Caleido (fertig)

  • Caleido (fertig)

    • Die WGV-Versicherungen wollen dieses Gebäude (altes HQ) am Österreichischen Platz entweder revitalisieren oder wahrscheinlicher umbauen, kein Eigenbedarf mehr
    • 33 Jahre alt
    • Finanzbürgermeister Föll: Verkauf des Grundstücks, Abriss und Büroneubau nach Architektenwettbewerb wahrscheinlich


    • Der Österreichische Platz selbst soll nach dem Willen des Gemeinderats nach Möglichkeit vom gegenwärtigen Kreisel in eine traditionelle Kreuzung umgebaut werden
    • Wünschenswert, dennoch wohl unbezahlbar (laut Föll zweistellige Mio.-Summe) scheint der Abriss der Paulinenbrücke und somit Absenkung der Straße auf das Niveau der Tübinger Str.


    Quelle: StN 26.03.08


    EDIT:

    • Grundstück an Hochtief verkauft
    • Gebäude wird abgerissen, Neubau auf größerer Grundfäche, Ziel der Stadt, dort eine geschlossene Blockrandbebauung zu erreichen, käme man damit nach
    • 18.000qm Büro- und Handelsfläche möglich, noch kein BBPl.


    Quelle: StN 16.07.08


    Google Maps

  • Was hat man denn immerzu mit dieser geschlossenen Blockrandbebauung?
    Mindestens 9/10 des Kessels dürften blockrandbebaut sein, weshalb gerade solche Solitäre als auflockernde Hingucker dienen und etwas Weite schaffen. Obzwar dieser WGV-Bau nicht sonderlich ansehnlich ist.

  • Auf solche Solitäre der Hässlichkeit verzichte ich liebend gerne zugunsten von Blockrand. Im Übrigen sollte ein Neubau hier ausnahmsweise ;) flacher ausfallen und den Blick von der B14 zu den Doppeltürmen der Marienkirche möglichst frei legen. Ein Schande, dass dieses schöne Bauwerk bislang nicht gebührend inszeniert wird.

  • Wie wahr. Nachdem allerdings von der ebenfalls gut frequentierten Paulinenstraße der Blick zur Kirche grundsätzlich besser und in beiden Fahrtrichtungen möglich ist, müßte man konsequenterweise zugleich auf das "Pauline" verzichten.

  • Ich meine nicht den Blick von der Tübinger, sondern jenen von der Paulinenstraße. Mit anderen Worten von auf der Paulinenbrücke. Und auf einer Brücke hat man diese Brücke meist unter sich und selten vor der Nase, es sei denn man ist gestolpert, Asphaltschnüffler oder sowas. Doch dann wiederum dürfte das architektonische Interesse an den Doppeltürmen der Marienkirche kurzfristig im mehrfachen Sinne zum Erliegen gekommen sein. ;)

  • Ah so, ich ging vom Fußgänger aus. Der hat ja auf der Paulinenbrücke i.d.R. nix zu suchen ;)


    • Gemeinderat will Wohnanteil von 20% (an Tübinger- und Feinstr.), Hochtief lehnt Wohnen am Standort ab: Vekehrslärm einer Autobahn vergleichbar, 80dB, Feinstaub über Grenzwert, Gutachten folge hierzu, auch teure mechanische Belüftung nötig
    • Hochtief möchte bereits jetzt städtebaulichen Wettbewerb ausschreiben, Gemeinderat: Abwarten bis Expertise zur Paulinenbrücke
    • Hochtiefs Pläne wohl 6-stöckige Blockrandbebauung auf 4.897qm-Areal
    • Bezirksräte fordern großzügige Grünstreifen, 5-stöckig oder 21m Traufhöhe, wohl Sichtachse von B14 zur Marienkirche (hier Artikel unklar)


    Quelle: StN 16.10.08


    • Gemeinderat: Wohnungsanteil mindestens 20% :nono:
    • Planung weitgehend an heutigen Baugrenzen orientieren, aber auch Erweiterung Richtung Österreichischer Platz berücksichtigen


    Quelle: Amtsblatt Stuttgart Nr.42

  • Vielleicht kommen bald Zeiten, wo der Gemeinderat noch froh ist, wenn überhaupt einer investiert. Bis auf die Sichtachse zur Kirche wird ja wieder typische Architekturgleichmacherei gefordert.


    Wie wärs gewesen, wenn die Stadt beim Verwaltungszentrum Österr. Platz mindestens 20% Wohnen integriert hätte, wenn ihr das so wichtig ist?
    Ist natürlich viel einfacher, solche an dieser Stelle offenbar marktfremden Forderungen den privaten Investoren aufzudrücken.
    Bei der Bib 21 wäre übrigens auch noch ein zehntes Wohnstockwerk vorstellbar.

  • Hier (.pdf) die Unterlagen zum Städtebaulichen Gutachterverfahren, daraus:


    • Als Teilnehmer gesetzt sind: Auer Weber, AP Plan Mory Osterwalder Vielmo, Léon Wohlhage Wernik
    • Sitzung Gutachterkommission zum 11.02.2009 terminiert
    • Gebäudehöhen: An Feinstr./Tübinger Str.: 21m, an Paulinenstr./Österreichischer Platz: 23m
    • Nutzung: 14.500qm Büro & Wohnen, Wohnflächenanteil ca. 20%, 600qm Handel und Gastronomie


    Quelle: architektur109.de


    EDIT:
    Angepeilt werden 250 Stellplätze.
    Quelle: StZ 21.01.09


    Wettbewerb in competitiononline aufgetaucht.


    So langsam dürfte Wettbewerbsentscheidung publik werden, 15.02.09

    Bild:Wagahai

  • Wenns nach mir geht könnt man es auch ersatzlos abreissen und stattdessen nen schönen Platz gestalten. Die Kirche hätte dann auch etwas mehr Luft und würde endlich mehr zur Geltung kommen. Dafür könnte man es beim Quartier S dann gewaltig krachen lassen...

  • Laut Büromarktbericht 2008/2009 Ellwanger Geiger Fertigstellung 2012.


    Im Zusammenhang mit Quartier S hier auf S.44 die Sicht auf den Neubau von Paulinenstr. nach Abriss. In wie weit das Wettbewerbsergebnis für das Projekt berücksichtigt ist: Unbekannt.



    Wettbewerb entschieden mit Léon Wohlhage Wernik (Rosenpark, Schwabengalerie) als Sieger, Bogevischs Büro (Bülowbogen) und Auer Weber 2.Plätze.


    • Siegerentwurf mit 20.800qm, Wohnanteil 19% (5. u. 6. Etage), 6.Geschoss Staffelgeschoss
    • 1.000qm Innenhof mit Glasdach
    • Siegerentwurf wird überarbeitet (hoffen wir das Beste)
    • Aufstellungsbeschluss für BBPl. terminiert für 05.05.
    • Vorvermietung von 30% angepeilt für Baubeginn
    • Haupteingang Tübinger Str., dort im EG Gastro und Läden, Außengastronomie in Innenhof möglich
    • 220 Stellplätze TG


    Quelle: Immobilienbrief Stuttgart Nr.30 (mit Visualisierung Siegerentwurf, ab S.5)


    Mich überzeugt der überraschend filigran wirkende Entwurf, die Rundungen sind eine willkommene Abwechslung am ÖP, die Fassade ist ganz abwechslungsreich und spacig.
    Der Auer Weber-Entwurf (unter Aktuelles - Wettbewerbe - ÖP, Quartier S im Hintergrund) scheint mir auf den ersten Blick ein wenig gewöhnlich.
    Wenn der Siegerentwurf (trotz Nachbearbeitung) so ähnlich umgesetzt wird, bin ich mehr als zufrieden. Der ÖP würde deutlich aus seiner Tristesse heraus gehoben.


    EDIT:
    Es ist immer dasselbe: Antatt einen guten Entwurf einmal zu loben (vor allem angesichts des finsteren Bestands), beschweren sich Bezirksbeiräte Mitte und Süd lieber über zu wenig Bäume. Und das ausgerechnet am ÖP. Die armen Bäume.


    Visualisierungen (wie in Immobrief)
    Nr.1
    Nr.2


    Quelle: StN-Online


    Ergänzend:

    • Es wird sich seitens der Bezirksbeiräte weiter über das Bauvolumen und die Abschottung des Blocks zur Tübinger Str. aufgeregt
    • "Alles zugebaut, für Marienkirche Katastrophe", "hermetisches Burgenverhalten"
    • Wohnraum für Familien, Öffnung zum Ruprecht-Mayer-Platz gefordert, Hochtief lehnt dies ab: "Problematisches Umfeld" (Obdachlosen-/Drogenszene)


    Quelle: StZ 26.03.09


    Die Kritik konzentriert sich in erster Linie wohl auf die Tübinger Str., in der keine Bäume vorgesehen sind. Eine Bepflanzung wäre nach dem derzeitigen Entwurf nicht möglich, da der Baukörper auf dieser Seite über den Bürgersteig ragt, siehe auch Visualisierung Nr.2 oben.

  • Das Baumargument ist m.E. das lächerlichste Argument überhaupt. Gerade einmal 100- 200m entfehrnt liegt der Eingang zur Karlshöhe, da gibts Bäume genug. Wieso muß denn in einem Innenstadtquartier alles mit Bäumen zugepflastert sein?

  • Also mir gefällt das neue Gebäude gut, vor allem die Perspektive von der Tübinger Straße aus gesehen. Es nimmt in seiner geschwungenen Form gut den Kreisel des Ö-Platzes mit auf. Wie ein Porsche, der sich auf den Ö-Platz zufahrend, gerade in die Rechtskurve legt. :cool:


    Und was diese Bezirksbeiräte angeht und deren Bäume etc. ... Man soll sich nicht so aufregen. Muss ich auch mir manchmal sagen. :daumen: Schaut auf Eure Blutdrücke und genießt den verregneten Himmel, so lange Ihr ihn noch genießen könnt. Blitzschnell ist es nämlich passiert und ihr läuft Gebäude betrachend über den Ö-Platz und werdet von einem Porsche erfasst, der sich in die Rechtskurve legt.

  • Bin auch ganz zufrieden und das Gebruddel der Bezirksbeiräte interessiert mich nicht, allerdings hätte es auch von mir aus ein Stockwerk mehr und dafür ein breiterer Gehweg an der Tübinger Str. (inklusive Bäume ;) ) sein können.

  • Ob da an dieser Stelle etwas Höheres passen würde, weiss ich nicht. Hab's mir auch überlegt. Bin mir da nicht so sicher, schließlich ist die Topografie dort schon ziemlich speziell und "eng". Da wirkt ein Gebäude schnell zu bullig.


    Also so eindeutig für HH wie am Charlottenplatz und Neckartor sehe ich die Lage dort nicht. Ein paar Stockwerke mehr? Lieber einen interessanten Akzent in der Mitte des Ö-Platzes, aufragend ...

  • Ein Geschoss mehr auf ÖP-Seite wäre schon ok gewesen, sonst aber nicht, wegen der Marienkirche.
    In der Visualisierung Nr.1 fehlt auf dem ÖP die seltsame Säule in Kreiselmitte. Hoffentlich wird sie auch in realitas demnächst entfernt.
    Was mit dem ÖP passiert (angedacht war ohnehin der Umbau in eine gewöhnliche Kreuzung statt des monströsen Kreisels), wird durch die hinzu gekommene Abrissdiskussion um die Paulinenbrücke sicherlich noch ein Weilchen unklar bleiben. Es kann aber dort nur besser werden, jedenfalls optisch.

  • ^ Sehe ich genauso. Aber Okay, eine zusätzliche Platzsituation vor dem Gebäude an der Tübinger ist nicht zwingend, insbesondere wenn nette Läden oder Gastro reinkommen.


    Insgesamt ein Gewinn, der Bau hat was. Zum Glück kein weiterer Kasten.


    Wagahai , zum Kreisel ÖP: An anderen Stellen werden gerade Kreuzungen durch Kreisel ersetzt. Das schlimme am ÖP ist m.E. nicht der Kreisel, sondern die Bebauung, bald noch mehr auf südlicher Seite.

  • Max BGF plant wohl seinen eigenen, persönlichen Baden-Tower, von dem aber noch niemand was weiss, ausser sein Planungs-Team und die Stadt wohl. Lassen wir uns überraschen ... ;-)