Beiträge von philmo1

    Laut RP Online plant die Kunstakademie einen "spektakulären" Anbau mit einer "kreativen Idee" zur Erhalt der Bäume. Folgendes Rendering wird gezeigt:



    Ich halte den Vorschlag für so stümperhaft, dass sich eine ausgewogene Sachkritik kaum lohnt. Der respektlose Umgang des vorgeschlagenen Baus mit dem Bestand und die konzeptlosen Fassadeneinschnitte – man stelle sich die beiden Stellen einmal ohne die Bäume vor – sind zum Kopfschütteln.


    Gibt es hier andere Meinungen?

    Mein Favorit bleibt der Standort am Rhein/Medienhafen. Das wäre ein echter Knall mit großer Wirkung.


    Der neu vorgeschlagene Standort an der Kö schafft es allerdings aus dem Stand auf Platz 2 meines Rankings 👍

    Dekoration (Bäume, Wiesen, Mobiliar) nach dem Motto "Unser Dorf soll schöner werden", werten einen Platz wie diesen nicht auf. Plätze müssen in adäquaten Kontexten in die Stadt-Struktur eingebettet sein. Ein paar Bäume und Grünflächen machen den GGP nicht zum Naherholungsraum im Stile des Rheinufers o.ä.

    Die Fläche steht nunmal in Konkurrenz zu Altstadt, Rhein und Kö – dein imaginierter Café-Park-Plaza im Hinterhof von TK Maxx und Primark ohne Beziehung zu bestehenden Passantenströmen hätte einen schweren Stand.

    Preise ergeben sich im Markt durch Angebot und Nachfrage. Geht man von einer strukturellen, angebotsseitigen Unterversorgung des Segmentes höherpreisiger Wohnungen (getrieben bzw. verstärkt durch ein überproportionales Angebot von preisgedämpften Wohnungen) aus, so wirkt sich das preistreibend aus - aber immer über den Gesamtmarkt, nicht innerhalb eines Projekts.

    Ein Neubau im Hafen wäre sicherlich ein großer Wurf für die Entwicklung der Stadt – insbesondere dafür, den Hafen weiter in das städtische Leben einzubinden und ihm somit das Etikett der "Randlage" (mamamia) zu entziehen.

    Dafür braucht es jedoch abseits eines potentiellen Opernbaus eine mutige und konsequente städtebauliche Weiterentwicklung. Eine erste große Chance dafür ist mit dem Entscheid für die biederste Variante der Landtagserweiterung vergeben.


    Die überschätzte Hamburger Lokalkposse "Elbphilharmonie" sollte jedenfalls nicht als Analogie herhalten.

    Lt. heutiger Meldung im Deal-Magazin hat die CENTRUM Gruppe das Gebäude am Schadowplatz 18 erworben und plant "das Geschäftshaus jetzt neu [zu] entwickeln, insbesondere die Fassade des achtgeschossigen Gebäudes [soll] umfassend modernisiert und der Attraktivität der Lage angepasst [werden]. Zudem [sei] vorgesehen, im Erdgeschoss hochwertigen Einzelhandel auf einer Verkaufsfläche von rund 100 Quadratmetern unterzubringen."

    Der Siegerentwurf greift – durch die abfallenden Gebäudehöhen (und Dachlininen), sowie die sich am Brückenverlauf orientierenden Positionierungen der Einzelgebäude – die durch die Knie-Brücke gegebene Dynamik gekonnt auf und bettet sich angemessen in die räumlichen Situation ein.


    Das ist ein maßgeblicher Unterschied zu den konkurrierenden Entwürfen wie (insbesondere) dem zweitplatzierten.

    Korrekt. Ich gehe auch davon aus, dass der Investor genau diese Situation antizipiert hat. Sicherlich gibt es seit langer Zeit Hintergrundgespräche zu den Planungen.


    Die Einschätzung, ein 100+ Meter Gebäude sei an dieser Stelle nicht passend, Teile ich nicht. Diese Stelle ist wie geschaffen für einen mutigen architektonischen Aufschlag. Düsseldorf hat an der Ecke Berliner Allee / Schdowstraße nun wirklich nichts zu verlieren.

    RP-Online berichtet, dass die Pläne für den Calatrava-Turm in einem politischen Gremium abgelehnt worden seien. Die Dimensionen des Projekts seien "unpassend".

    Eine Position, die sich mir - im direkten räumlichen Kontext zum "Riesen" Dreischeibenhaus - nicht erschließt.

    Ich finde das Hochhaus an dieser Stelle zu massiv. Es stört die neue Sichtachse zum Immenhoftal, Schauspielhaus.

    Interessanter Punkt. Könntest du das ein wenig mehr ausführen? Ich erinnere mich daran, im gleichen städtebaulichen Kontext dieses Argument schon gehört zu haben.

    Welche Sichtachse ist genau gemeint? Kannst du das in Hinblick auf Standort des Betrachters und Verlauf der Achse weiter ausführen?

    Es gibt einen (imho herausragenden) Entwurf, einen schlagkräftigen und standorterfahrenen Projektentwickler und eine aktive Kommunikationspolitik in Richtung Öffentlichkeit und Politik.

    Als reines "Wunschdenken" würde ich das nicht mehr bezeichnen.

    Ich kann nur hoffen, dass im Zuge der Neugestaltung des KAP und des Umbaus des Empfangsgebäudes die unsäglichen Nachkriegsbauten auf der Westseite des KAP ausnahmslos verschwinden und durch angemessene Gebäude ersetzt werden.


    Wer sich alte Aufnahmen des Bahnhofsvorplatzes anschaut, sieht, dass die ursprüngliche Bebauung deutlich repräsentativer und ambitionierter war. Es war Architektur für das Entree einer Stadt, wenn auch mit einer etwas überladenen und bisweilen schwülstigen Gestaltung - das war halt der Geschmack der wilhelminischen Epoche.

    Könntest du auf diese "alten Aufnahmen des Bahnhofsvorplatzes" verlinken?

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    Menschen kann man beleidigen, Dinge nicht. Auf die Gebäudeästhetik bezogene Äußerungen sind wohl in den seltensten Fällen als Beleidigungen zu qualifizieren.

    Ein Forum ist - schon im etymologischen Wortsinn - der Ort für das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Meinungen. Dein Versuch eine ungeliebte Meinung zu unterdrücken widerspricht der Funktion des Forums. In diesem Sinne: "Hör gefälligst endlich auf damit!!!".

    Schöne Planung!
    Wichtig ist, dass das Gebäude an der Zungenspitze als Landmark-Building begriffen wird, auch wenn das Pier One dessen Sichtbarkeit beschränken wird.


    Die Grünflächenplanung sollte außerdem den Ort nicht als herkömmlichen Park verstehen, sondern die Dynamiken rund um die Themen "Flussbad"/Badeschiff und City-Strand aufnehmen.

    Deutsche Städte sind eben deshalb so lebenswert, weil es (meist) keine Hochhäuser gibt.


    Wärst du in der Lage, dies argumentativ weiter auszuführen?