Leipzig: Kleinere Projekte in der Innenstadt

  • Im Nikolaikirchhof scheint dieser Plattenbau aus den Achtzigern saniert zu werden. Wenn die Plattenbauoptik verschwindet, könnte das Gebäude durchaus erträglich werden.

    Foto: Cowboy

  • Auch wenn ich dafür gescholten werde: macht es nicht auch Sinn, ein paar von diesen Gebäuden, gerade bei den späteren, angepaßten Innenstadtversionen, in ihrer ursprünglichen Optik zu erhalten? Allein aus dokumentarischen Gründen macht das meines Erachtens Sinn. Zudem verträgt unsere Innenstadt auch diesen Baustil an einzelnen Orten. Das macht ja den Reiz aus. (bitte jetzt nicht steinigen!)

  • ^ Das wäre allerdings eine Überraschung, zwar musste vor einem Jahr ja CitySound ausziehen, konkrete Pläne zur Sanierung sind bisher aber unbekannt.

  • Kleines Joachimsthal erneut unter dem Hammer

    Da es hier leider bisher noch nicht gepostet wurde: wie die LVZ berichtet, wird der Gebäudekomplex "Kleines Joachimsthal" am Freitag dieser Woche erneut versteigert. Mindestgebot für das Gebäude sind gerade mal 1,75 Mio. Euro! Laut Zeitung wurden bisher 2 Mio. Euro in die Sanierung gesteckt. Nach Angaben der Deutschen Grundstücksauktionen hätten bereits während der Sanierungsmaßnahmen mehrere Mieter aus den Bereichen Gastronomie, Fast Food, Kino, Entertainment und Ärzteschaft ihr Interesse bekundet. Wohnungen müssten laut vorliegender Baugenehmigung nicht geschaffen werden.


    Eine Stellungnahme des Besitzers hat die LVZ nicht erhalten, das DAF aber zumindest eine Erklärung dafür, warum die Sanierungsarbeiten erst so schleppend verliefen und dann quasi kurz vorm Ende abgebrochen wurden...


    Infos zur Auktion gibt es hier, Position 118 eingeben, alternative vollständiges pdf laden, Seite 72. Dort findet sich auch eine (leider viel zu kleine) Grafik eines Entwurfs, für den die Baugenehmigung erteilt wurde, inklusive rundem Innenhof.


    Im übrigen werden am Freitag auch das Gebäude des LKG sowie diverse un- bzw. teilsanierte Altbauten versteigert.

  • ^ Danke für die Info, User stahlbauer hatte uns bereits kurz auf die Versteigerung des Kleinen Joachimsthal hingewiesen. Am Gebäude hängt seit geraumer Zeit eine Plane zur Auktion. Foto vom Sonntag:

    Bild: Cowboy


    Ein Monegasse hatte dieses Objekt samt Passage bereits 2006 für 1,2 Mio Euro ersteigert. Während der Sanierung, die lt. LVZ bislang 2 Mio Euro verschlang, musste der Eigentümer in finanzielle Schwierigkeiten geraten sein, weshalb das Gebäude jetzt noch einmal unter den Hammer kommt. Mal gucken, wie die Auktion morgen verläuft, aber ich bin optimistisch, dass sich bei der 1-A-Lage alles zum Guten wendet.

  • ^ Passt zwar eher in den Kaffeeklatsch, aber da ich es einmal hier gepostet hatte: das kleine Joachimsthal ist für den Mindestpreis weggegangen. An wen, wollte die Deutsche Grundstücksauktionen AG laut LVZ aber nicht sagen. Das ehemalige LKG-Gebäude wurde für 900.000 Euro und damit 105.000 Euro über dem Mindestpreis verkauft. Ebenfalls keine Infos zum neuen Besitzer, aber folgende Aussage lässt Spekulationen zu: „Ein Umbau des Gebäudes zu Loftwohnungen erscheint genehmigungsfähig“, heißt es bei der Deutschen Grundstücksauktionen AG.

  • INNENSTADT wird saniert


    Die Innenstadt selbst nicht, aber einige Straßen werden aufgrund der "autoarmen Innenstadt" bis 2012 neugestaltet. Laut BILD.de-Angaben >>


    Gewandgäßchen (zwischen Universitätsstraße und Neumarkt) = 50.000 EUR
    Peterskirchhof, Markgrafenstraße, Schlossgasse, Schillerstraße = 600.000 EUR
    Katharinenstraße = 780.000 EUR
    Thomaskirchhof = 410.000 EUR
    Universitätsstraße = 800.000 EUR
    Platz zwischen Mensa und Moritzbastei = 310.000 EUR
    Richard-Wagner-Straße, Hallisches Tor, Brühl (Richard-Wagner-Platz) = 5,85 Mio. EUR


    Mit Fertigstellung des CityTunnels kommen sicher auch die Straßen am Markt hinzu.

  • Vor einiger Zeit wurde hier berichtet, dass das „Joachimsthal“ in der Kleinen Fleischergasse versteigert wurde. Bei FOCUS-Online findet man jetzt die Meldung, dass die Windsor AG aus Berlin der Käufer ist.


    Bis 2011 sollen weitere 3,5 Millionen Euro investiert werden. Umgesetzt werden soll ein „urbanes Nutzungskonzept“ aus Wohnen, Loft-Büros und Gastronomie.


    „Loft-Büros“ in einem Barockgebäude – man kann gespannt sein.

  • Salzgässchen wiederbelebt


    Im Frühjahr 2010 soll das Salzgässchen in der Altstadt wiederbelebt werden. Dies geht aus den Grundsätzen der vom Stadtrat im Jahre 2002 beschlossenen Gestaltungssatzung hervor. Es wird ein Fußgängerberiech im traditionellen Straßenprofil mit Granitkleinpflaster und ursprünglichen Bordverlauf geben.


    Zwischen Grimmaische Straße und Schumachergässchen erhält der Gehweg vor dem Handelshof außerdem einen neuen Gehweg. Bestehend aus Granitplatten und beidseitigem Mosaikstreifen.


    Die *Wiederbelebung* gehört zum Projekt *Spielraumkonzept Innenstadt*. Somit soll an der Stelle des großen Karussells zum jährlichen Weihnachtsmarkt ein Spielplatz entstehen.


    Die Kosten belaufen sich auf 248.000 EUR. Vom Freistatt Sachsen werden 123.000 EUR beantragt.

  • lieber dave, es soll dort an der ecke ein spielplatz entstehen? soll nicht auch auf dem platz vor der thomaskirche ein spielplatz entstehen? gibt es dazu schon entwürfe? dann hätten die kinder ja gleich zwei spielstätten im abstand von 300m ;p
    da will man ja gleich wieder kind sein...

  • ungestalt - lieber dave, es soll dort an der ecke ein spielplatz entstehen? >


    Auszug aus einer Pressemitteilung der Stadt Leipzig.


    Neben dem Ausbau des Salzgässchens soll im Rahmen des Projektes „Orte der Kinderrechte“ in der Leipziger Innenstadt und im Zusammenhang mit dem „Spielraumkonzept Innenstadt“ eine bildhaft gestaltete Fläche im Bodenbelag am Standort des Weihnachtskarussells entstehen. Diese soll das „Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung“ kommunizieren helfen. Ende.


    Zwar nicht ganz Spielplatz, zumindest ohne Geräte, aber ein Platz zum Spielen. Nicht nur wenn das Karussell drauf steht.


    soll nicht auch auf dem platz vor der thomaskirche ein spielplatz entstehen? > Auch noch? Müssen die den alles versauen. Sorry, aber ich bin gerade kein Fan von Spielplätzen im historischen Stadtkern.


    gibt es dazu schon entwürfe? dann hätten die kinder ja gleich zwei spielstätten im abstand von 300m > Und wenn es Geräte am Salzgässchen/Reichsstraße geben würde, würde nicht unweit der *Spielplatz Reichsstraße* liegen, der erst letzten Mittwoch eingeweiht wurde.

  • @DAvE: Jetzt halt mal die Luft an. Bloß weil erstmals seit Ewigkeiten an einigen Stellen der Innenstadt wieder ein paar wenige Spielmöglichkeiten entstehen, wird ja wohl kaum "alles versaut". Vor allem nicht angesichts der Tatsache, dass die einzelnen Elemente des Spielraumkonzepts an Stellen entstehen, die sowieso abgewrackt waren und erneuert werden mussten. Du äußerst dich ja auch immer negativ über die KiTa-Neubauten, was ich angesichts der Tatsache, dass eine besseres Geburtensaldo essentiell für die Zukunftsfähigkeit der Stadt und damit auch für die Umsetzung diverser Bauprojekte (die dich ja em ehesten interessieren) ist, absolut nicht verstehen kann. Erst Denken, dann Schreiben, bitte.


    Thema Salzgässchen: Der Gehweg vor dem Handelshof wird zwischen Reichsstraße und Naschmarkt entstehen - es geht ja um das Salzgässchen. Schön, dass hier der alte Straßenverlauf sichtbar gemacht wird - hoffen wir, dass irgendwann die entsprechende Randbebauung wiederkommt.


    Thema Spielraumkonzept Innenstadt: die bisher umgesetzten Bereiche an der Reichsstraße und in der Grimmaischen Straße sind Pilotprojekte. In der Grimmaischen Straße wird auch deutlich, dass keineswegs "Spielplätze" im klassischen Sinne gebaut werden. Ihr braucht also keine Angst vor bunten Kletterstangen vorm Mendelssohn-Denkmal zu haben. Die von ungestalt erwähnte Spielmöglichkeiten ist im Bereich der Grünanlage am Thomaskirchhof angedacht, weitere sind an der Petersstraße und als vorübergehendes Angebot in den unbebauten Winkeln des Museums der Bildenden Künste geplant.


    Die hier beschriebene bildhaft gestaltete Fläche wird laut Stadt Leipzig nur im Zusammenhang mit dem Spielraumkonzept, ist aber nicht Teil dessen, sondern wird im Rahmen des Projektes "Orte der Kinderrechte" umgesetzt und ist kein Spielplatz.

  • ^habe die pm dann selbst gelesen und du hast recht: es wird eine bodengestaltung. hoffen wir einfach, dass ein gewisser leipziger künstler hier nicht den zuschlag erhält.


    was den spielplatz thomaskirche angeht: ich war bei der podiumsdiskussion im letzten jahr und es wurde explizit die derzeit echt nonurbane steinfläche über der tiefgarageneinfahrt als gestaltungsfläche genannt. der thomaskirchhof mit bachdenkmal bleibt wie er ist. vllt. haben sich aber die planungen geändert.


    interessant bleibt nun der bereich zwischen der reichsplatte und dem riquethaus. bin letztens mit einem dresdner architekten mitfahrgelegenheitet und er meinte, da liegen diverse anfragen bei der stadt auf dem tisch, er darf da aber nicht über ungelegte eier reden. da wäre ich doch jetzt gern ein mäuschen vor ort...

  • DaseBLN - Du äußerst dich ja auch immer negativ über die KiTa-Neubauten, was ich angesichts der Tatsache, dass eine besseres Geburtensaldo essentiell für die Zukunftsfähigkeit der Stadt und damit auch für die Umsetzung diverser Bauprojekte (die dich ja em ehesten interessieren) ist, absolut nicht verstehen kann. > Tja, ich habe keine Kinder. Daher denke ich auch so, wäre dies anders, würde ich anders denken und neue KiTa's sehr begrüßen. Jedoch stehe ich auf der Seite von neuen Schulen und weniger von neuen Kindergärten. Daher meine Meinung gegen KiTa's.


    Diverser Bauprojekte, ja, siehe Stadthafen. Aber da rücken die KiTa's ja ständig an erster Stelle. Naja, zumindest fördert die Stadt Leipzig endlich mal mehr Bildung. 6 Kindergärten, 3 Schulen für 29 Mio EUR. Gleichaufteilung gibt's bei denen wohl nicht und Teilsanierungen von Schulen kennen die ebenso nicht.


    Erst Denken, dann Schreiben, bitte. > Tja, die Wahrheit ist nie die beste.

  • dave,
    schulen und kitas kann man nicht miteinander vergleichen.
    derzeit ist eine ausreichende versorgung junger familien mit kindertagesstättenplätzen absolute priorität für eine familienfreundliche, wachsende(!) deutsche stadt in den neuen bundesländern. die schulen sind mit schülern gefüllt und werden stück für stück saniert.


    ich habe noch in richtig räudigen verhältnissen in der schillerschule unterricht gehabt. und gelernt habe ich dennoch was :p schulen müssen saniert und modernisiert werden, klar. aber viel wichtiger als der schulraum sind meines erachtens die lehrkräfte und -pläne. das wiederum liegt in der hand des freistaates. und das ist aber eine ganz andere geschichte...


    und wenn ein prestigeobjekt wie der stadthafen für kindertagesstätten zurück gestellt wird, ist das nicht schlimm. der stadthafen rennt nicht weg - die menschen, die diese stadt bevölkern könnten, schon eher.
    aber das ist nur ein kleiner betrachteter ausschnitt aus einem verzwickten großen ganzen hier.

  • @ DAvE: Die Wahrheit ist manchmal auch peinlich. Es wäre jedenfalls nicht verkehrt, mal über den eigenen Bedürfnishorizont hinauszublicken, insbesondere wenn man politische Ambitionen hat *hüstel*. Ansonsten vollkommene Zustimmung an ungestalt.