Leipziger Straße 125 / Vosspalais

  • Leipziger Straße 125 / Vosspalais

    nachdem das sockelgeschoss des altbaus noch nicht geputzt wurde könnte man doch vermuten, dass die arcaden über die ganze straßenbreite weitergeführt werden. von der aufteilung her würde das ja fast gehen, wenn man jeweils bei den zwei fenstern einen freiraum entstehen lässt. nur die frage, wie das statisch und mit der innenaufteilung hinhaut. aber arcaden über die ganze straßenlänge wäre gigantisch. weiß dazu jemand etwas?

  • Naja, ich würde auch sagen, dass das der Plan ist. Diese weißen Wände sehen ja auch bescheuert aus und unpraktisch wärs dazu, wenn man erst mal aus der einen Arkade raus muss, um in die nächste zu kommen. Zudem müsste man ja einen Bürgersteig vor dem Haus lassen, der zudem wohl noch eine gewisse Breite haben muss, damit man das EG auch nutzen kann. Beim WMF-Haus ist das zwar auch der Fall, aber da es an der Ecke steht, nicht ganz so problematisch. Viell. wurde das Haus ber der Sanierung ja auch entkernt, sodass es eh eine neue Raumaufteilung geben wird.
    Frage mich nur, wer der Eigentümer ist und wann nun endlich mal was passiert.

  • ^ es gab einen jahrelangen rechtsstreit zwischen bahn und bund . ich meine mich erinnern zu können gelesen zu haben, dieser sei jetzt beigelegt. weiß nicht wem das areal (die brachen um die ecke entlang der wilhelmstr. gehören dazu) nun zugesprochen wurde. too lazy to google. :zunge:

  • bin letzten freitag an den drei leipzigern vorbei gelaufen und an dem altbau ist mir etwas merkwürdiges aufgefallen. und zwar hat dort ein man mit einem eimer farbe die metalverschläge vor tür und fenstern neu mit brauner farbe gestrichen. etwas ungewöhnlich wenn da in nächster zeit die bauerei losgehen sollte. naja, lassen wir uns überraschen.

  • Das Gebäude sieht ja richtig schlecht aus das ist mir beim vorbeifahren am Leipziger Platz noch garnicht aufgefallen:confused: Hoffe nur dass das mal jemand kauft und saniert wo es doch schon in der City unser schönen Hauptstadt so vor sich hin gammelt:nono:

  • Ebenso zum Thema "alt": weiß zufällig jemand, was die Sanierung der Voßstraße 33-35 (sog. "Voßpalais") so macht?
    Aus der Vogelperspektive von bing maps (leider weiß ich nicht, wie man das exakte Bild einfügt) kann man auf der Westseite der Gebäude ein Gerüst und Bauplanen erkennen. Die Fotos dürften wegen der regen Bautätigkeit an den 3 Leipzigern schon gut 3-4 Jahre alt sein.
    Auf aktuellen Aufnahmen (http://www.skyscrapercity.com/…p?p=71670367&postcount=26) kann man allerdings erkennen, dass die Fassade gänzlich unsaniert und noch voller Graffiti ist. So als hätte sich überhaupt nichts getan. Als einzig erhaltenes Gebäude der Vorkriegszeit in der Voßstraße kommt ihm m.E. eine besondere Bedeutung zu. Wäre es außerdem nicht sinnvoll, vor dem Anrollen der Bagger auf dem Wertheim-Grundstück die Außenfassade komplett saniert zu haben?

  • Wenn ich mich nicht täusche, wird diese Wand doch ohnehin in die Neubauten integriert? Warum sollte man sie also sanieren. Das Gebäude selbst sieht meiner Meinung nach nicht so schlimm aus. Die roten Steine müssten natürlich mal gereinigt werden.

  • ^ Wenn man sich die Grundrisspläne ansieht, dann fügt sich nur das Vordergebäude (Nr.33) direkt an "No.12" an. Die Gebäude 34 und 35 dagegen nicht. Aber auch das Vordergebäude steht den Visualisierungen nach in der Höhe etwas über.
    Und warum bringt man ein Gerüst an, wenn die Fassade nach dem Abbau aussieht wie vorher? Mich würde interessieren, ob jemand zu der Sanierung irgendwelche Infos hat.

  • Gute Nachrichten! Das dem Bund gehörende Grundstück zwischen Leipziger Straße 125, Wilhelmstraße 95+96 und Voßstraße 34 +35 steht im Herbst zum Verkauf. Das Gebäude an der Leipziger Straße, ehemals Erweiterungsbau des Preußischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten, ab 1934 Teil des Reichsverkehrsministeriums, steht unter Denkmalschutz und muss erhalten bleiben. Die restlichen Gebäude können dagegen durch Neubauten ersetzt werden. Obwohl sich unter dem Grundstück Luftschutzbunker befinden, die den Bau einer Tiefgarage erheblich erschweren dürften, rechnet die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mit einem großen Interesse an diesem Filetgrundstück.


    Artikel IZ: http://www.immobilien-zeitung.…sches-ministerium-gesucht


    Fotostrecke IZ: http://www.immobilien-zeitung.…e-und-seine-nachbarschaft


    Google maps: http://maps.google.de/?ie=UTF8….001747,0.006866&t=h&z=18


    Das Gebäude Leipziger Straße 125



    Wikimedia, gemeinfrei

  • Was mich interessieren würde: Im Augenblick ist es noch ein bisschen unschön, da das Gebäude quasi den Kolonnadengang versperrt.


    Wird das Erdgeschoss dann umgebaut, und quasi nachträglich ein Kolonnadengang eingebaut?

  • Davon ist denke ich mal auszugehen. Man kann ja nicht dauerhaft (auch wenn wir in Berlin sind) diesen "provisorischen Bürgersteig" auf der Fahrbahn vor dem Haus belassen. Aber ich frage ich eher, wie das dann aussehen wird/soll, wo doch der Altbau ne andere Höhe im EG als die beiden Neubauten, die auch nicht gleich hoch sind, hat. Wie will man da nen einheitlichen Übergang schaffen? Um manche Überbleibsel der Hofbebauung wärs auch schade...

  • In der Tat tolle Nachrichten. Das Gebaeude wird sich nach der Sanierung sicher gut neben den Neubauten einpassen. Ich gehe davon aus das man die Einschussloecher (anno 1945 oder 1953?) in der Fassade laesst?

  • also ich seh in diesem gebäude ehrlich gesagt ein fremdkörper, wenn man sich die umliegenden gebäude anschaut.
    ein abriss wäre m.E. keine schlechte idee, so könnte der kolonnaden-gang konsequent durchgesetzt werden und ein neubau fügt sich besser in die vorhandene nachbarschaft ein. oder zumindest das schrägdach entfernen welches mit einem staffelgeschoss ersetzt werden könnte.
    es wäre wünschenswert wenn man solcherlei bemühungen unternähme ein gebäude an dieser stelle besser zu integrieren.

  • @Flyn:
    Nicht dieses Gebaeude (Leipziger Str. 125) ist ein Fremdkoerper, sondern was drumrum gebaut wurde.
    Ich gehoere nun bei Weitem nicht der Reko-Fraktion an, aber hier hat doch die Stadtplanung mal wieder wunderbar versagt. Da gibt es ein altes erhaltenes Gebauede, das selbst noch einiges an Geschichte zu bieten hat und dann werden links und rechts moderne Kisten mit Kolonnadengaengen hingeknallt, so dass die Ursprungsbebauung wie ein "Fremdkoerper" wirkt. Zur rechten Seite hin wurden ja die entsprechenden Hoehen uebernommen und hier wuerde es auch kein Problem geben. Nur zur linken Seite hat man wohl auf Abriss spekuliert bzw. - mal wieder - einfach nicht aufgepasst.


    Von daher stimme ich deinem letzten Satz 100%ig zu, aber muss die Initiative hierbei nicht vom Bestand, sondern vom Neuen ausgehen. Zwecks "Ersatz durch Neubau" und "Schraegdach mit Staffelgeschoss ersetzen" faellt mir nur eins ein: Bei dir piepen 'se wohl...

  • @Flyn:
    Ich gehoere nun bei Weitem nicht der Reko-Fraktion an


    ich würde dich dort aber zuordnen wenn du auch nicht dem extremen flügel angehören magst...




    aber hier hat doch die Stadtplanung mal wieder wunderbar versagt. Da gibt es ein altes erhaltenes Gebauede, das selbst noch einiges an Geschichte zu bieten hat und dann werden links und rechts moderne Kisten mit Kolonnadengaengen hingeknallt, so dass die Ursprungsbebauung wie ein "Fremdkoerper" wirkt.


    ursprungsbebauung genießt dann deiner ansicht nach also immer "narrenfreiheit". die nachfolgenden bauten haben sich gefälligst anzupassen und unterzuordnen. ich halte das für ausgesprochen engstirnig.
    man muss doch von fall zu fall unterscheiden. ich halte es, wie gesagt, für verkraftbar wenn man dieses gebäude abreissen würde damit dieses schlüssige konzepte aufgeht. gerade im hinblick auf das neue EKZ am leipziger platz. das könnte vllt. soetwas wie die 2. eastside gallery werden...
    ich bin bspw. auch froh das bei den planungen vom band des bundes auch ein abriss eines altbaus vorgesehen ist der dort diesen entwurf sonst völlig durcheinander gebracht hätte. das ganze wäre zu einer einzigen flickschusterei verkommen. das ist es, wie auch richtig erkannt, der altbau einfach nicht wert. eine ähnliche situation sehe ich eben auch hier.




    Von daher stimme ich deinem letzten Satz 100%ig zu, aber muss die Initiative hierbei nicht vom Bestand, sondern vom Neuen ausgehen.


    da wir alle wissen dass das in einigermaßen absehbarer zeit völlig realitätsfern ist, ist es auch müßig sich gedanken über eine kritische rekonstruktion zu machen.




    Zwecks "Ersatz durch Neubau" und "Schraegdach mit Staffelgeschoss ersetzen" faellt mir nur eins ein: Bei dir piepen 'se wohl...


    glaub ich nicht, ich glaub das kommt wohl eher von deinem modrigen dachstuhl wo sich ein reko-romantiker-vogel einen schönen brutplatz hergerichtet hat. ;)
    ne kleiner scherz, im ernst es bringt doch nichts, man muss sich das hier und jetzt anschauen und eben das beste draus machen.



    necrokatz

    Kann man denn die Kolonaden nicht fortsetzen, indem man das Untergeschoss des Hauses umbaut?


    es muss zwingend fortgesetzt werden! da wie erwähnt, der momentane zustand auf dauer keine lösung sein kann. mir geht es hier vorallem darum bei dieser häuserzeile einen roten faden reinzubringen...aber, wie auch bereits gesagt, allein durch den verzicht auf das schrägdach (staffelgeschoss als ersatz) wäre schon viel gewonnen.

  • Ich würde mal noch nen Schritt weitergehen und sagen, der linke Neubau ist DER Fremdkörper. Schließlich schließen noch weiter links zwei "Neo-Altbauten" an. Ich will jetzt nicht auf gefallen oder nicht hinaus. Ich finde den linken an sich nicht schlecht. Besser, als das Teil am Hacke neben den Höfen. Aber von den 5 Häusern fällt dieses am meisten aus der Reihe. Der rechte Neubau ist jetzt kein Meisterwerk, aber durch seine Ecklage fällts nicht SO auf. Und außerdem: Kontraste und Disharmonie sind doch das, was alle an Berlin immer so toll finden...Wozu also abreißen? Was spricht aber andererseits dagegen, das Neue dem Alten etwas anzugleichen? Muss ja nicht gleich Patzschke sein. Oder lässt man sich ne Schneidezahnprothese in grün machen, weils was neues ist? ;) Für die Kollonaden wird sich schon ne Lösung finden lassen. Und auch ohne den Altbau müsste man den Höhenunterschied zw. links und rechts überbrücken...

  • ^ Vollkommen Zustimmung, auch ohne Altbebauung müsste ein Höhenunterschied der Kollonaden überbrückt werden, insofern dürfte das nur ein kleineres Problem darstellen. Schrägdach bzw. Staffelgeschosse sieht man von der Straßenebene aus übrigens gar nicht und die generelle Kritik an den Kollonaden kann ich auch nciht nachvollziehen, schaffen diese doch erst die Voraussetzung dafür, dass hier im Erdgeschoss auch Geschäfte und Restaurants entstehen können.

  • ich würde dich dort aber zuordnen wenn du auch nicht dem extremen flügel angehören magst...


    Ist ja eigentlich hulle, aber es stimmt einfach nicht. Bei dem Abriss beim Band des Bundes habe ich auch keinerlei Probleme. Hier handelt es sich aber um ein ehemaliges preuss. Ministerium, welches aufzeigt, das in dieser Ecke es vor Nazi-Monumentalismus, Brutalismus und sozialistischer Stadtplanung und anschliessend Wendearchitektur mit einem in den 2000ern injektizierten Schuss Investorenarchitektur auch schon mal was anderes gab. Stimme Ben hier auch bei den "Bruechen" zu. Das ist es, was Berlin interessant macht. Waere hier ein Glaskasten neben dem anderen, waere es doch langweilig. Mit einem ruhig etwas modrigem Gebaeude dazwischen kriegt die ganze Strassenseite einen distinkten Charakter.



    ursprungsbebauung genießt dann deiner ansicht nach also immer "narrenfreiheit". die nachfolgenden bauten haben sich gefälligst anzupassen und unterzuordnen. [...]


    Nee, gar nicht, aber wenn eine vorhandene Struktur besteht (und ich beziehe mich hier nicht unbedingt auf die Fassadengestaltung, sondern eher auf die Baukoerperstruktur), dann gilt es sich dieser anzupassen. Rechts klappt's, links haben die "Drei Leipziger" dabei versagt. Schade, aber ist nun einmal so. Wie bereits richtig erwaehnt muss ein Hoehenunterschied bei den Kolonnaden so oder so ueberwunden werden - daher ist ein Abriss hinfaellig.


    Zwecks "Kritischer Reko": Wie gesagt, dass will ich gar nicht. Mir ist es Hupe, ob die Fassaden uebereinstimmen. Ich mag "Brueche", aber die Traufhoehen etc. haette man zumindest angleichen koennen. Aber richtig - muessig darueber zu diskutieren. Es wurde halt im Vorhinein nicht aufgepasst.


    glaub ich nicht, ich glaub das kommt wohl eher von deinem modrigen dachstuhl wo sich ein reko-romantiker-vogel einen schönen brutplatz hergerichtet hat. ;)


    Vom Wiederholen wird's auch nicht richtig. Du hoerst dich eher so an, wie der kleine Dennis, der alles mit dem Trecker platt fahren will. ;)
    Ich glaube, wir liegen gar nicht so weit auseinander. Gestaltungsaenderungen habe ich nicht unbedingt etwas entgegen zu setzen, nur sehe ich keinen Sinn hinter einem Abriss oder einer Dachaenderung. Das's doch Kokolores...