• @ WolfsheimJena:

    Unister betreibt das Portal ab-in-den-urlaub.de, weiterhin betreibt man den kleinen Reiseveranstalter Urlaubstours. Außerdem übernimmt seit Anfang des Jahres Ralph Michaelsen, Ex-Geschäftsführer bei alltours, die gesamten touristischen Aktivitäten. Ich nehme ganz stark an, dass das was damit zu tun hat und man expandieren will. Außerdem würde man sicherlich Schulungen im Medienbereich in den Konferenzräumen anbieten.

    Ulkigerweise ist Unister jetzt angeblich auf der Suche nach einem Alternativstandort im gesamten Bundesgebiet, vom nur wenige Km entfernten Areal am Nordufer des Zwenkauer Sees scheint man aber noch nichts gehört zu haben.

  • Folgende Brückenbauten für 2009 >>

    Die Erneuerung der König-Albert-Brücke im Zuge der Karl-Heine-Straße über den Karl-Heine-Kanal ist das umfangreichste derzeit laufende Brückenbauvorhaben. Da das um 1874 im Zusammenhang mit dem Kanalbau errichtete Bauwerk stark verschlissen ist, läuft das Vorhaben praktisch auf einen Neubau hinaus. Entsprechend den Forderungen des Denkmalschutzes wird auch die neue König-Albert-Brücke den Anblick einer dreifeldrigen Gewölbebrücke bieten, deren Unterbauten und Aufbauten in Naturstein und deren Gewölbe als Klinkermauerwerk ausgeführt wurden. Trotz ihres traditionellen Äußeren wird die neue Brücke für die Ansprüche gerüstet sein, die sie als Teil der von Individual- und öffentlichem Nahverkehr stark frequentierten Ost-West-Verbindung Karl-Heine-Straße erfüllen muss. Die Arbeiten begannen Anfang Januar. Derzeit laufen Aufbruch und Aushub des Straßenaufbaus und die Freilegung der Gewölbe, ebenso das Setzen der Bohrpfähle zur Sicherung der Baugrube. Der Brückenabbruch beginnt Anfang April. Mitte Juni soll die neue Brücke für den Verkehr freigegeben werden. Die Kosten werden mit rund 3,5 Millionen Euro veranschlagt.

    Die etwa 1925 errichtete Schreberbrücke in Leipzig-Mitte, die die Schreberstraße über den Elstermühlgraben überführt, ist seit fast vier Jahren aufgrund ihres schlechten Zustandes für den Verkehr gesperrt und muss durch einen Neubau ersetzt werden. Die neue Brücke wird als Rahmenbauwerk den Elstermühlgraben in Straßenachse überqueren. Eine leichte Wölbung des Überbaus sorgt dafür, dass das für die Zufahrt zum künftigen Stadthafen erforderliche Schifffahrtsprofil eingehalten wird. Gebaut wird vom Oktober bis April 2010. Die Kosten sind mit rund 800 000 Euro veranschlagt.

    Ebenfalls über den Elstermühlgraben führt der Peterssteg im Zuge des Uferweges. Die 1879 errichtete und 1934 schon einmal umgebaute Geh- und Radwegbrücke ist völlig verschlissen und muss dringend erneuert werden. Derzeit ist sie nur eingeschränkt nutzbar. Die Brücke, die zum Richard-Wagner-Hain gehört, stellt eine städteplanerisch wichtige Verbindung zwischen Käthe-Kollwitz-Straße und Jahnallee dar. Die Gestaltung des neuen Überbaus lehnt sich an die der etwa 300 Meter entfernten Heiligenbrücke an. Wie bei diesem Bauwerk bestehen die vier Hauptträger aus gekrümmten Stahlrohen, die die Einhaltung des nötigen Schifffahrtsprofils gewährleisten. Der Bau beginnt im Oktober und soll im April abgeschlossen sein, die Kosten betragen rund 1 Millionen Euro.

    Zuletzt ein Ausblick ins Jahre 2010: im Januar startet die Instandsetzung der etwa 110 Jahre alten Luisenbrücke im Zuge der Lützner Straße über den Karl-Heine-Kanal. Das Vorhaben ist Voraussetzung für den Bau des Lindenauer Hafens und für den Kanaldurchstich. Zudem ist es Teil des schritweisen Ausbaus der Straßenbahnlinie 15 zur Stadtbahn, wozu neben den Arbeiten an der Luisenbrücke der Teilabschnitt von der Saarländer Straße bis zur Plautstraße und der Abriss der Hafenbahnbrücke gehören. Mit der Instandsetzung der Luisenbrücke wird erreicht, dass der Knoten Plautstraße während des Baus der Teilabschnitte von der Plautstraße bis zur Odermannstraße für die Umleitungsführung genutzt werden kann. Vorgesehen sind zwei Fahrspuren je Richtungsfahrbahn neben einer sparaten zweigleisigen Straßenbahntrasse und beidseitige Geh- und Radwege. Bei der Instandsetzung werden denkmalschützerische Belange ahngemessen berücksichtigt: Dem Bootsfahrer auf dem Karl-Heine-Kanal wird sich auch künftig der Anblick einer dreifeldrigen Gewölbebrücke mit Natursteinverblendung bieten. In Vorbereitung der Arbeiten an der Luisenbrücke muss die z. Z. lastbeschränkte Brücke über die Kiesbahn erneuert werden. Sie soll den Umleitungsverkehr aufnehmen. PM: Stadt Leipzig

    *Die Peterssteg liegt über der Weißen Elster, statt dem Elstermühlgraben.

  • RODUNGEN beim KANAL-DURCHSTICH

    Neue Bilder auf http://www.Leipzig-DasDorf.de > Newsticker > 19.03.09 >>

    Mitte März 2009 sollten die Rodungen im Bereich des Durchstiches zwischen Karl-Heine-Kanal und Lindenauer Hafen beendet sein. Das Ergebnis sieht gut aus. Fehlen nur noch ein abgebranntes Areal und eine Bildungsstätte. Diese sollen jedoch erst Mitte 2010 folgen.

  • was sind das recht neben dem Kanalende für unterirdischen anlagen auf dem Bild?
    Hat der Elster-Saale Kanal eigentlich einen Zufluss?

  • Dies rechts im Bild, müsste der KWL gehören. Was es jedoch ist, keine Ahnung. Der Elster-Saale-Kanal ist durch ein Rohr mit dem Lindenauer Hafen verbunden.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Dies rechts im Bild, müsste der KWL gehören. Was es jedoch ist, keine Ahnung. Der Elster-Saale-Kanal ist durch ein Rohr mit dem Lindenauer Hafen verbunden.


    Das heißt, der Elster-Saale Kanal wird durch den Karl-Heine Kanal gespeist?
    Er hat sonst keinen weiteren Zufluss denke ich, denn am westlichen Ende liegt der Kanal deutlich höher als die Umgebung.


    Diese KWL Anlagen würden im Zuge des Kanalbaues ja weg müssen. Also sind größere Umbauarbeiten an Leitungen notwendig.

  • AndyJa - Das heißt, der Elster-Saale Kanal wird durch den Karl-Heine Kanal gespeist? > Joar! Im hohen Nordwesten, wo der Elster-Saale-Kanal endet, endet auch das Wasser und von dort gibt es keinen weiteren Zufluss. Boots- und Wassertechnisch sind die beiden Gewässer nicht verbunden. Weder der ESK mit dem Hafen, noch der KHK mit dem Hafen. Beide sind nur durch ein Rohr verbunden.

    Er hat sonst keinen weiteren Zufluss denke ich, denn am westlichen Ende liegt der Kanal deutlich höher als die Umgebung. > Und bei Hochwasser noch mehr, wie es aktuell bei der Weißen Elster und der Parhe der Fall ist.

    Diese KWL Anlagen würden im Zuge des Kanalbaues ja weg müssen. Also sind größere Umbauarbeiten an Leitungen notwendig. > Die Einfahrt, wohin die auch immer führt, kann eigentlich bestehen bleiben. Der Kanal würde dann nur an der Wand dran vorbei fließen. So, dass nur auf der nördlichen (aktuellen) Seite eine Wegeverbindung zum Hafen herrscht. Auf der südlichen Seite würde es dann einen Schwung um die KWL-Anlage wie jetzt geben. Aber die Brückenbogen sind ja breit genug dafür.

    P.S. Am 25.03.2009 findet um 19.30 Uhr im Vereinshaus von Wasser-Stadt-Leipzig e.V. (Industriestraße, Stadtteilpark Plagwitz) ein Gewässerstammtisch mit Vorstellung zu den "endgültigen Planungen" zum Durchstich statt.

    Außerdem plant die Stadt dort mehrere Stadthäuser und fünf- bis sechsgeschossige Wohnhäuser zubauen. Bis Mitte 2010 soll für das dort ansässige Bildungszentrum ein neuer Standort gefunden werden. Dort ist ein HafenCafé geplant.

  • Ich habe mich mal bei den Kommunalen Wasserwerken (KWL) informiert. Hierbei handelt es sich um eine Regenrückhalteanlage. Diese wird auch beim Erweiterungsbau des Kanals bestehen bleiben.

  • Es wär mir neu, dass der Karl-Heine-Kanal mit dem Hafen durch ein Rohr verbunden ist.

    Andererseits war es früher so (und heute sicher immer noch), dass der Hafen über ein Rohr mit dem Elster-Saale-Kanal verbunden ist. Inwieweit das zur Wasserversorgung des ESK ausreicht, kann ich nicht beurteilen.

    Der Hafen selber hat mindestens einen Zufluss auf der Westseite, wo das kleine Wäldchen ist. Als Kinder nannten wir diese Ecke die Berg-und-Tal-Bahn und sind da mit den Fahrrädern bis hinter an die Quelle am westlichen Ende gedüst.
    Auch zwischen diesem Bereich und dem (ehemaligen?) Polizeigelände habe ich vor zwei, drei Jahren mal eine relativ kräftige Quelle beobachtet, weiss aber nicht, ob die ständig Wasser führt.
    Beim Hafenbecken stelle ich mir auch unterirdische Wasserzuläufe vor, da das ganze Gebiet eh recht feucht ist.
    Ausserdem gibt es am Westrand des Polizeigeländes noch ein Stück eines früheren Flusslaufes, den ich aber nie einordnen konnte (woher, wohin). Zumindest könnte die kaum noch erkennbare ehemalige Brücke an der Einmündung Brünner Str./Lützner Str. auch was damit zu tun haben.

    Thema Polizeigelände am Hafen (dass ja schon fleissig "beräumt" wird), weiss da jemand mehr darüber? Ich kann mich erinnern, dass (ich glaub in der LVZ) es mal einen Bericht gab, dass dieses Gelände (zumindest teilweise) vor der Wende als Internierungslager für Andersdenkende geplant war.

    Vielleicht sollte sich der Herr Tobias Hollitzer mal damit beschäftigen, bevor alles weg ist.

    3 Mal editiert, zuletzt von le-west (24. März 2009 um 10:36)

  • Liebe Kollegen,

    es ist ganz einfach: Beide Gewässer (ESK und Hafenbecken) sind voneinander getrennte Bauprojekte, die kriegsbedingt einfach abgebrochen wurden. Beide Gewässer sind nur durch Grund- und Regenwasser entstanden. Große Tümpel sozusagen.

    Natürliche Zuflüsse gibt es meines Wissens nach nicht. Es gibt ja auch keinen natürlichen Ablauf. Beides sind also stehende Gewässer.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Natürliche Zuflüsse gibt es meines Wissens nach nicht...

    Wenn so ein kleiner Bach (zugegeben eher ein Bächlein) nicht zählt, dann haste natürlich recht. ;)
    Das Grund- und Regenwasser wird allerdings der grösste Anteil sein.
    P.S. bin als Kind in der Gegend aufgewachsen.

    5 Mal editiert, zuletzt von le-west (24. März 2009 um 11:14)

  • Schleuse Connewitz

    Statt im April, soll nach Angaben von L-IZ der Bau nun im Mai 2009 beginnen. Fertigstellung ist weiterhin für 2010 geplant.


    Keine Identische Skizze zur neuen Schleuse in Connewitz.

  • Die Wogen um das geplante und dann geplatzte Golfhotelprojekt am Cospudener See haben sich inzwischen einigermaßen geglättet. Daher hier mal einige grundsätzliche Gedanken zur Problematik der Nutzung der neuen Seen rings um Leipzig.


    Die Leipziger Tieflandsbucht ist eine Kulturlandschaft. In dieser sind alle Landschaftsbereiche vom Menschen geschaffen oder wenigstens erheblich beeinflusst. Da die Böden fruchtbar sind, haben die Bewohner seit mindestens 7.000 Jahren die Wälder gerodet und Ackerbau betrieben. Interessanterweise sind für Herrn Heyde vom NABU Leipzig Ackerflächen "unwichtig".


    Bild-Zeitungsartikel


    Wenn die Bevölkerung weiter abnimmt, könnte auf der unwichtigen Ackerfläche ein schöner Wald wachsen oder Brotgetreide.


    Auf Karten und Luftaufnahmen ist schön erkennbar, dass die Landschaft um Leipzig überwiegend waldfrei ist. Die einzige nennenswerte Waldfläche ist der Auewald im Stadtgebiet von Leipzig. Wenn die Stadt Leipzig bzw. deren Bürger diesen Wald nicht gehegt und gepflegt hätten, wäre der Auewald schon längst abgeholzt und zu Ackerland umgewandelt wurden.

    Man sollte wissen, dass landwirtschaftlich genutzten Flächen für den Naturschutz tabu sind. Dort können die Umweltverbände praktisch nichts erreichen. Landwirte können soviel Dünger auf die Felder bringen wie sie bezahlen können, ohne dass die Naturschutzverbände etwas dagegen machen können. Folge ist, dass ein Überangebot an Nährstoffen im Boden besteht. Was zu viel an Nährstoffen da ist, gelangt dann über den Regen in die Gewässer.


    Die jetzt im Entstehen begriffenen abwechslungsreiche Landschaft im Südraum von Leipzig wurde von Bergbaubetrieben und vom Bergbausanierungsbetrieben geschaffen. Dort können sich die Naturschutzverbände endliche einmal einbringen.


    Am Schluss der verlinkten Pressemitteilung des NABU im l-iz-Artikel, beklagt Herr Heyde vom NABU Leipzig, dass für den Bau von Belantis "erfolgreich wiederaufgeforstete" Flächen überbaut worden. Nun kann man trefflich darüber streiten, ob ein schütterer Baumbestand von deutlich weniger als einem Meter Höhe als Forst bezeichnet werden kann bzw. ob es sich dabei heute um einen schönen Anblick handeln würde.


    Das Problem ist, dass Investoren auf ihren Plänen zeigen wie die Landschaft nach Fertigstellung des jeweiligen Projektes (in etwa) aussehen soll. In aller Regel sind das – aus Sicht der Naturschützer- keine wertvollen Landschaften, da vom Menschen künstlich geschaffen.

    Wirklich wertvolle Biotope entwickeln sich aber aus Sicht der Naturschützer nur ohne Mitwirkung des Menschen. Der Haken dabei ist, dass niemand wirklich voraus sagen kann, was Mutter Natur am Ende (welches Ende wann?) geschaffen haben wird. Was geschieht, wenn sich auf den geschützten, vom Menschen nicht beeinflussten Flächen, eine Monokultur z.B. Reitgras oder Sanddorn entwickelt? Und die dann von Schädlingen befallen werden? Und die Schädlinge dann massenhaft die angrenzenden Schonungen mit Buchen, Eichen, Ahorn usw. befallen? Genau diese Gefahr besteht in diesem Jahr auf weiter südlich bei Borna liegenden Rekultivierungsflächen.


    Für eine dichtbesiedelte Region wie Leipzig ist es vermutlich besser, wenn Investoren die Sache in die Hand nehmen und die Landschaft gestalten, als abzuwarten ob sich etwas von alleine entwickelt. Bislang können sich, aus Sicht eines Städters, die Ergebnisse der bewussten Landschaftsgestaltung im Südraum von Leipzig durchaus sehen lassen.


    Biotope auf nährstoffarmen Böden sind aus der Sicht von Naturschützern äußerst wertvoll. Die Naturschützer sollten aber auch erwähnen, dass es sich dabei um Magerrasenflächen oder auch wüstenähnliche Areale handeln kann.


    Projekt Grünhaus des NABU


    Für die Wiedernutzbarmachung der ehemaligen Bergbauflächen um Leipzig wird viel Geld verbaut. Die Beteiligten müssen sorgfältig abwägen, wie die Gelder eingesetzt werden – für eine sich selbst entwickelnde Natur oder für kommerzielle Nutzungen.

    Golf- und Poloplätze sind das eine Extrem, das Projekt Grünhaus das andere.
    Selbst in der dünn besiedelten Lausitz gibt es Widerstand. Dort gegen die Pläne der Naturschützer als Eigentümer der Flächen mit dem "Rohboden in abwechslungsreicher Formation" oder "Errosionsrinnen in bizzarer Landschaft".


    Das gescheiterte Projekt "Golfhotel" am Cospudener See hat die zukünftigen Diskussionen zur Nutzung der Seen nicht einfacher gemacht. Hoffen wir, dass weitere potentielle Investoren von Dr. Klose und Co. nicht völlig verschreckt wurden.

  • ^ Wurden sie nicht, wie Cowboys Beitrag von heute und dein verlinkter Bild-Artikel zeigen.

    Erstmal danke für die Übersicht. Ansonsten: sich die Argumentation von Bild Leipzig zu eigen zu machen, ist doch ein wenig einfach, oder?

    Fakt ist - Natur ist nicht nur Urwald. Gestaltete Landschaft ist keine Natur. Und wiederaufgeforstet ist nicht äquivalent zu Forst. Das sollte man spätestens seit dem Heimatkundeunterricht wissen. Dass das primäre Augenmerk des NABU nicht auf Ästhetik liegt, ist doch klar. Im Süden des Cospudener Sees handelt es sich aber nun mal um Naturschutzgebiet, ob das in die eigenen romantischen Vorstellungen von Natur passt oder nicht. Bei der betroffenen Fläche am Auenhainer Strand ist dies nicht der Fall. Beide Gebiete gleichzusetzen, so wie du es machst, führt die Sache aber ad absurdum. So gesehen braucht man überhaupt kein Gelände als Naturschutzgebiet deklarieren, man könnte ja auch aus der überdüngten Ackerfläche nebenan eins machen.

    Bevor man die zwei Projekte gleichsetzt, sollte man aber zwei Faktoren nicht vergessen. Erstens die völlig indiskutable Informationspolitik Unisters inklusiver aller Widersprüche, über die man glaube ich keine Worte mehr verlieren muss (die "zahlreichen Drohungen" haben sich übrigens als ein anonymer Brief an OBM Klose herausgestellt, ohne das jetzt kleinzureden). Zweitens, dass der Rundweg um den Cospudener See seit Jahren extrem beliebt ist. Dass hier Widerstand aus der Bevölkerung kommen würde, war abzusehen. Das Naturschutzargument wäre bei entsprechender Informationspolitik und entgegenkommen des Investors kein Showstopper gewesen. Man hat ein wenig das Gefühl, die "Entrepreneurs" von heute, wie sie sich so gerne nennen, hängen ein wenig der Zeit des Manchester-Kapitalismus und der Demokratielosigkeit nach. Die beleidigte Unister-PM ist jedenfalls herzallerliebst.

    Die LAG und der Schweizer Investor haben es richtig gemacht: es gab bereits eine Anwohnerversammlung, in der die Betroffenen beispielsweise bei der Anbindung mitreden konnten.

  • DaseBLN

    Da hast Du wohl etwas falsch verstanden. Aus der BILD habe ich nur einen Satz zitiert. Sind die Naturschützer nun gegen die weitere Versiegelung der Landschaft oder nicht?


    Welche Bereiche auf denen Investoren bauen wollen, sind am Cospudener See als Naturschutzgebiet ausgewiesen?


    So wie die Investoren mit offenen Karten spielen und die Meinung der Bevölkerung berücksichtigen sollten, sollten die Naturschützer klar benennen was sie eigentlich unter schützenswerten (gesetzlich geschützt bedeutet nicht nur Schutz vor Investoren) Pflanzen und Tieren verstehen. Und dass sie gewillt sind, die Natur vor den Menschen zuschützen.


    Ist ein "Betreten verboten!"-Schild der Naturschutzbehörde besser als das eines Golfplatzbetreibers?


    Meine Polemik richtet sich gegen Projekte die nicht so richtig fertig werden, weil Randbedingungen nicht ausreichend Beachtung gefunden haben und gegen Naturschutzprojekte bei denen nicht klar ist, was eigentlich wie und vor wem geschützt werden soll.


    UNISTER hat mit möglichen Arbeitsplätzen argumentiert.
    Der NABU mit möglichen Naturschutzgebieten.

  • Heute findet sich zum Thema Golfareal am Cospudener See ein Artikel in der Leipziger Volkszeitung. Dort kommt der Markkleeberger Künstler Michael Fischer-Art zu Wort.

    Fischer-Art findet die bisherige Bebauung in Zöbigker gelungen und meint, dass alle Ideen für den weiteren Ausbau sachlich diskutiert werden sollten. Fischer-Art schlägt vor, dass sich zukünftige Investoren am Wiederaufbau der Kirche Zöbigker finanziell beteiligen sollen.


    Weiter wird berichtet, dass der Markkleeberger Stadtrat demnächst über zwei Anträge zur Änderung des immer noch gültigen Flächennutzungsplans abstimmen soll. Dem Artikel entnehme ich, dass Fischer-Art und vermutlich die Fraktionen von SPD und Die Grünen den weiteren Ausbau von sanftem Tourismus und Hotellerie befürworten.


    Karl Heyde vom NABU Leipzig und andere Umweltschützer wollen nur Schutzhütten, Lehrpfade und Objekte zur Landschaftspflege akzeptieren.

    Schutzhütten und Lehrpfade klingt schon nach Betretungsverbot für Nichtnaturschützer.


    Somit soll der im gültigen Flächennutzungsplan vorgesehene Golfplatz gestrichen werden, zugunsten eines in Zukunft entstehenden Naturschutzgebietes mit einer Größe von vielleicht 70 ha.

  • Visionen zum Stadthafen

    Da im heutigen geplanten Hafenbecken einst zwei Schornsteine standen, einer für das Heizkraftwerk (1975 errichten) und davor der Pianofabrik Blüthner. Dieser sollte ins Hafenkonzept als ca. 60 Meter hohe Turm mit Aussichtsplattform (3viertel Ebene) mit Beleuchtung integriert werden.

    Das Poniatowskidenkmal soll bei der Freilegung des Elstermühlgrabens zwischen Elsterstraße und Lessingstraße besser zur Geltung kommen. Dabei wird das Denkmal auf Wasserhöhe des EMG gebracht. Um ihn wird es eine kleine Insel mit Wasser vom EMG geben. Außerdem soll es Elemente im Wasserbereich geben, die eine Gefahrenstelle darstellen.

    Bei der Wiederherstellung der Alten Westbrücke (Friedrich-Ebert-Straße) sollte es auf nördlich des Flussbettes einen breiten Rad- und Gehweg mit Rampe zur Brücke geben. Ähnlich wie am Karl-Heine-Kanal. Bei den neusten Planungen wird der Weg nun auf der südlichen Seite geführt. Ohne Rampe.

  • ^ Dave es, wäre immer ganz nett, wenn du mit Angeben würdest, was deine Quellen sind und was davon jetzt konkrete Planungen und was verworfene Ideen sind. Das bei dir zu identifizieren, fällt manchmal ein wenig schwer. Die Idee mit dem Schornstein stammt aus einer Diplomarbeit von vor 10 Jahren - eigentlich eine feine Sache, aber spätestens seit Abriß des Schornsteins obsolet. Das mit dem Pontiakowskidenkmal ist wiederum m.W. konkrete Planung. Was meinst du bei der Westbrücke wiederum mit neuester Planung? Details wären super.

  • ^ Dave es, wäre immer ganz nett, wenn du mit Angeben würdest, was deine Quellen sind > man muss doch nicht immer eine Quelle habe, oder? ;) > PRO LEIPZIG, Waldstraßenviertel von 2002.

    Das Poniatowskidenkmal soll bei der Freilegung des Elstermühlgrabens zwischen Elsterstraße und Lessingstraße besser zur Geltung kommen. Dabei wird das Denkmal auf Wasserhöhe des EMG gebracht. Um ihn wird es eine kleine Insel mit Wasser vom EMG geben. Außerdem soll es Elemente im Wasserbereich geben, die eine Gefahrenstelle darstellen. > War geplant, jetzt nicht mehr. Zumindest ist es in den aktuellen Planungen nicht zusehen.

    Bei der Wiederherstellung der Alten Westbrücke (Friedrich-Ebert-Straße) sollte es auf nördlich des Flussbettes einen breiten Rad- und Gehweg mit Rampe zur Brücke geben. Ähnlich wie am Karl-Heine-Kanal. Bei den neusten Planungen wird der Weg nun auf der südlichen Seite geführt. Ohne Rampe. > Was meinst du bei der Westbrücke wiederum mit neuester Planung? Details wären super. > Einst war ein Fuß- und Radweg auf der nördlichen Seite des EMG in dem Abschnitt zwischen Friedrich-Ebert- und Elsterstraße geplant in Höhe des Wasserspiegels geplant, dieser wurde nun auf die südliche Seite gelegt. Einst mir Rampe von der Westbrücke (Friedrich-Ebert-Straße) zum nördlichen Weg geplant, jetzt nicht mehr. Der südliche Weg befindet sich in Straßenhöhe. So wird man also nicht wie bei Planungen vor gut 10 Jahren nah am Gewässer, sondern geschätzte 2,50 bis 3,00 Meter über dem Gewässer laufen.