung der Energieverbund-Arena kam mir natürlich auch sofort in den Sinn. Prinzipiell lassen sich im Spielbetrieb eingebundene Eishallen auch für Konzerte und andere Sportarten mit regelmäßigem Ligabetrieb nutzen, wie das Beispiel O2 World in Berlin zeigt, aber hier wurde schon bei der Planung diese Nutzungsvielfalt berücksichtigt. In der Energieverbund-Arena fanden ja auch schon Boxkämpfe und sicherlich auch andere Veranstaltungen statt, aber eben eher singulär, was m.E. nicht automatisch darauf schließen lässt, dass der Umbau grundsätzlich einfach zu bewerkstelligen ist.

  • Eine Kooperation (und Risikosplittung) zwischen Handball und Volleyball wäre sicherlich sinnvoll, als wenn hier jeder sein Süppchen kocht und schließlich lauter Hallen ähnlicher Größe in Dresden errichtet werden.

    Und warum geht der HC Elbflorenz nicht in die Margon-Arena, die ja offenbar genau die richtige Größe hat?

  • Der HC Elbflorenz will eine eigene Halle bauen. Vermutlich, um einerseits nicht eine fremde - die Margonarena - mieten zu müssen. Und vermutlich auch, um sie besser auf die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können. Denn man geht dort davon aus, bald in der zweiten Bundesliga zu spielen und den Handball mit eigener Halle in Dresden bekannter machen zu können, denn Dresden ist weiß Gott bisher keine Handballstadt. Abgesehen davon ist das geplante Vorhaben für die häßliche Brachfläche allemal eine Aufwertung.