SEM Nordost (ca. 18.000 WE) [in Planung]

  • SEM Nordost (ca. 18.000 WE) [in Planung]

    In der heutigen Ausgabe der SZ wird von den Ideen der Stadt berichtet östlich der S8 neuen Wohnraum zu schaffen. Da das Gebiet doch vergleichsweise groß ist, habe ich mir erlaubt, zu dieser Entwicklung einen neuen Thread zu erstellen. Dieser wird sich die nächsten Jahre mit Sicherheit füllen. Vielleicht kann man auch schon die Nachrichten über die Flächenveräußerungen des Trabrennvereins hier bringen.


    Das Gebiet soll folgende Flächen umfassen.


    http://farm7.static.flickr.com…6152296655_614174bbe1.jpg


    Umgriff von Muhandis79 auf Flickr

  • Wenn man sich diese enormen Flächen ansieht kann man wahrlich staunen, mit welcher Bebauung dort nur 10 000 Leute wohnen sollen. Überschlägig sollte das Gebiet etwa doppelt so groß sein wie der nördliche Wohnteil von Freiham. Und selbst in Freiham sollen ja nur noch 15 000 Menschen wohnen. Sollen jetzt im Osten sozialgeförderte Reihenhäuser gebaut werden? Für diese 10 000 Leute braucht man auf jeden Fall keine U-Bahn Verlängerung, welche ja im Anbetracht der mäßigen Auslastung der U4 mehr als sinnvoll wäre. Wohin treibt nur die Stadtplanung München? Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus! Jeden Tag gibt es eine neue negative Überraschung.

  • Die sollten dort mehr Wohnhochhäuser bauen die auch mal etwas höher wären, so könnten auch mehr Menschen dort leben und das Virtel würde auch interresant aussehen. Letzten stand erst ein Artikel in der Zeitung, das München wieder Hochhäuser will, die über 150m sind. http://www.merkur-online.de/lo…in-tabu-mehr-1392886.html
    Warum baut man dann nicht mal Wohnhochhäuser die 100m haben oder mehr das wäre doch auch mal sehr schön und es gäbe genügend Wohnraum.:)

  • Neben einer U4 Anbindung wäre auch eine zentrale Straßenanbindung Richung Stadtkern nötig, welche 2-spurig ist und den Verkehr bündelt. Deshalb müsste die Englschalkinger Straße 2-spurig über die S8 hinaus verlängert werden. Nur gut, dass eine mögliche Weiterführung schon versucht wurde zu verbauen.


    Isek , das mit den 10.000 Einwohnern würde ich nicht so hoch hängen. Man muss die Verhinderer auch nicht herausfordern und bei solchen ungenauen Planungen schon von 30-50.000 Einwohnern reden.


    Beispielshaft finde ich Wohnraumplanung von Poing. Hier wurde schon 1984 ein Masterplan festgelegt, der nun Stück für Stück umgesetzt wird (derzeit W1-W4 umgesetzt und W5 in der aktuellen Umsetzung), welcher im Endeffekt eine Vervielfachung der ursprünglichen Einwohner (5.000 => 20.000) bedeutet. Anstatt einem Stückwerk gibt es ein passende Gesamtplanung, mit Straßensystem, Grünflächen und Radwegen.
    =YTo0OntzOjU6IndpZHRoIjtzOjM6IjgwMCI7czo2OiJoZWlnaHQiO3M6NDoiNjAw&parameters[1]=bSI7czo3OiJib2R5VGFnIjtzOjQxOiI8Ym9keSBzdHlsZT0ibWFyZ2luOjA7IGJh&parameters[2]=Y2tncm91bmQ6I2ZmZjsiPiI7czo0OiJ3cmFwIjtzOjM3OiI8YSBocmVmPSJqYXZh&parameters[3]=c2NyaXB0OmNsb3NlKCk7Ij4gfCA8L2E%2BIjt9"]masterplan

  • Was auch zeigt, dass wenn jeder Außen-Bezirk so "dicht" besiedelt wäre wie Neuhausen - Nymphenburg man in München locker 2 Millionen Menschen unterbringen könnte - wenn man wollte.


    http://www.tz-online.de/bilder…474-stadtteile_grafik.jpg


    Im übrigen könnten die nächsten 5-6 Jahre sowohl Neuhausen - Nymphenburg als auch Thalkirchen - Obersendling - Forstenried - Fürstenried - Solln über die 100 000 Einwohner Marke klettern.

  • Bogenhausen und Trudering sollten in absehbarer Zeit auch über 100.000 steigen. Beide Stadtbezirke haben große Bauprojekte und auch noch viel Baupotential.

  • Das Gebiet ist auch absolut erhaltenswert. Durch die praktisch nicht vorhandene Erschließung, das Areal ist richtig abgeschnitten vom Rest Münchens, würde es viele Jahre dauern bis überhaupt ein Haus gebaut werden kann.

  • Ich glaube diese Präsentation wurde hier noch nicht verlinkt. Als Fazit wird angegeben:


    Zitat

    → Also: bei weitem nicht alle Flächen kommen für den Wohnungsbau in Frage!
    → Ein großer Teil wird der landschaftlichen Entwicklung vorbehalten bleiben!


    München im Jahr 2014: Kapitulation vor der Gestaltung!


    Oh du erhaltenswertes Niedermoor. Die Landwirtschaft hat dich ausgetrocknet und zerstört - also definieren wir ein neues Niedermoor und erhalten somit Landwirtschaft UND Niedermoor. Und der dumme Münchner zahlt bald 20 Euro pro Quadratmeter. :nono:

  • In Anbetracht dessen, dass die Planungen für dieses Viertel bereits seit 25 Jahren laufen, ist die konkrete Vergabe an Planungsbüros ein Meilenstein.


    Im Grunde hängt sehr viel davon ab, wie es mit Stamm2 und der Flughafenanbindung weitergeht. Nur dann kann über den Tunnel zwischen Daglfing und Johanneskirchen entschieden werden und nur dann wird überhaupt einmal mit dem Bau erster Wohnungen begonnen. Eine Erschließung nur von Süden her würde nur massive Proteste nach sich ziehen.
    Dass ein Großteil der Fläche der Landwirtschaft vorbehalten bleibt ist ja klar, von Hochhäusern brauchen wir erst gar nicht anfangen. Mehr als 5 Stockwerke werden leider wohl nicht drin sein.

  • Was bitte hat Landwirtschaft innerhalb einer europäischen Millionenmetropole mit ohnehin vergleichsweise engen Stadtgrenzen zu suchen? Dann doch bitte großzügiges öffentliches Grün. Die Feldwege bringen außer den Hundebesitzern und ein paar Joggern niemanden etwas.

  • Wenn ich mir das so ansehe, werden wohl 1. noch etliche Jahre vergehen bis hier etwas passiert und 2. wird das wieder so eine halbgare Lösung weil man sich wohl wieder nicht traut etwas Bewegendes zu schaffen. Alles in Allem geht es so weiter wie die letzten Jahre auch, die Immobilienpreise werden also weiter steigen, da man noch immer nicht gewillt ist hier endlich entsprechend zu handeln.

  • Zitat

    Die Feldwege bringen außer den Hundebesitzern und ein paar Joggern niemanden etwas.


    Womit wir bei 65 Prozent der dort wohnenden Menschen sind. Daneben spazieren bei schönem Wetter auch Eltern mit Kinderwagen, ältere Ehepaare und und und auf den Feldwegen herum. Im Vergleich zu den nahe gelegenen öffentlichen Grün natürlich deutlich weniger, aber wesentlich mehr als man vermuten möchte.


    Die Frage ist ohnehin nicht, was Landwirtschaft innerhalb der Stadtgrenzen zu suchen hat, die gibt es in London oder Shanghai auch. Die Frage ist eher, wie nutzt man den verbleibenden Raum? In München heißt die Antwort zu oft, drei geschossige Quader mit großzügigem Abstandsgrün. Ich habe lieber dichte, ansprechende Quartiere und dafür zwei Felder mehr, als wenn hier jeder Quadratmeter mit langweiligen Kasernen zugepflastert wird, nur damit keine Landwirtschaft mehr bleibt.


    Erwarten darf sich hier sowieso keiner was, vor etwa 2-3 Jahren gab es in der alten Wiedefabrik eine Vorstellung von Reihenhäusern, welche der Besitzer von einigen großen Feldern im Planungsgebiet, bauen würde, falls es zum Baurecht kommt. Hochhäuser, gewagte Architektur und die Lösung des Wohnraumproblems werden durch München-Ost sicher nicht gelöst.


    Wie steht es eigentlich mit weiteren großen neuen Vierteln in München? Angesichts der Tatsache, dass min. 30 Jahre Planungszeit benötigt werden?

  • Womit wir bei 65 Prozent der dort wohnenden Menschen sind. Daneben spazieren bei schönem Wetter auch Eltern mit Kinderwagen, ältere Ehepaare und und und auf den Feldwegen herum. Im Vergleich zu den nahe gelegenen öffentlichen Grün natürlich deutlich weniger, aber wesentlich mehr als man vermuten möchte.


    Genau das ist eben das Problem. Vielleicht 10 % der Einwohner sind Gartenstadtmünchner mit einem hohen Anteil in den entsprechenden Entscheidungsämtern. Oder schlichtweg die Geldigen entscheiden über das Wohnpreisniveau der Gesamtstadt indem sie jede Gestaltung verhindern wollen. Diese Präsentation der Stadtplanung ist wohl an Angst vor diesen 10 % nicht zu überbieten.


    Die Frage ist ohnehin nicht, was Landwirtschaft innerhalb der Stadtgrenzen zu suchen hat, die gibt es in London oder Shanghai auch. Die Frage ist eher, wie nutzt man den verbleibenden Raum? In München heißt die Antwort zu oft, drei geschossige Quader mit großzügigem Abstandsgrün. Ich habe lieber dichte, ansprechende Quartiere und dafür zwei Felder mehr, als wenn hier jeder Quadratmeter mit langweiligen Kasernen zugepflastert wird, nur damit keine Landwirtschaft mehr bleibt.


    Was macht München so schön? Das sind große zusammenhängende Flächen öffentlichen Grüns - Isar, Englischer Garten, Nymphenburg. Das sind weder die Felder noch die das elendige Abstandsgrün mit Mononutzung als Hundeklo.




    Wie steht es eigentlich mit weiteren großen neuen Vierteln in München? Angesichts der Tatsache, dass min. 30 Jahre Planungszeit benötigt werden?


    München plant doch nur für 15 % Wachstum für die nächsten 30 Jahre. Danach soll ja angeblich kein Wachstum mehr eintreten. Der Tatsache, dass München bereits innerhalb von 10 Jahren um 15 % gewachsen ist, entzieht man sich aus rein politischen Gründen. Ein 1,6 Millionen München lässt sich halt den alteingesessenen Machtträgern noch einfacher verkaufen als ein 1,8 oder womöglich 2 Millionen München.