Neuentwicklung Kureck (in Realisierung)

  • Thomas Daily berichtet heute von einer überraschenden Wende: IFM habe die Pläne noch einmal überarbeitet und wolle das R+V-Hochhaus jetzt abreißen anstatt umbauen. Neu entstehen soll ein 11-geschossiges Gebäude mit 60%-Wohnanteil und 40% Büros. Die Bausubstanz gebe eine Revitalisierung nicht mehr her, und der Büromarkt werde momentan von einem Überangebot beherrscht, zitiert TD die Investoren. Ebenfalls abgerissen werden solle das Personalcasino. Die restlichen Pläne für Wohnungsneubauten hätten weiter Bestand.

  • Nun doch Abriss geplant

    Mal wieder eine Kehrtwende bei diesem Vorhaben, wäre sonst ja auch langweilig: Am vergangenen Samstag berichtete der Wiesbadener Kurier, dass der Bauherr IFM Immobilien nun doch den Abriss des alten R+V-Hochhauses am Ende der Wilhelmstraße plant. Auch das nebenan stehende frühere Casino der R+V soll abgerissen werden (Fotos oben). Weiterhin nach Planung des Architekten Max Dudler soll an dieser Stelle ein Neubau mit voraussichtlich elf Geschossen errichtet werden. Dieser soll zu 3/5 Wohnzwecken dienen, ansonsten ist gewerbliche Nutzung vorgesehen. Als Grund für den Sinneswandel wird die schlechte Bausubstanz des bestehenden Hochhauses genannt. Daneben werden geringe Deckenhöhen, Probleme mit dem Brandschutzproblem und der ungünstige Zuschnitt der Flächen angeführt. Der geringere Gewerbeanteil wird mit dem rückläufigen Büromarkt begründet.


    Durch den Verzicht auf acht Geschosse gehen dem Bauherrn insgesamt 5.500 Quadratmeter Fläche verloren. Eine Kompensation an anderer Stelle soll es nicht geben. Die Wohngebäude am Adolfsberg sollen nach bisheriger Planung gebaut werden.


    Die neue Planung soll mit der Bauleitplanung vereinbar sein. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan, den die Stadtverordnetenversammlung bereits am 23. Mai 2013 beschlossen hat, soll heute veröffentlicht werden. Damit könnte sofort mit dem Bau begonnen werden.


    Noch nicht aktualisiert wurde die Projekt-Website. Eine kleine Visualisierung der aktuellen Planung gibt es aber bereits:



    Bild: Max Dudler / IFM Immobilien AG

  • Bekanntlich bin ich Hochhäusern gegenüber nicht abgeneigt, aber in diesem Fall ist der Abriss und eine Bebauung mit reduzierter Geschosszahl die bessere Wahl. Der in Beitrag #16 zu sehende düstere Klotz mit einer Glas-Metall-Fassade war kein ansprechender Entwurf. In der von Schmittchen gezeigten kleinen Abbildung erkenne ich eine Steinfassade, vielleicht soll es ja sogar Naturstein werden. Somit würde sich das Projekt besser in seine Umgebung integrieren. Los geht 's!


    Die Immobilien Zeitung zeigt die vorherige Grafik etwas größer.

  • Kureck-Hochhaus: Bon Voyage!

    Gut Ding braucht Weil, das sind sehr gute Nachrichten für Wiesbaden. Die Umplanung passt sich deutlich besser an die Gegebenheiten der Stadt an, die für mich zu den schöneren Städten Mitteleuropas zählt. Die Überragung der eleganten Promenade "Wilhelmsstrasse" war ohnehin immer nur ein pedantisches Machtsymbol der Modernisten. Die Wohnungen mit dieser 1a-Lage dürften reißenden Absatz finden, das nimmt Druck vom überhitzten Wiesbadener Immobilienmarkt. Besonders beruhigend: Die brutale Haudrauf-Attitüde der 70er Jahre ("Wir bauen ein Hochhaus ins Zentrum des alten Kurareals bis auf alle Ewigkeit ohne Rücksicht auf Umgebung, Stadtgröße oder demokratische Legitimation, basta") erleidet hier eine wohlverdiente Niederlage. Das ist ein positives Zeichen in Zeiten eher ernüchternder Nachrichten (siehe jahrzehntelange, achselzuckende Stagnation rund um Berliner Strasse in Frankfurt).

  • IFM plant erneut um

    Die Immobilien Zeitung berichtete am 02.10. von einer erneuten Umplanung des Kureck-Areals durch die IFM Immobilien AG.


    Architekt Max Dudler plant nun einen 13 statt 11 geschossigen "Campanile" mit fünfeckigen Grundriss und 8000 qm Bruttogrundfläche.


    Für die erneute Überarbeitung des Planungsrechts, gab es seitens des Wiesbadener Planungsausschusses ebenso harsche Kritik, wie für Dudlers neuen Entwurf.



    Bild: IFM Immobilien AG/Max Dudler

  • ^ Die harsche Kritik des Wiesbadener Planungsausschusses kann ich gut nachvollziehen. Nachdem vor ca. zwei Monaten ein optisch brauchbarer Entwurf für das Kureck-Areal vorgestellt worden war, ist die jetzige Planung ein herber Rückschlag. Weder die Gebäudeform (wenn man hier überhaupt von Form sprechen kann) noch die für den Ort unangemessene Farbgebung können überzeugen. Die gewählte Bezeichnung "Campanile" (freistehender Glockenturm) macht die Planung nicht besser und regt eher zum Schmunzeln an.

  • Kureck-Sprengung wird in Betracht gezogen

    Im Wiesbadener Kurier war vor einem Monat zu lesen, dass Neu-Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) das neue Kureck-Design des Investors IFM gut gefalle. Ein neuer Bebauungsplan würde binnen eines Jahres zu schaffen sein. Bis dahin könne die IFM schon in die Detailplanung voran treiben.


    Zum Abriß sagte er zudem: „Mit einer Sprengung ginge das am schnellsten. Und das Ganze hat dann sogar einen Event-Charakter.“

  • Campanile-Stil mit 17 Stockwerken?

    Im Wiesbadener Kurier steht wieder Neues zum Kureck-Hochhaus, der Wiesbadener "Bundesrechnugshof", der nun schon im siebten Jahr leer steht und vor sich hin rottet.


    Hier die Highlights bzw. Lowlights:

    • Die IFM Immobilien AG hat der Stadt eine neue neue Planskizze eingereicht, die einen 17 Stockwerke hohen, schlankeren Turm im "Campanile-Stil" vorsieht.
    • Die Sichtachsen zum Adolfsberg würden wie verlangt frei bleiben und Wohnraum auch im Hochhaus und nicht nur in den beiden anderen Gebäuden möglich sein.
    • Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan mit einem 19-stöckigem Turm kam vorher bei der Kommunalpolitik sehr schlecht an.
    • Die erfolgreiche Sprengung in Frankfurt weckt auch in Wiesbaden Hoffnungen, dass ein "Big Bang" des nicht denkmalgeschützten Gebäudes möglich sein wird (IFM-Vorstand de Boer äußert sich hierzu vielsagend: "Am 1. Oktober könnte es losgehen, wenn es nach mir ginge".
    • Man prüft nun, dass das denkmalgeschützte Haus direkt daneben und die zahlreichen Mineralquellen in dem Gebiet bei einer Sprengung nicht geschädigt werden.
  • Kurzfilm zum Kureck-Hochhaus --> Sehenswert

    Fast 6 Monate ist das letzte Update her, daher der Vollständigkeit halber ein sehenswerter Kurzfilm des Wiesbadener Kuriers zum ehemaligen R + V Hochhaus vom 8.Juli. Zu sehen ist darin ein 360 Grad Blick vom Hochhaus-Dach sowie interessante Blicke ins Innenleben des Hauses.


    Die IFM Immobilien AG aus Frankfurt, möchte das von Vandalismus geplagte Hochhaus zum Jahresende abreißen. Die Abstimmung mit der Stadt gestaltet sich aber weiterhin schwierig. Das Hochhaus ist nach wie vor nur für eine Generalsanierung vorgesehen, der bisherige Bebauungsplan auf mittlerweile veraltete Investorenwünsche zugeschnitten und die Umplanung eine zeitaufwändige Angelegenheit. In Zeiten von Elphilharmonie, BER und S21 scheint das wohl "the new normal" zu sein.

  • Abermals gab es eine Umplanung, die mit Abstand beste bisher wie ich finde.
    Jetzt mit ca. 20 oder 21 Stockwerken, also etwas höher, anscheinend signalisiert man bei der Stadt Bereitschaft zum Ändern des Bebauungsplans:


    Für eine grosse Version auf das Bild klicken:



    Bild: IFM Immobillien AG


    Weitere Bilder gibt es auf der Seite der IFM Immobilien zu sehen--->


    http://kureck.www.ifm.ag/de/#intro

  • ^
    Die traurige Geschichte setzt ihren Lauf fort. Die von Adama gezeigte Nachtansicht ist noch die schmeichelhafteste für diese billige und innovationslose Planung. Wie lange braucht man eigentlich, um mit Architektur-Software einen derartigen Entwurf hinzubekommen? Zwei Stunden oder drei? Wiesbaden hat in diesem Stadtbereich an der Ecke des Kurhauses und des Kurparks einen Blickfang verdient und nicht einen Billigbau, der in jedem Büroviertel einer Großstadt stehen könnte.

  • Sozialministerium mietet 10.000 Quadratmeter

    Das Hessische Sozialministerium will im ersten Quartal 2017 einen Bürokomplex auf dem Kureck-Areal beziehen. Dieser soll zwei noch zu sanierende Altbauten umfassen, darunter das denkmalgeschützte Gebäude an der Sonnenberger Straße, in dem früher ein Mövenpick-Restaurant im Erdgeschoss war. Auch der zweite Bestandsbau soll teils unter Denkmalschutz stehen. Ergänzend ist ein Neubau mit Tiefgarage geplant. Näheres in einer Pressemitteilung des Sozialministeriums von gestern:


    [INDENT]Nachdem das Gebäude, in dem das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) derzeit in der Dostojewskistraße angesiedelt ist, seit vielen Jahren stark sanierungsbedürftig ist, konnte nunmehr eine geeignete und moderne Immobilie für das Ministerium gefunden werden. Der Umzug ist erforderlich, weil eine Sanierung im Bestand nicht möglich ist.


    Voraussichtlich wird das HMSI 2017 seinen Sitz in die Wiesbadener Innenstadt verlegen können. Das gaben heute das Sozial- und das Finanzministerium, das die Verhandlungen in der Mietsache führt, bekannt.


    Das Hessische Immobilienmanagement (HI) hat dafür mit einer Tochtergesellschaft der IFM Immobilien AG einen Mietvertrag für ein noch zu errichtendes Bürogebäudeensemble am Kureck in Wiesbaden an der Sonnenberger Straße abgeschlossen. Das Ensemble wird aus zwei teilweise denkmalgeschützten Bestandsgebäuden sowie einem Neubau nebst Tiefgarage bestehen. Die Anmietung für das Sozialministerium umfasst rund 10.000 m² an Büro- und Archivflächen für die Unterbringung der erforderlichen Arbeits- und Parkplätze. Das Mietverhältnis beginnt nach Abschluss der umfangreichen Bauarbeiten und der bezugsfertigen Herstellung der Mietsache durch den Vermieter voraussichtlich im ersten Quartal 2017. Die Laufzeit des Mietvertrags beträgt 20 Jahre, wobei dem Mieter das Recht eingeräumt ist, zweimal eine Verlängerung des Mietverhältnisses um jeweils fünf Jahre zu verlangen.[/INDENT]


    Der Wiesbadener Kurier hat darüber hinaus in Erfahrung gebracht, dass der Investor IFM am 18. Dezember einen Antrag auf Teilabriss für den "Bereich rechts des Hochhauses" eingereicht hat. Am 3. Februar will die IFM erneut im Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung vorstellig werden. Dabei soll die veränderte Planung für die Gesamtanlage am Kureck vorgestellt werden. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass es sich dann um die finale Planung handelt.


    Dieses Gebäude wird Teil des Büro-Ensembles, die Sanierung soll im Sommer 2015 beginnen:



    Bild: Schmittchen

  • ^ ^ Es wird Zeit, dass die Sanierung beginnt und das Hessische Sozialministerium einzieht. Schon wieder hat es auf dem Areal gebrannt, diesmal im denkmalgeschützten Altbau an der Sonnenberger Straße. Vermutlich waren es wieder einmal Brandstifter, die im fünten Stock Feuer legten. Im Gebäude befinden sich noch die alten Holzeinrichtungen.


    Bericht Wiesbadener Tagblatt

  • Zwischenzeitlich hat die in Beitrag #32 erwähnte Präsentation der Planung im Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung stattgefunden. Die modifizierten Pläne seien parteiübergreifend gelobt worden, schreibt die FAZ heute in ihrer Printausgabe. Online kann auch im Wiesbadener Kurier nachgelesen werden. Das sind die wesentlichen Ergebnisse:


    • Bauarbeiten sollen im April 2015 beginnen, vorbehaltlich der Genehmigung wird ein Nebengebäude am östlichen Rand des Areals abgerissen
    • das denkmalgeschützte Raiffeisen-Haus von 1953 (auch als Mövenpick-Haus bekannt) und eine in zweiter Reihe stehende Immobilie werden saniert
    • ab August 2015 wird ein Neubau sowie eine dreigeschossige Tiefgarage errichtet
    • das entstandene Ensemble soll im Frühjahr 2017 an das hessische Sozialministerium übergeben werden
    • auch die Sanierung des ebenfalls denkmalgeschützte Palais im Westteil des Areals beginnt im Sommer 2015, eine Genehmigung liegt bereits vor
    • das Hochhaus mit 19 Geschossen wird 2016 abgerissen, so lange wird es jetzt auch tagsüber bewacht, die Fenster im Erdgeschoss wurden zugemauert
    • anschließend Neubau eines "schlanken Campanile" nach Entwurf des Architekten Max Dudler, Fertigstellung im Jahr 2020
    • das Hochhaus soll eine Fassade aus Metall erhalten
    • im Turm sind 45 Wohnungen mit Größen zwischen 60 bis 200 m² geplant, in den zehn geplanten Villen weitere 55 Wohneinheiten


    Aktuelle Visualisierung:



    Bild: IFM AG


    Zur Sonnenberger Straße 2/2a eine grafische Darstellung aus dem von Bundesraupe verlinkten Presse-PDF:



    Grafiken: IFM AG

  • Das Auge Saurons als "Geschenk für Wiesbaden"

    Das ist einfach nur niederschmetternd. Man musste wohl damit rechnen, dass das völlig unpassende 19-stöckige Gebäude als das "Auge Saurons" Wiesbadens erhalten bleiben soll. Jetzt soll auch noch in rostbraun bzw. kakaofarben gebaut werden damit es sich noch mehr abhebt. Ein Solitär, der die großzügige Promenade Wilhelmstraße wie ein außerirdisches Raumschiff überragt, den maximalen Kontrast bietet und als modernistisches Machtsymbol erhalten bleibt, drei Fliegen mit einer Klappe aus Sicht der schwarzen Rollkragenpulli-Träger. Übrigens bieten die Häuser am Neroberg ähnlich gute Aussichten auf die Stadt, der Wohnturm bietet also nichts was es nicht schon in Wiesbaden gäbe.


    In anderen Städten mit einem solch erhaltenen / intakten Stadtkern verfährt man meist nicht so rabiat. Man stelle sich mal vor, man hätte in Paris angefangen solche Klötzer in die Innenstadt zu setzen anstatt in "La Defense". Ich würde Wiesbaden zu den wenigen sehr gut erhaltenen deutschen Großstädten zählen, mit dem Unterschied, dass in Heidelberg, Nürnberg, Bamberg, Regensburg oder Bonn eben nicht solche Kawenzmänner im Stadtzentrum zugelassen werden. Eine traurige Episode das Ganze.

    Im Moment, empfinde ich, dass 60-70% der Neubauankündigungen bzw. Umbaupläne im Rhein-Main Gebiet als schlecht bis sehr schlecht einzustufen sind. Die nierdigen Zinsen, die nach sicheren Häfen suchende Investorenwelle und der Trend zur Stadt verursachen gerade einen Tsunami an durchschnittlicher, wenig durchdachter und austauschbarer Architektur von Flensburg bis Garmisch. Man wird auf diese Zeit als architektonische Durststrecke zurückblicken.

  • Schade, schöner wird es anscheinend nicht ;-(


    Dass der Berg hinter dem Turm nachverdichtet wird, damit kann man ja noch leben.
    Dass man den aktuellen Metallturm abreißt und wieder einen Metallturm errichtet, verstehe ich noch immer nicht.
    In dem 3.Bild Vergleich 2015/2020 sieht man, dass die Dimensionen heute und in Zukunft recht ähnlich sein werden. Recht ähnlich trist und langweilig sieht der neue Turm leider auch aus.
    Auch die merkwürdige Grundfläche erschließt sich mir noch nicht ganz.


    Nach wie vor bin ich der Meinung, dass der Turm dort völlig falsch ist.

  • And so it begins --> Abbrucharbeiten haben begonnen

    Wie der Wiesbadener Kurier an dieser Stelle berichtete, haben die Abbrucharbeiten am 18. Juni bereits begonnen. Der Start des Abbruchs wurde natürlich auch gebührend gefeiert. Ein Video hiervon mit 2:45 Minuten Länge wurde dem Bericht beigefügt.


    Darin ist zu erfahren:

    • OB Sven Gerich (SPD) verkündete, dass der Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Quartier Kureck nun vollzogen sei und ebenso das übrige Kureck-Areal umfasst. Das sei als "Durchbruch" zu bewerten. Ebenso sei sozialer Ausgleich ermöglicht, da sich die IFM verpflichtet hat soziale Infrastruktur sowie sozial geförderten Wohnraum mit einem Beitrag in siebenstelliger Höhe zu schaffen.
    • IFM-Vorstand Thomas Schulze Wischeler stellte das neue Logo und Design der "Marke Kureck" vor. Um die Baustelle herum wurde daher mittlerweile ein stylischer Bauzaun aufgebaut und sogar eine digitale Videowand mit Renderings, Informationen und Kontaktdaten für interessierte Mieter. Man wolle nun aktiv vermarkten und auf der Expo Real auf der Werbetrommel rühren.
    • Ebenfalls kam der Schweizer Architekt Max Dudler zu Wort. Er spricht von "zeitloser Architektur, die noch in 100 Jahren modern sein würde".


    Neue Website:
    Die neue Projektvorstellung kommt mit großem TamTam daher (Vorsicht Opernmusik in der Endlos-Schleife, die man immer wieder pausieren muss). Sehr lohnenswert ist ein Blick auf die Bildergalerie:
    www.kureck.com


    Weiterer Background:
    Am 25.5. erhielt die IFM Immobilien AG (Sitz in Heidelberg) von der pbb Deutsche Pfandbriefbank aus München eine Finanzierungszusage von über 58 Mio. € für das „Kureck“ in Wiesbaden. Hierdurch wird die erste Projektphase (d.h. Bürogebäude mit 10.700 qm Fläche und einer Tiefgarage mit 120 Stellplätzen) finanziert. Bei der pbb handelt es sich um die 100%-ige Tochter der Hypo Real Estate, die sich noch im Besitz des Bundes befindet. Die pbb soll nach Auflage der EU noch 2015 als "Good bank" privatisiert werden.


    Wie geht's weiter?

    • Voraussichtlich im Frühjahr 2017 soll der Ankermieter, das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, in das Bürogebäude einziehen. Hierfür werden die Gebäude Sonnenberger Str. 2a und 2b abgerissen und durch Neubauten ersetzt, gleichzeitig wird der denkmalgeschützte Altbau mit der markanten Wanduhr grundsaniert und das erste Wohnhaus in dieser Linie errichtet.
    • Bis 2020 entstehen u.a. insgesamt 100 Premium Wohnungen, 20 Etagen im neuen Tower, 13 Villen und Gebäude, Smart Homes mit neuen Gebäudetechniken, eine kleine Parkanlage. Bei aller Kritik am Turm, muss ich zugeben, dass die gründerzeitlich anmutende Blockrandbebauung und die Villen am Hang einen sehr guten, wertigen Eindruck machen und sich mit dem Standort gebührend auseinander setzen.
    • Das Investitionsvolumen liegt insgesamt bei 150 bis 200 Millionen Euro
  • kureck.com

    Ich halte die Seite für optisch dem Projekt angemessen.


    Leider lassen die Visualisierungen zu wünschen übrig.
    Die - zumindest für mich - neuen Ansichten von Taunusstraße 3 (Bild 15/20 in der Galerie) zeigen jedoch die Qualität der Aufwertung. Der Dachabschluss ist im Vergleich zum derzeitigen Zustand, in meinen Augen, eine zeitgemäße jedoch gleichzeitig recht zeitlose Anpassung.


    Auch die Fassadenmaterialien bei der Taunusstraße 1 (Bild 6/20, linkes Gebäude) lassen eine extreme Aufwertung im Vergleich zum Ist-Zustand (Brutalismus) versprechen.


    Schade finde ich, dass auf den Renderings noch immer nicht das Fassadenmaterial des Turmes besser erkennbar ist. Mit diesem steht und fällt wohl die Gesamtwirkung des Ensembles. Warum man nicht dasselbe oder ein optisch ähnliches Material wie bei den anderen Fassaden benutzt, verschließt sich mir.


    Gruß Gaius