Beiträge von Dvorak

    Ok, den Hinweis zur Historizität habe ich verstanden.


    Ich meine nicht, die Bussteige in die Garküche zu verlegen, sondern in die Brabandtstraße, vor die Einmündung der Garküche. Dort sind heute Taxistände, die reichen aber nicht für zwei Gelenkbusse. Also müsste man die Garküche zur Fußgehendenzone machen und den Bussteig bis vor die Deutsche Bank ziehen. Die Garküche wäre dann nicht mehr für den MIV durchfahrbar, was ich in Anbetracht der Lage und Art der Gasse sehr gut vertretbar fände. Sie verbindet die Fußgehendenzone Poststraße mit dem Martinikirchplatz, der ja ein Verkehrsberuhigter Bereich mit Aufenthaltsfunktion ist (ich bin mir der Ironie bewusst). Die Brabandtstraße wäre meines Erachtens auch nicht zwingend für den MIV offen zu halten. Der abfließende Verkehr von Norden kann über die Sonnenstraße, die Erschließung des Quartiers rund um das Amtsgericht von der Güldenstraße aus erfolgen.


    In meinen Augen hätte eine solche Lösung nicht nur den Vorteil, dass man das Problem der Haltestellen am Altstadtmarkt umgeht, sondern auch dass man die Vernetzung des Fußverkehrs deutlich verbessern würde. Die Haltestelle auf dem Altstadtmarkt in Richtung Osten entfiele und damit gewönne man auch mehr Platz (so man dort dann umbauen wollte).


    Nachteil wären längere Umsteige am Altstadtmarkt, die sind aber m.E. alle an anderen Haltestellen abgedeckt und sollten dort verbessert werden (Güldenstraße), sowie die Nähe zur Haltestelle Friedrich-Wilhelm-Platz.


    So weit ich weiß, wurde diese Bussteiglage auch geprüft. Dagegen haben der Entfall von Parkplätzen und höhere Kosten gesprochen. Das erste Argument finde ich in der Abwägung zwischen dem Stadtbild des Altstadtmarktes und einer Handvoll Parkplätzen unbedeutend, das zweite kann man jetzt nachdem man weiß, was eine etwas außergewöhnliche Architektur der Häuschen zusätzlich kostet auch entkräften.


    Ich hätte mir gewünscht, dass man mutiger vorgeht und sich stärker an der Lösung am Am Bruchtor orientiert. Das war zusammen mit der Umgestaltung des Bankplatz eine ernorme Aufwertung und hätte Beispiel stehen dürfen.

    Es ist richtig, dass die Platzkanten nicht aus "originalen" Gebäuden bestehen. Das ist bei einem Stadtplatz auch die absolute Regel, da bauzeitliche Gebäude kaum die ~800 Jahre seit Anlage des Platzes überstehen. Es ist in meinen Augen daher falsch, von original oder nicht original zu sprechen.

    Was Bestand hat ist die räumliche Konzeption, die nur auf der Südostecke verändert ist durch das Fehlen der Krambuden. Die anderen Platzwände entsprechen so wie sie sind dem gewachsenen Zustand. Den Platz kann man in deisem Fall auch gut getrennt von den Profanbauten sehen, die sich immer wandeln. Entscheidend ist hier eher die Dynamik der Raumfolgen Sonnenstraße, Altstadtmarkt, Poststraße im Zusammenspiel mit der Westlichen Platzwand, dem Brunnen und dem Gewandhaus, welches (bis auf die fehlenden Krambuden) ablesbar ist und den Wert des Platzes für die Denkmalpfelege prägt.

    Hier findet sich der Unterschied zwischen den Platzwänden mit den bauzeitlich unterschiedlichen Platzwänden und den neuen Haltestellen. Die Architektur der Gebäude ist auch in Details gut auf diese räumliche Struktur abgestimmt, die Haltestelle nicht. Sie hat zwar für die ÖV-Nutzenden eine gute Lage, steht sonst aber als Fremdkörper ohne Bezug zur Gestalt des Platzes einfach so da. Dieses räumliche Problem ist keines der Architektur und auch nicht durch Architektur lösbar. Es bleiben Haltestellenhäuschen, also Baukörper, an einer Stelle, die der Platzstruktur widerspricht. Es können dann halt hübschere haltestellenhäuschen werden, das ändert den Widerspruch zur Platzstruktur aber nicht.

    Meines Erachtens hat man es versäumt, diesen Konflikt dort zu lösen, wo er entsteht und die Bushaltestelle in Fahrtrichtung Süden gleich südlich des Gewandhauses bauen sollen. Da sind heute Parkplätze und die für den Verkehrsfluss unwichtige Straße Garküche, die man hätte als Lückenschluss zwischen Fußgängerzone und verkehrsberuhigtem Bereich Martinikirchplatz nutzen können. Wollte man nicht, auch weil es etwas teurer gewesen wäre und es eine weniger wichtige Umsteigeverbindung etwas eingeschränkt hätte. Wäre Stadtgestaltung von gleichem Rang, wie es Parkplätze in dieser Stadt sind, so hätte man diese Option umsetzen können. Diesen Stellenwert hat der Altstadtmarkt bei Politik und Verwaltung aber leider nicht.*


    PS: Auch das Haus zu den sieben Türmen ist nicht im Original erhalten. Der Großteil des bauzeitlichen Fassadenschmucks ist nicht überkommen. https://www.bildindex.de/docum…a-a-beck-ab3-0039/?part=0


    *Gleichzeitig schlägt die CDU vor, die Traditionsinseln zum Weltkulturerbe zu nominieren.

    Hej,


    Zu 1.: Da gab es auch das ein oder andere Treffen. Auch mit Stakeholdern und Grundstückseigentümern konnte ich reden. Sehe da mittlerweile viel mehr positive Einstellung zur Campusbahn. Auch diese Initiative mit den vielen gesammelten Unterschriften habe ich getroffen. Ich bin immer wieder überraxcht, wie wenig die Leute von den Workshops mitbekommen und die vorhandenen Beteiligungsangebote links liegen lassen um sich später aufzuregen. Dabei würden viele Kritikpunkte genau bei diesen Veranstaltungen entkräftigt.

    Zu 2.: Auch da wurde einiges getan um die wertvollsten Flächen zu umgehen und den ökologischen Impakt möglichst gering zu halten. A-1 ist da gar nicht so nützlich. Viel eher kann man in Richtung Landschaftsbild und Gestaltung einer Brücke argumentieren, statt den Konflikt zu umgehen. Auch eine Renaturierung der hier nicht besonders wertvollen Auenniederung ist eine Kompromisslinie.

    Der Lückenschluss zur 2 ermöglicht einen dichteren Takt in der Nordstadt, was sich sehr positiv auswirkt. Es gibt aber einen kleinen Nachteil für das zentrale Siegfriedviertel.

    275.000€ und man hat ein Fenster zur Straße und sitzt auf dem Präsentierteller.

    Wenn ich die Treppe sehe, vermute ich, dass die keine notwendige Treppe ist, welche einen Fluchtweg darstellt. Ich mutmaße mal, dass man oben noch einen Raum hat (ein zweites Fenster vielleicht sogar?), dieser aber nicht in die Wohnfläche zählt, weil man den "Lager" oder so nennt. Trotzdem in echt happiger Preis.

    Diese aus der Luft gegriffenen Diskussioenn sind auch der Grund, warum ich keine Lust mehr an diesem Forum habe. Das war hier mal wirklich produktiv, aber in letzter Zeit ließt man überall Braunschweigers Mythen und Forderungen. Das hat hier ein Ausmaß angenommen, das dazu führt, dass ich hier fernbliebe. Wollte das mal loswerden.

    Die Denkmal-Topografie der Stadt Braunschweig von 1993 kann man hier downloaden: Bingo


    Die Horten-Fassade ist dort nicht verzeichnet. Gebäude, oder Gruppen baulicher Anlagen, schaffen es neu nur sehr selten auf die Liste. Grundsätzlich läuft aktuell die Katalogisierung der Denkmale der 60er & 70er Jahre. Mir ist nicht bekannt, ob die Horten-Fassade es zwischenzeitlich auf die Liste geschafft hat, sie wäre aber nicht mein erster Kandidat.


    Bei einem Rückbau der Georg-Eckert-Straße mit entsprechender Gewinnung von Platz und dem Gelände von Galeria-Kaufhof, könnte man den ganzen ECE-Komplex dort unterbringen. Ich schlage ganz frech vor, dass man Saturn, REWE dort unterbringt und die kleinen Läden wieder in der Fußgängerzone und den Randbereichen ansiedelt. Der ganze Klotz hinter der Fassade kommt dann weg. Mir schwebt so was wie eine grüne Freifläche, z.B. als englischer Landschaftspark vor. Im Zentrum steht eine historisierende, historistische Schlossfassade als romantische Ruine.

    HCKBS : Tut sich auf der "Wüste zwischen Spargelstraße und Freyastraße" etwas, was nach Bautätigkeit aussieht? Das ist eigentlich kein Bauland, aber der Besitzer hatte das mal platt gemacht. Ich weiß nicht, was aus den Gesprächen mit der Verwaltung geworden ist.

    ^ OMG ist das hässlich!

    Die Kubatur weist auf einen Eingang links und dann ist da so eine popelige Tür? auch total merkwürdig, wie die weißen Flächen in einander laufen, das wertet auch das Nachbargebäude ab (auf niedrigem Niveau).

    Kein Anlieger, sondern nur einer der beiden Mieter "schlägt Alarm". Die Maßnahme war mit dem AAI abgestimmt, der vertritt die Innenstadtkaufleute.


    Ich hoffe, die Politik stützt das Vorgehen der Verwaltung.

    Die Entwicklung eines Rahmenplanes für ein riesiges Stadtentwicklungsgebiet (Bahnstadt) und die Entwicklung des Bahnhofsvorfelds würde ich nicht zusammenpacken. Das wird auch innerhalb der Verwaltung nicht als ein Projekt behandelt, es sind zwei verschiedene Planungsebenen (Stadtumbau/Stadtentwicklung), wird von verschiedenen Akteuren und Planern bearbeitet und hat vollkommen unterschiedliche zeitliche Rahmenbedingungen. Das einzige was beide gemeinsam haben ist der Zusammenhang zum Hauptbahnhof. Dieser ist aber gleichzeitig die stärkste räumliche Zäsur die wir in der Stadt haben (neben der Westtangente vielleicht). Es gibt kaum zwei Areale die stärker von einander getrennt sind, als diese beiden. Die Verbindung der beiden Gebiete beschränkt sich auf fünf Tunnel/Brücken.


    Möchte dafür plädieren, dass nicht zu ändern. Für viel kleinere Projekte gibt es auch verschiedene Diskussionen. Hier werden die beiden größten Projekte zusammengelegt. Ich stelle mir das doch eher unüberischtlich und schwer nachzuverfolgen vor.

    Die Frage nach Parkraum, insbesondere für Anwohner ist rechtlich abschliesend geklärt. Es gibt keinen Anspruch auf Parkraum. Der Parkraumbedarf ist auf dem eigenen Grundstück abzusichern. Dies ist Voraussetzung für eine Baugenehmigung.

    Parkstände im öffentlichen Raum sind in erster Linie für Besucher gedacht und nur so auch rechtlich verankert. Parkraum für Besucher ist in den angrenzenden Parggaragen ausreichend vorhanden.

    Für Kompromisse besteht weder Bedarf, noch eine rechtliche Grundlage.


    PS: Man muss schon recht ignorant sein, wenn man in die dichteste Innenstadtlage zieht und dort von der Allgemeinheit einen kostenlosen Parkplatz fordert. Anwohnerparken deckt nicht einmal den Einnahmeausfall, welcher der öffentlichen Hand entsteht indem dort bessere Nutzungen durch Parken blockiert werden. Wir müssen diese Ignoranz auch noch subventionieren. Unsinn von vorne bis hinten.

    Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass die Entwürfe für den Hagenmarkt über den gesamten Prozess hinweg besser geworden sind. Die ersten Skizzen waren völlig beliebig, da wäre es ein Skandal gewesen sowas zu bauen. Jetzt werden die Vorschläge stimmiger, was nicht nur am Büro liegt, sondern auch an den vielen Hinweisen aus der Bevölkerung. Da könnte man konkrete Punkte im Verkehrsgutachten genauso nennen, wie das Grünkonzept, oder das Nutzungskonzept, welches jetzt weit mehr zulässt, als am Anfang. Das Votum der Beteiligten, beide Entwürfe zu morphen war im Übrigen ohnehin der Weg, den die Planer gehen wollten. Ich sehe erst jetzt die Chance auf ein stimmiges Konzept, weil man die Bürger beteiligt hat.


    Da fehlen keine Bäume. Die Menge an Bäumen ist heute sehr in Ordnung und hat den Platz aufgewertet.

    Das ist wohl laut Bekannten eine Abstimmungsdiskussion bei facebook, nachdem sich viele darüber beklagten, dass die Parkplätze, besonders für Anwohner, gestrichen werden. Viele fordern einen Kompromiss. Einige Geschäftsleute würden gar nicht mehr mit ihren Baufahrzeugen an die Lager herankommen etc.

    Diesen Beitrag kann man auch mal komplett zitieren, der ist von vorne bis hinten pures Gold.


    Nicht einmal die Braunschweiger Zeitung, die sich sonst nicht zu doof ist, auch den letzten Dummsinn zu verbreiten, greift das auf. Wer für 5ct Gedanken investiert, kommt doch nicht darauf, dass gleiche einige Geschäftsleute mit ihren Baufahrzeugen an ihre Lager müssten. Ein Gebäude kann nicht über den rückseitigen Parkplatz erreicht werden. Wieviele Bauhöfe soll es den in dem einen Gebäude geben? Und selbst wenn da ein Caterpillar-Verleih drin wäre: Die Zufahrt zu den Gebäuden wird auf die ein oder andere Weise hergestellt werden, schon der Feuerwehr wegen.


    Unabhängig davon wäre es die bessere Entscheidung gewesen den Bäckerklint und eventuell einen zweiten öffentlichen Raum ählicher Größe umzubauen. Der Zeughof sollte bebaut werden, für einen Park ist der Standort ungeeignet. Der Bauhöfe wegen, ihr wisst schon.

    Der Rat der Stadt hat den Weg für den ersten Schritt vor einer Sanierung des technischen Rathauses freigemacht. So soll ein Großteil der Verwaltung aus diesem und anderen Gebäuden in den neuen, noch zu bauenden BraWo-Tower (Business-Center-III() ziehen, damit eine Sanierung des Gebäudes möglich wird.


    Es wird explizit von einer Sanierung gesprochen, wobei unklar ist, was damit gemeint sein soll. Modernisieren sollte man schon. Es ist auch ein Ideenwettbewerb im Gespräch, wobei mir nicht einleuchtet, warum man bei einem Gebäude jetzt einen Ideen- und keinen Architekten-Wettbewerb machen sollte.


    https://www.braunschweiger-zei…niert-Rathaus-Neubau.html

    Moin,



    ich beteilige mich hier ja gerade nicht an der Diskussion.
    Ich kenne das Protokoll und es ist ein Trauerspiel. Grundsätzlich ist das Projekt sinnvoll und die Nutzbarmachung von Flächen für Bebauung und Grün richtig. Dieser Entwurf hat aber einige Schwächen, z.B. diese unerklärbare Struktur, die vergebene Chance, hier ein urbanes Viertel mit eigenem Charakter zu schaffen, statt einer Erweiterung des Bahnhofviertels. Es gab da zwei bessere Entwürfe die nicht gewonnen haben und ich könnte heulen, wenn ich an die Ursachen denke. Es sind nämlich genau die gleichen Diskussionen gelaufen. Menschen, die im Lageplan grün sehen und das toll finden und Architekten doof und ein wenig vergessen, dass der Mensch sich am Boden aufhält und man Räume bauen soll. Wir haben eine schöne Plangrafik und mäßige Räume bekommen.


    Ich hoffe, die Stadt beginnt bald mal mit der Veröffentlichung und Ausstellung aller Entwürfe, dann kann man besser fachlich diskutieren. Der Vergleich von heute und 1. Preis hilft ja kaum dabei die Stärken und Schwächen eines Entwurfes darzustellen.


    Viele Grüße