Beiträge von Dvorak

    Kein Anlieger, sondern nur einer der beiden Mieter "schlägt Alarm". Die Maßnahme war mit dem AAI abgestimmt, der vertritt die Innenstadtkaufleute.


    Ich hoffe, die Politik stützt das Vorgehen der Verwaltung.

    Die Entwicklung eines Rahmenplanes für ein riesiges Stadtentwicklungsgebiet (Bahnstadt) und die Entwicklung des Bahnhofsvorfelds würde ich nicht zusammenpacken. Das wird auch innerhalb der Verwaltung nicht als ein Projekt behandelt, es sind zwei verschiedene Planungsebenen (Stadtumbau/Stadtentwicklung), wird von verschiedenen Akteuren und Planern bearbeitet und hat vollkommen unterschiedliche zeitliche Rahmenbedingungen. Das einzige was beide gemeinsam haben ist der Zusammenhang zum Hauptbahnhof. Dieser ist aber gleichzeitig die stärkste räumliche Zäsur die wir in der Stadt haben (neben der Westtangente vielleicht). Es gibt kaum zwei Areale die stärker von einander getrennt sind, als diese beiden. Die Verbindung der beiden Gebiete beschränkt sich auf fünf Tunnel/Brücken.


    Möchte dafür plädieren, dass nicht zu ändern. Für viel kleinere Projekte gibt es auch verschiedene Diskussionen. Hier werden die beiden größten Projekte zusammengelegt. Ich stelle mir das doch eher unüberischtlich und schwer nachzuverfolgen vor.

    Die Frage nach Parkraum, insbesondere für Anwohner ist rechtlich abschliesend geklärt. Es gibt keinen Anspruch auf Parkraum. Der Parkraumbedarf ist auf dem eigenen Grundstück abzusichern. Dies ist Voraussetzung für eine Baugenehmigung.

    Parkstände im öffentlichen Raum sind in erster Linie für Besucher gedacht und nur so auch rechtlich verankert. Parkraum für Besucher ist in den angrenzenden Parggaragen ausreichend vorhanden.

    Für Kompromisse besteht weder Bedarf, noch eine rechtliche Grundlage.


    PS: Man muss schon recht ignorant sein, wenn man in die dichteste Innenstadtlage zieht und dort von der Allgemeinheit einen kostenlosen Parkplatz fordert. Anwohnerparken deckt nicht einmal den Einnahmeausfall, welcher der öffentlichen Hand entsteht indem dort bessere Nutzungen durch Parken blockiert werden. Wir müssen diese Ignoranz auch noch subventionieren. Unsinn von vorne bis hinten.

    Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass die Entwürfe für den Hagenmarkt über den gesamten Prozess hinweg besser geworden sind. Die ersten Skizzen waren völlig beliebig, da wäre es ein Skandal gewesen sowas zu bauen. Jetzt werden die Vorschläge stimmiger, was nicht nur am Büro liegt, sondern auch an den vielen Hinweisen aus der Bevölkerung. Da könnte man konkrete Punkte im Verkehrsgutachten genauso nennen, wie das Grünkonzept, oder das Nutzungskonzept, welches jetzt weit mehr zulässt, als am Anfang. Das Votum der Beteiligten, beide Entwürfe zu morphen war im Übrigen ohnehin der Weg, den die Planer gehen wollten. Ich sehe erst jetzt die Chance auf ein stimmiges Konzept, weil man die Bürger beteiligt hat.


    Da fehlen keine Bäume. Die Menge an Bäumen ist heute sehr in Ordnung und hat den Platz aufgewertet.

    Das ist wohl laut Bekannten eine Abstimmungsdiskussion bei facebook, nachdem sich viele darüber beklagten, dass die Parkplätze, besonders für Anwohner, gestrichen werden. Viele fordern einen Kompromiss. Einige Geschäftsleute würden gar nicht mehr mit ihren Baufahrzeugen an die Lager herankommen etc.

    Diesen Beitrag kann man auch mal komplett zitieren, der ist von vorne bis hinten pures Gold.


    Nicht einmal die Braunschweiger Zeitung, die sich sonst nicht zu doof ist, auch den letzten Dummsinn zu verbreiten, greift das auf. Wer für 5ct Gedanken investiert, kommt doch nicht darauf, dass gleiche einige Geschäftsleute mit ihren Baufahrzeugen an ihre Lager müssten. Ein Gebäude kann nicht über den rückseitigen Parkplatz erreicht werden. Wieviele Bauhöfe soll es den in dem einen Gebäude geben? Und selbst wenn da ein Caterpillar-Verleih drin wäre: Die Zufahrt zu den Gebäuden wird auf die ein oder andere Weise hergestellt werden, schon der Feuerwehr wegen.


    Unabhängig davon wäre es die bessere Entscheidung gewesen den Bäckerklint und eventuell einen zweiten öffentlichen Raum ählicher Größe umzubauen. Der Zeughof sollte bebaut werden, für einen Park ist der Standort ungeeignet. Der Bauhöfe wegen, ihr wisst schon.

    Der Rat der Stadt hat den Weg für den ersten Schritt vor einer Sanierung des technischen Rathauses freigemacht. So soll ein Großteil der Verwaltung aus diesem und anderen Gebäuden in den neuen, noch zu bauenden BraWo-Tower (Business-Center-III() ziehen, damit eine Sanierung des Gebäudes möglich wird.


    Es wird explizit von einer Sanierung gesprochen, wobei unklar ist, was damit gemeint sein soll. Modernisieren sollte man schon. Es ist auch ein Ideenwettbewerb im Gespräch, wobei mir nicht einleuchtet, warum man bei einem Gebäude jetzt einen Ideen- und keinen Architekten-Wettbewerb machen sollte.


    https://www.braunschweiger-zei…niert-Rathaus-Neubau.html

    Moin,



    ich beteilige mich hier ja gerade nicht an der Diskussion.
    Ich kenne das Protokoll und es ist ein Trauerspiel. Grundsätzlich ist das Projekt sinnvoll und die Nutzbarmachung von Flächen für Bebauung und Grün richtig. Dieser Entwurf hat aber einige Schwächen, z.B. diese unerklärbare Struktur, die vergebene Chance, hier ein urbanes Viertel mit eigenem Charakter zu schaffen, statt einer Erweiterung des Bahnhofviertels. Es gab da zwei bessere Entwürfe die nicht gewonnen haben und ich könnte heulen, wenn ich an die Ursachen denke. Es sind nämlich genau die gleichen Diskussionen gelaufen. Menschen, die im Lageplan grün sehen und das toll finden und Architekten doof und ein wenig vergessen, dass der Mensch sich am Boden aufhält und man Räume bauen soll. Wir haben eine schöne Plangrafik und mäßige Räume bekommen.


    Ich hoffe, die Stadt beginnt bald mal mit der Veröffentlichung und Ausstellung aller Entwürfe, dann kann man besser fachlich diskutieren. Der Vergleich von heute und 1. Preis hilft ja kaum dabei die Stärken und Schwächen eines Entwurfes darzustellen.


    Viele Grüße

    Keep the pace high: Kenendyplatz





    Das ist eher ein Work-in-Progress, als ein fertiges Konzept, ich wollte es dennoch mal zur Diskussion stellen.


    - Das ganze basiert grob auf dem Konkept von Prof. Braunfels aus den 90ern (?).


    - MiV wird "unten rum" geleitet. Den oberen Knoten habe ich grob simuliert und komme auf eine ausreichende Leistungsfähigkeit mit den heutigen Verkehrsmengen. Wenn es nur 2/3 vom heutigen Autoverkehr wäre, wäre ich auch nicht traurig. Grundsätzlich reicht bei den Verkehrsmengen ein Fahrstreifen je Richtung.


    - Straßenbahn fährt mittig durch und bekommt ein Kreuz in der Mitte. Bis auf den Anschluss am Aegidienmarkt verkehrt sie immer auf eigenen Bahnkörpern. Die 419/429 könnte man auf dem Bahnkörper führen, dann kann der aber nicht begrünt sein.


    - Radverkehr bekommt immer min, 2,5m Radwege auf allen Relationen. Der Kalenwall wird Fahrradstraße und verläuft über den großen Lessingplatz zum Kennedyplatz. Über einen Zweirichtungs-Radweg kommt man weiter zum Löwenwall, der auch Fahrradstraße wäre. Damit wäre in Südöstlichen Innenstadtbereich der Fahrradring geschlossen. Alle Kreuzungen werden nach Holländischem Prinzip als gesicherte Kreuzngen ausgeführt.


    - Fußwege gibt es überall min. 3m breit (wenn ich keine Fehler gemacht habe). Die zentrale Achse in Verlängerung der Wolfenbüttler Straße wäre Fußgängerachse mit Straßenbahn und teilweise Grünraum.


    - Bebauung habe ich eher nach Gefühl ergänzt, also gerade im Bereich Spohrplatz ist das nur so halb durchdacht. Das Dreieck welches heute "Platzraum" ist, ist bewusst anders gestaltet, ergänzt aber den Wallring um die alten Raumkanten. Im Norden ragt das Gebäude über die Straßenbahnhaltestelle und bildet mit dem gegenüberliegenden Bau eine Torsituation. Nach Nordwesten hin wollte ich mehr Freiraum, damit nicht alles durch Verkehr dominiert wird.
    Am Windmühlenberg kann man mit freistehenden Stadthäusern ergänzen.
    An der Auguststraße kann man auf der heutigen Verkehrsfläche ergänzen. Den Gehweg würde ich hier sogar mal in Kolonnaden führen.
    Die Bruttogeschossfläche beträgt ca. 50.000m² abzüglich der fünf Gebäude die ich weggenommen habe, sind es noch ca. 40-45km². Die Fläche, die man bräuchte um das gleiche auf der Grünen Wiese herzustellen beträgt ca. 33ha für ein Baugebiet zzgl. etliches an Verkehrsinfrastruktur.

    Über die Deutsche Einheit musste auch die Volkskammer der DDR abstimmen, was sie positiv tat. Das tat sie meines Wissens nach im Palast der Republik der im direkten Umfeld der geplanten Wippe stand. Wieso heißt es dann hier regelmäßig, der Ort habe keine Relevanz für die Deutsche Einheit. Bitte um Aufklärung.


    Es wäre insgesamt besser, man hätte Berlin nicht an dieser Stelle gebaut und sich den Baugrund dort erspart. Is jezz leider jeloofen, musste mit leben.


    PS: Den künstlerischen Wert der von mir genannten Beispiele sehe ich nicht so hoch an (Euphemismus). Die sind überwiegend Stadtgestaltung, aber nicht Kunst. Die Wippe mag einigen hier ästhetisch nicht gefallen,hat aber sicher einen hohen künstlerischen Wert, was man an den Diskussionen um diesen gut erkennt (Diskursfähigkeit).

    Ich frage mich einfach, ob man wirklich 20 Mio oder noch deutlich mehr für ein solches Denkmal ausgeben muss.


    Was kosteten in heutigen Preisen?


    - Völkerschlachtdenkmal
    - Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal
    - Hermmannsdenkmal bei Detmold
    - Siegessäule
    - etc.


    20 Mio€ sind da sehr knapp.


    Ist die Deutsche Einheit ein Ereignis, welches uns in größerem, oder geringerem maße als die genannten Denkmale prägt?


    So im Vergleich sind 20 Mio€ Peanuts. Auch wenn das früher andere zeiten waren, sind Denkmale doch der bleibendste Teil unserer Erinnerungskultur.



    Bin das jetzt ein mal komplett durch.


    Verkehrlich geht:
    - Radwege und sichere Kreuzungen ergänzt.
    - Fußwege und mehr Verbindungen, auch zwischen den Knoten.
    - Straßenbahn bevorrechtigt und mit besonderen Bahnkörpern vor Kreuzungen und am Rückstau der Parkhäuser vorbei.
    - Autoverkehr ausreichend berücksichtigt.


    Baulich geht:
    - Fünfzügiges Gymnasium inkl. Ganztagsbetrieb und Zweifeld-Sporthalle
    - Flächen für ca. 250 Büroarbeitsplätze
    - ca. 90 Wohnugnen bei 60m² WF


    Um das Gleiche auf der Grünen Wiese zu machen sind ca. 12-15ha neues Bauland notwendig. Zusätzliche Verkehrsflächen noch nicht mit eingerechnet.und wir dürfen uns über ein Baumcarree und ein Grüngleis freuen.

    Wir reden hier über Stadtraum. Oder bin ich da alleine? Direkte, ungestaltete Sichbeziehungen sind das kaum, sondern Inszenierung von Architektur und Leben DURCH den Raum. Der Schlossplatz war von der Ost-West-Achse (Damm und weiterführend) immer getrennt und rein zum Bohlweg hin orientiert. Die Öffnung auf der Südseite ist sein größter Schwachpunkt. Die Haltestelle hieß früher korrekterweise Damm, weil sie exakt auf dieser wichtigen Wegeverbindung liegt (und diese stört). Die Leitfunktion der Straße ist durch die freie Sichtbeziehung zum Schlossplatz und das Horten-Gebäude massiv gestört. DIESE müssste aber gestärkt werden. Dadurch gäbe es mehr Fußgängeraufkommen in das Magniviertel hinein. Von der direkten Leitung in das Schoppingcenter sollte man Abstand nehmen und statdessen daran arbeiten auch durch den Horten besser durchzukommen.


    Dein Vorschlag einen schmalen Riegel auf die heutige Verkehrsfläche zu stellen wird nicht funktionieren. Er wird zu schmal um irgend einen Investor zu finden. Bei 10-15m und Belichtung rein über die Nordseite kann man nur einen Einspänner bauen. Das wird seit Jahrzehnten nicht mehr gemacht. Er müsste direkt vor die denkmalgeschützte Fassade.
    Dafür erhielte man einen Ladestraße ohne Qualitäten, keine ausreichende bauliche Kante für die Südseite des Schlossplatzes, und auch keine Fassung des Platzes an der Seite des Schlosses, wie sie immer intendiert war. Ich sehe da große Probleme und auch gegenüber der heutigen Situation mehr Nach- als Vorteile.


    Die Gestaltung der rückwärtigen Plätze ist unterschiedlich gut gelungen. Während auf dem Anna-Amalia-Platz regelmäßig viel Publikumsverkehr herrscht ist der Nicolaiplatz praktisch tot. Hier wäre es wichtig, die Platzkanten besser zu fassen und diese unsäglich Nicht-Wasser-Wand abzubauen und gegen Stufen zu ersetzen. Eine fußläufige Durchwegung zum nördlichen Magnikirchplatz wäre sehr wünschenswert.


    Zum Schluss zwei Bilder, die die intendierte und umgesetzte Situation um das Schloss zeigen:


    Wettbewerbsplan


    [URL=']https://i.ibb.co/WHkKtMH/L1030164-Kopie.jpg"]Situation Ende 19. Jahrhundert[/URL]


    Große, indifferente Räume sehe ich da nicht, sodern einen präzise gefassten Schlossplatz.

    Einzig das Schloss und den Vorplatz trennte ich nur ungern mit einem Gebäude von der Georg-Eckert-Straße, vielleicht würde ich den Straßenanschluss einfach neben das Schloss legen und den neuen Riegel zwischen Kaufhof und Georg-Eckert-Straße. Und das Rizzi-Gebäude pferchte ich nur ungern in einem Blockrand ein, sondetn liesse ihm seine prominente, sichtbare Position.


    Man kann den Abstand zur Schlossattrappe diskutieren, die Straße gehört aber an den Südrand und vom Schlossplatz weg verschoben. Welchen Vorteil sollte es denn haben, den Verkehr über eine Platzfläche zu führen, wenn man diese vom Verkehr befreien kann? Das gilt für den Schlossplatz und den Platz vor der Südfassade der Schlossattrappe gleichermaßen. Grundsätzlich sollten Fahrbahnen nicht die Nordseiten von Freiräumen einnehmen, da diese am besten besonnt sind und für Aufenthalt besser geeignet. Eine Fassung des Schlossplatzes kann durch das Horten-Gebäude nicht erfolgen, auch wenn man die Nord-West-Ecke ergänzte. Dabei entstünde keine ausreichende Raumkante nach Süden oder eine Definition zur Georg-Eckert-Straße hin. Daher sollte man sich an den ursprünglichen Plan mit den Platz-umfassenden Kolonnaden halten und am Südrand ein Gebäude als Raumabschluss erstellen. Dadurch würde auch ein Karrenführerplatz gebildet, der dann klar Verkehrsplatz ist.


    Das Rizzi-Gebäude würde ich abreißen. Ich wollte nur auf Grund des Hinweises, es handle sich um ein Kunstwerk nicht so konsequent vorgehen. Ich habe auch zum ersten Mal eine Meinung vernommen, die diesem Ding eine wertigkeit unterstellt.

    Was mich am meisten ärgert ist der Flächenverbraucht:




    Mit dreispurigem Querschnitt (eine je Richtung, eine für alternierende Abbieger) Radwegen und Fußwegen komme ich auf einen deutlich reduzierten Flächenverbrauch. Das Nachverdichtungspotenzial liegt bei ca. 33.500m²BGF. Das entspricht 335 70²-Wohnungen. Und was macht man? Ein beschissenes Grüngleis! Greenwashing ohne überhaupt im Ansatz die echten Probleme anzufassen. Null Ambition.


    PS: Ich habe das um 8:54 angefangen und war um 9:10 fertig. 16min um herauszufinden, welches Potenzial in der Straße steckt. So schwer kann das doch nicht sein.