Europaviertel West: Quartier Boulevard Mitte

  • Baufeld 26

    Wie oben vermutet, galten die Arbeiten auf dem umzäunten Grundstück westlich der Bahn-Hauptverwaltung der Schaffung einer neuen Tiefgaragenzufahrt. Diese ist nun fertig:



    Die frühere, mitten über das Grundstück verlaufende Zufahrt wird nicht mehr gebraucht, so dass das Areal abgetrennt und anderweitig genutzt werden kann.



    Verlängerung der Niedernhausener Straße nach Westen in Bau:



    Bilder: Schmittchen

  • Der Verbindungsbogen vom bestehenden Teil der Europaallee zur Straße der Nationen ist seit kurzer Zeit voll gesperrt. In einem Teilstück wurde der Straßenbelag bereits abgetragen.




    Vermutlich wird bald ein weiteres Teilstück der Europaallee dem Verkehr übergeben. Die Arbeiten sind relativ weit fortgeschritten, eine grobe Asphaltschicht ist vorhanden. Die Randsteine bestehen aus sehr voluminösen Granitquadern, die Gehwegplatten sind solide 10 cm dick und werden natürlich diagonal verlegt.



  • Le Quartier Parigot

    ....und genau hier wird es pariserisch....


    Die RVI aus Saarbrücken baut hier eine Wohnanlage mit Französischem Flair, die Anlage trägt den Namen "Le Quartier Parigot"...


    http://www.Parigot.de

  • Vielen Dank für den Link. Das ist also das angekündigte RVI-Projekt auf Baufeld 28.


    Le Quartier Parigot - das pariserische Quartier. Dass die Architektur den Ansprüchen Georges-Eugène Haussmanns genügt hätte, wie es das werbende Video nahelegen möchte, das ist wenig wahrscheinlich. Schlecht ist die Planung nach ersten Eindrücken aber nicht, nach Saar-Karree und Europark gewiss ein ambitionierteres Vorhaben der Saarbrücker. Ein wenig Farbe für den Strang:



    Ein halböffentlicher Platz:



    Grundriss:



    Detail:



    Bilder: RVI


    Zum Schluss ein paar Daten:


    • 289 Mietwohnungen
    • 16.790 m² Wohnfläche insgesamt
    • 7 Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss
    • 10 Gewerbeeinheiten
    • 1.080 m² Gewerbefläche
    • 290 Tiefgaragenplätze
    • 7.330 m² Grundstücksfläche
    • Fertigstellung 2014
  • Nassauische Heimstätte plant Wohnhochhaus im Europaviertel

    Die Nassauische Heimstätte (NH) will ein Wohnhochhaus im Europaviertel bauen und hat dafür am 20. September ein weiteres Grundstück von aurelis Real Estate gekauft. Der Kaufpreis beträgt 17,6 Mio. Euro. Bei dem Grundstück handelt es sich um die Baufelder 22 und 23 mit einer Größe von rund 5.000 m². Es liegt südlich im Quartier Boulevard-Mitte und grenzt im Westen an den gerade entstehenden Europagarten. Der Bebauungsplan lässt auf dem westlichen Baufeld ein 60 Meter hohes Gebäude zu, auf dem östlichen Baufeld sind sieben Geschosse vorgegeben. Daraus resultiert eine Bruttogeschossfläche von 35.000 m², teilt NH mit.


    Bis zu 18 Geschosse sind geplant - Architekturwettbewerb wird ausgeschrieben

    Nach ersten Vorentwürfen, so NH-Geschäftsführer Thomas Dilger, könne sich sein Unternehmen hier ein bis zu 18geschossiges Wohnhochhaus mit einem sich anschließenden sieben-geschossigen Baukörper vorstellen. Geplant seien ca. 25.000 m² Wohnfläche und 2.400 m² Gewerbefläche im Erdgeschoss. In einer zweigeschossigen Tiefgarage würden ca. 320 Stellplätze untergebracht. NH werde das Bauprojekt mit ihrer Marke NH ProjektStadt ausschließlich als Eigentumswohnungen entwickeln und umsetzen. Die endgültige Gestalt des Wohnhochhauses solle Ergebnis eines Architektur-wettbewerbs sein.


    Quelle: PM der Nassauischen Heimstätte, gekürzt und bearbeitet

  • Baufeld 22/23

    Meiner Ansicht nach zeigen das Bild mit den Bodenuntersuchungen Baufeld 43 nördlich der Europaallee,
    in der Pressemitteilung ist von Baufeld 22/23 die Rede. Das liegt südlich der Europaalle direkt neben
    den Neubauten zwischen Idsteiner, Schwalbacher und Hattersheimer Straße.


    Auf der Webcam Europaviertel (Richtung Westen) ist tagsüber rege Baggertätigkeit zu sehen. Fast scheint
    es mir, als ob mit dem Aushub angefangen wurde. Kann man auf den Bildern der Webcam aber nicht so
    genau sehen. Vielleicht wurde auch nur das Nivau des Grundstücks an das der Europaalle angeglichen. Ich
    meine mich zu erinnern, dass die Europaalle ca. 1 m tiefer als die Niedernhauser Straße liegt.

  • Hinter dem Stellwerk hat man damit begonnen das Baufeld freizuräumen. Das müsste der Bereich sein wo das "Pariser Quartier" entstehen soll. Entweder wird der Platz zwischdurch für Bauinfrastruktur im Europaviertel genutzt oder es wird demnächst tatsächlich mit dem Projekt begonnen. Hier zwei Schnappschüsse (schon ein paar Tage alt):




    Bilder von mir

  • Das Projekt heißt nun "Le Quartier Parígot" (Webseite) und wird kräftig vermarktet. Baubeginn wird Ende 2011 sein, Fertigstellung 2013/2014. Das Vermarktungsvideo ist zwar etwas kitschig, aber sieht nach einem sehr interessanten Projekt aus. :daumen:


    Etwas heftig finde ich jedoch die Preise je Stellplatz von mehr als 21.000 Euro! Angenommen diese lassen sich zu 100 Euro je Stellplatz vermieten, wäre dies eine Amortisationsdauer von 210 Monaten ohne Finanzierung... Spaßvögel... :)

  • Hinter dem Stellwerk hat man damit begonnen das Baufeld freizuräumen. Das müsste der Bereich sein wo das "Pariser Quartier" entstehen soll. Entweder wird der Platz zwischdurch für Bauinfrastruktur im Europaviertel genutzt oder es wird demnächst tatsächlich mit dem Projekt begonnen.


    Also mir scheint das eine allgmeine Vorbereitung der Grundstücke zu sein, so wie sie auch bei Baufeld 22/23 zu sehen ist.




    Auch nördlich der Europaalle, dort wo bislang die temporäre Straße von der Europaalle zum Messeeingang West
    verlief, wurde die Straße rückgebaut und die Grundstücke 'vorbereitet' (hier der Blick von der Emser Brücke):




    Warum der alte Teil der Niedernhausener Straße komplett 'abgerissen' wurde - Fahrbahn, Parkstreifen, Gehwege, Bäume -
    ist mir ein Rätsel. Weiß hier jemand mehr?




    Dafür grünt die Europaalle umsomehr. Das dürfte ziemlich einmalig sein: Der größte Teil des Straßenquerschnitts ist
    begrünt :) Ich glaube, ich hatte es schon mal geschrieben: Das sieht so aus, als ob der Europagarten bis zur Emser-
    brücke reicht (bzw. bis zum Stellwerksgebäude).




    Alle Bilder von mir.

  • Entwurf aus Gutachterverfahren "Wohnhochhaus Europaviertel"

    NH ProjektStadt hat ein Gutachterverfahren bezüglich der Planung eines Wohnhochhauses ausgerichtet. Einer der Teilnehmer war das Büro Stefan Forster. Die Architekten beschreiben ihren Hochhaus-Entwurf mit anschließender siebengeschossiger Bebauung auf ihrer Website als geschlossene Bebauung im Norden, während nach Süden drei Kämme den Straßenraum definieren. Insgesamt sollen 244 Wohnungen (!) entstehen, die sich alle nach Süden oder Westen orientieren und über großzügige Loggien oder Terrassen verfügen.

    Ich vermute, es handelt sich um das Quartier "Boulevard Mitte" und um das Baufeld 22/23. Den Kauf dieses Baufelds hat das Unternehmen in dieser Pressemitteilung bekannt gegeben. Ich nehme an, dass der Forster-Entwurf ein positiveres Echo hier im Forum hervorrufen wird als die Pläne der NH ProjektStadt für Baufeld 4b. Welche Platzierung die Architekten im Verfahren erreicht haben, ist mir nicht bekannt, sonstige Teilnehmer auch nicht.


    Der Bebauungsplan sieht im westlichen Teil des Baufelds eine Maximalhöhe von 60 Metern vor. Auf Baufeld 43, nördlich davon und auf der anderen Seite der Europa-Allee gelegen, sind ebenfalls 60 Meter zulässig, so dass (auch) an der Ostseite des Europagartens eine Torsituation entstehen kann. Visualisierungen:



    2



    3



    4



    Bilder: Stefan Forster Architekten


    Das sollte das Baufeld sein:



    Grafik: aurelis Real Estate, Foto: Schmittchen

  • Du hast richtig vermutet, zumindest von mir gibt es von mir einen uneingeschränkten Applaus für diesen Entwurf. Vor allem der sparsame Einsatz des rechten Winkels, die helle Fassade in Verbindung mit den Sonnenterrassen hat man selten in FFm gesehen. Das Europaviertel braucht mehr solcher Entwürfe.

  • Auch von mir würde es Applaus geben, käme der Entwurf zur Umsetzung.


    Endlich mal eine andere Formensprache als bei den meisten Europaviertel-Monotonie-Kästen. Für das Viertel wäre der Entwurf sicher ein optischer Gewinn. Und auch für die Bewohner hätte das Hochhaus - trotz sehr hoher Wohnungsdichte - mit seiner Vielzahl von Loggien oder Terrassen Vorzüge. Zumindest die Sonnenanbeter und Skylinefans unter ihnen könnten auf ihre Kosten kommen.

  • Wohn(hoch)haus Baufeld 22/23

    m.E. zeigen die Darstellungen von oben nach unten:


    1.Bild: Blick von der Europaallee, kurz vor dem geplanten Tunnel nach Südosten auf das Haus, nach rechts geht der Fußweg in die Schwalbacher Straße über.


    2.Bild: Blick von der Niedernhausener Straße/Ecke Schwalbacher Straße nach Osten. Rechts die Schwalbacher Straße, nach links die Fortsetzung als Fußweg zur Europaallee


    4. Bild: Niedernhausener Straße, im Hintergrund parallel die Europaallee verlaufend.


    Die Einfahrt zur Tiefgarage wird wohl im östlichen Teil, also an der Hattersheimer Straße liegen, da auf den Darstellungen keine Einfahrten (westlich/südlich/östlich) erkennbar.

  • Wohnbau-Projekt "WestPark1" im Quartier Boulevard Mitte

    Das Wohnhochhaus und das anschließende siebengeschossige Wohnhaus auf dem Baufeld 22/23 werden nach einem Entwurf des Frankfurter Architekturbüros Dietz Joppien gebaut. Das Büro konnte sich in dem am 13. Dezember entschiedenen Gutachterverfahren gegen die Mitbewerber Stefan Forster Architekten sowie Meixner Schlüter Wendt Architekten durchsetzen.


    Der Arbeitstitel des Projekts lautet "WestPark1". Es sind 225 Eigentumswohnungen, Gastronomie und Gewerbe geplant. Auch dieser Entwurf sieht 19 Geschosse vor. Ich gehe daher davon aus, dass die nach dem Bebauungsplan zulässige Höhe von 60 Metern voll ausgenutzt wird. Weitere Informationen aus einer heutigen Pressemitteilung der NH ProjektStadt (Hervorhebungen von mir):


    [INDENT]Die neunköpfige Jury unter Leitung von Prof. Günter Pfeifer (Pfeifer Kuhn Architekten, Freiburg) hatte vor allem die „intelligente städtebauliche Figur“ des Gebäudes am Boulevard Mitte überzeugt, das in Westrichtung zum Europagarten ein Hochhaus-Bauteil mit 19 Stockwerken und nach Osten im zweiten Baukörper sieben Geschosse aufweist. „Die Südfassade des Hochhauses ist mit integrierten Dachterrassen und Balkonzonen abgestaffelt, was den Baukörper nach oben verschlankt. Die Nordfassade ist dagegen leicht geknickt, nimmt damit dem Boulevard die parallele Härte und gibt dem Ende der Bebauung zum Europapark hin die richtige Zäsur“, lobt Prof. Thomas Dilger den Entwurf der Architekten. Neben dem Geschäftsführer des Bauherren Nassauische Heimstätte gehörten der Jury an: Stadtrat Edwin Schwarz; Planungsamtsleiter Dieter von Lüpke; Prof. Rüdiger Kramm (Kramm & Strigl Architekten, Darmstadt); die Stadtverordneten Lothar Stapf und Ulrich Baier; Thomas Reinhard, Vertriebsleiter des Immobilienunternehmens aurelis Real Estate GmbH & Co. KG sowie Peter Klarmann, Leiter Projektentwicklung der NH ProjektStadt.


    Die Nassauische Heimstätte hatte das 5.000 Quadratmeter große Grundstück im September für 17,6 Millionen Euro von der aurelis gekauft. Projektentwicklung und Vertrieb der Eigentumswohnungen wird sie nun mit ihrer Marke NH ProjektStadt vorantreiben. Für den Baubeginn fasst das Unternehmen das erste Halbjahr 2013 ins Auge. Der Entwurf von Dietz Joppien unter dem Arbeitstitel WestPark1 weist eine Bruttogeschossfläche von rund 37.500 qm auf. Im Erdgeschoss sind Läden und Gastronomie vorgesehen, ein überhöhtes Geschoss zur besonders ausgeprägten Nordwestecke des Gebäudes setzt einen architektonischen Akzent. Die Wohnfläche von rund 25.000 m² verteilt sich auf 225 Wohnungen mit Größen zwischen 70 und 130 qm, wobei 2- und 3-Zimmer-Wohnungen einen deutlichen Schwerpunkt bilden. Die Wohnungszuschnitte mit den klaren Zonierungen sind variabel und lassen verschiedene Grundrisslösungen zu. Die beiden großzügigen Treppenhäuser mit der „Etagenlobby“ bilden einen besonderen Beitrag für urbanes Wohnen. Die Gestaltung der Balkonzone bietet darüber hinaus die Möglichkeit, an allen Wohnungen Energiegärten zur solaren Energiegewinnung vorzusehen und in das energetische und räumliche Konzept zu integrieren. In einer zweigeschossigen Tiefgarage werden ca. 300 Stellplätze untergebracht.[/INDENT]


    Ansicht von Norden:



    Von Westen:



    Bei Nacht, auch von Westen:



    Bonus #1: Südwest-Ansicht mit Zeppelin.



    Bild: Dietz Joppien Architekten, Frankfurt


    Bonus #2: Nochmals die Westansicht, jedoch in höherer Auflösung.

  • Schade, dass es der Entwurf von Stefan Forster Architekten nicht geschafft hat. Der hatte Potential, wie es ja auch schon andere Thread-Teilnehmer geäußert haben. Der Siegervorschlag ist zwar alles andere als schlecht, aber im Vergleich doch deutlich "gewöhnlicher" (sorry, mir fällt kein anderes passendes Wort ein).