Verkehrsprojekte

  • So viel steht da auch nicht drin.


    Das Empfangsgebäude soll eben für 500.000 Euro saniert und gemalert werden. Dafür wird die Fassade an der Westseite trockengelegt. Ab September wird sie dann instand gesetzt und im Dezember 2013 sollen die Malerarbeiten abgeschlossen sein. Auch Türen und Fenster müssen erneuert werden. Im Empfangsgebäude selber wird derzeit ein neuer Warteraum ausgebaut und die Lichtbänder mit LEDs ausgestattet.


    Das stammt von August 2013. Die Westseite sieht immer noch unverändert aus. Bin mal gespannt, ob sich da noch etwas tun wird. :nono:

  • Der Bau der Verbindungsstraße von der Oberfrohnaer Straße in Rabenstein zur Anschlussstelle der Autobahn 72 in Rottluff wird deutlich teurer (Freie Presse). Der 900 Meter lange Abschnitt soll statt der ursprünglich geplanten 3,3 Millionen Euro nunmehr 600.000 Euro mehr kosten. Begründet wird die Kostensteigerung mit der zusätzlich geplanten äußeren Erschließung des künftigen Gewerbegebietes Rabenstein. Dies beinhalte den Bau einer Löschwasserleitung, die Errichtung einer Regenwasserkanalisation und Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung. Außerdem soll jetzt auch eine Ampelanlage an der Kreuzung Oberfrohnaer Straße neu gebaut werden. Erweitert und verbessert werden soll laut Stadt auch der Lärmschutz im Bereich der Anbindung Oberfrohnaer Straße und Weydemeyerstraße. Zudem soll die Unterführung des Harthweges breiter werden - eine neue Stahlbetonbrücke wird dort errichtet. Der Bau der Verbindung soll im September beginnen. Die Stadt rechnet mit einer Bauzeit von einem Jahr.

  • Die Freie Presse versucht heute reichlich mühsam, aus dem geplanten Umbau des Wilhelm-Külz-Platzes (Luftbild) ein Beispiel für mangelnde Bürgerbeteiligung zu konstruieren (Link). Für 250.000 Euro, davon 2/3 Fördermittel, soll dort von August 2014 bis Dezember 2014 der Straßenstummel entfernt und der Platz insgesamt aufgewertet werden. Warum man für solchen Kleinkram einen großen und frühzeitigen Bürgerdialog starten sollte, bleibt rätselhaft. Auch das Argument mit anderen, wichtigeren Maßnahmen zieht insofern nicht, dass diese Investition gerade in einem Bereich, der momentan auch größere Investitionen in den Gebäudebestand erfährt, dazu führen kann, dass sich die Dynamik weiter verstärkt und auch die rundum noch immer reichlich vorhandenen Sanierungsfälle von ihren Eigentümern in einem neuen Licht betrachtet werden. Alle Details und Planzeichnungen kann man in der Beschlussvorlage nachlesen. Dort wird in Anlage 8 auch der letzte Kritikpunkt widerlegt, nämlich die angeblich wegfallenden Parkflächen. Zitat: "Um den durch die Umgestaltungsmaßnahmen bedingten Verlust von ca. 21 bis 23 verkehrsrechtlich zulässigen Pkw-Stellplätze auszugleichen, werden an der westlichen Platzseite, im Bereich heutiger Längsparker, 23 Stellplätze in Senkrechtaufstellung neu geschaffen."

  • Wilhelm-Külz-Platz

    Die Freie Presse versucht heute reichlich mühsam, aus dem geplanten Umbau des Wilhelm-Külz-Platzes (Luftbild) ein Beispiel für mangelnde Bürgerbeteiligung zu konstruieren (Link).


    Alle Details und Planzeichnungen kann man in der Beschlussvorlage nachlesen. Dort wird in Anlage 8 auch der letzte Kritikpunkt widerlegt, nämlich die angeblich wegfallenden Parkflächen. Zitat: "Um den durch die Umgestaltungsmaßnahmen bedingten Verlust von ca. 21 bis 23 verkehrsrechtlich zulässigen Pkw-Stellplätze auszugleichen, werden an der westlichen Platzseite, im Bereich heutiger Längsparker, 23 Stellplätze in Senkrechtaufstellung neu geschaffen."


    Als ich das Ding vor einer Woche gelesen habe, bin ich unbefangenerweise über den Ausdruck „verkehrsrechtlich zulässig“ gestolpert. Das Ding ist wohl, dass heute auf dem Stummel (auf der Achse) der Josephinenstraße geduldeterweise durchaus einige Autos mehr geparkt werden, als in erlaubter Anordnung Platz hätten. Insofern gibt es vermutlich einen „praktischen Parkplatzverlust“.


    Der Plan des Landschaftsarchitekten hat mich übrigens gefreut, das mit den richtig verbindenden kreuzenden Wegen lässt ganz ohne Aufweitungen ein flächiges Zentrum entstehen; das ist ziemlich geschickt gemacht. Gespannt bin ich drauf, wie die Staudenanpflanzung wirkt –*„Pflege: eine Mahd im Spätwinter“.

  • Stadtverwaltung und Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) haben im Bauausschuss folgende Pläne für Stufe 2 des Chemnitzer Modells verkündet (Quelle):


    - Zuerst soll von 2015 bis 2016 die Fraunhoferstraße ausgebaut und bis zur Werner-Seelenbinder-Straße verlängert werden, um künftig als Zufahrt für die zwischen Reichenhainer und Fraunhoferstraße gelegenen Teile des TU-Campus' sowie zum Gewerbepark Smart Systems Campus mit den Fraunhofer-Instituten zu dienen.
    - Damit der Verkehr am Knotenpunkt der Reichenhainer, Elsasser, Altchemnitzer und Fraunhoferstraße ampelfrei flüssig fließen kann, soll vor dem Südbahnhof ein neuer Kreisverkehr entstehen.
    - Mitte 2016 soll dann mit dem Umbau der Reichenhainer Straße begonnen werden, ab Ende 2017 soll sie zwischen Südbahnhof und städtischem Friedhof weitestgehend verkehrsberuhigt sein.
    - Auf der Reichenhainer Straße sind am Stadlerplatz und dem neuen Campusplatz zwischen Zentralem Hörsaalgebäude und Mensa der TU sogenannte Mischflächen vorgesehen, auf denen sich Autos den Platz ohne Abgrenzungen mit Fußgängern, Radfahrern und den Überland-Straßenbahnen des Chemnitzer Modells teilen sollen.
    - Damit die Bahnen des Chemnitzer Modells wie geplant ab 2018 zwischen Hauptbahnhof und Thalheim fahren können, sollen vorher auch Bahnsteige an der Zentralhaltestelle sowie auf der Reichenhainer Straße barrierefrei umgebaut werden. Die neuen Fahrzeuge sollen laut VMS-Chef Harald Neuhaus Ende 2015 bereitstehen.

  • Chemnitzer Modell/Reichenhainer Straße

    Stadtverwaltung und Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) haben im Bauausschuss folgende Pläne für Stufe 2 des Chemnitzer Modells verkündet:
    Damit der Verkehr am Knotenpunkt der Reichenhainer, Elsasser, Altchemnitzer und Fraunhoferstraße ampelfrei flüssig fließen kann, soll vor dem Südbahnhof ein neuer Kreisverkehr entstehen.


    Ein Kreisverkehr vor dem Empfangsgebäude des Südbahnhofs – das klingt nach einer guten Idee, aber beträfe die hier angesprochene Fraunhoferstraße nicht direkt. Weiß jemand genaueres?


    Auf der Reichenhainer Straße sind am Stadlerplatz und dem neuen Campusplatz zwischen Zentralem Hörsaalgebäude und Mensa der TU sogenannte Mischflächen vorgesehen […]


    Dass diese Mischflächen es in der Planung so weit geschafft haben, ist wirklich erfreulich.


    Damit die Bahnen des Chemnitzer Modells wie geplant ab 2018 zwischen Hauptbahnhof und Thalheim fahren können, sollen vorher auch Bahnsteige an der Zentralhaltestelle sowie auf der Reichenhainer Straße barrierefrei umgebaut werden.


    Hier ist an der Stelle von Reichenhainer Straße mglw. Reitbahnstraße gemeint. Anscheinend geht es darum, Bahnsteige (abschnittsweise) auf 38 cm zu erhöhen. Das ist die richtige Höhe für die unteren Türen der Zweisystembahnen, die Höhe, die auch die neuen Bahnsteige 3 und 4 des Hauptbahnhofs haben. Von normalen Straßenbahn-Bahnsteigen wird man hingegen eine fühlbare Stufe nach oben zu steigen haben. Dass die Fahrzeuge keine so niedrigen Einstiege wie die chemnitzer Straßenbahnen haben können, ist ein Zwang der allgemeinen Eisenbahntauglichkeit. Schätzungsweise werden an der Zenti in der Bahnhofstraße die derzeit ungenutzten hinteren Bahnsteigteile nahe der Zschopauer Straße und bei sonstigen umgebauten Haltestellen jeweils ein kurzer Abschnitt erhöht. Für genauere oder konkret belegte Informationen wäre ich dankbar.

  • Die Pläne für den Umzug des Busbahnhofes in die unmittelbare Umgebung des Hauptbahnhofes werden jetzt konkreter - und sehen den Abriss eines weiteren Denkmales vor (Freie Presse). Danach ist vorgesehen, die Zentralhaltestelle für Busse des Stadt- und des Regionalverkehrs auf dem jetzigen Bahnhofs-Vorplatz zu integrieren. Der unter Denkmalschutz stehende Wasserturm (Luftbild) sowie ein benachbartes Trafohaus müssten abgerissen werden. Voraussetzung für den Bau an dieser Stelle wäre, dass die Bahn die Flächen an die Stadt verkaufe. Der große Vorplatz mit Steinplatten soll bleiben, werde aber verkleinert, weil ein Teil ebenfalls für den Busbahnhof benötigt werde. Die Fernbuslinien hingegen sollen nicht am Bahnhofsvorplatz halten, sondern an der Dresdner Straße, wo der Bahnsteigtunnel künftig enden soll. Mitte Juli soll ein Gutachten aufzeigen, ob die Vorstellungen von Rathaus und Verkehrsbetrieben in der Praxis umsetzbar sind.


    Ich sehe die Pläne zunehmend kritisch. Alles was jetzt geplant ist, ist mit dem vorhandenen Busbahnhof in nur 400 Meter Entfernung vom Bahnhof bereits vorhanden. Auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Fernbusverkehrs und den nicht wirklich vorhandenen Plänen für die Flächen des bisherigen Busbahnhofes beim Umbau der Aktienspinnerei erscheinen mir die Millioneninvestitionen zur Einsparung des kurzen Fußweges nicht wirklich zwingend. Natürlich ist die direkte Positionierung am Hauptbahnhof attraktiver, aber ist das eine solche Investition und den Verlust zweier Denkmale wert?

  • Auch wenn ich die Chemnitzer Stadtentwicklung nur noch aus weiter Ferne wahrnehme (und damit wahrschl. nicht alle Details kenne), teile ich deine Skepsis in Sachen Busbahnhof eher nicht. Der Busbahnhof jetzt ist gefühlt dann eben doch "weit" weg und wird zumindest nicht als eine ÖPNV/FV-Drehscheibe mit dem Hbf zusammen wahrgenommen. Das wäre mind. bei Bussteigen im Bereich des alten Wasserturms (sehe da jetzt trotz Denkmalstatus nichts, was dort unbedingt bleiben müsste) vorm Hbf gegeben. Kritischer ist dies aus meiner Sicht schon bei den Fernbussteigen an der Dresdner (Wie soll das da aussehen an der vielbefahrenen Straße? Und "weit" weg ist das dann gefühlt auch, selbst mit dem Fußgängertunnel (?)). Und, letzte Frage: der jetzige Standort des Busbahnhofes: soll der Platz nicht zu nem zentralen Campus umgebaut werden? Oder sind die kühnen Pläne längst eingedampft (jaja, müsste mal nachlesen)?

  • Der jetzige Standort des Busbahnhofs wurde zwar mit in die Planungen zur Unibibliothek einbezogen, allerdings hat man dort nur zwei Pro-Forma-Baukörper platziert, für die es weder eine konkrete Nutzung noch eine Finanzierung gibt. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass daraus etwas wird.


    Ansonsten war ich heute am Hauptbahnhof und kann mir noch nicht wirklich vorstellen, wie der Abriss des sehr am Rand befindlichen Wasserturms Platz für einen ausreichend großen Busbahnhof schaffen soll. Mir geht es auch nicht vorrangig um dieses Gebäude, sondern eher um die Kosten-Nutzen-Bilanz einer solchen Investition. Wenigstens sollte man dann die Gelegenheit nutzen, den leb- und sinnlosen Vorplatz neu zu gestalten.

  • Ich bin ansich sehr für die Verlegung des Busbahnhofes an den Hauptbahnhof und damit einen attraktiven Verkehrsknoten zu schaffen. Nur ärgern mich schon wieder diese unsäglichen Ausführungsideen.


    Das Ziel sind kürzere Umsteigewege -> also Haltestellen möglichst direkt an/neben den Haltestellen des Zugverkehrs. Es nützt kein Monsterprojekt bei dem die Haltestellen des Busbahnhofs teilweise wieder genauso weit weg sind wie derzeit - nur eben woanders. Und das am Besten noch unter möglichst irrwitzigem unnötigem Bauaufwand und den verbundenen Kosten.


    Es gibt zwei klare, sinnvolle, kostengünstige Varianten für den Standort eines Busbahnhofes: Ergänzung von Haltestellen parallel zu bereits bestehenden auf dem Bahnhofsvorplatz oder Ergänzung weiterer Haltestellen in Richtung Querbahnsteiggebäude direkt neben das Empfangshallengebäude (mit den wahrscheinlich kürzesten Umsteigewegen..). Aufgrund seiner geringen Auslastung muss der neue Busbahnhof auch nicht besonders groß werden. Ein paar "bessere", überdachte Haltesteige mit zusätzlicher "Businformation" im Bahnhofsgebäude reichen aus.

  • Bei dieser Planung hat man es doch am Ende nahezu genauso weit zum Bus wie jetzt. Kommt man bspw. aus Zwickau (Gleise 11-14) an, muss man erst die Treppen vom Bahnsteig runter, dann die Treppen wieder hoch, durch die lange Bahnhofshalle, über den (nutzlosen) Vorplatz um zum Bus zu kommen. Da ist es zum bisherigen Busbahnhof fast kürzer.
    Ich hätte den Busbahnhof damals an die Mauerstr./Minna-Simon-Str. versetzt. Die Chance wurde durch den Bau des Parkhauses dort leider vertan.

  • Ich finde das echt lustig. Die Haltestellenbuchten für einen möglichen Busbahnhof mit möglichst kurzen Umsteigemöglichkeiten existieren sogar schon: Und zwar sind es die Haltestellen für den Schienenersatzverkehr direkt vor der Querbahnsteighalle. Insgesamt befinden sich am Hauptbahnhof für jede Fahrtrichtung bereits vier Bushaltestellen, was für den "Busbahnhof" fast schon ausreichend wäre. Wenn nicht gäbe es wahrscheinlich auch Erweiterungsmöglichkeiten an der erwähnten Mauerstraße (über die es auch eine gute Wendemöglichkeit für Busse gäbe). Es fehlen höchstens noch ein paar Wartehäuschen/Überdachungen, elektronische Infoschilder, evtl. erhöhte Borde und fertig wäre der neue Busbahnhof. "Blöderweise" sind die Haltebuchten auch erst neulich gebaut worden.

  • Besonders perfide finde ich die Argumentation „mit dem Bus geht es doch auch“, die ausgerechnet vom Stadtforum und vorher schon von B90/Grüne kam (wobei es da durchaus einen Zusammenhang geben kann). Wenn man danach gänge, dass man auch mit dem Bus ein irgendwie brauchbares Angebot bieten kann, gäbe es in Chemnitz überhaupt keine Straßenbahn. Es gibt aber Ziele, die sich nur mit der Straßenbahn erreichen lassen.



    Das Projekt "Straßenbahn Reichenhainer Straße" ist einfach vollkommen nutzlos. Die Straße mit ihrer Allee verliert ihren schönen Charakter, es sollen Millionen versenkt werden für ein starres, unflexibles, langsames Transportsystem namens "Straßenbahn", welche mit ihren häßlichen Gleisen die Stadt verschandelt. Zumindest in der Stadt erfüllen Busse die gleiche Aufgabe genauso gut bzw. eher noch besser, weil die Streckenführung auch geändert werden kann und Busse schneller unterwegs sind. Außerdem müssen dafür keine Millionen verpulvert werden. Belasst die Reichenhainer Straße einfach wie sie ist.


    Diese hässliche Straßenbahntrasse an der Reichenhainer bringt Chemnitz NULL KOMMA NIX weiter.


    WAS eher sinnvoll wäre, wäre eine Straßenbahn-Strecke über die bestehenden Bahngleise des Südbahnhofes und eine Heranführung der Straßenbahn auf das Uni-Gelände von dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände aus.

  • Das dass Projekt "Straßenbahn Reichenhainer Starße" vollkommen nutzlos ist würde ich nicht wirklich unterstreichen geschweige denn beführworten wollen. Sicherlich ist die Rodung der Allee ein Kritikpunkt. Allerdings werden, so wie ich es verstanden habe, die gefällten Bäume zum Teil wieder gegen Neupflanzungen ersetzt.


    Mit der Aussage, dass es Chemnitz null Komma nix weiterbringt, wäre ich vorsichtig. Zum einen gibt es keine Simulationen noch Vorraussagen / Einschätzungen wie sich die Baumaßnahme auf´s Stadtgebiet auswirken. Wenn man bedenkt, dass man die Trasse Stollberg - Chemnitz von damals zu heute, im Bezug auf Fahrgäste, völlig unterschätzt hat.


    Zum anderen kommt hinzu, dass konsequent die Straßenbahn ihre eigene Spur besitzt und nicht mit dem Verkehr mitfährt.
    Was wiederum bedeutet, dass man als stolzer Straßenbahnfahrer in keinem Stau involviert ist. Was übrigens mit dem Bus nicht ausgeschlossen ist. (Wo wir dann wieder beim Thema ungeliebte "Verspätungen" wären).


    Eine Verlegung der Haltestellen wäre möglich, aber dennoch total sinnlos. Diese wären zum einem tote Haltepunkte wie der an der Messe Chemnitz und zum anderen vernichten sie eine Revitalisierung des Güterbahnhofes, dieser ja glücklicherweiße wieder in Betrieb genommen wird.


    Alles in allem bin ich für die Trasse... als Nutzer von öffentlichen Verkehrsmittel sowie auch als Autofahrer.


    Als zweiten großen Kritikpunkt kann ich nur noch die Langwierigkeit der Umsetzung bemängeln. Meines erachtens nach hätte das schon vor Jahren passieren sollen und MÜSSEN. Ob ich 2020 wirklich mit der Straßenbahn bis L.O. fahren kann steht heute noch in den Sternen.

  • Als ehemals langjähriger Straßenbahnfahrgast weiß ich, dass Straßenbahn weit lahmer ist als es einige weiß machen wollen. Eine einzige Störung (Unfall, Panne, Stromausfall, Bauarbeiten..) irgendwo im Straßenbahn-Netz kann erhebliche Beeinträchtigungen auf das gesamte Netz haben und fast alles bleibt liegen. Desweiteren bleiben die Bahnen -im Gegensatz zu Bussen- ausnahmslos an allen Haltestellen stehen, auch wenn niemand ein-/aussteigt. Das ist einfach nervig und zeitraubend.

  • Lieber Waldkauz, tut mir leid, aber wenn ich deine Texte hier lese muss ich leider feststellen, dass du wohl recht wenig Ahnung von den aktuellen Zuständen und Straßenbahnen im Allgemeinen hast. Ein paar kurze Anmerkungen dazu:
    1. Wieso sollte die Bahn langsamer sein als er Bus? Hast du dafür irgend welche Belege?
    2. Ich fahre ständig mit der Bahn. Ein Stromausfall ist dabei noch nie vorgekommen und auch Unfälle ereignen sich äußerst selten.
    3. Wenn du hier der Meinung bist, dass Straßenbahnen an jeder Haltestelle halten müssen, Busse aber nicht, dann bist du wohl noch nie auf der Reichenhainer Straße unterwegs gewesen. Ich könnte mich nicht erinnern, dass ein Bus dort mal einen Haltestelle auslassen konnte weil keiner ein- und aussteigen wollte.
    4. Wie stellst du dir eine Straßenbahn über die Bahngleise vor? Wenn dann gleichzeitig noch ein Bus auf der Reichenhainer verkehrt kann das keiner bezahlen und bloß mit der Bahn ist die Reichenhainer völlig vom Nahverkehr abgekoppelt.
    5. Es gibt noch viele weitere Argumente für eine Bahn, wie zu Beispiel dass mit Bussen im 10 Minuten Takt der Bedarf nicht mehr gedeckt werden kann, oder dass Bahnen im Allgemeinen besser angenommen werden als Busse und somit mit einem steigenden Anteil an Nahverkehr gerechnet werden kann. Außerdem können Bahnen umweltfreundlich mit Strom versorgt werden und produzieren keinen Feinstaub, ...


    Ich sehe da schon einige Punkte die für eine Straßenbahn auf der Reichenhainer Straße sprechen.

  • Danke @ Euler, ich sehe das ebenso.


    Des Weiteren soll/kann hier die Anbindung an die Eisenbahnstrecke Chemnitz - Thalheim - Aue erfolgen. Der Erfolg eines solchen Modells zeigt uns die Strecke nach Sollberg. Bis auf den Verlust der Allee sehe ich kaum Vorteile für den Bus. Chemnitz ist schon grün genug, Bäume wachsen auch mal nach und Ersatzpflanzungen müssen ja auch durchgeführt werden.

  • Ich meine auch nicht, dass Straßenbahn keine Vorteile hätte. Nur frage ich mich ob die Vorteile solch große Investitionen/Baumaßnahmen und Einschnitte lohnen würden.


    Stimme Euch zu, die Schnapsidee mit der Führung der Strecke über den Güterbahnhof nehme ich zurück.

  • Bäume

    In den vergangenen Jahren wurde an der Zschopauer Straße eine mächtige Allee abgeholzt – im stadtinneren Bereich abschnittsweise und im äußeren Bereich vollständig. Obwohl es sich um wirklich große Bäume handelte und keineswegs vollständiger Ersatz vorgesehen war, gab es keinen öffentlichen Widerspruch; jedenfalls habe ich keinen solchen mitbekommen, obwohl ich alltäglich da langkam und die Lokalpresse aufmerksam verfolge.


    Jetzt soll an der Reichenhainer Straße eine Allee aus größtenteils mickerigen* Platenen abgeholzt und nachher vom Prinzip her vollständig, in leicht veränderter Lage erneuert werden. Da gibt es einen Aufstand.


    Verstehe, wer will!



    * Die Allee an der Reichenhainer sieht ja durchaus nett aus und ich mag sie auch, indes bedenke man beim Problem der Fällung neben der Tatsache, dass sie auf einer überlegten und gut begründeten Umgestaltungs-Idee beruht, folgendes: Es ist nicht etwas so, dass die Platane ein Mini-Gewächs in Obstbaumgröße wäre. Die Bäume an der Reichenhainer sind zum weit überwiegenden Teil in schlechtem Zustand. Das hat eine wesentliche Ursache in der Art der Anlage der Allee, die in mancher Hinsicht nicht sachgerecht ist. Eine Neuanpflanzung würde sehr viel schneller und besser wachsen, als die heute stehenden Bäume gewachsen sind. Wer einen Vergleich braucht, schaue auf die Platanen in der Innenstadt an der Straße der Nationen! Die dortigen Platenen sind mehrere Jahrzehnte jünger als die an der Reichenhainer Straße, aber ragen teils schon höher auf.


    Außerdem möge man bei der Bewertung des (zeitweiligen) Verlustes bedenken: Die Platane ist bei uns ein ökologisch vergleichsweise wertarmer Baum, weil er importiert ist und die hier heimischen Tiere nicht viel damit anfangen können.

  • Danke @ Euler, ich sehe das ebenso.


    Des Weiteren soll/kann hier die Anbindung an die Eisenbahnstrecke Chemnitz - Thalheim - Aue erfolgen. Der Erfolg eines solchen Modells zeigt uns die Strecke nach Sollberg. Bis auf den Verlust der Allee sehe ich kaum Vorteile für den Bus. Chemnitz ist schon grün genug, Bäume wachsen auch mal nach und Ersatzpflanzungen müssen ja auch durchgeführt werden.


    Aber gerade wenn diese Strecke nach Thalheim im Rahmen des Chemnitzer Modells umgesetzt werden sollte und wenigstens eine Haltestelle am Güterbahnhof (uninah) entstehen würde, dann würde sich aus meiner Sicht auch die Straßenbahntrasse Reichenhainer erledigen, da es als entlastende Alternative zum Bus noch die Bahn gäbe.