Beiträge von Puntagorda

    Die Lliste der Enttäuschungen ist mittlerweile schon extrem lang, denn hinzu kommen noch folgende Punkte:


    • Die Wasserfläche außen wurde eingespart.
    • Das Wasserspiel innen wurde nicht bemerkt und musste umgestaltet werden.
    • Die Fassadenfarbe entsprach nicht den Versprechungen.
    • Viele Flächen in den Innenräumen waren schon nach wenigen Wochen total verdreckt. Jeder halbwegs vermünftige Planer sollte an sensiblen Stellen die zukünftigen Gebrauchsspuren berücksichtigen. Ist ja nichts Neues, dass öffentliche Gebäude schnell versifft sind.
    • Dachgeländer und -aufbauten wirken extrem umförmig. Dadurch wird das ganze Würfel-Kozept konterkariert.


    Hier wurden schlicht und einfach eklatante Planungsfehler gemacht, teils durch erzwungene Einsparungen, teils aber auch durch Ignoranz und Blauäugigkeit.
    Ich bin kein S21-Gegner, und ich kann dem Lesesaal durchaus auch Positives abgewinnen, aber unterm Strich kann man echt nur noch den Kopf schütteln...


    Alles andere ist für mich Nörgelei auf höchstem Niveau


    In Simbabwe - ja; in Deutschland - nein!

    Warum regen sich hier eigentlich immer alle über die Grünen, die S21-Gegner, die Startbahn-Gegner (wo auch immer) und sonstige "NIMBYs" auf, anstatt auf die Argumente der Mitdiskutanten einzugehen?!


    Herr Rockenbauch und wie sie alle heißen lesen hier nicht mit, also bleibt doch einfach mal bei dem konkreten Projekt und bei seiner Architektur!


    Gefühle, insbesonder unbewusste Ängste, kann man nicht abschalten:
    - Deswegen kann man auch keine S21 Kritiker umstimmen
    - Deswegen gibts in BW kein einzigen Wolkenkratzer
    - Deswegen gibts in Stuttgart keine 2. Landebahn


    Ich kann nur wiederholen: Ich habe in dieser Hinsicht vor gar nichts Angst, bin aber aus anderen Gründen gegen zwei von drei dieser Bauvorhaben.


    Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Vielleicht haben manche hier auch zu große Angst davor, dass unser scheinbar unabdingbares Wachstum nicht ewig währen wird, und dass die angebrachte Veränderung eine Abkehr vom ewigen größer/schneller/höher/weiter bedeuten könnte...


    Schaut mal was in Asien für Gebäude hingestellt werden und das interessiert da nicht mal den umgefallenen Sack Reis.


    Genau. Und wenn dein Häusle dafür entschädigungslos platt gemacht wird, interessiert ihn das auch nicht.

    Natürlich kann man manche Kritiker als Dauer-Blockierer betrachten, und das Königsbau-Dach finde ich auch in Ordnung, aber ein Bauherr/Architekt muss schon eine gewisse Kritik vertragen können, wenn er die komplette obere Hälfte (!) eines Gebäudes einfach nur verglast, ein bisschen schräg stellt, auf den Bildern mit weißen Wattewölkchen weichzeichnet und das Ganze dann als "Dachlandschaft" verkauft.


    Man muss schon sehr naiv sein, wenn man glaubt, dass das tatsächlich nur ein fluffig-leichtes Häubchen wie auf den Visualisierungen sein wird. Dass solche Glasflächen auch sehr massiv, dunkel und abweisend erscheinen können, wissen wir spätestens seit dem Kunstmuseum, zumal die zukünftigen Bewohner da oben bei jedem Sonnenstrahl ihre Jalousien werden runterlassen müssen, und dann hat es sich mit der Luftig- und Leichtigkeit.


    Und die Bibliothek hat uns gezeigt: Fassaden leuchten nicht von selbst!

    Lieber Wagahai, ich glaube nicht, dass Ing22 alles "von Adam und Eva aufrollen" will und dass er sich durchaus mit dem Status quo, d.h. mit dem Projektfortgang abfinden kann. Aber da wir ja alle an einer funktionierenden, zukunftsfähigen Infrastruktur interessiert sein dürften, sollte man schon noch über kritische Punkte diskutieren können, zumal das Handeln der Bahn, wie du ja selbst sagst, oftmals "schwer erträglich" ist.
    Die Schlichtung einfach als (eigentlich unnötige) Beruhigungspille für die ach so verrückten S21-Gegner mit ihren unbegründeten Ängsten abzutun, halte ich für ziemlich realitätsfern, da viele Argumente der Gegner eben nicht entkräftet werden konnten.
    Ich bin ja auch der Meinung, dass das ewige Demonstrieren und Blockieren endlich mal aufhören kann, aber es sollte doch jedem hier klar sein, dass dieser Stresstest offensichtlich nur unter Biegen und Brechen bestanden wurde, und dass man froh sein kann, dass es keinen direkten Vergleich mit dem heutigen Kopfbahnhof oder K21 geben wird, da dieser wahrscheinlich noch größere Defizite bei S21 ans Licht befördern würde...

    Habe gerade diesen Live-Kommentar von Matthias von Herrmann (Sprecher der Parkschützer) auf Fluegel.tv zum Thema Gewalt/Verletzte gehört:


    "Es ist gut, dass wir heute diese Bilder gesehen haben und dass diese durch die Medien gegangen sind."


    Auf Neudeutsch nennt man das Steigerung der "Visibility", koste es was es wolle.
    Die Schüler kamen denen als Bauernopfer doch gerade recht.
    Von wegen Deeskalation...

    Da nun auch noch die einzigen interessanten Elemente dieses Baus dem Rotstift zum Opfer gefallen sind, darf man vom Ergebnis wohl nicht mehr allzu viel erwarten.


    Man hätte auch einfach Baucontainer würfelförmig aufeinander stapeln können - würde genauso aussehen, wäre aber 78 Mio. Euro billiger.

    Eine Stadt ist im stetigen Wandel und immer ein Spiegel ihrer Zeit - daß wir keine roten Ziegeldächlein mehr bauen ist selbstredend.


    Das Ibis Hotel direkt gegenüber veranschaulicht aber, dass auch das Gegenteil der Fall sein kann.
    Anders als in eher zukunftsweisenden Umfeldern wie S21 hätte sich hier im sehr harmonisch wirkenden S-Süd ein weiteres Ziegeldach sicherlich am besten präsentiert, aber warten wir erst mal das Endergebnis ab.

    Nach Ansicht der Luftbilder halte ich einen leicht historisierenden Bau mit rotem Ziegeldach für äußerst angebracht - das würde ein herausragendes Ensemble um den Karlsplatz herum ergeben.
    Bei den bereits gelisteten Architekten ist damit allerdings kaum zu rechnen...

    Vielleicht kann aber im Zuge des Neubaus U12/Türlenstraße eine unterirdische Querung gebaut werden und damit oberirdisch sogar eine bestehende Ampel entfallen?


    Du bist wahrlich ein Kind der 1960er...

    die genannten Betonbrücken, -Rampen und -Plattformen


    Wie kam dieser schwachsinnige Architekt überhaupt auf die Idee, im Erdgeschoss (!!) ein Parkdeck unterzubringen?
    Und warum hat die Stadt diesen idiotischen Entwurf auch noch realisiert??!

    Fast liebenswürdig fand ich die Fassadenmuster bei Grüntuch Ernst, die nach GA auch den Preisrichtern gefielen. Könnte der Wettbewerbssieger irgend etwas in diese Richtung machen?


    Ich halte diese Fassade für einen reaktionären und grundsätzlich hässlichen Unsinn.

    Naja, der Gewinner ist ok und stört wenigstens nicht...


    "Grüntuch Ernst ... gefiel den Preisrichtern wegen seiner besonderen Fassade. Es lasse nicht erahnen, ob es sich um ein Kaufhaus, ein Bürogebäude oder eine besondere Sparkasse handele."


    Was ist denn das für eine bescheuerte Begründung??


    "Zu zurückhaltend ist nach Ansicht des Preisgerichts hingegen der Entwurf der RKW Architekten"


    Blödsinn: Der Friedensplatz ist nun mal nicht der Times Square, und so ein behutsamer Bau würde bestens zu den umliegenden Altbauten passen.
    Aber mittlerweile braucht ja selbst die Sparkasse was auffälliges Protzigeres...