Infrastrukturprojekte

  • ^ Ich hoffe, dass die Mutti aus Groß Vahlberg künftig einfach ein Flugzeug vom Asse-International-Airport zum Braunschweig-International-Airport nehmen kann (ich halte es nämlich für unzumutbar, dass Leute aus dem Landkreis Wolfenbüttel bis in den Norden Braunschweigs fahren müssen, um Anschluss an den globalen Luftverkehr zu bekommen). Von dort kann sie per Hyperloop in die Braunschweiger City fahren – wo ihr dann unterbeschäftigte Rettungssanis und Feuerwehrleute die Kinder/Weihnachtseinkäufe tragen, denn die müssen selbstverständlich an jeder Straßenecke stationiert sein, damit "die Hilfe nicht zu spät kommt". So sieht die kinderfeundliche Verkehrspolitik der Zukunft aus!

  • ^ Ich hoffe, dass die Mutti aus Groß Vahlberg künftig einfach ein Flugzeug vom Asse-International-Airport zum Braunschweig-International-Airport nehmen kann[...]



    Architektenkind & andere: Es tut der Lesbarkeit des Forums keinen Gefallen, ständig auf den Visionen/Meinungen von Braunschweiger zynisch, sarkastisch oder sonstwie albern zu antworten. Die meisten Beiträge, die ich heute gelesen habe waren schlichtweg überflüssig und ohne Information. Eigentlich lese ich hier gerne und schreibe auch hinundwieder, aber so macht es keinen Spaß mehr. RESPEKT auch dem gegenüber, der Meinungen vertritt, die einem nicht passen, wünsche ich mir. Vermeintlich unsinnigen Beiträgen begegnet man mit "Ignore" am besten und bleibt bei der Sachlichkeit.



    Und nebenbei: Im Kern hat Braunschweiger recht und drückt das aus, wie die Mehrheit der Menschen eben noch tickt: Da ist eine Familie, die will zum Shoppen in die Stadt. Menschen sind bequem. Menschen sollen viel einkaufen. Diese Menschen treffen einfache Entscheidungen: Wo kann ich möglichst nah am Geschäft mit meinem Auto (leider zu oft der gepanzerte SUV) parken? Nicht in der Braunschweiger Innenstadt? Dann fahre ich eben nach Magdeburg, Hannover, WOB (Outlet), ....Oder bestelle ich doch lieber Online? Warum wird P&R kaum angenommen? Weil der Kunde seine Pakete noch nicht mal den relativ kurzen Weg derart transportieren will. Wer diese Bedürfnisse ignoriert oder durch Verkomplizierung der individuellen Mobilität beeinflusst, muss sich über tote Innenstädte nicht wundern. Bevor ich Infrastruktur verändere, muss ich den Menschen verändern, oder zumindest beides zusammen.



    Allen ein Frohes Fest :)

  • Können Sie mir bitte kurz erläutern wo Information - und eben nicht Meinung - in Ihrem Beitrag enthalten war?


    79% der Deutschen wünschen sich weniger Autoverkehr in ihren Städten und Gemeinden. Ich denke daher nicht, dass Braunschweiger ausdrückt, wie die Mehrheit der Menschen tickt und seine Vorschläge einen Beitrag zu einer Stadtentwicklung wären, wie sie sich die überwältigende Mehrheit der Deutschen wünscht.

  • Natürlich ist es nicht unzumutbar, mal ne Runde Bus zu fahren, ich fahre jeden Tag mit Bus und Bahn... Und meine Weihnachtseinkäufe mach ich auch nur so... Aber was Braunschweiger schreibt ist in keinster Weise lächerlich oder realitätsfremd, von daher sind eure Reaktionen schon ziemlich peinlich...


    Stellt euch doch mal ins Parkhaus der Schlossarkaden, alle Plätze belegt, Tag für Tag.. Die Leute fahren aus ihrer Garage vorm Haus direkt in die Schlossarkaden rein, drehen dort ihre Runden, packen die vollen Tüten und Taschen in den Kofferraum und fahren von dort wieder zurück nachhaus, ob das nun in einem Braunschweiger Stadtteil, Vorort oder irgendwo mitten im Landkreis liegt. Das sind zum größten Teil Leute, die nie auf die Idee kommen würden ihr Auto stehen zu lassen und in einen Bus zu steigen (Ja für viele ist das sogar Unvorstellbar..). Ich durfte sogar schon erfahren, dass es tatsächlich Leute gibt, die nicht mal wissen wie man Bus fährt und wo die Busse langfahren... Die Leute kennen ja häufig nur den Weg zu den Schlossarkaden und wissen noch nicht mal was drumherum existiert... Viele Leute sind nicht bereit auf diese Bequemlichkeit und diesen Komfort zu verzichten. Da kann die Straßenbahn noch so oft fahren und Stadtplaner von einer verkehrsfreien Innenstadt träumen...


    79% der Deutschen wünschen sich weniger Autoverkehr in ihren Städten und Gemeinden.


    Spannend, und wieviele von diesen "79% der Deutschen" lassen tatsächlich jeden Tag ihr Auto stehen? Und wieviele davon haben einfach nur davon geträumt, endlich nicht mehr mit dem eigenen Auto ständig im Stau zu stehen, sondern freie Fahrt zu haben?

  • Ich kann feststellen


    1. Wenn man Fakten und Zahlen nennt und diese glaubhaft und überprüfbar belegt, werden sie hinterfragt, bzw. "missverstanden". Dass sich der Großteil der Deutschen weniger Autoverkehr wünscht, bedeutet natürlich nicht, dass sie tatsächlich gar nicht mehr Auto fahren wollen. Die Zahl der Deutschen, die nie Auto fahren ist in der zitierten Studie zu finden, sie beträgt 9%. 37% nutzen den PKW täglich der Rest hat eine Nutzung, die in ihrer Häufigkeit dazwischen liegt. Klar wird dadurch, dass auch ein großer Teil der täglichen Autofahrer sich weniger Autoverkehr wünscht. Die Hintergründe sind mir nicht bekannt, die kannst du jenseits von Spekulationen selber recherchieren.


    2. Widerlegt man eine unhaltbare These kommt gleich die nächste. So soll das Parkhaus der Schlossattrappe täglich voll sein. Bis auf den letzten Platz. Stand heute am Freitag vor Weihnachten gegen 17h30 ergab sich eine Auslastung dieses Parkhauses von ca. 90%. Die Auslastung war in allen anderen Parkhäusern deutlich niedriger, beginnend bei ca. 60%. In jedem der Parkhäuser und Tiefgaragen hätte die Mutti aus Groß Vahlberg einen Stellplatz gefunden. In jedem. Das kann natürlich die seltene Ausnahme sein, aber warum sollte ausgerechnet heute, kurz vor Weihnachten der einzige Tag sein, an dem das Parkhaus nicht voll war? Ist wohl eher anders herum gell?


    Die Auslastung der Parkhäuser ist online einsehbar.



    Inhaltlich ist es für mich zweitrangig, ob es eine Gruppe Menschen gibt, die aus Gründen der Bequemlichkeit oder ihrer Kompetenz den ÖV betreffend nicht bereit sind auf den PKW zu verzichten. Stadt- und Verkehrsplanung orientiert sich glücklicherweise nicht an Partikularinteressen, sondern an einem sinnvollen Ausgleich der Interessen aller und dem Erhalt von Umwelt und Lebensgrundlagen. Es gibt Mehrheiten in Deutschland und in Braunschweig, die die Exzesse der autogerechten Planung wieder heilen wollen. Diese Mehrheiten sind deutlich und breit über alle Gesellschaftsschichten verteilt. Daher halte ich eine weitere autogerechte Fehlplanung der Innenstadt durch den Bau neuer Großgaragen weder für inhaltlich sinnvoll (weltfremd trifft es besser), noch gesellschaftlich gewollt, oder politisch umsetzbar.

  • 1. Wenn man Fakten und Zahlen nennt und diese glaubhaft und überprüfbar belegt, werden sie hinterfragt, bzw. "missverstanden".


    Sorry, aber irgendeine Umfrage mit Momentaufnahmen von Wünschen einer Auswahl von Personen sind für mich keine Daten und Fakten und nicht repräsentativ, sondern einfach nur Illusion...


    Genauso wie irgendwelche berechneten Prognosen...


    2. Widerlegt man eine unhaltbare These kommt gleich die nächste. So soll das Parkhaus der Schlossattrappe täglich voll sein. Bis auf den letzten Platz. Stand heute am Freitag vor Weihnachten gegen 17h30 ergab sich eine Auslastung dieses Parkhauses von ca. 90%.


    Ganze 10% frei.. Grins. Dieser hohe Leerstand erschlägt mich jetzt aber..
    Nun dann wird halt das letzte Parkdeck noch Platz haben, aber man fängt ja bekanntlich unten an...


    Deinen Fakten und Zahlen nach, dürften dort jedoch nur 21% belegt sein... (Denn 79% wünschen sich ja bekanntlich weniger Autoverkehr). Merkst vielleicht selbst, dass hier Illusion und Realität nicht zusammenkommen....
    Wem widerspricht das also wohl mehr?

  • Ich möchte hier nochmal ausdrücklich bitten, die 'Mutter aus Groß Vahlberg' nicht ins Lächerliche zu ziehen. Wir sollten Achtung vor denen haben, die sich gerne und liebevoll um die Kinder der Gesellschaft kümmern und ihnen beste Lebensvoraussetzungen ermöglichen möchten.



    Es geht hierbei nicht nur um die ständig betonten Einkaufsbummel, sondern auch um musikalische Belange (Musikunterricht), Malkurse, kulturellen Austausch, Sprachkurse, Sportunterricht etc., die im Zentrum von Braunschweig angeboten werden und dadurch unsere Innenstadt für Auswärtige attraktiv machen.


    Diese tollen Möglichkeiten sollten gut, komfortabel und schnell erreichbar sein - auch bei starkem Regen.

  • Die Studie wird vom Umweltbundesamt seit 2010 alle zwei Jahre durchgeführt. Die Ergebnisse sind stabil mit leichter Tendenz zu einem stärker vom Autoverkehr weg führenden Verhalten und Wünschen in gleicher Richtung. Sie wird von Infratest dimap auf wissenschaftlicher und repräsentativer Basis durchgeführt. Die Methodik kann eingesehen werden.


    Wieso sollte die Belegungsquote des Parkhauses identisch sein mit der Zahl der Menschen die sich nicht weniger Autoverkehr wünschen?

  • Das sind zum größten Teil Leute, die nie auf die Idee kommen würden ihr Auto stehen zu lassen und in einen Bus zu steigen (Ja für viele ist das sogar Unvorstellbar..). Ich durfte sogar schon erfahren, dass es tatsächlich Leute gibt, die nicht mal wissen wie man Bus fährt und wo die Busse langfahren...


    Mag sein, dass solche bornierten Zeitgenossen in nicht zu knapper Zahl durch die Welt laufen. Aber sollte man an deren Beispiel die Zukunft der Städte ausrichten? Wohl kaum.

  • Mit Verlaub und bei allem Respekt - meine Beiträge waren beispielsweise stets durch recherchierbare Daten oder genannte Quellen belegt und somit verifizierbar !


    Das Einzige was bei Braunschweiger jemals belegbar war sind beispielsweise verlinkte Zeitungsartikel über die allgemeine Wohnungsknappheit und allgemeine Darstellungen über Defizite im ÖPNV Infrastruktur etc.


    Niemals jedoch wurde z.B. Bezug genommen auf projektierte Vorhaben von diversen Seiten, privat oder städtisch initiiert, die innerhalb weniger Jahre 6000 Wohneinheiten und mehr schaffen und BS damit keinesfalls als die dramatisch die aktuelle Wohraumsituation unterschätzende Stadt mit dramatischen Konsequenzen vor sich hin dümpelnd ist ! Keine der entsprechenden Reaktionen wurde in die Argumentation auffgenommen - es blieb bei der Katastrophe in BS auf die keiner reagiert ! Dabei ist BS nachweislich in einer sehr guten Position was die Schaffung und Genehmigung von Wohnungsbau angeht und welche Stadt in der Größe von BS baut und plant denn derzeit zwei komplette Stadtteile neu?


    Das heisst mitnichten, dass die Lage entspannt ist aber die absolute Katastrophe in die man offenen Auges ohne zu reagieren rennt ist es nun eben auch keinesfalls! Dieses wird jedoch ignoriert und weiter Polemik betriebenund dabei Äpfel und Birnen durcheinander geworfen, weil die Stadt - um nur mal ein Beispiel zu nennen - nicht dafür sorgt das private Eigentümer am Bohlweg ihre Speukaltionsgewinne in ihre Gebäude investieren - wofür es aber schlichtweg keine rechtliche Handhabe gibt.


    In Dutzenden Anfragen und Posts hier haben ich und andere immer und immer wieder um Daten Fakten Studien Quellen gebeten für getroffene Aussagen bzgl. z.B. des kostengünstig möglichen massiven Ausbaus des Flughafens BS und dessen Wirtschaftlichkeit, über den immer wieder erwähnten massiven Kaufkraftabfluss aus BS aufgrund akuten Parkplatzmangels, und anderer Dinge.


    NICHT EINER dieser Posts wurde beantwortet und Zahlenmaterial oder Quellen benannt - NICHT EINE EINZIGE !!!


    Es bleibt immer bei allgemeinen Darstellungen akuter Missstände, welche aktuelle Planungen, Daten und Fakten in der Darstellung weitgehend ignorieren, sich darauf beziehende Antworten durch Wiederholung selbiger Phrasen ebenfalls ignorieren und schlichtweg belastbare Daten als Beleg GRUNDSÄTZLICH verweigern und stattdessen mit blumigen Fallbeispielen die Dramatik noch künstlich überspitzt mit ggf auch ungewollter Komik und Ironie der Realität enthoben wird.


    Wie bitte soll man da nach derart langer Zeit und nach allen möglichen Versuchen und Diskussionsansätzen reagieren wenn sich jemand immer auf die gleiche Weise einer faktenbasierten Auseinandersetzng mit derartigen Stilmitteln IM GRUNDSATZ total entzieht ?


    Ich werde auf derartige Beiträge nur noch sachlich antworten und etwas auch sachlich erwidern wenn diese Beiträge auch nachvollziehbare und verifzierbare Daten als Basis haben - andernfallls - mit Verlaub - muss es gestattet sein mit derselben Ironie zu antworten mit der auch etwas in die Welt gesetzt wurde!

  • 2019 werden knapp 61 Millionen Euro in Infrastrukturprojekte fließen. Zentrale Projekte sind der Bau der Stadtstraße Nord, um das Wohngebiet der Neuen Nordstadt erreichbar zu machen oder der Abschluss der Baumaßnahmen auf dem Rebenring. Insgesamt sind 36 Projekte in der Planung. Die Brückenneubauarbeiten am Autobahnkreuz Braunschweig-Süd starten erst 2020.
    https://www.braunschweig.de/po…/nachrichten/tiefbau.html

  • Intressant ist die Gewichtung der Maßnahmen:


    BSNetz: 28,4 Mio
    Verkehrs-GmbH: 2,7Mio
    Rest: 29,9Mio
    Davon:
    Radprojekte: 0Mio
    Autoprojekte: 29,9Mio


    Von dem Teil, der also nicht Medien unter der Erde sind, gehen keine 10% in den Erhalt der Stadtbahnstrecken, bei ca. 14% Anteil am Verkehr. Unter den genannten Projekten finde ich nicht eines, bei dem ich eine Förderung des Radverkehrs erkenne. Ich halte diese Verhältnisse nicht für angemessen. Gelinde gesagt.


    Und sollte das anders sein, weil ein Großteil in das Ringgleich fließt oder so ähnlich, sollte die Verwaltung mal ihre Kommunikation überdenken.

  • Vielleicht gibt es für Radprojekte anderweitige Förderung oder zurzeit muss nichts restauriert werden.


    Eine Straßenreparatur ist natürlich teurer. Dabei sind z.T. auch Fahrradwege enthalten.

  • Vor allem die marode Sonnenstraße sollte schon seit Jahren renoviert werden und es tat sich bis heute nichts - ähnlich am Radeklint.



    Am Hagenmarkt müssten jetzt Ende Feburar Ergebnisse präsentiert werden.

  • BS weiterdenken

    Derzeit beschäftigen sich einige überregionale deutsche Printmedien mit der Mobilität in Innenstädten.



    Dazu eine Auswahl:



    https://www.welt.de/wirtschaft…rwaltungsbuerokratie.html




    -> Das 'Lastenfahrrad' ist scheinbar nicht die einzige Lösung.



    https://www.welt.de/wirtschaft…-gegen-den-Leerstand.html




    -> Die Masse möchte weiterhin mit einem Auto in eine Innenstadt fahren (der Antrieb erst einmal ausgeklammert).

  • Hier geht es zur Präsentation des aktuellen Verkehrsgutachtens zum Hagenmarkt: Klick!


    Ich sehe da zwar einen Gewinn, durch Wegfall von Fahrspuren und des Linksabiegers aus der Casparistraße, aber da wäre weit mehr drin gewesen. Zahlreiche Mängel und Verschlechterungen für Rad- und Fußverkehr, Konflikte zwischen Stadtbahn und abbiegenden, größeren Fahrzeugen, inkonsistente Lösungen etc. Leider hält man an der aktuellen Gleislage fest, obwohl diese immer nur als Provisorium verkauft wurde. Man hat jetzt genau das, was man verhindern wollte: Die Gleise wurden in einem unglücklichen Zustand saniert, ohne eine Vision für den Hagenmarkt zu haben und ersticken jetzt jede Idee im Keim. :nono:

  • Daran möchte ich anknüpfen. Es ist schön, dass sich einige Planer Gedanken machen. Ich denke aber, es sollte ein zweites Gutachten von einem weiteren Konsortium geben, um daraufhin abzuwägen und in eine Diskussion zu treten.



    Alles auf die Ampelschaltung zurückzuführen, lässt noch viele Fragen offen (z.B. Schaffen es Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge in Staumomenten zügig zum Einsatzort oder wirkt dann eine Spur blockierend?).
    Die Skizze zeigt auch, dass sich im Grunde nicht viel verändert.



    Darüber hinaus lässt sich auch über die kleine, neu gewonnene Randfläche argumentieren- genauer- ist da überhaupt ein Mehrwert oder eher ein Mehraufwand?