Passau: Stadt-Galerie (realisiert)

  • @Molinari
    Verstehst Du falsch. ECE und Stadtgalerie ist dasselbe und entsteht auf dem ehemaligen Lockschuppenareal.
    Der Exerzierplatz wurde vereint mit den ehemaligen Flächen der NiHa. Die NiHa stand parallel zur Heuwieserstrasse
    Auf diesem verschmolzenen Gelände entstanden und entstehen noch, beginnend an der Heuwieserstrasse von dort dann westwärts:
    Europaplatz mit anschließendem Gewerbebau, Cineplex Kino und Stadtturm.
    Noch im Bau: ein weiteres Gewerbegebäude und geplant (aber noch nicht finanziert) ein Kulturtempel.
    Der westliche Teil des Exerzierplatzes ist für eine Bebauung ungeeignet, weil er von einem Eisenbahntunnel unterquert ist, und wird deshalb eine Grünanlage mit Freizeiteinrichtungen.

  • Vielen Dank, CHAPMAN.

    Das klingt ja garnicht so schlecht - immerhin gibt es dann einmal eine - wenn auch kleine - Grünanlage im Passauer Zentrum. Der Exerzierplatz war ja bisher ein bloßes Loch im Stadtbild.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Man merkt, dass ihr typische Großstädter seid und mit den Lebens - und Einkaufsgewohnheiten im Umfeld von Kleinstädten nicht vertraut seid.

    Hey... ich war 19 Jahre in Straubing!


    Dekoratives Anführungszeichen


    Wegen ein paar Klamotten oder eines Weihnachtsgeschenkes fährt keiner von Vilshofen nach Passau- auch nicht wegen so "wichtiger" Marken wie Mango oder Zara. Allenfalls Saturn könnte so eine Wanderung auslösen, wenn da nicht schon der Media Markt wäre.

    Nicht aus meinem Erfahrungsschatz. Nach Straubing fallen sie aus Cham und Dingolfing ja schon wegen H&M Klamotten ein. Ganz zu schweigen vom Mediamarkt!

  • Von meiner Seite ist alles gesagt.
    Im Interesse der Investoren und der Stadt hoffe ich, dass die Wanderungsbewegungen sich so entwickeln werden wie von euch vermutet. Die Alternative wäre ein Desaster für die Investoren und für die Stadt.
    Insgesamt ist es ein Streit um Kaysers Bart, da die Baumaßnahmen schon zum Teil abgeschlossen sind, oder zumindest der point of no return längst überschritten ist.
    Vom Standpunkt der Architektur her kann man bestätigen, dass sich alle Beteiligten im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemüht haben, den Flurschaden in Grenzen zu halten. Da es sich um reine Zweckbauten handelt, ist das Ergebnis eben ein, wie ich meine erträglicher Kompromiß. Das durch die "Neue Mitte" entstandene Verkehrsproblem ist bis jetzt nicht gelöst. Man wird sehen ob es sich in der Enge des Stadtzentrums in Zukunft lösen läßt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Der Stadtturm hat während seiner Bauzeit und bis kurz nach der Fertigstellung die Gemüter in einem Maß erhitzt, als hätte jemand die Cheops Pyramite ins Stadtzentrum von Passau versetzt. Mittlerweile verliert niemand mehr ein Wort der Kritik - die normative Kraft des Faktischen .....
    Die Frage, ob das alles nötig und sinnvoll war bleibt dabei vorerst unbeantwortet und wird erst nach längerer Zeit wieder auf die Agenda kommen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Grundstein gelegt
    - 700 Arbeitsplätze sollen dauerhaft entstehen
    - Eröffnung Herbst 2008
    - bereits jetzt 70% der Ladenflächen vermietet

    Quelle:http://www.property-magazine.de/news.php?fusea…rtimage_ID=8012

    Milchmädchenrechnung. Von den 700 neu entstehenden Dauerarbeitsplätzen fallen vorher mindestens 4-500 beim ortsansässigen Handel weg.
    Eröffnung 2008 wird klappen.
    Es ist richtig, dass 70% der Fläche vermietet sind, dafür hat sich bereits jetzt wegen der bereits in der "Neuen Mitte" abgeschlossenen Baumaßnahmen der Leerstand in der Nachbarschaft schon drastisch erhöht.
    Wie fast immer bei solchen Projekten haben wir es auch hier im Wesentlichen mit einem Verschiebebahnhof zu tun.

  • LugPaj
    Leider nein! Aufgrund der extremen geographischen Lage gab es in der Vergangenheit viele interessante Projekte.
    Diese sind vorerst abgearbeitet, bis auf zwei Bürotürme, die auf dem ehemaligen Bundeswehr - Gelände in Kürze entstehen werden.
    Gemessen an der Größe der Stadt ist die Neue Mitte ein Jahrhundertprojekt, das Passau noch mindestens drei bis fünf Jahre in Atem halten wird.
    Es könnte allenfalls sein, dass im Donau - Hafengelände sich noch etwas tut. Diese Eier sind aber noch nicht gelegt.

  • SgDH,
    das Thema Passau und Neue Mitte gibt nichts mehr her. Die Luft ist raus.
    Ich darf mich also recht höflich verabschieden!
    Noch eine Ergänzung:
    Das gesamte Investitionsvolumen in die Baumaßnahmen der Neuen Mitte inclusive Stadtgallerie beträgt bis einschließlich 2008 mehr als 250 Millionen Euro. Für eine Stadt mit 50.000 Ew. ist das ganz anständig und nicht alltäglich. Hinzu kommen noch einmal etwa 120 Millionen Euro auf dem ehemaligen Bundeswehr - Gelände. Das alles innerhalb weniger als 5 Jahren!
    Nicht gerechnet die Uni - Erweiterung mit ebenfalls einem hohen 2-stelligen Millionenbetrag.
    CHAPMAN

  • http://www.br-online.de/land-und-leute…/2007/1125.html

    Am Sonntag kam eine Reportage im BR über den Trend hin zu innerstädtischen Einkaufszentren. Das Konzept Einkaufscenter als von seiner Umgebung abgeschottetes System ohne Bezug zu der Stadt, in der es sich befindet, wurde gerade für Klein- und Mittelstädte grundsätzlich in Frage gestellt. Städtekonkurrenz, Kaufkraftabzug, Verödung der klassischen Einkaufsstraßen und Filialisierung bzw. Verdrängung Inhabergeführter Geschäfte wurden anhand verschiedener bayrischer Städte beleuchtet.

    Dabei war Passau sowas wie das Negativbeispiel einer Stadt, die sich grundlos ein viel zu großes Center mitten in die intakte Altstadt klatscht, obwohl die negativen Folgen allgemein bekannt sind. Nach den Bildern zu urteilen, ist die "Neue Mitte" für den Stadtcharackter von Passau tatsächlich eine einzige architektonische Katastrophe. Ich hab dennoch eine Frage. Mal ganz abgesehen davon, das man den Passauern vorher sonstwas für ein einzigartiges Städtebauprojekt versprochen hatte. Inwiefern war es denn überhaupt nötig, etwas an dieser Stelle zu machen? Hätte man nicht auch die Niebelungenhalle stehen lassen können? Wie wurde die Halle genutzt, hat sie Defizite produziert, was hätte man sonst damit machen können? Ist es denn kein Verlust für die Stadt, das ihr dieser Veranstaltungsort nun fehlt?