Frankfurter Dotationskirchen

  • Man hätte die Leonhardskirche renovieren, aber so weit wie möglich in Ruhe lassen sollen.
    Schimmel, Risse, und anderes sind hausgemachte Probleme gewesen.
    Wer weiß, was da noch kommt...


    Edit: Ich ahne voraus, was da noch kommen wird:
    Man mußte ja unbedingt den Fußboden der Kirche 60 Zentimeter tiefer legen. Wohl wissend, daß vorherige Generationen wegen immer wieder auftretender Hochwässer den Boden höher gelegt haben.
    Außerdem mußte man unbedingt in der Kirche graben, und um die Grabungsflächen zu verfüllen, wählte man, um nicht verdichten zu müssen (Rütteln und Erschütterungen = Risse), einen speziellen Kies.
    Wenn nun wieder einmal ein schlimmes Hochwasser kommt, könnte es die Kirche viel leichter überschwemmen als vorher.
    Schlimmer noch: Kies hat die dämliche Eigenschaft, durchlässig für Wasser zu sein. Folglich könnte es irgendwann dazu kommen, daß - im Zuge eines Hochwassers - zwar die Kirche nicht überschwemmt wird, aber das Wasser in diese Kiesschicht eindringt. Und wenn es erst einmal da drin ist, geht es bestimmt auch durch gutes Zureden nicht wieder raus, die Kirche hat dann also nasse Füße.
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    3 Mal editiert, zuletzt von cjbffm ()

  • Kaiserdom

    Erst jetzt wurde mir bewusst, dass nicht nur das Dach saniert wird, sondern Renovierungsarbeiten auch im Innern des Doms laufen. Die Details müsste ich recherchieren, betroffen sind jedenfalls größere Flächen. Schnappschüsse des Nord- und Südschiffs (Orgel) von gestern sowie ein Blick in den Chorraum:


    Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B5924.jpg Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B5894.jpg Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B5895.jpg
    Bilder: epizentrum

  • Katharinenkirche (Hauptwache)

    Etwas für die Suchfunktion: Die Katharinenkirche ist seit letztem Jahr eingerüstet, da bei ihr eine Dach- und Fassadensanierung fällig war. Sogar ein Jahr früher als ursprünglich geplant, nachdem der Zustand der Schiefereindeckung als "irreparabel" begutachtet wurde und Gefahr in Verzug bestand. Die erste Einrüstung bzw. Aufstellung eines festen Bauzauns diente der Gefahrenabwehr gegen herabfallende Teile. (Q1, Q2) Zur Zeit laufen die eigentlichen Sanierungsarbeiten; der Turm ist eingerüstet, die Uhren verpackt und einzelne Schieferplatten am Dach ausgetauscht. Was im Detail zur Zeit passiert und was noch kommt, entzieht sich meiner Kenntnis. Eine Totale von vorvorgestern (noch mit freien Ziffernblättern) mit einem Haufen Narren zu Füßen der Kirche:


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    Der Turm gestern:


    EPI146A.IMG_6335.jpg

    Bilder: epizentrum

  • Ich würde gerne wissen, was an der Katharinenkirche nun schon wieder an der Fassade gemacht werden muß. - Erst vor wenigen Jahren hat man doch zumindest den oberen Teil des Turms neu verputzt und gestrichen??


    Herausgekommen ist dabei ein selten dämlich aussehendes Ergebnis, nämlich ein zweifarbiger Turm. Nun ist er also schon wieder voll eingerüstet, auch der damals fertiggestellte obere Teil.


    Aber vielleicht hat man sich im Hochbauamt fest vorgenommen, diese Kirche ein für alle mal zur Dauerbaustelle zu machen? - So eine Art Kunstwerk oder Forschungsprojekt? :rolleyes: <X

  • Bei der jetzt anlaufenden Sanierung geht es hauptsächlich um das Schieferdach. Es muss komplett erneuert werden. Das Dach stammt aus dem Wiederaufbau 1950-54 und ist damit gerade einmal 70 Jahre alt. An sich kein Alter für Naturschiefer. Und doch muss auf 1.450 m² Fläche die Eindeckung entfernt, die Schalung instandgesetzt oder erneuert und anschließend neu eingedeckt werden. Nebenbei soll die Fassade überarbeitet werden. Restauriert werden verputzte Flächen wie auch Naturstein-Bauteile. 5,1 Millionen Euro soll die gesamte Sanierung kosten. Quellen: 1 | 2


    An der Südseite wurde auf einer kleineren Fläche bereits Eindeckung entfernt. St. Katharinen gestern:


    5786_katharienkirche.jpg
    Bild: Schmittchen

  • Am Turm der Dreikönigskirche wird das Gerüst nach erfolgreicher Sanierung wieder abgebaut. Zum Vorschein kommt ein wunderbares Ergebnis. Der Turm ist nun farblich dem Kirchenschiff angepasst und die Turmhaube neu eingedeckt (Wir erinnern uns, vor ein paar Jahren wurde das Dach und die Fassade des Kirchenschiffs saniert). Nur die Turmuhr ist noch nicht wieder aktiv. Bilder von gestern Vormittag:


    d85_998011f1w.jpg


    Bild: https://fvgffm.de/img2/d85_9981qnfoz.jpg Bild: https://fvgffm.de/img2/d85_997972cvx.jpg


    Bilder: Adama

  • Kaiserdom St. Bartholomäus: Türmerstube wurde saniert

    Bis 1942 war der Frankfurter Domturm mit einem Türmer besetzt. Seine Hauptaufgabe war es, nach Bränden Ausschau zu halten und diese zu melden. Außerdem warnte der Türmer vor herannahenden Feinden, kündigte das Eintreffen des Marktschiffes an und empfing Touristen auf dem Turm. Er wohnte mit seiner Familie in der Türmerstube in der Kuppel unter der Turmspitze, auf 66 Metern Höhe.


    Die Räume wurden nun durch die Stadt Frankfurt saniert. Dabei haben sie ihre historische Farbgebung zurückerhalten. Ab August werden Führungen durch die Türmerstube angeboten. Weitere Information, auch wo man sich anmelden kann, in der Langversion der heutigen Pressemitteilung.


    Einige Eindrücke:


    domturm_tuermerstube_nach_sanierung_1.jpg


    domturm_tuermerstube_nach_sanierung_2.jpg


    domturm_tuermerstube_nach_sanierung_3.jpg

    Fotos: Uwe Dettmar


    Die Türmerstube um 1935:


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    Bild: Institut für Stadtgeschichte / Fritz Brieke


    Um 1910, Domtürmer Rüb an der Winde:


    domturm_tuermerstube_nach_sanierung_4.jpg
    Bild: Institut für Stadtgeschichte

  • Dreikönigskirche

    Im letzten Sommer zeigte Adama in #126 bereits Bilder vom frisch sanierten Turm der Dreikönigskirche. Inzwischen wurden alle Gerüste und fast alle Baustelleneinrichtungen beseitigt. Das Ergebnis von der Dreikönigsstraße gesehen:


    5964_dreikoenigskirche.jpg


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/5965_dreikoenigskirche.jpg

    Bilder: Schmittchen


    Zum Abschluss der Arbeiten wird das denkmalgeschützte Bauwerk eine Illumination erhalten. Laut einer städtischen Pressemitteilung soll die neugotische Kirche und ihr 81 Meter hoher Turm ab Dienstag, 6. Februar, auch nachts in der Stadtsilhouette zu sehen sein. Die Illumination wurde bereits parallel zur Turmsanierung installiert, um die aufwändige Turmeinrüstung mitnutzen zu können. Durch LED-Leuchten wird der heutigen Mitteilung zufolge eine möglichst langlebige, wartungsarme und nachhaltige Beleuchtung ermöglicht.


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    Bild: Copyright Büro Raumlabor, Foto Christian Uitz


    In einem weiteren Schritt wird ab Herbst 2024 auch das Umfeld der Dreikönigskirche neu gestaltet und der Platz an der Kirche aufgewertet. Laut PM ist die anstehende Platzgestaltung wie auch die Illumination ein Projekt des Programms "Schöneres Frankfurt".

  • Leonhardskirche

    Nach Abschluss der mit gravierenden Schwierigkeiten verbundenen, in diesem Strang oft erwähnten Sanierung des Innenraums ist die über 800 Jahre alte römisch-katholische Kirche Sankt Leonhard wieder geöffnet. Weil es hier noch keine Fotos gibt, habe ich gestern welche gemacht:


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    Das spätbarocke Gestühl ist von 1778, es stammt aus der ehemaligen Karmeliterkirche. Mittelschiff, spätgotische Kanzel rechts:


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    Seitenschiff mit Empore:


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    Sterngewölbe des Hochchors mit Wappen der Frankfurter Patrizierfamilie Holzhausen. Wandgemälde über dem Bogen, Christus als Weltenrichter, um 1500:


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    Kreuzaltar, hier geschlossen, um 1520 in Niedersachsen entstanden.


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    Hochaltar und Chorgestühl:


    6049_leonhardskirche.jpg


    Der Fußboden liegt nun 60 Zentimeter tiefer als vor Beginn der Sanierungsarbeiten 2011. Während der Bauarbeiten wurde aber weit mehr abgetragen. Dazu die Bilder von epizentrum in Beitrag #48 kurz nach Sanierungsbeginn und besonders seine eindrucksvollen Fotos und Beschreibungen von 2013 in Beitrag #93. Der Höhenunterschied machte am Haupteingang offenbar ein Podest und einige Stufen notwendig. Die Tür ist noch ein Provisorium.


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    Am Leonhardskirchhof wird auch noch gearbeitet. Die Silberlinden entlang der Alten Mainzer Gasse dürften das Schlimmste überstanden haben.


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    Bilder: Schmittchen

  • Leider ist die Sanierung immer noch nicht vollständig abgeschlossen. Das nördlich(st)e Seitenschiff (hinter der zugemauerten Arkade im 2. Bild) und die Heilig-Grab-Kapelle (der auf Schmittchens letztem Bild zu sehende Rundbau) sind immer noch nicht fertig. Ihr architektonisches Highlight ist ein spektakuläres gotisches Gewölbe mit frei hängendem Schlußstein, das durch eine 'Sanierung' mit unsachgemäßem Material in den 60er Jahren schwer geschädigt wurde. Man hatte seinerzeit nicht realisiert, daß die Rippen aus leichtem Tuffstein bestanden, und nur sandsteinfarben angemalt waren. Das Heilige Grab selbst wurde im 19. Jh. zerstört, die erhaltenen Bruchstücke waren vor ein paar Jahren mal im Dommuseum zu sehen.

  • Katharinenkirche (Hauptwache)


    Zuletzt waren hier Bilder vom Juni zu sehen, mittlerweile alles eingerüstet und man rückt dem Dach des Kirchenschiffs zu Leibe.


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