Leipziger Wohnungsbau

  • Ein 100 Meter Hochhaus im modernen bis klassischen Stile wäre interessant. Natürlich nur Wohnungen. In der letzten Etage kann es dann ein Café "SÜDWEST-PANORAMA" und eine Aussichtsplattform geben. So ragt dann wenigtens wieder etwas am nordwestlichen Punkt des Musikviertels in die Höhe.

    So dass man noch bissel Centralpark Gefühle im Johannapark hat :D

  • Die drei Punkthochhäuser am Clara-Zetkin-Park stehen städtebaulich m.E. genau an der richtigen Stelle. Dass diese in Plattenbauweise errichtet wurden bzw. die jetzige Sanierung ebenso kaum zufriedenstellend ist, lässt sich nun mal nicht ändern. Und wenn in 20 Jahren die Nachfrage der Wohnungen noch genauso groß sein sollte, dann wird eben wieder saniert, vielleicht genauso schlecht wie jetzt, oder aber vielleicht deutlich besser. Bis dahin sind New Yorker Central-Park-Träume besser im Kaffeeklatsch-Strang aufgehoben.

  • Die ehemalige Wetterstation Prager Straße 169, ein um 1980 errichteter Villenanbau (Ansicht), soll umfangreich saniert und in Eigentumswohnungen umgebaut werden. Verantwortlich für das Projekt zeigt sich die Casa Concept GmbH. Auch der dazugehörige Turm gehört zum Projekt. Die neuen Eigentümer der Dachgeschosswohnung bekommen den alleinigen Zuschlag für die umschlossene Aussichtsplattform. 2010 soll das Gebäude bereits bezugsfertig sein. Ein kleines, aber wie ich finde recht interessantes Bauvorhaben.

    Ein paar Visualisierungen von der Website:

    Ist die links zu sehende Villa eigentlich inzwischen saniert? Auf der obigen Ansicht ist sie es noch nicht, und von einer geplanten Sanierung ist bei diesem Projekt auch keine Rede.


    Bilder: casa concept

  • Eine weitere Ansicht der geplanten Al-Piano-Stadtvillen in der Schwägrichenstraße. Die Plattenbau-Hochhäuser im Hintergrund, die derzeit von der LWB saniert werden (was hier bereits für Diskussionsstoff sorgte) hat man wohl absichtlich verschleiert, um potentielle Käufer nicht zu verprellen.


    Bild: stadtbau.com

  • Auch auf die Gefahr hin mich bei bestimmten Personen noch unbeliebter zu machen (so denn das überhaupt noch möglich ist...), möchte ich im Sinne des praktischen Aufzeigens von Potentialen und Verbesserungsmöglichkeiten, statt reiner Gesprächs-Theorie, mal auf das Projekt "Fellini-Residences" in Berlin verweisen: http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=7962

    Ganz ehrlich, ein Bau dieser Art wäre dem Musikviertel würdig und würde an der Ecke Beethovenstraße/ Schwägrichenstraße eine Hammer Wirkung erzielen und auch wunderbar mit dem bestehenden, prächtigen Eckbau direkt gegenüber einen harmonischen Übergang bilden. Und übertrifft für mich sogar die optische Wirkung der Central Park Residence.
    Ach ja, und im Gegensatz zur Kritik im Berlin-Forum bzgl. der unpassenden Umgebung, passt das Objekt hier zu 100% zur bestehenden Bebauung.

    Man braucht nicht viel Kreativität um sich das ganze ausgetauscht vorzustellen. Dafür hier der optische Vergleich:


    Bild von cowboy


    Bildquelle: marc-kocher.com


    Dagegen wirkt das Al Piano wie ein Plattenbau der Version 2.0 im 21. Jahrhundert.

  • Ja, Fantasiealtbauten haben was. Man kommt sich direkt wie in Frankreich vor, ohne hinfahren zu müssen. Und die Historie des Leipziger Musikviertels wird hierdurch natürlich hervorragend und historisch korrekt weitergeschrieben. Wir können ja direkt noch ein Haus im Mallorca-Stil daneben stellen. Und eine baskische Bauernhütte. Hat zwar mit Leipzig nicht viel zu tun, aber ist doch hübsch!

    Sorry, aber du bist langsam an Wahllosigkeit nicht mehr zu übertreffen. Und keine Angst, früher oder später gibt betsimmt auch nen Patzschke im Musikviertel. Die sind wenigstens meist noch eher klassisch und nicht so kitschig, wie diese Bude.

  • Wobei die gestaffelten Bunker mit den Schießscharten auf der obigen Abbildung auch recht grottig sind. Wählen wir Scylla oder Charybdis???

  • Dase, wieso sprichst du mit gespaltener Zunge? Hier (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost…35&postcount=33) schreibst du, dass in einer historisierenden Umgebung durchaus historisierend gebaut werden könnte bzw. du hast nix dagegen und kritisierst es nicht. Auf der anderen Seite findest du das Projekt bzw. die "Bude" jedoch "kitschig"...wie auch immer du Kitsch definierst...würd mich mal interessieren, was daran konkret "Kitsch" sein soll??? Dann ist ja 3/4 von Leipzig kitschig; oder trifft das heute nicht mehr zu, weil der angebliche "Kitsch" schon vor ca. 100 Jahren errichtet wurde??? :confused: Deine Aussagen beißen sich in diesem Fall hinten und vorne. Ich vermisse da schon eine gewisse Stetigkeit deiner Aussagen, wie wir es von wolfsheimjena gewohnt sind. Sonst sind deine schwankenden Aussagen (heut mal so, morgen so) nämlich äußerst unglaubwürdig.

  • ^ Ich habe vorhergesehen, dass das kommt. Ich habe in dem Thread nie geschrieben, dass ich das Gebäude gut finde, sondern lediglich kritisiert, dass das Gebäude ein Fremdkörper in einer Gegend sein soll, in der sowieso alles mögliche steht. Was französischer Historismus mit verschobenen Proportionen mit dem Musikviertel zu tun hat, kannst du uns sicherlich nochmal genauer erklären. Das meine ich mit Beliebigkeit: Hauptsache, es sieht irgendwie alt aus. Egal, welche Geschichte dahinter steckt. Dann kann es eben auch ein korsischer Bauernhof sein.

    Es gibt übrigens auch gute historisierende bzw. angepasste Neubauten in Berlin, gegen die ich auch in Leipzig nichts einzuwenden hätte.

    Das, was du als schwankende Aussagen bezeichnest, ist für mich Pragmatismus. Auch ich erfreue mich an Gebäuden wie dem Katharinum, kann aber im Gegensatz zu dir sowohl den modernen als auch den historisierenden Teilen etwas abgewinnen. Das liegt mir jedenfalls näher, als mit Scheuklappen durch die Welt zu laufen und ein bestimmtes Dogma zu vertreten.

  • LANGHEINRICH + MANKE Architekten

    Stadthäuser am Floßplatz - Audorfstraße 4-10

    >> http://www.lm-architektur.de/audorfstr.html

    Zurzeit ist man noch auf der Suche nach Bauherren. So sollen 5 Gartenhäuser in einem Gründerzeitviertel entstehen. Die Häuser befinden sich genau an einem Eck. Einen genauen Blick gibt es hier >> http://www.lm-architektur.de/index.php?id=65

    Wohnen am Auenwald - Teichstraße 15

    >> http://www.lm-architektur.de/teichstr_15.html

    Der Neubau ist neben einem Gründerzeithaus geplant und liegt in der Nähe der B2 (Wundtstraße) in Richtung Markkleeberg.

    Einen genauen Blick gibt's auf >> http://www.lm-architektur.de/index.php?id=70

    Lofthäuser am Karl-Heine-Platz - Siemeringstraße 28/30

    >> http://www.lm-architektur.de/siemeringstr.html

    Auch hier werden noch für die 4 neuen Stadthäuser im Loft-Look Bauherren gesucht. Das Grundstück befindet sich nördlich des Karl-Heine-Platzes.

    Ein genauer Blick gibt's auf >> http://www.lm-architektur.de/index.php?id=75

  • Selbstnutzerprojekt in der Schnorrstr. 36 in Schleußig

    26.08.09 – Vorstellung neuer Entwurf für Mehrfamilienhaus (Neubau) in Schleußig
    Das ca. 480 m² große Grundstück in der Schnorrstr. 36 in Schleußig wurde neu beplant. Der Entwurf sieht ein fünfgeschossiges Mehrfamilienhaus mit Wohnungen von 65 bis 150 m² vor. ... Große Wohnzimmer mit 40 m² und 15 m² großen Süd-Ost-Eckbalkonen.
    http://www.bing.com/maps/default.a…%2036&encType=1
    http://www.selbstnutzer.de/

    Weitere Stadthäuser-Projekte ebd.

  • Danke, LE Mon. hist.

    Hier noch ein Abbild vom neu-geplanten Stadthaus auf der Insel >>


    Grafik: http://www.selbstnutzer.de

    Auf jeden Fall passt es besser in die Gegend, als der erste Entwurf. Wobei der erste Entwurf vielleicht etwas für den Stadthafen wäre. Drei Wände und die 4. Wand als Glasfassade, schöner Blick auf den Hafen.

  • ^ Naja, dazu muss man nix weiter sagen. Ein Fremdkörper wie er im Buche steht. Aber kann nicht wenigstens die Fassadenfarbe ein wenig der Umgebung angepasst und akzentuiert werden? Das weiß sieht ja richtig übel aus.

    Auf selbiger Homepage findet sich auch dieses Objekt:


    Quelle: http://www.selbstnutzer.de/

    Sollte die Visualisierung tatsächlich dem späteren Zustand entsprechen, so könnte man wirklich einmal von einem annähernd gelungenen Lückenschluss in der Gletschersteinstr. 43 sprechen. Sowohl die Farbe, das Dach, als auch die Fensterhöhen passen sich relativ gut der Umgebung an und fügen den Neubau vergleichsweise harmonisch in das Umfeld ein.

    Dieser Architekt sollte seinem Kollegen bei der Schnorrstr. 36 noch ein wenig Nachhilfe geben und ihm unter die Arme greifen. ;)

    Das träfe für den Architekten der Alfred-Kästner-Str. 4 (*würg*)

    Quelle: http://www.selbstnutzer.de/

    und das Modell "Baucontainer" in der Eduardstr. in Plagwitz ebenso zu.


    Quelle: http://www.selbstnutzer.de/

    Und wer auf der Suche nach einer Neubau-Kiste ist, wird hier fündig:
    http://www.mypatos-backup2.de/selbstnutzer.d…952005605074c2c
    Nach gerade mal 3 Jahren wird dort ein "Gartenhofhaus" verkauft.

  • Mir gefällt der geplante "Fremdkörper wie er im Buche steht" gut, obwohl sich das strahlende Weiß sicher in absehbarer Zeit in ein dezentes grau verwandeln wird. Die Höhe stimmt, der Block wird geschlossen, ein Hinkucker entsteht durch den bewußten Kontrast zur Altbausubstanz, die ihrerseits damit wieder gewinnt ... . Ich hätte gern mehr davon auch an anderen Ecken der Stadt. Es sollte allerdings auch zur künftigen Bewohner_innenschaft passen und das tut es in Schleußig.

    Auch der Bau in der Gletschersteinstr. 43 ist nicht schlecht, denn er paßt sich in der Höhe und Fassadengestaltung gut ein und schließt das Karree wieder:
    http://www.bing.com/maps/default.a…99245&encType=1 Ich finde ihn nur ein klein wenig langweilig. Aber jede_r soll das Recht und die Möglichkeit haben, nach seinem/ihrem gusto zu wohnen. Und die Lösung, die an an der einen Stelle genau paßt, kann an einer anderen fehl am Platze sein.

    Auch die Alfred-Kästner-Str. 4 finde ich in Ordnung, mal sehen, wie es gebaut aussehen wird. Lediglich de bei der Eduardstr. in Plagwitz würde ich die Kritik teilen, der Kasten sieht tatsächlich etwas uninspiriert aus.

    Ich brauche Dich wohl nicht zu fragen, was Du von der Pfeffinger Straße 15 in Connewitz hälst :lach:
    http://selbstnutzer.de/Objektubersich…effinger15.html
    Mal sehen, wir der Mut zur Farbe im realen Leben aussehen wird.

  • ^ Ich kann mich nur wiederholen, aber wenn durch den miserablen Kontrast angeblich ein "Hingucker" entsteht, wieso sehnt sich die Mehrheit der Bevölkerung dann gerade nach solchen Städten und Stadtteilen wo qualitativ hochwertige und harmonische Ensembles, bestehend aus verzierten und liebevoll gestalteten Gebäuden, zu finden sind, die angeblich ja ach so langweilig sind? Diese Frage konnte mir hier noch keiner beantworten. Langweilig wirds doch erst durch das Fehlen von Ornament, Struktur und anspruchsvoller Architektur. Da kann man ja letztlich nur noch die Fenster als Gestaltungselemente einsetzen und hin und her verschieben. *gähn* Das ganze überhaupt noch als Architektur zu bezeichnen ist ja der Witz an sich.
    Eine glatte Putz-Fassade mit verspielter Anordnung von Schießscharten oder Aquarien ("Fenstern") macht doch noch lange keine Architektur und somit keinen Architekten. Ist der Anspruch an einen Architekten und Gebäude mittlerweile so tief gesunken, dass der Ruf und die Forderung nach besserer, echter Architektur sofort als lächerlich/dümmlich/realitätsfern/Träumerei abgetan wird?

    Ganz davon abgesehen ist ein Gebäude, vor allem in einer Blockrandbebauung, doch nur ein kleiner Teilbaustein eines Straßenzuges. Die harmonische Wirkung und Erscheinung des gesamten Straßenzuges wird erheblich durcheinander gebracht und gestört, letztlich komplett versaut, wenn ein einzelnes Gebäude es sich herausnimmt, durch Missachtung einheitlicher Standards die Blicke auf sich zu ziehen und sich in den Mittelpunkt zu stellen. Das wäre wie als wenn mir bei Milchreis mit Zucker&Zimt, Salz als Zucker verkauft werden soll, weil dies günstiger ist oder gesünder wäre. Das Ergebnis kann sich jeder vorstellen: eine riesige Sauerei. :rofl2:

    Deine These bzgl. der Kontraste mag daher in eingeschränktem Maße für eine Schaar an egozentrischen Architekten zutreffen, die entgegen jeglichem Allgemeinbefinden sowas auch noch forcieren, aber auf die Mehrheit der Bevölkerung trifft sie nie und nimmer zu. Das zeigt die Realität. So blind ist die Mehrheit der Bevölkerung zum Glück noch nicht. Aber der Trend der letzten Jahre/Jahrzehnte in den höheren Entscheidungsgremien ist teilweise schon erschreckend. Auf die derzeitigen Kriegslücken im überwiegend doch noch recht harmonischen Leipziger Stadtbild kommt sicher noch viel Unheil zu, wenns so weiter geht. Wer übrigens unbedingt in einer hässlichen Stadt mit vielen traumhaften Kontrasten wohnen will, der kann ja ganz einfach in eine der vielen Städte im Westen unserer Republik ziehen. Die sind uns, was die "gewünschten" Kontraste, betrifft nämlich schon ein paar Jährchen voraus. Aber man solle doch bitteschön wenigstens die Städte und Stadtteile mit Kontrasten verschonen, die den Krieg größtenteils ohne Wunden überstanden haben und heute (noch?) ein harmoniches und schönes Stadtbild besitzen.

    Dekoratives Anführungszeichen


    Ich brauche Dich wohl nicht zu fragen, was Du von der Pfeffinger Straße 15 in Connewitz hälst :lach:
    http://selbstnutzer.de/Objektubersich…effinger15.html
    Mal sehen, wir der Mut zur Farbe im realen Leben aussehen wird.

    Not (=Grundstücksbrache) trifft Elend (="Architekt..."). Aber ich hab auch schon noch schlimmeres gesehen. Wer ohnehin am Boden liegt, der kann nicht mehr tiefer fallen. Mich überrascht eigentlich so gut wie nichts mehr, was sich Architektur nennt. Nur noch die Entscheidungen derjenigen, welche selbige genehmigen.

    6 Mal editiert, zuletzt von LEgende (23. August 2009 um 21:01)

  • LEgende
    Ich hoffe es handelt sich nur um einen Vorentwurf...
    Wenn nicht ist das auch für mich der Gipfel der Einfallslosigkeit denn man auch nicht mit "hier entsteht ein spannender Kontrast" schön reden kann.
    Ganz anders der Entwurf in der Gletschersteinstr. 43 hier wird ein ganzer Block mit diesen durchaus angepassten und sich einordnenden Entwurf vollendet einfach ein gutes Beispiel das es sehr wohl geht mit moderner Formensprache eine hochwertige Baulösung zu finden.

  • LEgende:
    architektur, die dir nicht passt, ist keine?
    und rechenaufgaben, die du nicht lösen kannst, sind dann keine mathematik oder wie?
    es gibt soviel mehr als milchreis mit zucker und zimt.

    die entwürfe für die gletschersteinstrasse wie für die eduardstrasse halte ich übrigens für eher mislungen, weil sie weder mit der qualität des umliegenden altbaubestandes mithalten können, noch eigene akzente zu setzen vermögen.

    aber deswegen verfällt man doch nicht in verhaltensmuster trotziger kleinkinder. mit unterschiedlichen geschmäckern muss man umgehen können. wer das nicht kann, hat ein problem. aber eines, für dessen darlegung und therapie dieses forum nur sehr begrenzt in anspruch genommen werden sollte.

  • Bitte sachlich bleiben und auf Beleidigungen verzichten.
    Ich muss mich entschieden auf LEgendes Seite stellen wenn ich hier Entwürfe sehe die aus einem Viereck mit drei Fenstern bestehen ist es berechtigt zu hinterfragen ob es sich noch um Architektur handelt?!
    Ich kann jedenfalls hier bei vielen Entwürfen (zb.Alfred-Kästner-Str. 4, Eduardstr usw.) kein Anzeichen von Gestalltungswillen erkennen.