Straßenbau & -planung

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    @ Regent - was soll der Unsinn. Es redet niemand von 100 % Radverkehr - die 1% notwendiger Lieferverkehr machen den Kohl nicht fett.

    Du denkst 99% fahren zum Spaß und 1% ist notwendiger Verkehr? :lach:

    Stuttgart ist nun mal Industrie- und Wirtschaftsstandort, immerhin 6 größte Deutsche Stadt mit 2,5 millionen Menschen im Ballungsraum. Da braucht es einfach eine gewisse Infrastruktur! Niemand sagt etwas gegen das Radfahren, oder wenn gegeben das ausweisen von Radwegen/Fahrradspuren. Aber ein Rückbau der Infrastruktur ist schlicht und einfach unrealistisch. Mein ehemaliger Arbeitgeber kam übrigens abwechselnd mit Pedelec oder Porsche zur Arbeit - mit schwarz/weiß denken funktioniert die Welt nunmal nicht.

  • Die ganzen Autofahrer die über die Weinsteige runterkommen, weichen scheinbar wenigstens zum teil auf öffentliche Verkehrsmittel aus (obwohl sie doch alle so viel transportieren müssen ;))

    Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de

    parkplätze die für abgeordnete und landtagsmitarbeiter reserviert sind können ruhig wegfallen, die sollen schön mit gutem beispiel vorangehen und die öffis nutzen

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    hfrik
    Weinsteige: Du meinst Bergauf- und Abspur für Radler zusammen gefasst nebeneinander? Ich weiß nicht, ob Du die Weinsteige öfter mit dem Pkw befährst, aber das ist nur in kleinen Abschnitten überhaupt denkbar. Die Luftbilder sind hier wenig aussagekräftig. Auf der Abwaertsseite rechts ist hingegen überhaupt kein Platz, die Grundstücke grenzen zu nah an die Fahrbahn. Solange keine Fahrspuren wegfallen, ist das für mich prinzipiell in Ordnung - auch wenn ich das für kaum realisierbar halte - die Grünen legen es aber offenbar darauf an, so zumindest im Landtag - es sei denn, sie wollten nur schockieren und provozieren.


    Dass auf der Abwärtsseite kein Platz ist ist bekannt.
    Problematisch für den radverkehr ist die bergaufseite, weil der radler dort nicht im Verkehr mitschwimmen kann. Ergo ist dort der Radweg vorgesehen, mit Option für alle die nicht im Mischverkehr fahren wollen dort auch bergab zu fahren, das dürften eher mehr als 3m Breite werden, womit das gehen sollte. Wer schnell beragab fahren will, kann wie bisher bei Tempo 50 im Mischverkehr mitschwimmen, Bremsen aufmachen reicht hierzu bei 7% Gefälle - dafür habe ich wieder Praxiserfahrung. Womit das Problem mit wegfall einiger Parkplätze zufriedenstellend gelöst werden kann.

    @ Regent - ich rede auch nicht von 99% Radverkehr. Du machst hier Schwarz-WEiss-Politik - weil man mit dem Fahrrad allein nich 100% abdecken kann, drüfen keine Radverkehrsanlagen gebaut werden - das ist der KErn deiner Aussagen so wie ich sie bisher verstanden habe.

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    weil man mit dem Fahrrad allein nich 100% abdecken kann, drüfen keine Radverkehrsanlagen gebaut werden - das ist der KErn deiner Aussagen so wie ich sie bisher verstanden habe.

    Nö, es geht darum das unser Verkehrsminischterle meint er könnte einseitige Verkehrspolitik zugunsten des Fahrrades, auf Kosten des Kraftfahrzeug Verkehrs machen. In kompakten Flächenstädten mag es möglich sein einen Teil des Verkehrs aufs Fahrrad zu verlagern. Stuttgart ist leider erstens alles andere als Kompakt, sondern ein großer Ballungsraum mit mehreren Unterzentren, die Entfehrnungen sind teilweise relativ groß. Noch dazu leben wir hier in einer alles andere als für Radverkehr geeigneten Landschaft. Radspuren meinetwegen, warum auch nicht - aber wenn Winne meint er könne damit indirekt den Autoverkehr blockieren hat er sich geschnitten!

  • Nun, dann müsste die Weinsteige in der geplanten version für Dich ja OK sein. Ansonsten gilt der - sinnvolle - alte Grundsatz bei Verkehrsflächen: fliessender Verkehr vor ruhendem Verkehr. Sprich sind Parkplätze einer sinnvollen Radverkehrsführung im Weg, müssen diese weichen. Wer dann einen Parkplatz braucht, kann ihn sich auf seinem Grundstück bauen.
    Was Hermann da machjt ist mir relativ Wurst, der ist bei mir eh unten durch.

  • Weinsteigen-News: Der Bezirksbeirat Süd erwägt auf grüne Initiative eine "Verringerung auf eine Fahrspur". Voran gegangen war eine heftige Diskussion über Falschparker auf Gehwegen stadtauswärts (Wieviel Fußgänger gibt es da eigentlich täglich). Die xxxx meinen es offenbar wirklich ernst.

    Himmel hilf!

    Quelle: StN 19.06.13

    EDIT:

    Stuggis Hauptverkehrsader B14 wird nach Vorstellung von Fritzle 30er Zone. Fehlt nur noch die City-Maut. ADAC: Schwachsinn.

    Quelle: StN-Online
    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.neuer-b…13847f8060.html

  • um mal hfrik zu zitieren: lesen hilft. Was steht denn da jetzt im Artikel. Schau mer mal, also: Tempo 30 auf der B14 wird in der Tat erwähnt. Skandal! Aber halt, was steht denn da noch (Zitat STN:(

    Das 50er Tempolimit zwischen Leuze und Neckartor führe zu Stoßzeiten zu weniger Stau, da gleichmäßig (geändert, da unerlaubtes Pressezitat, in eigenen Worten).

    na sowas! Jetzt hat das Fritzle da ein paar Geräte gekauft (und sich zur Hälfte von der EU bezahlen lassen, der alte Schlingel), welche diesen Effekt noch weiter treiben sollen, in dem statt Stop-and-Go die Autos gleichmäßig durch die Stadt rollen lassen, in dem sie je nach Bedarf die Geschwindigkeit in Stufen zwischen 30 - 50 km/h vorgeben.
    Das klingt doch in der Theorie ganz vernünftig, denn wenn ich im Stau stehe ist es doch relativ egal, ob ich das neben einem Schild mit 80, 50, 30 oder 10 km/h tue, und jetzt kommts: selbst mit 10 km/h im Leerlauf dahinrollen ist immer noch schneller als stehen...ist natürlich alles nur Theorie (und intelligente Verkehrsleitsysteme sind nicht selten strohdoof), aber ein Versuch wäre es doch wert...sofern die 250.000€ vom Hersteller zurückgefordert werden wenn das "Glumb" nichts taugt bzw. die Stauproblematik nur an eine andere Stelle verlagert wird.

    zur Weinsteigen-Bergwertung hab ich mich bereits geäußert - das wird in der Tat spannend.

  • Die Theorie überzeugt mich nicht. Was angeblich vom Leuze zum Neckartor halbwegs klappt (weitgehend Stromlinie), muss noch lange nicht vom Neckartor bis zum Marienplatz klappen, mit all den Zuführungen, Abfahrten, rauf und runter.

    Fritzle hatte ja bereits vor Monaten deutlich gemacht, dass der Straßenverkehr in Stuttgart insbesondere auch in den Hauptverkehrsadern auf 30er und max. 40er Zone gepolt werden soll. Ob sinnvoll oder nicht, wurde dabei nie gefragt. Die flächendeckende 30er Zone ist ja ohnehin eine alte Forderung der Grünen. Das macht er jetzt einfach, wenn auch schrittweise, egal mit welcher Begründung. Dann werden noch weiter Fahrspuren zurück gebaut und schließlich kommt die City-Maut noch oben drauf. Willkommen in der Hauptstadt des Automobils.

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    Fritzle hatte ja bereits vor Monaten deutlich gemacht, dass der Straßenverkehr in Stuttgart insbesondere auch in den Hauptverkehrsadern auf 30er und max. 40er Zone gepolt werden soll. Ob sinnvoll oder nicht, wurde dabei nie gefragt. Die flächendeckende 30er Zone ist ja ohnehin eine alte Forderung der Grünen.

    Ja das war eine reine "Wahlkampf"-Schnappsidee und er ist von generell 30 ganz schnell wieder abgerückt... das geht doch gar net

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    Das macht er jetzt einfach, wenn auch schrittweise, egal mit welcher Begründung.


    Naja, er ist ja noch nicht Kim Yong Kuhn :lach:. Entscheiden tut immernoch der Gemeinderat...

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    Dann werden noch weiter Fahrspuren zurück gebaut und schließlich kommt die City-Maut noch oben drauf.


    Auch hier Bedarf es der Entscheidung des Gemeinderates, der 2014 wiedergewählt werden will! Die werden ein Teufel tun, eine so entscheidende Entscheidung in Staucity zu treffen.

    Einer City Maut fehlt es in Dtl. soweit ich weiß noch einer rechtlichen Grundlage. Quelle kann ich leider keine nennen. Im Deckmantel der German Angst mit all Ihren dramatischen Prophezeiungen (Datenschutz, Verwaisung der Innenstädte) ist letztlich eh keiner wirklich für solch eine Maut...

    Fazit: Bislang haben die Grünen noch nichts erreicht :Nieder:. No Panic - glücklicherweise auch keine wirklichen Verschlächterung :daumen:
    Die sind jetzt im Sommer eh zu sehr mit Fahrradfahren abgelenkt...

  • OT-Kommentar:der von vielen so heißgeliebte S21-Bahnknoten existiert und funktioniert ja bisher auch nur in der Theorie/Simulation, insofern ist das doch ein ähnliches Experiment, wenngleich bei S21 wenigstens ordentlich Stadtentwicklungsfläche abfällt (Koschd dafür halt a bissle mehr).

    Die latente Gefahr bei der grünen Partei, an und für sich gute Ideen aus ideologischen Gründen zu überspitzen und somit zu versauen besteht natürlich schon.

    Auf jeden Fall bin ich gespannt ob es die Industrie schafft, im Jahr 2013 ein Verkehrsleitsystem zu entwickeln das wenigstens halbwegs seinem Namen gerecht wird und nicht als Verkehrsleidsystem auf dem Elektro-Schrotthaufen endet.

    Eine stadtweite Zone30 kommt hoffentlich NIE!

  • Fritzle meint, die "autogerechte Stadt" habe die Verkehrsprobleme maximiert. Nicht bekannt ist, ob sich Fritze damit ev. auf die verkehrsungerechteste und zugleich stauträchtigste Großstadt Deutschands - Stuttgart - bezieht. Kann eigentlich nicht sein. Komplett ballaballa ist er trotz allem ja doch nicht - ganz.

    Quelle: Schwarzwälder Bote

  • Hallo,

    wieso, er hat doch recht.

    Warum werden die meisten Autos von Norden nach Süden mitten durch die Stuttgarter Innenstadt geführt, etwa von Filderstadt nach Ludwigsburg oder vom Flughafen nach Fellbach - das gibt's so in keiner anderen Stadt. Und da - hat er vollkommen recht - bedarf es einer verstärkten Zusammenarbeit in der Region, damit deren Verkehrsprobleme nicht im Stuttgarter Zentrum gelöst werden.

    Dass Stuttgart einen sehr guten Nahverkehr hat, gebe ich unumwunden zu, aber das nutzt halt dem Verkehr innerhalb der Stadt. Und dass das Stadtzentrum zu einem überbauten Autobahnkreuz umgebaut wurde, gibt es sonst auch nirgendwo.

    Darum: Schließung des Planietunnels, Neu - und Ausbau des Stuttgarter Vollringes.

    Holger

  • Wieso hat er recht :confused:

    Ist Stuggi eine "autogerechte" Stadt? Woran macht sich das konkret bemerkbar? Wird dem Individualverkehr entsprechend höchste Priorität eingeräumt und ist der ÖPNV in Stuggi nur alibimäßig vorhanden? Gibt es Hochstraßen, keine Fußgängerüberwege? Einen mittleren Ring, einen Autobahnring, keine unfallträchtige Kreuzungsverkehre mit Stadtbahnen an neuralgischen Punkten?

    Und dass das Stadtzentrum zu einem überbauten Autobahnkreuz umgebaut wurde, gibt es sonst auch nirgendwo.

    Wo gibt es im Stadtzentrum eine Autobahn? Im Gegenteil: Demnächst wird wohl alles sogar 30er-Zone. Warst Du mal im Ruhrgebiet oder im Osten, Berlin oder in Hamburg?

    Ich weiß nicht, ob wir von der selben Stadt sprechen.

    Ansonsten gebe ich Dir sicher recht. Das alles hat aber mit einer "autogerechten Stadt" nur überhaupt nichts zu tun, eher im Gegenteil (= autoungerechte Stadt).

    bedarf es einer verstärkten Zusammenarbeit in der Region, damit deren Verkehrsprobleme nicht im Stuttgarter Zentrum gelöst werden.

    Schöne Plattitüde. Aber seine Partei, allen voran Winne lehnt das doch gleichzeitig vehement ab: Beispiel Nordostring.

  • Man sollte das Thema von 2 Seiten sehen:
    1. Stuttgart ist keine autogerechte Stadt, sondern Stauhauptstadt Nr. 1 in Deutschland und auf dem Niveau von L.A., N.Y., Rom und Paris.

    2. Stuttgart hat aber trotzdem große Verkehrsschneisen in der Innenstadt

    Das Problem ist (wie bereits angesprochen), dass sehr viel Verkehr in der Stuttgarter Innenstadt ist, der dort eigentlich nicht sein möchte, sondern ein Ziel außerhalb der Innenstadt hat.
    Es fehlen schlichtweg die Entlastungsstrassen. Ich möchte in diesem Zusammenhang nochmal das Bild verlinken, bei dem ich qualitativ mal die notwendigen Entlastungsstrassen eingezeichnet habe: http://i.imgur.com/gTgqi.jpg

    Ich stelle da mal die Behauptung auf, das der Verkehr in Stuttgart sich damit um 30%-50% reduzieren ließe.

  • Genau die Grünen sind es doch, die jeglichen Ansatz einer Entlastungsstraße torpedieren - seien es kleiner oder großer NO-Ring, Filderauffahrt und selbst die Alternative zur Krailenshaldentrasse aka Prag- und Rosensteintunnel wurden bekämpft.

    Dümmliches Argument: "Straßen ziehen Verkehr an."
    Ja was denn sonst!
    Es geht doch darum, daß das Straßennetz insgesamt optimiert Verkehr anzieht und verteilt und nicht darum, daß eine neue Straße leer bleibt.

    Mit mehr und mehr Tempo 30 sowie Fahrstreifenrückbau wird man den Verkehrsmassen jedenfalls nicht Herr werden und auch elektronische Verkehrssteuerung ist kein Allheilmittel.

  • Was heißt "also doch"? Genau wie erwartet. Nachdem die ohnehin wenigen Hauptstrassen innerorts in Stuggi selten "gut ausgebaut" sind, kommt realistisch nur noch die B14 mit über Radlgeschwindigkeit in Frage (dann kann man natürlich entsprechend die Ampelschaltungen am Hobbyradler orientieren). Doch da will ja schon Fritzle "flexibel 30-50 km/h", also in realitas 30. Ergebnis: Die autoungerechte Stadt wird weiter zementiert, und Stuggi avanciert weiter zur Weltstauhauptstadt. Chapeau!

  • Zur präventiven Stauvermeidung teste ich grad mit Matchbox-Autos eine Maximalgeschwindigkeit von 0km (für Autos!). Sieht bisher recht gut aus!
    Zu befürchten ist allerdings, dass der Anteil an Verkehrsunfällen mit Radlerbeteiligung sprunghaft ansteigen wird.
    Da der Verdacht besteht, dass die Radlerin (ich verwende vorsichtshalber die politisch korrekte Leipziger Anredeform) je nach Ernährung und besonders zur Zwiebelkuchenzeit einiges an CO2 und sonstigen Treibhausgasen emittieren wird, prüfen mehrere unabhängige Katastrophenvermeidungsinstitute die Schiebepflicht auf Hauptradwegen, um z.B. die Atemfrequenz niedrig zu halten.

    Es ist natürlich absolut zu begrüßen, Maßnahmen zur Vermeidung von Verkehrsunfällen zu ergreifen, ein flächendeckendes Tempo30/40 überzeugt mich in dieser Hinsicht allerdings nicht wirklich. Wie auch anderswo lasse ich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Bin ja koi Fundi!