Straßenbau & -planung

  • Es braucht doch keines weiteren Beweises, dass Stuttgart die autoungerechteste Großstadt Dlands ist. Es stehen täglich verärgerte Zeugen zur Verfügung. Und es passt wie die Faust aufs Auge: Winne möchte ausgerechnet in dieser Situation mit aller Gewalt die Bürger zu Allzeitradlern umerziehen, 18 Mio. EUR für Radwege für 2013, 20 Mio. EUR für 2014 in BW. Dabei war erst von 6 Mio. EUR die Rede. Nordostring soll ganz gestrichen werden. Der Radlverkehr soll in Stuggi von 7 auf 20% erhöht werden, 20% in BW, inkl. Straßenverengung und Rückbau.

    Die Weinsteigen-Oma sollte schon mal anfangen zu trainieren.

    Quellen:
    StN-Online (Stauhauptstadt)
    StN-Online (Radlzwang)
    Welt
    StN-Online (Nordostring)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Es braucht doch keines weiteren Beweises, dass Stuttgart die autoungerechteste Großstadt Dlands ist.

    Als "Reingeschmeckter" (seit 2006) kann ich das nur bestätigen. Es ist so, dass man vor einer Fahrt immer überlegen muss:
    - Zu welcher Zeit fahre ich?
    - Welche Strecke fahre ich?
    Wenn man diese Überlegungen als Autofahrer auslässt, kann man böse Überraschungen erleben. EIne Bekannte von mir aus NY war doch ziemlich überrascht, als sie mit ihrem Mann (US-Soldat) nach Stuttgart zog und Stauverhältnisse wie in NY in so einer Provinzstadt wie Stuttgart vorfand.

    Dabei geht es ja gar nicht darum, Stuttgart in einer "Autogerechte Stadt" zu verwandeln, sonder darum eine Infrastruktur bereitzustellen, die einem Ballungsraum wie Stuttgart wenigstens einigermaßen gerecht wird.

    Es muss dafür Stuttgart nicht abgerissen werden, sondern es müssen sinnvolle Verbindungen geschaffen werden, die die Situation erheblich entlasten würden (z.B. Nord-Ost-Entlastungsstrasse).

    Es wird die Lüge verbreitet, das mehr Strassen immer mehr Verkehr verursachen würde. Aber wenn folgende Projekte umgesetzt werden:
    - Nord-Ost-Entlastungsstrasse
    - Verbindung B27 (Nördlich Fasanenhof) mit B14
    - B27 Verbindung mit L1187
    - Wildparkstrasse mit B295
    .. wäre das Thema "Stau" extrem deutlich entschärft und es könnten die B14 und B10 in Stuttgart sogar zurückgebaut werden.

    Ein Auto, welches auf den Entlastungsstrassen fährt, fährt dann nicht mehr durch eine Ortschaft. Ein Auto kann nicht an 2 Orten gleichzeitig sein, daher ist die Lüge vom "MehrVerkehr" wiederlegt.

  • Naja,das Problem ist auch, dass die die andernorts mit dem Fahrrad oder dem ÖV unterwegs sind, sich i stutgart mit ihren 1,5 t Blech zusätzlich auf die Strasse quetschen. Es sind ja nur sehr wenige Fahrzeuge, die den Unterschied zwischen Stau und freier ahrt machen.
    Wie viel km Autobahn und Schnellstrassen oder Strassentunel, Bundesstrassen, Landstrasen, -Kreisstrassen und Stadtsrassen bekommt man denn für 20 Mio €? Genug für 10-20% der Autoaufkommens im Grossraum Stuttgart? Oder kann es sein dass ein % mehr Radverkehr den Stau viel billiger reduziert als 1% mehr Strassenkapazität netzweit?

  • ^^problematisch wirds erst dann, wenn mit diesen 20Mio. unötige Engpässe für den Autoverkehr geschaffen werden. Konnte gestern in Heslach nur den Kopf schütteln.
    Glaube nicht, dass diese Baumaßnahme irgendwas positives bewirken kann.
    Ansonsten ist die Aufregung wegen 20Mio schon wirklich lächerlich und oftmals ideologisch geprägt. Sinnvoll einsetzen sollte man sie halt.

    Einmal editiert, zuletzt von hans.maulwurf (7. April 2013 um 11:50)

  • Lächerlich wird es dann, wenn für einen Hobbyradler eine Fahrspur auf der B27 gestrichen wird. Er winkt dann. Nennt sich Winn-Wink-Situation.

    EDIT: Jährlich 18-20 Mio. EUR. Das ist nicht ganz wenig. Damit kann man auch ganz effektiv andere Verkehrsteilnehmer ausbremsen oder sinnvoller: auch die Mehrkosten von Flughafen Plus finanzieren, gestreckt auf die Bauzeit.

  • Winne gibt "Gas": Die Radl-Lobby PR "Radsternfahrt des Landes" zum Schlossplatz am 14.07. soll bis zu 1,3 Mio. EUR kosten, Straßen und Bundesstraßen müssen für den "Spaßfaktor Rad" gesperrt werden. Grün schlagen im Landtag tatsächlich Radweg an Neuer Weinsteige vor und beziehen sich dabei auf Berlin (!) als Vorbild, wo "dem Autoverkehr systematisch eine Spur weniger" zugunsten eines Radwegs zur Verfügung gestellt werde. Auch heiß: Grundstückseigentümer sollen mit Novelle der Landesbauordnung künftig generell gezwungen werden, Fahrradabstellplätze bereit zu stellen.

    Willkommen in der Radl-Diktatur.

    Quelle: StN 11.06.13

  • ^ Radfahren ist ja ansich nichts schlechtes. Aber der Sinn dieser zahllosen Rad-Aktionen erschließt sich mir nicht. Deswegen wird doch keiner im Berufsverkehr aufs Rad umsteigen oder irgendwie Co2 eingespart...
    Hier alle Projekte aus dem Fahrrad-Ministerium: http://www.radkultur-bw.de

  • ^^bei der Meldung ist mir auch fast die Kette gerissen. So wird das nix mit dem Radlwunderland und die Radfahrautobahn die Weinsteige hoch sollte man lieber auch nochmal überdenken bevor man einen Fahrstreifen dafür opfert...die Zielgruppe dafür dürfte stark begrenzt sein. Hilfe!

  • man mag zum radfahren stehen wie man will. aber einen tag drauf zu verzichten mit dem auto nach stuttgart zu fahren sollte wohl drin sein. Und dass Radwege dem flair einer stadt durchaus zu gute kommen können sieht man z.B. an den den lebensfeindlichen städten kopenhagen, amsterdam und selbst in barcelona wo es inzwischen ein wirklich hervorragendes fahrradmietsystem gibt.

  • ^Erklär mir mal bitte wo auf der onehin schon engen Weinsteige Platz für Radwege sein soll? Das geht ja eigentlich nur mit deutlichem Rückbau der Fahrspuren und ein damit verbundenes Tempolimit von 40km. Für eine der Haupteinfallsstraßen in eine Großstadt wohl nicht unbedingt angemessen - das gibts auch nicht in Kopenhagen oder Amsterdam. Ich bin auf jeden Fall für eine Petition die Winne dazu zwingt die neuen Radwege stündlich hochzufahren - aber natürlich mit einem konventionellen Rad! Dann kommt er schon nicht mehr auf dumme Ideen.

  • Soweit ich miche rinnere gabs da schon planungen, die im wesentlichen mit dem Streichend er Parklätze auf der Weinsteige auskommen, sowie dem bestehenden Seitenweg. Die PArkplätze waren aber der damaligen Gemeinderatsfraktion zu wichtig.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Erklär mir mal bitte wo auf der onehin schon engen Weinsteige Platz für Radwege sein soll?

    Das geht ja eigentlich nur mit deutlichem Rückbau der Fahrspuren und ein damit verbundenes Tempolimit von 40km. Für eine der Haupteinfallsstraßen in eine Großstadt wohl nicht unbedingt angemessen - das gibts auch nicht in Kopenhagen oder Amsterdam.

    Ich spreche nicht nur von der Weinsteige, es gibt da ja noch andere Strassenzüge Stuttgarts die fahrradtauglicher gemacht werden könnten.

    im folgenden link z.B. ein Ansatz aus Wien auch eine recht lebenswerte Stadt und Grossstadt. Wenn Stuttgart Grossstadt sein will muss man sich vielleicht auch mal andere Grossstädte zum Vorbild nehmen.

    Quelle: http://www.spiegel.de

    und ja das gibts durchaus in amsterdam und kopenhagen

  • Du, ich bin oft in Wien - zuletzt erst letzte Woche! Horden von Radfahrern sind mir da allerdings nicht aufgefallen! Im Gegenteil.Es stimmt das es dort mehr und mehr Radwege gibt. Diese beschränken sich aber Großteils auf die größeren Straßen. Der Ring, oder der Gürtel sind ja mit keiner straße in Stuttgart zu vergleichen, am ehesten vielleicht noch mit der Theo-Heuss, nur ca. doppelt so breit. Auch gibt es in Wien deutlich weniger Autos und Pendler, da Wien 1. recht kompakt (es gibt ja praktisch keine Nennenswerte Vorstadt außerhalb der Stadtgrenze), und zweitens über eine sehr leistungsfähige U-Bahn verfügt mit der man inkürzester Zeit von A nach B kommt. Und nicht zuletzt ist Wien im Zentrum doch recht flach! Der Vergleich mit Stuttgart hinkt also.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich spreche nicht nur von der Weinsteige, es gibt da ja noch andere Strassenzüge Stuttgarts die fahrradtauglicher gemacht werden könnten.


    Welche Strassen hast du da konkret im Sinn?

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    Wenn Stuttgart Grossstadt sein will muss man sich vielleicht auch mal andere Grossstädte zum Vorbild nehmen.


    Ich glaube, um aus Stuttgart eine Großstadt zu machen (oder besser: Die Probleme der Großstadt Stuttgart anzugehen) gibt es weit wichtigere Dinge als ein paar Fahrradwege.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Welche Strassen hast du da konkret im Sinn?

    Das fängt im kleinen an z.B. vernünftiger radweg entlang der schwabstrasse oder anderen querverbindungen z.B. von S-West nach S-Süd, S-Mitte nach S-Ost, S-Mitte nach S-Nord.

    Also halt richtige Radwege wo man auch n vernünftiges Tempo fahren kann ohne gleich an jeder ampel halten zu müssen. Siehe auch hier wieder Kopenhagen oder Amsterdam als Beispiel.

    Und dann könnte man weitersehen und bei den grösseren Einfallstrassen z.B. entlang Fellbach, Cannstatt, Mitte was verbessern.

    Dekoratives Anführungszeichen


    Ich glaube, um aus Stuttgart eine Großstadt zu machen (oder besser: Die Probleme der Großstadt Stuttgart anzugehen) gibt es weit wichtigere Dinge als ein paar Fahrradwege.

    Schon klar, und das war auch nur aufs fahrrad bezogen

  • Ohlsen
    Ich weiß nicht, ob Du jemals in diesen Städten warst, aber Amsterdam, Kopenhagen, Wien und Barcelona sind allesamt Flachststädte (Wien hügelig auf einer Seite am Stadtrand, Barcelona allenfalls moderat ansteigend Richtung Norden zum Stadtrand) mit ausreichend Verkehrsflaeche, bei denen das Radfahren selbst für unsere Weinsteigen-Oma flutscht. Kessel-Stuggi hingegen hat mit den genannten in dieser Hinsicht jedenfalls überhaupt nichts gemein. Vergleichen ließe sich Stuggi radwegetechnisch aufgrund Topografie und Enge allenfalls mit Genua oder Lissabon. Und Du wirst feststellen, dass es da mit dem Radln nicht weit her ist. Zu Recht: Denn nur Radlsport-Freaks a la Winne haben da Freude dran. Ich bin aber nicht bereit zu akzeptieren, dass mein Geld ver(sch)wendet wird, um sein Privatvergnügen mitzufinanzieren. 20% Radlanteil ist in Stuggi völlig unsinnig. Soweit unsere Weinsteigen-Omis es überhaupt schaffen, die Weinsteige oder die Alexanderstr. runter heil zu überstehen, freue ich mich schon auf die übrig gebliebenen 10 Omis, die die komplette Stadtbahn bergauf mit ihren Drahteseln für sich in Anspruch nehmen.