Leipzig: Kleinere Projekte in der Innenstadt

  • Richtfest Magazingasse 11-17

    #127, #169: Laut heutiger Ausgabe der LVZ wurde in den vergangenen Tagen Richtfest in der Magazingasse 11-17, der Innenstadt ältester Bauruine, gefeiert. Fertigstellung ist für Ende des Jahres angepeilt, die Fassade wurde auch noch einmal leicht überarbeitet:

    Quelle: Hansa Real Estate


    Wer mieten will, hier das Exposé. Was lange währt, wird endlich gut, möchte man sagen. Schönes kleines Projekt.

  • Im Kleinen Joachimsthal scheint es tatsächlich weiter zu gehen.








    Die Genossenschaft "Neue Eigentlichkeit" will dort ein Programmkino, Gastronomische Einrichtungen und wohl eine Galerie eröffnen. Die Pläne und die Konzepte sehen gar nicht so schlecht aus.

  • ^ Schöner Fund. Die Pläne sind allerdings augenscheinlich bereits mit dem alten Besitzer geschmiedet werden, der laut Konzept mittelfristig auch Genossenschaftsmitglied werden sollte. Da der Druck auf dem Eingangstor neu ist, würde ich mal davon ausgehen, dass die Pläne wie ausgewiesen umgesetzt werden. Insgesamt m.E. extrem wünschenswert für Leipzigs kleine Innenstadt, jedes kulturelle Angebot durchbricht das Einerlei der kommerziellen Laden- und Gastroketten.

  • Das Kulturamt informiert:


    „Robert-Schumann-Denkmal saniert“


    Das im Jahr 1875 eingeweihte Robert-Schumann-Denkmal wurde in den vergangenen Wochen umfassend saniert und zeigt sich damit im kommenden Robert-Schumann-Jahr 2010 in einem würdevollen Zustand. Es befindet sich an der Rückseite der Moritzbastei in den Promenadenanlagen.


    Die Arbeiten umfassten die Reinigung und Konservierung des Medaillons mit dem Bildnis Robert Schumanns und des Obelisken. Außerdem wurde die Inschrift neu vergoldet, sowie die Platten am Fuß des Denkmals gerichtet.


    Quelle: Stadt Leipzig < mal wieder eine ungekürzte Version von mir.


    Wer dieses schöne kleine Denkmal, versteckt unter Bäumen vor der Bastei, noch nicht entdeckt hat, hier ein Abbild >>




    << allerdings hat meinerseits Robert Schumann einen besseren Platz verdient, abgesehen vom Denkmalobelisk, mehr Öffentlichkeitspräzenz bitte.

  • Schrödter-Haus am Neumarkt erhält Passage und neue Fassade

    Wie die LVZ heute berichtet, wird das Schrödter-Haus am Neumarkt durch die neuen Besitzer umgebaut und soll dadurch aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden. Hierzu soll einerseits die recht 90er-lastige Fassade des Neubaus umgestaltet werden und andererseits eine Passage ins Gebäude integriert werden. Der jetzige Eingang im Neubau verschwindet, stattdessen soll die Tür des historischen Eckbaus an der Grenze zum Neubau zum Passageneingang umfunktioniert werden. Diese Passage wird zunächst in den 13 Meter hohen Lichthof, der m.W. bisher nicht öffentlich zugänglich ist, und von dort weiter zum Dresdner Hof führen. Besonderheit soll dabei sein, dass in der Passage keine Schaufenster, sondern schmale "Fenster wie in einer vorgründerzeitlichen Bebauung" die Historie des Gebäudes als Tuchhändlerhaus mit Stoffen, Licht, Musik und Schauvitrinen erzählen sollen. Die Arbeiten sollen im Oktober starten, die neue Fassade des Neubaus bereits Ende des Jahres fertig sein.


    Neue Fassade des Neubaus:


    Passageninneres (?):


    Quelle: http://schroedterhaus-leipzig.de


    gekürzter LVZ-Artikel


    Meine Meinung: :daumen: schön, dass die Passagenkultur Leipzigs weiter gestärkt wird, gerade in dieser bisher etwas ruhigen Ecke. Die neue Fassade des Neubaus wirkt auch gelungen, gerade im Vergleich zum bisherigen Zustand. Hübsches Detail aus dem Artikel: die "wasserblaue" Fassade des Neubaus aus den 90ern war laut Projektentwickler so "misslungen", dass "Mietinteressenten immer gleich davon liefen" ;)

  • @Schumann


    Ist das das sanierte Denkmal? Irgendwie sieht es auf den Bilder immer noch etwas gammelig aus...Die Flecken auf dem Medaillon, diese Wasserspuren auf dem Obelisken oberhalb des Medaillons und die Schrift sieht auch nicht nach neu vergoldet aus. Einzig die Bodenplatten sehen neu aus. Die ganzen Büsche hätte man vielleicht auch beseitigen und eine etwas gepflegtere Bepflanzung anlegen können. Wie sah es denn davor aus? Wärs nicht irgendwie am Sinnvollsten, es in die Grünanlagen des Rings zu versetzen, wo ja auch schon andere Denkmäler, bez. Schumann natürlich vor allem Mendelson stehen...?

  • ^ Für mich sieht das Schumann-Denkmal auch nicht saniert aus. Falls es doch saniert wurde, dann ziemlich schlampig. Bei den weißen Flecken hat man vermutlich die Graffiti entfernt. Das Umfeld des Denkmals an der Moritzbastei ist freilich auch nicht schön. Die Moritzbastei soll ja bald für 3,5 Mio Euro saniert werden. Mal sehen, ob da auch was für die Grünanlage drumherum abfällt.


    Zum Schrödter-Haus am Neumarkt: Die Integrierung einer öffentlich zugänglichen Passage bei diesem Bauvorhaben kann man gar nicht genug würdigen. Das ist, wie DaseBLN schon schrieb, ein großer Gewinn für die Passagenlandschaft in der Leipziger Innenstadt, deren Anzahl sich damit auf 30 erhöht (und mit dem Kleinen Joachimsthal und den Höfen am Brühl später auf 32). Dass die Fassade neu gestaltet wird, obwohl sie kaum älter als 10 bis 15 Jahre ist, zeigt auch, wie bemüht man doch im Zentrum ist.


    Schrödter-Haus aktueller Zustand nebst Neubau


    Eigenes Bild

  • ^ Für mich sieht das Schumann-Denkmal auch nicht saniert aus. > Sorry, meine gezeigten Bilder davon stammen vom Sommer 2008. Das Denkmal selbst sieht schon elegant-neu aus, wie ich es von weitem gesehen habe.


    Die Moritzbastei soll ja bald für 3,5 Mio Euro saniert werden. > Wird die nicht schon saniert? Zumindest hat die Henkersbastei Fassaden, die garnicht mehr historisch, sondern eher saniert, aussehen.

  • ^ An der Moritzbastei wurde permanent ausgebessert, allerdings dringt durch das Dach bereits seit Jahren Feuchtigkeit ins Gemäuer ein. Dies wird momentan durch eine Dachsanierung für 1,35 Mio Euro unterbunden. 3,5 Mio beziehen sich wahrscheinlich auf die Gesamtkosten, die in die Erhaltung der MB gesteckt werden/wurden.

  • Die Integrierung einer öffentlich zugänglichen Passage bei diesem Bauvorhaben kann man gar nicht genug würdigen. Das ist, wie DaseBLN schon schrieb, ein großer Gewinn für die Passagenlandschaft in der Leipziger Innenstadt, deren Anzahl sich damit auf 30 erhöht (und mit dem Kleinen Joachimsthal und den Höfen am Brühl später auf 32). Dass die Fassade neu gestaltet wird, obwohl sie kaum älter als 10 bis 15 Jahre ist, zeigt auch, wie bemüht man doch im Zentrum ist.



    Das sind wirklich erfreuliche Nachrichten. Die Aufwertung besonders der kleinen Passagen wird noch dauern. Die Beteiligten werden gehörig Standvermögen benötigen. Die IHK u.a. wollen die Entwicklung der Passagen unterstützen. Im Moment haben es die Händler in den kleinen Passagen nicht leicht, daher ist eine hohe Fluktuation zu verzeichnen. Im aktuellen Magazin der IHK Leipzig werden die Passagen und Durchhöfe als "Alleinstellungsmerkmal mit Strukturproblemen" bezeichnet.

  • ^ Umso wichtiger, dass man sich jetzt aktiv daran macht, dieses Alleinstellungsmerkmal zu stärken. Stelen mit Infos an den Eingängen und öffentlich Zugängliche Informationen zu den vorhanden City-Passagen können da schon einiges bewirken. Als Tagestourist wird man außer an der Mädelerpassage und Barthels Hof wohl an den meisten Passagen vorbeilaufen.

  • ^ Habs mir am Wochenende mal in natura angeschaut, ich finde die Erdgeschosszone durchaus gelungen. Übrigens schaut es so aus, als ob da eine Bar hineinkommt.


    Das Gebäude Dittrichring 6 ist jetzt abgerüstet, die Dachaufbauten sind scheinbar fertig und kaum zu sehen, die Erdgeschosszone ist noch im Bau:



    Viel verändert hat sich nicht außer dem Farbton:


    Das mehrfach gezeigte ehemalige Bankgebäude in der Markgrafenstraße fungiert inzwischen als Apartementhotel "Quartier M" :D Das Erdgeschoss wird vollständig von macis genutzt: als Restaurant, Café und Biomarkt:



    Der Neubau des Schrödter-Haus' in #198 ist im Übrigen bereits eingerüstet.

  • die augenfälligste veränderung beim dittrichring 6 dürfte in der tat die wiederherstellung der ursprünglichen erdgeschosszone werden. das resultat wird sich sicher sehen lassen können.

  • Die äußere Instandsetzung der Moritzbastei (siehe ##197ff) ist in der Tat in vollem Gang bzw. fast abgeschlossen. Hier ein Bild von heute mit saniertem Schumann-Denkmal:



    Und zwei weitere Bilder von der Bastei




    Auch das Gewandhaus wird saniert. Vermutlich wird in erster Linie das stark sanierungsbedürftige Dach instand gesetzt.





    Ich denke, die Neubemalung der Brandmauer des Marriott-Hotels durch den Leipziger Künstler Fischer Art sollte hier auch Erwähnung finden. Zum Zwanzigsten ist das Thema unmissverständlich.





    Eigene Bilder

  • Beim Projekt Schrödterhaus gehen die Arbeiten zügig voran.




    Zwei Blicke in die Baustelle, wo in Zukunft die Passage entlangführt.





    In der Grimmaischen Straße vor dem Uni-Neubau von bbl plätschert es fröhlich aus den neuen Springbrunnen.



    Auch auf der Südseite der Marktgalerie wird neues Pflaster verlegt. Das gleiche wie auf dem obigen Bild.


    Eigene Bilder

  • Was die Pflasterung der Thomasgasse betrifft: ich hatte eigentlich gehofft, der Kelch des Fußgängerzonenpflasters geht am Markt vorbei, dem scheint aber nicht so zu sein. Ist schon ersichtlich, bis wohin gepflastert wird?

  • Was war der Platzabschnitt vor dem heutigen Uni-Neubau doch schön, als es noch Raum gab zum Verweilen. Bänke auf denen man sich bequem sitzen konnte; eine ausgefallene Wasseranlage; Grünbestand; Mauern auf denen man die Sonne genießen konnte; keine Standard-Konsum-Läden die nervten und und und...


    Und jetzt?

  • ^ Also ich glaube, keiner hat den bbl-Bau in der Grimmaischen Straße gelobt, aber die städtebauliche Verbesserung gegenüber dem Vorzustand halte ich für unstrittig. Hier zwei Vergleiche aus gleicher Perspektive:



    Hier dein gepriesener Vorzustand

    Bild: leipziger



    Und hier der aktuelle Zustand (noch ohne Springbrunnen und Sitzbänken)

    Bild: DaseBLN



    DaseBLN, das neue Pflaster in der Thomasgasse gefällt mir auch nicht sonderlich, zumal es einen ähnlichen Farbton wie die Marktgalerie besitzt. Bei aller Sandsteinliebe, aber das ist zuviel des Guten. Unverständlich ist es außerdem, da die Marktseite der Galerie ja auch mit einem Bürgersteig aus Granitplatten versehen ist. Ich glaube nicht, dass dieser plötzliche Bruch eine optische Bereicherung sein wird.