Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“

  • Genehmigungsplanung am Südpier ist beendet

    Die Berliner Flughafengesellschaft hat heute den dritten Nachtrag zur Baugenehmigung für das Südpier am BER beim Bauordnungsamt eingereicht. Damit ist die Genehmigungsplanung für das Südpier abgeschlossen.

    Die Unterlagen werden nun durch das Bauordnungsamt geprüft.

    Link

  • Entrauchungstechnik und Eröffnungspläne

    Die Flughafengesellschaft hat die Planungsleistungen für den Umbau der Entrauchungsanlage im Hauptterminal wie auch für die noch ausstehenden Nachträge zur Baugenehmigung vergeben. Auf einen Generalplaner wird dabei verzichtet, dessen Findung an eine europaweite Ausschreibung gebunden gewesen wäre. Die Aufträge sind in einer Interimsvergabe erteilt worden, dies soll den Vorteil haben, dass Preisverhandlungen leichter möglich sind.

    Parallel dazu sollen die weniger komplizierten Teile der Entrauchungsanlage fertiggestellt werden. Laut der Flughafengesellschaft sei dies etwa die Hälfte der Flächen.

    Von Mitte dieses Jahres bis zum März 2016 sollen alle baulichen Maßnahmen an der Entrauchungstechnik abgeschlossen sein. :klatschen

    Anschließend stehen dann die Abnahme sowie die Inbetriebnahme mit dem sechsmonatigen Probebetrieb an. Wenn, ja wenn, dann alles funzt und flutscht, dann, wäre der BER im Juli 2017 betriebsbereit und könnte zum WFP 17/18 eröffnen. :toll1:Link

  • Die letzten Meldungen zum BER erweckten ja bei mir den Eindruck, als ob hier gerade ein zartes Pflänzchen gedeiht und der Fluchhafen sich endlich mal auf einem guten Weg befände.
    Aber da macht Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) nicht mit. Der meint nämlich, den Leipziger Flughafen als eine Art "Berliner Zweitflughafen" zu nutzen da man ja von Leipzig mit dem ICE innerhalb einer Stunde nach Berlin Innenstadt gelange und sich so die notwendige BER-Erweiterung sparen könnte.
    Die anderen beiden Gesellschafter Berlin/Brandenburg sind darüber verständlicherweise not amused und fordern ein Einlenken des Bundes andernfalls lasse man die für Freitag geplante Aufsichtsratssitzung platzen.

    Ein entsprechender Abendschau-Beitrag ist hier verfügbar.

  • Hallo,

    mit dem Beitrag, Leipzig sei sehr nah an Berlin hat Herr Dobrindt wieder einmal enorme Visionarität bewiesen.

    Nur leider benötigt man vom Berliner Hbf zum Flughafen Halle leipzig 1:45, da man umsteigen muss.
    Durchgehende Züge würden dies beschleunigen, sind aber auch nicht umsonst.
    warum die Bahnstrecke in Richtung Halle/Leipzig nicht als Sschnellfahrstrecke ausgebaut wurde (dahinter wird eine neue anschließen) könnte er in diesem Zusammenhang erläutern.

    Man könnte auch nach Hannover, Braunschweig, Stettin, Dresden, Hamburg... fahren um von dort zu fliegen.
    Ich würde sagen, besser wäre es gewesen, er hätte nichts gesagt.

  • Ha ha, der Herr Dobrindt könnte auch genauso sagen, dass in MUC kein Ausbau nötig ist, weil in Nürnberg gibt es ja Kapazitäten, die man nutzen könnte. Keine dritte Runway, nein, sollen die Menschen den Airport in Nürnberg nutzen. Der ICE zwischen München und Nürnberg rast einen großen Teil der Strecke ja mit 300 Sachen durch die Landschaft. Aber dafür würde er dann zu Hause in den Gefilden der CSU entsprechende Reaktionen ernten.

    Die Aussage zum Berlin-Leipzig-Flughafen wäre dann die Schattenseite der bayrischen Flughafenpolitik.

    Die Indianer sagen dazu: er spricht mit gespaltener Zunge!

  • u. a. Ergebnisse der Aufsichtsratssitzung

    In der gestrigen Aufsichtsratsitzung wurde geklärt, dass die für die BER-Fertigstellung benötigten 1,1 Milliarden Euro bedarfsgerecht als Kapitalzuführungen in die Flughafengesellschaft gegeben werden sollen. Diese Zahlung aus den öffentlichen Kassen muss allerdings noch von den Parlamenten der drei Flughafen-Eigentümer abgesegnet werden.
    Die PM von gestern: Link

    Im Notifizierungsverfahren bei der EU-Kommission, deren Zustimmung nötig ist, wird die Flughafengesellschaft sogar 2,2 Milliarden beantragen. Der Grund hierfür ist die anstehende Erweiterung des Flughafens. Weitergehende Maßnahmen für die Erweiterungen beschließt der Aufsichtsrat allerdings nicht.

    Technikchef Jörg Marks teilte mit, die Bauarbeiten lägen "im Zeitplan" und "erste Meilensteine" seien erreicht. Baulich soll die neue Infrastruktur im März 2016 fertiggestellt sein.

    Am Montag wird Hr. Mühlenfeld auf Hrn. Mehdorn folgen, bzw Hr. Mehdorn seinen Posten bis zum Ende des Monats übergeben.

  • Sanierung Nordbahn

    Die Sanierung der zukünftigen Nordbahn des BER in Schönefeld (es ist die verlängerte ehemalige Südbahn von SXF) beginnt am 2. Mai. Dies wurde von der Flughafengesellschaft bestätigt. Die Bauphase soll ca. sechs Monate umfassen. In dieser Zeit wird der Verkehr in Schönefeld über die neu errichtete Südbahn des BER abgewickelt. Link

  • Pläne für die Entrauchungsanlage(n) stehen

    Das schlimmste Dilemma des BER geht hoffentlich einem positiven Ende zu: Die Pläne für die künftigen Entrauchungsanlagen (aus eins mach drei, um die Komplexität zu reduzieren) sind fertig und müssen nun laut Zeitplan Ende des Monats zur Genehmigung vorgelegt werden.
    Quelle

    Zudem hat die Mopo nun eine interaktive BER-Checkliste erstellt. Dort sieht man, welche Meilensteine Mehdorn bis wann abgearbeitet haben wollte, damit der BER 2017 eröffnen kann. Bisher liegt man wohl im Zeitplan, aber sehr bald müssen weitere Ergebnisse kommen, wenn man bis 2016 alle Baumaßnahmen fertig haben will.

  • Landrat Stephan Loge glaubt an BER Eröffnung 2017

    Der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald Stephan Loge war gestern beim Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeodnetenhauses zu Gast und glaubt an eine Eröffnung des BER im jetzt anvisierten Jahre 2017. So äußerte er "Wir sind jetzt langsam in der Gewohnheit, dass Termine eingehalten werden". Die Arbeit mit der Flughafengesellschaft habe sich seit einem Dreivierteljahr verbessert: "Es ist jetzt so, wie man es erwartet." Link

    Zudem haben die drei Gesellschafter des neuen Hauptstadtflughafens BER jetzt den Weg frei gemacht für weitere 1,1 Milliarden Euro, um den Bau, insbesondere im Bereich des Brandschutzes, zu finanzieren. Link

    Als weitere Nachricht haben im Infrastrukturausschuss des Brandenburger Landtages alle Fraktionen mit Ausnahme der AfD gegen eine Initiative gestimmt, die den Bau einer dritten SLB ausgeschlossen hätte und die Zahl der Flugbewegungen auf 360.000 begrenzt.

    Die Wahl eines neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates verzögert sich derweilen. Die geplante Sitzung am 8. Mai wurde abgesagt und als neuer Termin ist der 3. Juli vorgesehen.

  • War mir bisher so gar nicht bewusst, aber im Rahmen des Champions League Finales in Berlin wurde zusätzlicher Parkraum für anreisende Fans in Schönefeld auf den Parkpositionen des neuen Terminals genutzt. Welche nette Überraschung das Vorfeld einmal mit Flugzeugen gefüllt zu sehen, man kann sich ja schon fast vorstellen wie das ganze einmal als Flughafen wirken könnte ;)


    Herkunft der Bilder: https://de-de.facebook.com/berlinairport

  • Oh man...schöne Fotos, aber ich fürchte wie bei vielen anderen Deutschen Flughäfen, Anfahrt mit dem Schattelbus, das ist nervig und total anstregend.
    Es sollten viel mehr direkte Anparkmöglichkeiten geben, damit man direkt aussteigen kann.

  • Verkabelung nun plangemäß

    Inzwischen ist der nächste Meilenstein geschafft: Die vielen Kabel sind ordnungsgemäß verlegt worden, die benachbarten Wasserrohre wärmeisoliert. Damit sind zumindest die ersten beiden Puzzlestückchen des neuen Zeitplans erfüllt. Der Tagesspiegel erinnert in dem Zusammenhang noch mal daran, dass die Probleme mit der Verkabelung ohne den Ärger mit der Entrauchungsanlage wohl gar nicht rechtzeitig ans Licht gekommen wären :nono:

  • nach BER-Eröffnung bleibt altes SXF-Terminal offen

    Heute hat der Aufsichtsrat getagt und das ist dabei herausgekommen:

    Für ungefähr fünf Jahre über die Eröffnung der neuen Infrastruktur hinaus soll das alte SXF-Terminal weiter geöffnet bleiben und so helfen die Kapazität des BER zu erhöhen, um die erwarteten 33 Mio. Passagiere/Jahr (in 2017) abfertigen zu können.

    Zudem wurde der Regierende Bürgermeister Berlins Michael Müller heute zum Aufsichtstratsvorsitzenden gewählt.

    Hier der Link: Drück mich!

  • Nichts hält in Berlin länger als ein Provisorium. Nur, dass man hier den falschen Altflughafen weiter nutzt. Tegel hat sehr viel mehr Kapazität und ist auch von der Substanz her noch sichtlich besser geeignet, weiterbetrieben zu werden (Schönefeld Alt ist regelrecht "runtergerockt", sieht man schon mit bloßem Auge als Fluggast an jeder Ecke).

    Aber statt das Vernünftige zu tun, Tegel per Ausnahmegenehmigung zumindest noch ein paar Jahre am Netz zu lassen und Schönefeld Alt abzureißen um geregelt dem neuen Regierungsflughafen Platz zu machen, werden wir bald erleben, dass die alte Schrottkiste weiter Fluggäste aus aller Welt empfangen darf, während Tegel zugesperrt wird (Nachnutzung offen) und absolut ungeklärt ist, wie der Regierungsterminal gebaut werden soll, wenn der Bauplatz weiter besetzt bleibt, während für eine Erweiterung des BER Terminal noch nicht einmal konkrete Planungen stattgefunden haben und somit noch auf Jahre dort keine zusätzlichen Kapazitäten frei werden.

    Und dieses Provisorium ist gerade einmal für die Passagierzahlen ausgelegt, die 2017 erwartet werden. Und dann? 2017, soviel ist definitiv sicher, ist keine BER Erweiterung fertig (dann ist, wenn nun endlich alles klappt, gerade mal der eigentliche BER fertig). Und ab dann arbeitet man mit einem aus allen Nähten platzenden BER und ebenfalls aus allen nähten platzenden, abgerockten SFX für unbestimmte Zeit wie weiter? Abfertigung in Zelten bei Passagierwachstum? Umleitung neuer Passagiere nach Leipzig?

    Tegel fertigt derzeit über 20 Mio. Passagiere ab (Schönefeld Alt bewältigt mit Müh und Not 7 Mio). Zusammen mit den 27 Mio., für die der BER gebaut wird, hätten wir erstmal Luft, könnten sofort mit dem Bau des neuen Regierungsterminals anfangen, nach einem kurzen Abriß von SFX, und uns in Ruhe mit einer BER Erweiterung befassen.

    Aber wieso auch logisch und naheliegend, wenn man auch einfach Stur bei der vor 20 Jahren getroffenen Entscheidung, Tegel mit Eröffnung von Schönefeld Neu stillzulegen, bleiben kann. Gewöhnlich steht die Politik selten zu ihren Ankündigungen, schon gar nicht über wechselnde Legislaturen hinweg. Aber hier hat man sich offenbar entschieden sich an Entscheidungen von vor zwei Jahrzehnten gebunden zu fühlen. Damals dachte man ja auch, dass Schönefeld Neu 2007 (das war der Plan!) eröffnet werden würde und was weiss ich nicht alles. Nun ist man ein ganzes Jahrzehnt im Verzug, im Vergleich zu den Ursprungsplänen, als man auch die Stilllegung von Tempelhof und Tegel beschloß. Die Umstände haben sich geändert, es müsste komplett neu bewertet werden (das würden auch Aufsichtsbehörden und Verwaltungsgerichte so sehen!). Tegel ist nach wie vor ein moderner Verkehrsflughafen - allemal moderner als Schönefeld Alt - und wird dringend gebraucht. Ich könnt mit dem Kopf auf die Tischplatte einschlagen. :nono:

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Nichts hält in Berlin länger als ein Provisorium. Nur, dass man hier den falschen Altflughafen weiter nutzt. Tegel hat sehr viel mehr Kapazität und ist auch von der Substanz her noch sichtlich besser geeignet, weiterbetrieben zu werden (Schönefeld Alt ist regelrecht "runtergerockt", sieht man schon mit bloßem Auge als Fluggast an jeder Ecke).

    Inwiefern jetzt ein Terminal in Tegel die fehlende Kapazität des BER ausgleichen soll, erschließt sich mir nicht. Schließlich kann und wird von dort kein Flugbetrieb mehr stattfinden. Von den Runways in Schönefeld hingegen schon. Insofern ist die Weiternutzung bereits bestehender Anlagen dort bis zur tatsächlichen Erweiterung ein völlig natürlicher und auch alternativloser Vorgang.

  • Gibts denn bereits Illustrationen zum Terminal Erweiterungsbau des BBI?
    Also dem Teil, der erst noch geplant, genehmigt und gebaut werden muss?

    Ps. Ist dort ein weiterer halt der S-Bahn möglich, die Tunnelröhre geht ja direkt genau wie ein Lot unter dem Rollfeld nach Westen hindurch.

    Danke.

  • ^ Es gibt keine realitätsnahen Illustrationen zur Erweiterung des BER und es ist auch noch nicht einmal klar wie diese Erweiterungen planerisch aussehen werden. Ursprünglich sollte ein Satellit gegenüber dem Mainpier gebaut werden. Da es aber keine Vorleistung für die Verbindung zum Mainpier und Terminal gibt würde dies teuer. Sollte diese Planung sich dennoch in der Zukunft durchsetzen, dann ist kein weiterer S-Bahn Halt unter dem Satelliten geplant. Er wäre auch sinnfrei, da die Ausgänge, Check-Ins, Kofferbänder, Sicherheitskontrollen, etc. alle über das Terminal abgewickelt würden, der Weg eines Pax mit Berlin als Reiseausgangspunkt oder-ziel also obligatorisch übers Terminal führen würde. Bei dieser Variante.

    Wahrscheinlicher zur Zeit sind Terminalneubauten in unmittelbarer Nachbarschaft von Süd- und Nordpier, für je 10 Mio Pax. Dies wäre billiger und bez. der Erschließung einfacher zu haben.

    Und eine weitere Idee wäre ein Terminalneubau auf Selchower Seite. Dort könnte die S-Bahn dann zusätzlich halt machen.

    Hier ein Text der Berliner, der sich mit dem Thema beschäftigt. Link

    Die Entscheidung heute SXF alt weiter offen zu lassen soll ermöglichen den BER in Ruhe fertig zu stellen und erst dann, so glaube ich nachdem was ich so lese, wird sich getraut was Konkretes an Neubau anzugehen. Hr. Mühlenfeld hat ja vor kurzem auch ein Provisorium a la einer Wellblechhütte wie das Terminal C in Tegel ins Gespräch gebracht um Zeit zu gewinnen.