City & Wallring | Boulevard Kampstraße [Planung&Bau]

  • Hoffen wir auf einen großen Wurf. Es wird wirklich Zeit für eine Umgestaltung.

    Wobei die Pläne für den Neubau der Sparkasse auch noch Einfluss auf die Gestaltung haben werden.

  • RE:START Kampstraße - Pläne zur Umgestaltung werden vorgestellt

    ^ Positiv stimmt mich, dass das gesamte Kanalbauwerk schon ab dem 15. September erneuert wird. Die Netto-Bauzeit dafür beträgt voraussichtlich neun Monate. Durch den Weihnachtsmarkt und gewiss auch durch archäologische Funde, wird sich die tatsächliche Bauzeit verlängern. Dennoch dürfte der Puffer ausreichen, sodass die eigentlichen Arbeiten wie geplant Mitte 2027 beginnen können. 2030 könnte die Kampstraße dann komplett fertiggestellt sein.

  • RE:START Kampstraße - Wettbewerbssieger gekürt

    Die Wettbewerbsergebnisse zu RE:START Kampstraße werden einer breiten Öffentlichkeit zwar erst ab dem 30. September präsentiert, der Sieger steht mit den dänischen Landschaftsarchitekten von Bogl Landscape aber bereits fest. So soll das zentrale Teilstück zwischen Petri- und Reinoldikirche zu einer grünen Oase samt klarer Aufteilung des Straßenraums ("Trennung von Fuß- und Radverkehr") umgestaltet werden.

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    Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/kamps…373-2002228576/

    Bogl Landscape wird nun gemeinsam mit den städtischen Planer*innen und der Projektsteuerung Drees & Sommer die Planung weiter verfeinern. Dabei werden auch die Restriktionen der Kampstraße mit zahlreichen Leitungen und oberflächennahen Bauteilen der Stadtbahn sowie funktionale Anforderungen von Feuerwehr, Lieferverkehr und Veranstaltungen berücksichtigt. Auf Grundlage der angepassten Planung entscheidet der Rat dann schließlich über den Baubeschluss zur klimaangepassten Gestaltung der Kampstraße.

  • RE:START Kampstraße - Projektmanagement

    Ein - wie ich finde - interessantes Nice-to-Know kann ich noch hinterherschieben: Das Projektmanagement sowohl für die Kampstraße als auch für das Großprojekt der Sparkasse liegt bei Drees & Sommer. Einer engen Abstimmung zwischen den beiden Leuchtturmprojekten dürfte somit wohl nichts mehr im Wege stehen.

  • ^ habe auch eine leichte Tendenz zu Kraftraum, da die Grünfläche besser nutzbar scheint, d.h. es bestehen viele Interaktionsmöglichkeiten. Das ist aber nichts, was im BOGL Entwurf in der Feinplanung noch verbessert werden kann. Ebenfalls besser gefällt mir im Kraftraumentwurf die frühere Wendeschleife am Freistuhl, um die dortige Fläche angrenzend zur Kampstraße autofrei nutzen zu können. Der Terra Noca Club 94 Entwurf hat m.E. leider das Problem, dass die Grünfläche durch die Rad/Scooter-Straße durchschnitten wird, sodass weder Platz für eine Nutzung der Grünfläche (Außengastro, Bänke, etc.) noch genügend Platz nödrlich und südlich des Grünzugs (ebenfalls Gastro und Fußgängerverkehr etc.) bleibt. Mir ist die Ausrichtung auf Fahhrad/E-Scooter hier zu dominant. Alle Konzepte stehen und fallen jedoch mit der Pflege durch die Stadt.

  • Der Entwurf von Bogl Landscape macht auf mich den hochwertigsten Eindruck, sodass fast schon ein Promenadencharakter entsteht. Grund hierfür sind die feinen, unterschiedlichen Bodenbelege für die Flanier-, Verkehrs- (Radweg) und Platzflächen sowie der allgegenwärtige, regionaltypische Sandstein, der in unterschiedlichen Ausrichtungen gestapelt wird - mal als Abgrenzung, mal als Sitzgelegenheit und dann wiederum an anderer Stelle als Mauerwerk, das das Gelände anhebt und so Bepflanzung ermöglicht, wo der Stadtbahntunnel oberflächennah verläuft.

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    Am gelungensten finde ich jedoch nicht die eigentliche Kampstraße, sondern den Reinoldikirchplatz mit seinem Granitpflaster (?). Einziger Kritikpunkt: Ein paar wenige Bäume mehr könnten es schon sein. Anderseits ist so ausreichend Platz vorhanden für den Weihnachtsmarkt sowie anderen Veranstaltungen und Events. Hier soll übrigens nun endlich auch der westliche Pavillon (Backwerk-Filiale) ersatzlos abgerissen werden. Was mit seinem östlichen Pendant geschieht, ist wohl noch nicht klar. Zumindest im Entwurf wurde er aber schon ebenfalls getilgt.

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    Visualisierungen: BOGL Landscape

  • Laut Ratsvorlage ist es der wirtschaftlichste Entwurf. Wahrscheinlich auch ein Grund für die Wahl. Tatsächlich finde ich die Gestaltung und die Materialen am hochwertigsten. Aber doch fehlt es mir an den Vorteil der anderen Vorschläge. Spielbereiche, Sportbereiche, Fontänenfelder, Nebeldüsen und die oben genannten Gestaltung des Freistuhls ist bei den anderen besser gelungen.

    Aber grundsätzlich natürlich eine weitaus bessere Gestaltung als die vorherigen Pläne. Wird Zeit dass es nun endlich mal ein Ende findet.

  • RE:START Kampstraße

    Und jetzt dann noch die Entwürfe der ersten beiden Unterlegenden von RE:START Kampstraße. Zunächst der bereits von FanDerModerne und Bibinje erwähnte Kraftraum-Entwurf und anschließend Bildmaterial zum Terra Nova Club_94 Wettbewerbsbeitrag. Was jetzt auch nochmal deutlich wird: Während der Wettbewerbssieger eher auf organische und fließende Formen setzt, darf es bei Kraftraum und Terra Nova Club 94, durchaus ein wenig kantiger und geometrischer sein.

    zqjimzcf.jpgVisualisierung: Kraftraum Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung

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    Bild: https://s1.directupload.eu/images/user/260926/pxe3fdgo.jpg Bild: https://s1.directupload.eu/images/user/260926/cfvp89bc.jpg
    Visualisierungen: Terra Nova & Club_94

    Einmal editiert, zuletzt von Kreuzviertel (26. September 2026 um 19:44)

  • ^ BOGL hat ebenfalls eine sehr elegante Lösung für den Höhenunterschied zwischen Brückstraße und südlichen Reinoldikrichplatz gefunden. Finde aber süß, dass eine "Pfütze" bei dir derartige Begeisterungsstürme auslöst - man sollte sich ja auch über die eher kleinen Dinge des Lebens erfreuen können.

    35dtagi2.pngVisualisierungen: BOGL Landscape

  • Ja, sehe ich auch so, Bibinje. Der Entwurf von Terra Nova & Club 94 ist zwar keine Vollkatastrophe, die Fahrbahnmarkierungen, die den Radweg abgrenzen, sind aber ganz, ganz schlimm.

    qkdhugyo.pngVisualisierung: Terra Nova & Club_94

  • RE:START Kampstraße - 5. Platz

    Die renommierten Dortmunder Landschaftsarchitekten Landschaft planen + bauen NRW GmbH, die unter anderem für die Planungen der Außenanlagen des Phoenix Sees und des Speicherstraße (Stadthafen) verantwortlich zeichneten, haben ebenfalls am Wettbewerb teilgenommen. Während der Phoenix See und die Speicherstraße - auch Dank Landschaft planen + bauen - eine Vielzahl von Preisen abräumen konnten, hat der Entwurf zur Kampstraße meiner Meinung nach zu Recht keinen der ersten drei Plätze belegt. Zumindest hat es aber noch für einen fünften Platz gereicht.

    Bild: https://s1.directupload.eu/images/user/260926/6f8mbzit.jpg Bild: https://s1.directupload.eu/images/user/260926/cqdc83cb.jpg Bild: https://s1.directupload.eu/images/user/260926/tcb6zsfe.jpg Bild: https://s1.directupload.eu/images/user/260926/zbb8x2d6.jpgBild: https://s1.directupload.eu/images/user/260926/8528tc3n.jpg Bild: https://s1.directupload.eu/images/user/260926/97w8ify4.jpg

    Visualisierungen: Landschaft planen + bauen NRW GmbH

  • Baubeginn nicht vor Ende 2028

    Tja, so schnell wie an dieser Stelle von mir erhofft, werden die Arbeiten dann doch nicht starten. BOGL hat zwar inzwischen den Auftrag erhalten, den Entwurf weiter auszuarbeiten, die Finanzierung ist aber noch nicht gesichert. Damit schnell Klarheit herrscht, wird die Stadt im nächsten Jahr einen Förderantrag für den Umbau der Kampstraße als Leitprojekt stellen. 2028 sollte dann feststehen, ob Fördermittel fließen. - Gerade mit Blick auf Klimaresilienz sowie der Förderung des Rad- und Fußverkehrs, dürfte der Bewilligung der Gelder aber eigentlich nichts im Wege stehen. Alles andere wäre doch absurd. - Wenn der Rat auf dieser Basis den Baubeschluss fasst, wäre ein Baubeginn für Ende 2028 oder im Jahr 2029 denkbar.

    Spannend wird auch, ob und wie der geplante Radweg mit seinen Querungen für Fußgänger mit dem deutschen Verkehrsrecht in Einklang zu bringen ist. Sicher verschwinden wird jetzt übrigens auch der östlich der Reinoldikirche gelegene Pavillon. Sowohl der westliche als auch der östliche Pavillon gehören der Evangelischen Kirche, stehen aber auf städtischem Grund. Das Erbbaurecht läuft Anfang 2028 aus. Zudem sieht BOGL einen Wasserspiegel für den bereits vor Jahren umgebauten Platz von Leeds vor. Derweil gibt es auch von den Bürgerinnen und Bürgern viel Lob für den Siegerentwurf. (Quelle)

  • So lobenswert die Bemühungen sind die Attraktivität der Kampstrasse zu erhöhen, so enttäuschend ist die anberaumte Zeitplanung. Mindestens noch 4 Jahre wird und also der Schandfleck inkl. Baustelle erhalten bleiben. Ich befürchte, einige Geschäfte in diesem Bereich werden das nicht überleben.

    Passt allerdings zu vielen anderen Projekten, deren Zeitachse sich jährlich verschiebt. Siehe Umbau Nordausgang HBf, Premier Inn, Mehrzweckhalle etc.

  • Hätte man eine schnelle Lösung haben wollen hätte man bei den Plänen von Fritschi/Stahl bleiben müssen. Aber da haben sich ja alle beschwert. Es von vornherein klar dass es sich um weitere 4-5 Jahre verzögern wird.

  • Dass der Entwurf von Fritschi & Stahl schneller umgesetzt worden wäre, haben wir in den letzten 25 Jahren ja gesehen, FanDerModerne. Wer diesem Entwurf weiterhin nachtrauert, kann sich ja an den beiden „Torhäusern“ (DSW21 und National Bank) vor der Petrikirche sowie an der vermurksten Gestaltung des Kirchumfeldes erfreuen. Ich finde, es ist an der Zeit zu sagen: „Fritschi & Stahl, das war einmal!“

    Auch ich begrüße es zunächst, dass die Kampstraße erneut neu gedacht wurde und sich die Stadt für die Abwicklung des Alten entschieden hat. Mein Favorit ist der Entwurf von BOGL allerdings nicht, auch wenn allen beteiligten Teams großer Respekt gebührt. Die Aufgabenstellung war wirklich komplex.

    Vor allem frage ich mich beim favorisierten Entwurf, wie die dargestellten Bäume (gerade um das Reinoldiumfeld und die Stadtbahnhalstestelle Reinoldikriche) in der Realität gepflanzt werden sollen. Wer sich näher mit der Kampstraße beschäftigt, weiß, wie komplex die Leitungssituation unter dem Asphalt ist und wie sehr dies eine „einfache Anpflanzung“ von Bäumen erschwert. Das ist vor allem der Grund, warum die Kampstraße bis heute eher baumlos daherkommt, auch wenn ich mir wünschen würde, dass dort überall etwas sprießen würde. Auch die Verwendung von Kies (?) finde ich im innerstädtischen Bereich eher problematisch.

    Zum Thema möglicher Realisierungsverzögerungen noch ein Gedanke:

    Zumindest der Bereich um die Sparkasse und die Wendeanlage wird m. E. erst in einer späten Phase zur Realisierung kommen. Der Grund ist der Neubau der Sparkasse selbst. Im besten Fall läuft dort alles nach Zeitplan, was ich jedoch grundsätzlich bezweifle. Solange in diesem Bereich der Baustellenverkehr mit schweren Fahrzeugen abgewickelt wird, macht es keinen Sinn, den Bereich bereits herzurichten. Aus baustellenlogistischer Sicht dürfte das ohnehin kaum möglich sein. Im besten Fall wird der Umbau der Kampstraße also nur bis an die Sparkassenbaustelle erfolgen, sofern diese dann überhaupt noch existiert, und anschließend zunächst pausieren müssen.

    Und eine Randnotiz zum Schluss:

    Auch wenn teils vom „Siegerentwurf“ oder vom „Wettbewerb“ die Rede ist: Genau genommen handelte es sich, meine ich, nicht um einen landschaftsarchitektonisch städtebaulichen Wettbewerb im Sinne der RPW 2013, sondern „lediglich“ um ein Verhandlungsverfahren mit Lösungsvorschlägen, und zwar ohne vorgeschalteten Planungswettbewerb. Das Ergebnis muss somit nicht 1:1 umgesetzt werden. Warum sich die Stadt für diesen Weg entschied, lässt sich sicher aus den Erfahrungen rund um Fritschi und Stahl ableiten.