Beiträge von CHAPMAN

    SgDH,
    das Thema Passau und Neue Mitte gibt nichts mehr her. Die Luft ist raus.
    Ich darf mich also recht höflich verabschieden!
    Noch eine Ergänzung:
    Das gesamte Investitionsvolumen in die Baumaßnahmen der Neuen Mitte inclusive Stadtgallerie beträgt bis einschließlich 2008 mehr als 250 Millionen Euro. Für eine Stadt mit 50.000 Ew. ist das ganz anständig und nicht alltäglich. Hinzu kommen noch einmal etwa 120 Millionen Euro auf dem ehemaligen Bundeswehr - Gelände. Das alles innerhalb weniger als 5 Jahren!
    Nicht gerechnet die Uni - Erweiterung mit ebenfalls einem hohen 2-stelligen Millionenbetrag.
    CHAPMAN

    LugPaj
    Leider nein! Aufgrund der extremen geographischen Lage gab es in der Vergangenheit viele interessante Projekte.
    Diese sind vorerst abgearbeitet, bis auf zwei Bürotürme, die auf dem ehemaligen Bundeswehr - Gelände in Kürze entstehen werden.
    Gemessen an der Größe der Stadt ist die Neue Mitte ein Jahrhundertprojekt, das Passau noch mindestens drei bis fünf Jahre in Atem halten wird.
    Es könnte allenfalls sein, dass im Donau - Hafengelände sich noch etwas tut. Diese Eier sind aber noch nicht gelegt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Grundstein gelegt
    - 700 Arbeitsplätze sollen dauerhaft entstehen
    - Eröffnung Herbst 2008
    - bereits jetzt 70% der Ladenflächen vermietet

    Quelle:http://www.property-magazine.de/news.php?fusea…rtimage_ID=8012

    Milchmädchenrechnung. Von den 700 neu entstehenden Dauerarbeitsplätzen fallen vorher mindestens 4-500 beim ortsansässigen Handel weg.
    Eröffnung 2008 wird klappen.
    Es ist richtig, dass 70% der Fläche vermietet sind, dafür hat sich bereits jetzt wegen der bereits in der "Neuen Mitte" abgeschlossenen Baumaßnahmen der Leerstand in der Nachbarschaft schon drastisch erhöht.
    Wie fast immer bei solchen Projekten haben wir es auch hier im Wesentlichen mit einem Verschiebebahnhof zu tun.

    Von meiner Seite ist alles gesagt.
    Im Interesse der Investoren und der Stadt hoffe ich, dass die Wanderungsbewegungen sich so entwickeln werden wie von euch vermutet. Die Alternative wäre ein Desaster für die Investoren und für die Stadt.
    Insgesamt ist es ein Streit um Kaysers Bart, da die Baumaßnahmen schon zum Teil abgeschlossen sind, oder zumindest der point of no return längst überschritten ist.
    Vom Standpunkt der Architektur her kann man bestätigen, dass sich alle Beteiligten im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemüht haben, den Flurschaden in Grenzen zu halten. Da es sich um reine Zweckbauten handelt, ist das Ergebnis eben ein, wie ich meine erträglicher Kompromiß. Das durch die "Neue Mitte" entstandene Verkehrsproblem ist bis jetzt nicht gelöst. Man wird sehen ob es sich in der Enge des Stadtzentrums in Zukunft lösen läßt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Der Stadtturm hat während seiner Bauzeit und bis kurz nach der Fertigstellung die Gemüter in einem Maß erhitzt, als hätte jemand die Cheops Pyramite ins Stadtzentrum von Passau versetzt. Mittlerweile verliert niemand mehr ein Wort der Kritik - die normative Kraft des Faktischen .....
    Die Frage, ob das alles nötig und sinnvoll war bleibt dabei vorerst unbeantwortet und wird erst nach längerer Zeit wieder auf die Agenda kommen.

    @Molinari
    Verstehst Du falsch. ECE und Stadtgalerie ist dasselbe und entsteht auf dem ehemaligen Lockschuppenareal.
    Der Exerzierplatz wurde vereint mit den ehemaligen Flächen der NiHa. Die NiHa stand parallel zur Heuwieserstrasse
    Auf diesem verschmolzenen Gelände entstanden und entstehen noch, beginnend an der Heuwieserstrasse von dort dann westwärts:
    Europaplatz mit anschließendem Gewerbebau, Cineplex Kino und Stadtturm.
    Noch im Bau: ein weiteres Gewerbegebäude und geplant (aber noch nicht finanziert) ein Kulturtempel.
    Der westliche Teil des Exerzierplatzes ist für eine Bebauung ungeeignet, weil er von einem Eisenbahntunnel unterquert ist, und wird deshalb eine Grünanlage mit Freizeiteinrichtungen.

    Wagahai
    Die "Neue Mitte" ist ein Sammelbegriff und umfaßt sowohl das sogenannte Lockschuppenareal zwischen Bahnhofs- und Grünaustrasse, als auch das Gelände der ehemaligen Nibelungenhalle, eines ehemaligen Parkhauses und den kleinen Exerzierplatz.
    Zwischen beiden Anlagen befindet sich der zentrale Busbahnhof.
    Mit "Neue Mitte" sollte ausgedrückt werden, dass praktisch das ganze Stadtzentrum eingeebnet und neu bebaut wird, was ja auch geschieht.
    Wo früher die NH stand, entstehen und entstanden mehrere moderne Geschäftsgebäude, finanziert von einem Passauer Investor.
    Für diesen Bereich hat sich jetzt der Ausdruck Neue Mitte eingebürgert, der ursprünglich das gesamte Neubaugebiet bezeichnet hat.

    Man merkt, dass ihr typische Großstädter seid und mit den Lebens - und Einkaufsgewohnheiten im Umfeld von Kleinstädten nicht vertraut seid.
    Im Umfeld von Städten wie München gibt es nur Kleinstädte in Form von Wohnstädten. Der Konsum wurde vom Moloch im Zentrum längst aufgesaugt.
    Im Raum Passau sind die Verhältnisse völlig anders. In den kleineren Städten um Passau herum gibt es seit Jahrzehnten eine vollständige Rundumversorgung. Die Bevölkerung ist es seit Generationen gewohnt, dass ihre Einkaufsbedürfnisse vor Ort erfüllt werden. Wegen ein paar Klamotten oder eines Weihnachtsgeschenkes fährt keiner von Vilshofen nach Passau- auch nicht wegen so "wichtiger" Marken wie Mango oder Zara. Allenfalls Saturn könnte so eine Wanderung auslösen, wenn da nicht schon der Media Markt wäre.
    Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen. Den wichtigsten Faktor vergeßt ihr in eurer Überlegung völlig. Passau ist eine Grenzstadt. Ein wesentlicher Teil (bei Textilien teilweise über 50%) der Kaufkraft fließt traditionell nach Österreich ab. An Feiertagen, die in Bayern gelten, nicht aber in Österreich, finden die Österreicher auf den Parkplätzen vor ihren mehreren Multi - Shoppingcentern mit 50.000 m² Verkaufsfläche und mehr keinen Stellplatz weil alles von Passauern zugeparkt ist. Diese Konsumtempel sind nicht eingezwängt zwischen einer engen Altstadt und einer nur notdürftig erschlossenen Bahnhofsgegend, sondern wurden auf der Grünen Wiese gebaut, nahe der Autobahn mit breit ausgebauten Zufahrtsstraßen und tausenden kostenloser Parkplätze.
    Und hier komme ich zu meinem Haupt - Kritikpunkt:
    Ursprünglich sollte die Neue Mitte mit allen gebäuden hauptsächlich ein Parkgelände mit allen möglichen kulturellen Attraktionen werden. Den Entwurf dazu hat Andre Heller geschaffen. Der Kommerz sollte, wenn überhaupt , nur eine geringe Rolle spielen. Wie es im richtigen Leben aber leider ist, fanden sich weder Bund, Land noch Stadt und schon gar keine privaten Geldgeber, diese Pläne zu realisieren. Folglich verschwanden alle diese schönen Pläne in der Schublade und Herr Heller reiste wutschnaubend ab.
    Die Alternativen waren dann nur noch, entweder bleibt alles beim Alten oder es wird ein Konsumtempel, der von Privatinvestoren finanziert wird. Man entschied sich für Letzteres.
    Ich persönlich hätte die ursprüngliche Version vorgezogen: Stadtzentrum als gestalterische und künstlerische Ergänzung zur historischen Altstadt und die Konsumtempel auf die Grüne Wiese vor der Stadt. Geeignete Flächen dazu wären im Überfluß vorhanden. Einen praktikablen Vorschlag für die Finanzierung habe ich allerdings auch nicht, also ist es ein unerfüllbarer Wunschtraum.

    LugPaj
    Danke für die Belehrung. Nur, das Stachus Einkaufscenter ist unterirdisch. Die Passauer Situation ist so, als ob man den gesamten Stachus oberirdisch zugebaut und dort etwa 50 % der gesamten Münchner Verkaufsfläche konzentriert hätte.
    Auch wenn es euch noch so schwer fällt zuglauben, Passau hat kein Einzugsgebiet von 200.000 Ew.
    Im Teich um Passau tummeln sich eine Menge Raubfische:
    Regen, Grafenau, Tittling, Freyung, Waldkirchen, Deggendorf, Straubing, Vilshofen, Landshut, Dingolfing, Plattling, Mühldorf, Neu/Altötting, Pfarrkirchen, Eggenfelden, Burghausen, Simbach, Pocking usw.
    Alles Einkaufsstädte mit voller Selbstversorgung und teilweise sehr attraktiven Einkaufszentren. Da bleibt von den 1,2 Millionen Niederbayern nicht mehr viel übrig.
    Noch nicht in dieser Kalkulation enthalten sind die Haie aus Österreich. In unmittelbarer Grenznähe befinden sich: Braunau, Ried, Wels, Schärding und allen voran Linz, als die mit Abstand attraktivste Einkaufsstadt im weiten Umkreis. Alle diese Konkurrenten sind näher als eine knappe Autostunde an Passau.
    Die Warheit ist, Passau hat alle Hände voll zu tun, um die eigenen 50.000 Ew. einigermaßen bei der Stange zu halten. Wären nicht die Touristen wäre der derzeit ansässige Einzelhandel in der vorliegenden Form nicht einmal lebensfähig.

    @Molinari
    hat Recht. Das Lockschuppenareal, das von ECE bebaut wird, befindet sich zwischen Bahnhofstrasse und Grünaustrasse.
    Die sogenannte "Neue Mitte" ist etwa 5x so groß und ist südlich davon auf dem Gelände des Exerzierplatzes. Die dort geplanten Baumaßnahmen sind zu etwa 60 % abgeschlossen.

    In einer Stadt wie Passau ist "alt" immer etwas relativ.
    Die ältesten Bauwerke stammen aus der Kelten-Zeit und Passau war schon zur Römerzeit eine bedeutende Siedlung.
    Passau liegt an drei Flüssen. Der Stadtkern befindet sich auf einem V-förmigen Gelände das zwischen Inn und Donau liegt. Die Spitze des V befindet sich im Osten am Zusammenfluss der Flüsse Inn, Donau und Ilz. Von dort aus gesehen erstreckt sich die eigentliche Stadt in westlicher Richtung, wobei vereinfacht ausgedrückt die ältesten Teile im Osten in der V-Spitze liegen und die Gebäude nach Westen zu immer jünger werden.
    Das Neubaugebiet (das CEC Center ist nur ein Teil davon) befindet sich in der Übergangszone von den älteren Teilen zu einem Gebiet, das etwa zwischen den beiden Weltkriegen gebaut wurde.
    Die Zone, die durch die Neubaumaßnahmen verändert wurde, hat ein Alter zwischen 100 und 150 Jahren. Manches auch noch etwas älter.
    Ich behaupte nicht, dass durch die Baumaßnahmen die eigentliche Altstadt tangiert wird.
    Ein Problem könnte sein, dass dadurch der Charakter der Stadt verändert wird. Passau ist hauptsächlich ein Ziel für Tagestouristen. Diese Touristen haben die Altstadt besucht und dazu auch noch die etwas neueren Stadtteile, die eine gewisse ruhige Beschaulichkeit und Behäbigkeit ausstrahlten. Dies passte zum Charakter der Stadt und auch zu den Erwartungen der Touristen.
    Durch den Neubau ist die Stadt austauschbar geworden und sieht aus wir tausende andere Städte auch.
    Noch ein Wort zur Lage: Die Baumaßnahme findet tatsächlich im Stadtkern statt. Man muß sich das etwa so vortellen, als ob man in München den Stachus in ein Einkaufscenter verwandeln würde.
    Das ECE Center ist nur für Geschäfte (21.000) m²
    Kinocenter, Büros, Praxen Parkhaus und Tiefgaragen usw. befinden sich in separaten Gebäuden, die mit dem ECE nichts zu tun haben.
    Dafür wurde der kleine Exerzierplatz und die ehemalige Nibelungenhalle verwendet.
    Passau hat kein Einzugsgebiet von 200.000,-- Einwohnern!
    Um dieses Einzugsgebiet kämpfen mindestens 4-5 Städte die mindestens ebensoviel Verkaufsfläche zu bieten haben wie Passau. Außerdem verschwindet nicht der ganze Handel von Passau im ECE. Mindestens ebensoviel Verkaufsfläche wird im restlichen Teil der Innenstadt noch einmal angeboten incl. einem guten Dutzend Kaufhäusern.
    Problematisch dabei ist für Passau, dass im Umland Shopping Centren mit 50.000 umd mehr m² schon seit einiger Zeit geöffnet haben. Aus diesen Gegenden, die teilweise relativ dicht besiedelt sind, wird das ECE Passau mit Sicherheit nur wenige Kunden abziehen.
    Das Fazit fällt haher überwiegend negativ aus, weil die Attraktivität als Einkaufsstadt wohl nicht wesentlich zunehmen wird, andererseit der Charakter der Stadt aber für Touristen negativ beeinflußt wird.
    Eine dicht bebaute, moderne Innenstadt mit Hochhäusern haben die meißten Besucher zu Hause schon bis zum Überdruß. Um das zu sehen, dazu brauchen sie nicht nach Passau zu reisen.

    Das spärliche Interesse an diesem Thema entspricht wohl auch der allgemeinen Wertigkeit.
    Oberflächlich betrachtet ist Passau als UNI Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern eher unbedeutend. Adäquates gilt für dieses Bauprojekt.
    Brisanz bekommt das Projekt durch zwei Besonderheiten:
    Passau ist eine uralte Stadt mit einer sehr schönen und großen Altstadt. Dieses Projekt wird nicht wie sonst üblich auf der "grünen Wiese" errichtet, sondern gewissermaßen im Herzen der Stadt, das man zuvor teilweise entkernen mußte. Die damit verbundenen archtektonischen, technischen und nicht zuletzt verkehrstechnischen und logistischen Problemfälle dürften auch für ein derartiges Projekt nicht alltäglich sein.
    Die zweite Besonderheit ergibt sich aus der geographischen und geopolitischen Lage der Stadt Passau. Diese Stadt liegt direkt an der Grenze zu Österreich und führt seit vielen Jahren einen kommerziellen Vielfronten - Krieg gegen einerseits die Städte Linz, Wels Ried und Schärding in Österreich und andererseit gegen die aufstrebenden Städte im Bayerischen Wald und die Städte Straubing, Regensburg und Landshut in Bayern.
    Ich selbst neige eher dazu, die Zweckmäßigkeit dieses Projektes skeptisch zu sehen. Es geht ein Teil der Attraktivität der Stadt Passau als Urlaubsort verloren, ohne wirklichen kommerziellen Vorteil, da das Projekt im Vergleich mit den Konkurrenzprojekten viel zu klein und zu unattraktiv ist.
    Andererseits macht es keinen Sinn, ein Projekt, das bereits im Werden ist, kaputt zu reden und dadurch die ohnehin etwas wackeligen Erfolgsaussichten noch weiter zu schmälern. Damit ist niemandem wirklich gedient.

    Selbstverständlich erhöht ein Zubringer wie der TR die Attraktivität des Münchner Flughafens.
    Es ist dabei über den unmittelbaren Nutzen hinaus auch noch viel Psychologie im Spiel. wenn ich zum Beispiel die Wahl zwischen zwei annähernd gleichwertigen Optionen hätte, würde ich vermutlich die wählen die mit einem Verkehrsmittel wie dem TR zu erreichen ist, anstatt mich in einen rumpelnden, stinkenden und lauten S-Bahn Zug zu quetschen.
    Ich würde noch einen Schritt weiter gehen. Auf innerdeutesch Mittel - und Langstrecken ist der TR die einzig vernünftige Alternative zu Eisenbahn und Flugzeug. Die Strecke Mü - Zentrum nach Mü - FH kann also nur der Anfang sein. Ich dachte immer, den Grünen läge die Umwelt am Herzen. Sie sollten eigentlich die glühendsten Verfechter des TR als Ersatz für das so sehr geschmähte Flugzeug sein. Aber dazu bin ich wohl zu dämlich. Ich vergass das der Horizont der Grünen nur bis zu pedalbetriebenen Fahrzeugen reicht. Anderes Problem: womit soll die Bundeswehr ihre Panzer und Kanonen transportieren, wenn der TR die Eisenbahn ins Nirwana schickt?
    Endlich wird ein Schuh daraus: sollten die Grünen etwa versteckte Militaristen sein??????

    pflo777
    Danke für die Auskunft.
    Das war auch Teil meiner Argumentation. Die Infrastruktur, Wartungs - und Instandhaltungskosten des TR sind langfristig gesehen wesentlich günstiger als bei der Eisenbahn.
    Mach aus Deinem Herzen keine Mördergrube! laß mich nicht dumm sterben: wo liegen die wahren Gründe bei den Grünen?
    Es ist immer interessant zu wissen, wo die wahren Motive einer politischen Partei liegen.

    Liebe Diskutanten,
    eine Frage, die ich zu Beginn meiner Beteiligung an dieser zweifellos sehr interessanten Diskussion gestellt habe, konnte mir bis dato keiner beantworten.
    Die Grünen schäumen vor Wut und bekommen Hysterieanfälle wenn sie nur vom TR etwas hören.
    daher meine einfache, simple Frage:
    Wie sieht die Ökobilanz desTR aus?
    Das bedeutet wieviel Energie verbraucht er pro Passagierkilometer im Vergleich zu Auto oder Eisenbahn.
    Alles andere sind Nebengeräusche.
    Die Verkehrwegekosten und Wartungskosten sind mit Sicherheit auf lange Sicht günstiger als bei der Eisenbahn, ebenso der Geländeverbrauch. Die Lärmbelästigung für die Anlieger durch Schienenfahrzeuge ist um mehrere Größenordnungen schlimmer als durch den TR. Warum also diese Fundamentalopposition durch die Grünen?
    Bitte helft mir und beantwortet mir endlich meine Frage: Wieviel Energie verbraucht der TR pro Passagierkilometer im Vergleich zur Eisenbahn?????

    Es ist immer dieselbe Masche die die Grünen anwenden: zuerst wird ein Projekt verteufelt, dann werden möglichst viele Hindernisse aufgebaut, dann treibt man durch Verzögerungen und Erschwernisse den Projektpreis in die Höhe. Zum Schluss behauptet man das Projekt wäre ohnehin zu teuer.
    Bei allen diesen Aktionen schrecken die Grünen und ihre Helfer vor keine Lüge, vor keiner Verdrehung und keiner Täuschung zurück.
    Wer wählt diese Typen eigentlich noch?

    Öffentlicher Verkehr umweltfreundlich?
    Wenn es nur so wäre. Der öffentliche Personenverkehr ist weder umweltfreundlich, energiesparend, noch ist er von der Kapazität her auch nur annähernd in der Lage, den Verkehr auf der Straße zu ersetzen. Auch wenn es noch so schön klingt, der öffentliche Verkerhr (Nah und Fern) ist nur ein zusätzliches Standbein, niemals die Lösung.
    Der beste Beitrag zum Umweltschutz sind gut ausgebaute Straßen für einen flüssigen Verkehr mit modernen, umweltfreundlichen Autos (Bloß nicht mit den blödsinnigen Hybrid Autos).

    Leider darf ich weder die Studie veröffentlichen noch direkt daraus zitieren.
    Ziel war ein Vergleich verschiedener Verkehrsmittel mit Fokus auf den Aufwand pro Passagierkilometer.
    Kriterien waren: Flächenverbrauch, Aufwand für den Verkehrsweg, Störung der Umwelt und Städte durch den Verkehrsweg, Transportkapazität im Verhältnis zum Aufwand und zum Eingriff in Lebensablauf und Umwelt.Kosten, Flexibilität, Verkehrslärm, Ökonomie, Ökologie.
    Fazit war: in praktisch allen Punkten war die Bahn Schlußlicht. Der einzige Nutzer, der von der Bahn wirklich profitiert, ja förmlich davon abhängig ist, ist das Militär. Alle anderen Transportaufgaben werden von anderen Verkehrsträgern besser, flexibler, billiger und umweltverträglicher erledigt.
    Die Bahn ist der mit Abstand umweltschädlichste und gleichzeitig am wenigsten leistungsfähige Verkehrsträger - ein Relikt aus dem 19.Jahrhundert.
    Konkret: Störung des innerstädtischen Verkehrs und Lebens durch die Bahn (Schienen, Brücken, Tunnel, Bahnhöfe), Zubringerverkehr, Lärmbelästigung, Landschaftszerstörung.

    Ein Staat, der es sich leistet, dass Genehmigung und Planung 50x so lange dauert als der eigentliche Bau, und in dem tausende sinnvoller Projekte an ideologisch motivierten Bedenkenträgern scheitern, kann ich nur als mit Brettern vernagelt bezeichnen (wo die Bretter festgenagelt sind möchte ich offen lassen).
    Beispiel: In einem westlichen Vorort einer Niederbayerischen Kleinstadt soll ein längst überfälliger Zubringer gebaut werden, der jährlich viele tausend km einspart und eine dicht bewohnte Siedlung vom Durchgangsverkehr befreit.
    5 km weiter wohnt eine 72 Jahre alte Rentnerin, die von diesem Bauvorhaben in keiner Weise tangiert ist. Sie gründete eine Bürgerinitiative um das Vorhaben zu verhindern-bisher mit Erfolg, durch Unterschriften von ebenfalls nicht betroffenen Gegnern. Armes Deutschland

    Wagahai
    Was den Transrapid in München betrifft, bin ich ich nicht ganz sicher, ob dieser wirklich kurze Strecken-Abschnitt als Aufhänger für die Grundsatzdiskussion "Flugzeug vs. Transrapidtechnologie" taugt.

    Es war nicht meine Absicht, die TR Strecke Mü-FH als Vergleich mit dem Flugzeug heranzuziehen. In anderen Beiträgen ging es um größere Strecken und es ging um ökologische Vergleiche. Ich war vor Jahren für die ÖBB an einer Vergleichsstudie beteiligt. Das Ergebnis war, dass in allen Punkten der Flugverkehr mit Abstand die beste Öko - Bilanz aufwies. Diese Studie wurde selbstverständlich nicht veröffentlicht!
    Das einzige Verkehrsmittel, das halbwegs vergleichbare Werte aufzuweisen hat, dürfte der TR sein. In unserem schönen, mit Brettern vernagelten Deutschland wird er trotzdem scheitern.

    Mod.: Bitte keine Komplettzitate von Beiträgen, auch mit der "Zitieren"-Taste sparsam umgehen

    Wer träumt hier von ehrlichem Wettbewerb? Bei internationalsn Großprojekten gibt es keinen solchen und gab es wohl auch nie. Schon der Umstand, dass regelmäßig die massive Unterstützung durch Spitzenpolitiker nötig ist, beweist das.
    Beim Kampf um internationale Großprojekte wird gelogen, betrogen, geschmiert und gemauschelt was das Zeug hält. Keine Nation bildet dabei eine Ausnahme.

    Transrapid Strecke München - Flughafen

    Um es vorweg zu nehmen: die Öko-Bilanz des Flugzeuges ist völlig unschlagbar. Egal wer antritt, es gibt kein Verkehrsmittel, das per Saldo mit dem Flugzeug konkurrieren kann. Dies gilt besonders für Strecken ab 600 km.
    Das Flugzeug hat zwei entscheidende Vorteile:
    1) Es benötigt keinen Verkehrsweg. Allein die Erstellung und Erhaltung der Verkehrswege Schiene und Straße verschlingen mehr Recourcen und Energie, als der darauf rollende Verkehr über Jahre benötigt. Der Luftverkehr kann sich wechselnden Frequenzen und Verkehrsströmen konkurrenzlos flexibel anpassen.
    2) Die Belästigung durch Fluglärm wird zwar immer wieder hochgespielt, ist verglichen mit Straße und inbesondere Schiene marginal, da nur eine verschwindend geringe und noch dazu meißt dünn besiedelte Fläche betroffen ist, und das nur jeweils für sehr kurze Zeit.
    Die ideologisch bedingte Verteufelung des Flugverkehrs ist typisch Deutsch und durch nichts gerechtfertigt.
    Dass die Strecke München - Flughafen nicht gerade der ideale Einsatzbereich des Transrapid ist, versteht sich. Irgendwo mußte er aber einmal in Deutschland gebaut werden - wenn, ja wenn endlich zwei Fragen, die ich in den Diskussionen schmerzlich vermisse, geklärt sind.
    1) Wie sieht die Ökobilanz aus, dh. wieviel Energie benötigt der Transrapid pro Passagierkilometer?
    2) Wie sieht die Gesamt - Ökobilanz aus - vom Bau bis zur Endnutzung?
    Fallen beide Bilanzen gegenüber der normalen Schiene negativ aus, so ist er ein nutzloses technisches Spielzeug, das so schnell wie möglich im Museum landen sollte, fällt sie jedoch positiv aus, was ich annehme, dann sollten sich die Gegner fragen lassen, worum es ihnen überhaupt wirklich geht. Ehrliche und saubere Absichten können sie dann sicher nicht haben. Dabei ist der Streit, ob der Zug nun 300 oder 500 km schnell fährt ein rein akademischer um des Kaysers Bart und ohne jede Relevanz.