Belsenpark – Bautagebuch

  • August 2015

    Der Platz hinter Belmundo mit dem wachsenden Wohnhaus - sehnlichst warte ich darauf, dass die Halle links durch ein weiteres Wohnhaus ersetzt wird. Ganz links die Belmundo-Fassade mit Lochblech-Muster, rechts die elegante Steinfassade des Wohnhauses:





    Die Fußgängerzone in der Mitte wird weiter eingerichtet und begrünt:





    Zuletzt habe ich mit einem Bild des Unkraut-Gartens begonnen - inzwischen wurde alles beseitigt, auf dem kleinen Hügel ein paar Bäume gepflanzt. Hier der Garten links, weiter eine schöne Perspektive auf einen Platz zum Erholen und LaVista - Schade nur, dass es keinen Brunnen und keine Wasserfläche gibt, diese fehlen bisher im Belsenpark:





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    Aus den Medien habe ich im Brand in der Notunterkunft in Oberkassel erfahren - diese steht am Südrand des künftigen Parks, die Spuren sind gut sichtbar:





    Die Bausubstanz wirkt verbraucht - es lohnt sich kaum, sie zu renovieren. Sobald die Belegung zurückgeht, sollte man vielleicht die Anlage auflösen. Ich denke, sie könnte einem Neubau weichen, der vielleicht wenige Meter von der Gasse zurückgesetzt sein könnte, dafür dort ähnlicher Höhe wie das benachbarte umgebaute Bürohaus - um 8-10 Geschosse. Falls die Stadt etwas soziales an dieser Stelle wünscht, könnte sie beim Grundstücksverkauf einen Anteil der preisgedämften Wohnungen im Neubau vereinbaren (die gäbe es in den unteren Geschossen - und teurere Wohnungen mit Parkblick darüber).

  • ... Sobald die Belegung zurückgeht, sollte man vielleicht die Anlage auflösen. ...


    Dass die Zahlen bald zurück gehen werden, kann ich mir nicht vorstellen, sie werden vermutlich noch weiter ansteigen.
    Die Flüchtlinge aus Syrien werden auch kaum kurz- oder mittelfristig in ihre Heimat zurückkehren können.


    Die Zunahme der Zahlen an Flüchtlingen und Asylbewerbern wurden übrigens schon vor Jahren vorausgesagt.


    Bis zum Jahrenende sollen laut der Medien ca. 6.000 Flüchtlinge und Asylbewerber allein in Düsseldorf leben;
    die Menschen werden wetterfeste Unterkünfte benötigen; Zelte sind langfristig kaum für eine Unterbringung geeignet.


    Für den Eigentümer der Immobilie kann übrigens auch die Vermietung dieser Immobilie an die Stadt als Unterkunft rentabel sein.

  • ^ Mir ist bewußt, dass es noch ein paar Jahre dauern kann - hoffentlich wird in dieser Zeit die Vorstellung aufgegeben, jedes Oberkasseler Grundstück möglichst nur viergeschossig bebauen zu wollen. Während es östlich vom Belsenplatz schützenswerte historische Ensembles gibt, westlich davon ist kaum etwas harmonisch gewachsen.


    Ein Beitrag zum Lernen von anderen Städten - Stuttgart-Nord ist ein gehobener City-naher Bezirk, ähnlich wie Oberkassel. Dennoch wird gerade das 75 Meter hohe Wohnhochhaus Skyline Living errichtet buchstäblich 100 Meter Luftlinie von mehreren Einfamilienhäusern. Hier ist von 8-10 Geschossen die Rede in einer Umgebung, die bereits mehrgeschossig ist.


    Noch ein möglicher Standort für ein ähnlich hohes Gebäude - die öden Bauten zwischen dem Ex-Bahnhof und Belmundo. Vor ein paar Monaten ergoogelte ich ein Zeitungsinterview, in dem eine Künstlerin fürchtete, dass dort ein Wohnhaus gebaut wird - bei fehlenden Wohnungsbaustandorten eine mE recht egoistische Einstellung. Dort würde es bestimmt Gewerbeflächen im EG geben, die auch eine Kunstgalerie mieten darf.
    Bei dieser exponierten Lage müsste es dort eine ganz besondere Architektur geben. Besser ein paar Geschosse mehr und etwas einmaliges als der übliche Nicht-so-hoch-Kompromiss in der Form einer 0815-Kiste.


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    Die oberen Geschosse der LeMarron-Südseite sind von der angrenzenden Gasse kaum sichtbar, viel besser kann man die Fassaden von einem der Hinterhöfe in der Nähe sehen. Viele Wohnungen wirken bereits bezogen:



  • September 2015

    Der Platz vor Belmundo war mehrere Monate eingezäunt, jetzt wurde er offiziell zur Nutzung freigegeben. Rechts sieht man die neue Bushaltestelle:







    Gut, dass es in dieser Fußgängerzone feste Bäume gibt - wenn man darüber denkt, dass welche in der Schadowstraße weiterhin ungewiss sind. Das neue Wohnhaus bekommt das Staffelgeschoss:





    Bäume gibt es jetzt auch im Mini-Park westlich von LeMarron:





    Die Ex-Tankstelle an den Heinrich-Heine-Gärten in ähnlicher Optik wurde abgerissen. Kann jemand ernsthaft diese Baracke vermissen?





    In freudiger Erwartung des Abrisses habe ich bereits die Wandmalerei auf der Westseite festgehalten:





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    10.09: Hier wurde schon mal nach dem Park in der Quartiersmitte gefragt. Dieser wird noch nicht angelegt, doch sein bisher von Baucontainern & Co. belegter östlicher Teil wurde freigegeben und aufgeräumt - sichtbar vorne. Im Hintergrund die Neubauten, darunter ganz rechts das noch entstehende Wohnhaus:



  • Oktober 2015

    Das neueste Wohnhaus scheint als Rohbau fertig zu sein, es werden bereits Fenster eingesetzt:





    Die Fußgängerzone ist fertig gepflastert, mit Bänken und Bäumen ausgestattet - das urbane Leben scheint auch bereits da zu sein:







    Die eleganten Hauseingänge von LeMarron wirken gleichzeitig klassisch und modern - genau die richtige Mischung für Oberkassel:



  • Es ist nicht witzig, wie der halb scherzhaft gemeinte Name eines Flohmarktes und eines Cafés in einem alten Güterbahnhof inmitten einer Brache in einem damals etwas angegammelten Teil Derendorfs noch Jahre später Gebäudenamen in der ganzen Stadt beeinflusst? Aus Les Halles wurde durch einen Immobilienentwickler der Deutschen Bahn das Quartier Central, daraus wurde viele Bauprojekte mit französischen Namen und daraus wurde ein Trend bis nach Oberkassel vulgo Heert.

  • Dezember 2015

    Der Platz östlich von Belmundo war längere Zeit umzäunt, jetzt wurde er offiziell freigegeben, an der Ecke ist ein Cafe eingezogen - mit mediterranem Flair:







    Das neue Wohnhaus hat bereits etliche Fenster:



  • April 2016

    Das Wohnhaus am Südrand des Areals kriegte offenbar bereits Naturstein-Fassadenverkleidung:





    Es scheint, inzwischen werden Erdarbeiten für den Park durchgeführt. Auf dem nächsten Foto im Hintergrund links das Haus mit der teuersten Wohnung der Stadt (über eine Mio. EUR teurer als am Mannesmannufer):







    Hier sieht man im Hintergrund Better Living an der Schanzenstraße - noch nicht gezeigt, nachdem die Häuser bezogen wurden. Die etwas extensive Pflasterung vorne erschliesst eins der Wohnquartiere nördlich vom Park:





    Die Innenhöfe wurden bisher mangels Zugang nicht gezeigt, hier der des westlichen Wohnblocks - zugänglich nur durch den schmalen Gang auf dem nächsten Foto. Die meiste Fläche entfällt auf Privatgärten der EG-Wohnungen, dennoch wirkt der aufblühende Garten wunderschön:









    Die öffentliche Fläche zwischen diesem und dem benachbarten Wohnblock - auch hier wurde vielleicht etwas zuviel gepflastert:



  • Mai 2016

    Das neue Wohnhaus wurde entrüstet, die Nordfassade mit Naturstein wirkt hochwertig - auch wenn sie noch nicht ganz fertig ist. Mehrere Wohnungen wurden bereits bezogen. Die blinden Wände schreien geradezu nach weiteren Bauten, die man anbauen würde:







    Im künftigen Park werden Gruben ausgehoben - laut Planung ist dort ein Teich vorgesehen, von dem ein Kanal ausgehen soll:





  • Juni 2016

    Das öfters gezeigte neue Wohnhaus scheint fertig und bezogen zu sein - die EG-Terrassen wurden mit Hecken abgeschirmt:







    Die Grube für den Teich im künftigen Park wurde ausgehoben - in der Nähe sieht man Betonfertigteile, mit den wahrscheinlich die Ufer befestigt werden. Die Befüllung mit Wasser erfolgt vorzeitig und spontan, durch den Regen:





  • August 2016

    Im künftigen Park werden derzeit Wege angelegt:





    Am Parkrand sieht man immer wieder Vierer-Gruppen der Pflastersteine mit einem Metalstück in der Mitte - vermutlich für von unten beleuchtete Bäume?





    Die helle Fläche hinten soll vielleicht ein Spielplatz sein - muss ich demnächst von der anderen Seite betrachten:





    Im Osten wird es einen Teich geben - die Betonwände sind bereits fertig:





    In den großen Behältern in der Fußgängerzone gibt es neben den Bäumen wie Unkraut wirkende Bepflanzung - diese soll vermutlich an freie Natur erinnern:





  • In den großen Behältern in der Fußgängerzone gibt es neben den Bäumen wie Unkraut wirkende Bepflanzung - diese soll vermutlich an freie Natur erinnern:


    Da es doch gepflanzt wurde, ist es doch kein Unkraut, also nicht unerwünscht. :)
    In der freien Natur gibt es auch kein Unkraut, der Name sagt es doch schon. ;-)

  • Am Parkrand sieht man immer wieder Vierer-Gruppen der Pflastersteine mit einem Metalstück in der Mitte - vermutlich für von unten beleuchtete Bäume?


    Für mich sieht das eher aus wie Bewässerungsöffnungen.

  • Rheinbahn-Grundstück

    Nach Umzug der Rheinbahn in ihr neues Verwaltungsgebäude wird auf dem Grundstück ein Neubau mit fünf Vollgeschossen sowie einem Staffelgeschoss entwickelt. Ankermieter ist die HSBC. RKW zeichnen sich für den Entwurf verantwortlich.
    Aus meiner Sicht ein - durch die betonten Horizontalen - sehr großzügiger Entwurf im eher kleinteiligen linksrheinischen. Die Fassade soll lt. RP-Artikel aus 'Klinker und Glas' bestehen. Im zu schlecht aufgelöstem Rendering sieht das eher nach einer Metall-Oberfläche aus. Ich hoffe, dass dieses Projekt - neben den anderen Neubauprojekten in unmittelbarer Nähe - endlich zu einer ernst gemeinten und radikalen Neugestaltung des Belsenplatzes führt!
    Mit Huawei, Vodafone und der HSBC wären somit drei echte Schwergewichte in Neubauten im linksrheinischen zu finden.



    Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/st…u-in-heerdt-aid-1.6174837

  • Ich hoffe, dass dieses Projekt - neben den anderen Neubauprojekten in unmittelbarer Nähe - endlich zu einer ernst gemeinten und radikalen Neugestaltung des Belsenplatzes führt!


    Der Belsenplatz ist relativ weit weg (350m) vom Rheinbahnhaus: https://www.google.de/maps/dir…2!1d6.7440987!2d51.234003
    Die Bebauung um den Belsenplatz herum hat sich seit Jahren nicht groß verändert, die Häuser sind teilweise 100 Jahre alt und die Verkehrsführung lässt auch keinen großen Spielraum für Neugestaltungen.
    Auch wenn der Platz "Belsenplatz" heißt, ist er eigentlich "nur" ein Verkehrsknotenpunkt und wird es wohl auch bleiben....

  • Belsenplatz

    ^ Leider habe ich die Rheinische Post von gestern erst heute gelesen und dadurch auch diesen RP-Online-Artikel gefunden:
    http://www.rp-online.de/nrw/st…lsenplatzes-aid-1.6171789
    Es gibt seit 2009 Diskussionen über einen Umbau des Belsenplatzes.
    Letztes Ergebnis ist ein Konzept der Stadtteilpolitiker von Oberkassel (in den Oberkassel-Thread gehören eigentlich auch die Beiträge von philmo1 und mir, da sie ja nichts mit dem Belsenpark zu tun haben) von Anfang 2016 ist der Bau von Hochbahnsteigen.
    Auch die Vorschläge des "Verkehrs- und Verschönerungsvereins" http://www.vvv-linksrheinisch.de/?q=node/42 beschäftigen sich hauptsächlich mit der Verkehrssituation (bis aus den neuen Platz vor dem Brauhaus).