Leipzig: Neue Ufer

  • ^ Ahh, der Rohbau sieht nach solider handwerklicher Arbeit aus. Sehr gut. Ich bin grad nicht im Bilde, wo die Anlegestelle nun genau hinkommt. Direkt an den schönen Buntgarnwerken?


    DAvE (und LE-Fan), Beiträge bitte nicht mehrfach in verschiedenen Strängen posten, nicht dass wir uns nachsagen lassen müssen, die Leipziger posten alles doppelt und dreifach.;)


    Achso, erstaunlich gute Fotos für 'ne Handykamera übrigens. Sind fast Galerie-tauglich...

  • Ich bin grad nicht im Bilde, wo die Anlegestelle nun genau hinkommt. Direkt an den schönen Buntgarnwerken? > Ist sicher nur eine Ablegestelle, bzw. eine freie Stelle wo die fleißigen Handwerker werkeln.


    ist das der rohbau für ein boot oder für eine anlegestelle ? > Der Rohbau für ein Boot. Wo sich die Anlegestelle für das Boot befindet, keine Ahnung. Aber gegenüber der Tanzschule, dem Rohbau (über die Elster) befindet sich eine Anlegestelle, wo ebenfalls ein super langes Boot andockt bzw. andockte, weis nicht ob's dort noch steht.. Das "Super lange" sah ziemlich wacklig aus, als ich es mal auf der Elster und dem Heine-Kanal sah..

  • also kann es nur das doch gegenüber liegende Cafe "ElsterPerle" sein. Wo auch das andere "große, lange" Boot andockt.


    Danke für die Info "dj tinitus".. ;-)

  • Stadt Leipzig baut den Stadthafen

    Die Stadt Leipzig hat sich nach jahrelanger vergeblicher Suche nach einem privaten Investor entschlossen, den Stadthafen kommunal in abgespeckter Form zu bauen, um dem Gelände einen Schub zu verpassen.


    Ausschnitte aus dem Artikel:


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    Editiert. Keine Pressezitate bitte, die entsprechenden Richtlinien sollten inzwischen bekannt sein.
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    Meines Erachtens eine gute Sache, wenn es auch sehr schade ist, dass ausgerechnet das Leipzig-Boot nicht in den Hafen einfahren kann. Eventuell lässt sich das ja nachträglich noch ändern.


    Grüße,
    *D

  • > der Artikel von der LVZ: http://www.lvz.de/aktuell/content/65713.html


    Also ich finde es erstmal echt genial, das die Stadt nun in Eigeninititive den Stadthafen baut. Hätte ich genug Kohle, nachdem ich mir zig-tausende Wünsche erfüllt habe, den Stadthafen mit allem drum und dran gebaut *träumen*.. Aber dass das Becken jetzt nur 4250m² statt 7000-9000m² wird und die LE-Boote nur am Anlegesteg halten können und der Flusslauf auch noch breiter werden soll, finde ich eigentlich nicht so dolle. Aber abwarten, ob die Stadt auch wirklich eine 60%ige Förderung bekommt.


    Auch wenn vieles anders wird, freue ich mich schon auf die Eröfffnung 2011.

  • In der Lausitzer Rundschau wurden die neuen Seenlandschaften der Lausitz und im Großraum Leipzig verglichen.


    Die LR findet, dass das Leipziger Neuseenland von der Nähe zu Leipzig und der sehr guten Infrastruktur pofitiert.


    Der Vorteil der Lausitzer Seen liegt nach Meinung der LR in der besseren Vernetzung durch schiffbare Kanäle und der Möglichkeit Motorboot zu fahren.



    Leipzig-Tourismus-Lausitzer-Seenland



    Leipzig-Boot in der Lausitz

  • ^ Danke Stahlbauer für die beiden Links. Bezugnehmend auf den ersten Artikel bin ich der Auffassung, dass die B2 zwischen Leipzig und Borna schon seit grauer DDR-Zeit vierspurig ausgebaut worden ist.


    Ansonsten noch ein paar Impressionen vom freigelegten Elstermühlgraben und vom Cospudener See.


    Cospudener See vom City-Hochhaus aus gesehen (ca. 15 km Luftlinie). Dahinter leuchtet gelb die Pyramide des Freizeitparks Belantis.



    Der Elstermühlgraben am Ranstädter Steinweg in Richtung Innenstadt.



    Stadtauswärts hört er vorerst auf. Die Verrohrung ist sichtbar. Die Freilegung bis zur Friedrich-Ebert-Straße erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt (ich vermute, nicht vor 2010/11).



    Am Zusammenfluss der Parthe (richtig, DAvE?). Rechts geht's runter zur neuen Bootsanlegestelle.



    Eigene Bilder

  • Vielen Dank für die tollen Bilder!


    Auf dem von dir als Zusammenfluss von Parthe und Elstermühlgraben gekennzeichneten Bild, ist tatsächlich der Zusammenfluss von Pleißemühlgraben und Elstermühlgraben zu sehen. In den 1950er Jahren wurde der Pleißemühlgraben nördlich des Naturkundemuseums verfüllt und vollständig in den Elstermühlgraben umgeleitet. Bis dahin floß das Wasser rechts der Rosentalgasse parallel zur Pfaffendorfer Straße bis zur Höhe des Zoos. Dort mündete der Pleißemühlgraben in die umgeleitete Parthe.


    Mich würde mal interessieren, ob die Wassertiefe zum Bötchen fahren reicht?

  • @ Cowboy


    Schöne Fotos der sich entwickelnden Flusslandschaft in Leipzig. Meine gestern gefertigten Fotos vom ehemaligen Unihochhaus brauch ich jetzt nicht mehr bearbeiten - Du warst schneller ;).


    Mit der B2 hast Du recht. Ist aber eigentlich egal warum und wann die Straßen im Südraum Leipzig gebaut wurden. Wenn man heute die B2 oder die A38 entlang fährt und ins Grüne oder auf die Seen schaut, kann man nicht mehr erkennen, dass dies eine Landschaft ist, in die vor 19 Jahren ein westdeutscher Politiker noch nicht mal seinen Hund jagen wollte.


    Caspar Borner


    Die Flüsse und Kanäle sollen überwiegend für Kanus, Ruderboote sowie für das Leipzig-Boot befahrbar gemacht werden (siehe z.B. den. o.g. Artikel aus der Lausitzer Rundschau).

  • die wassertiefe wird höher (kann man das so sagen?), wenn die mühlgräben komplett freigelegt worden sind.


    ganz genau genommen, sind auf dem letzten bild pleissemühlgraben, neuer elstermühlgraben und alter elstermühlgraben zu sehen. der neue elstermühlgraben verläuft ja nun seit der freilegung wie auf dem zweiten bild zu sehen südlich des ranstädter steinweges. vom ursprünglichen elstermühlgraben (auf dem dritten bild ganz links) wurden 60 meter belassen, weil dort inzwischen fledermäuse leben.


    aber was auf jeden fall immer richtig ist: danke für die schönen aufnahmen!

  • Cowboy - Am Zusammenfluss der Parthe (richtig, DAvE?). ähm ja. Wie Caspar Borner schon schrieb, ist es der Zusammenschluss des Elster- und Pleißemühlgrabens. Wie auf dem Bild zusehen: Links der alte Elstermühlgraben der noch ein Stückchen original verläuft. Stehen gelassen, weil dort jede Menge Fledermäuse hausen. In der Mitte verläuft der neue Elstermühlgraben der mit dem neuen Verlauf am Ranstädter Steinweg verbunden ist und rechts der Pleißemühlgraben. Dieses Wasserkreuz wird von mir liebevoll Rosentalufer und Rosentalsteg genannt, im offiziellen ist es das Rosentalwehr. Dies kann man besonders bei der Mündung des Pleißemühlgrabens in den Elstermühlgraben sehen.


    Mit der Parthe hat Cowboy garnicht so unrecht. Damals, vor und während der Stadtgründung im Jahre 1165 floß die Parthe noch am Tröndelerring (Haltestelle Goerdelerring, Blechbüchse) in seinem 400 Meter breiten Flussbett entlang. Später wegen Straßenverbreiterung und anderen Gründen wurde die Parthe an die Uferstraße gelegt, am heutigen Verlauf und mündet somit in den Pleißemühlgraben im Zoo - Und nicht in die Elster und fließt durchs Rosental, so schön es auch klingt. So kann man auch sagen, das der Verlauf des Elstermühlgrabens zwischen Rosentalwehr und Leutzscher Allee die Parthe ist. Aber so sehr habe ich mich damit noch nicht beschäftigt.


    Fakt ist, dass man den Pleißemühlgraben auch zwischen Rosentalwehr/gasse und Zoo-Parthemündung wieder herrichten will. Jedoch wird man aus Tierhygenischen- und Sicherheitsmaßnahmen nie durchgängig auf die Pleiße im Zoo und Rosental paddeln können, außer man lege sein Kanu am Wilhelmsteg in Gohlis an.


    "Zur Stadtgründung 1165 lag sie an Elster, Pleiße, Parthe und den beiden Rietzschken". Heute würde man sich fragen, warum die Parthe? Die fließt doch weiter oben am Zoo!



    Cowboy, danke für die Bilder ;-)

  • Cowboy, vielen Dank für diese 5 wirklich einzigartigen Bilder. Würde man die einem "Fremden" zeigen, wer würde schon darauf tippen, dass das Leipzig ist??? Wahrscheinlich würde die Antwort Hamburg, München oder Berlin lauten. :D
    Leipzig kommt (Schritt für Schritt)...

  • Allo


    Nach kurzen Passwortkapriolen hab ich den Weg hierher endlich gefunden und will erstmal danken für die Abermillionen von Informationen. Von den Bilder des Cowboys zum Thema Neue Ufer inspiriert, hab ich dann auch mal ein bißchen in meinem Computer gekramt, ob ich vielleicht auch etwas gewässriges beisteuern kann. Hab auch was gefunden, scheitere aber gerade am Bilder einfügen. Hilfe, Hilfe. :eek: - smileys kann ich immerhin schon :)


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    Mod: Willkommen und viel Spaß im Forum. Eine Anleitung findest du hier: http://www.deutsches-architekt…rum/showthread.php?t=6949 Gruß, Schmittchen

  • Nochma Guten Tag


    So, Deutschland ist mittlerweile schon fast Europameister und ich hab endlich die Technik besiegt, in der Verlängerung.


    Wie schon vor gefühlten 48 Stunden angekündigt wollte ich ein paar Uferbilder beisteuern. Weiß nicht genau ob neue Ufer tatsächlich zutrifft, die meisten Flüsse jedenfalls sind nicht neu. Die Ufer aber schon irgendwie. Ein großes Entschuldigung, falls ich dsas Thema verfehle, auch im Namen meiner Kamera, die nicht unbedingt die großartigste ist.


    Als erstes mal was ganz aktuelles. Aus dem Schiffsfragment am Schleußiger Aldi ist mittlerweile das hier geworden:


    Diese Gebäudeformation hingegen dürfte hinlänglich bekannt sein, steht auch schon ne ganze Weile rum (1879) Wohnen kann man allerdings erst seit der Expo 2000 drin - ist auch das größte Industriedenkmal aus der Gründerzeit in Europa.

    und vom Wasser mit den auf dem ehemaligen Kohleplatz des Werkes errichteten Stadthäusern (2006)


    Ein Stück die Elster rauf, ein Teil der Werke von Mey und Edlich, die zumindest deutschlandweit den Versandkatalog auf den Weg gebracht haben und um 1900 größtes Versandunternehmen weltweit waren.


    Blick von der Könneritzbrücke weiter flußaufwärts. Rechts ganz frisch saniert und schon bezogen. Das Kutscherhaus der Heinschen Villa (1874) Dahinter mündete bis in die späten 1920 die Rödel in die Elster. Wurde allerdings verschüttet, so dass die Villa ihre Halbinsellage abhanden gekommen ist.


    Immer noch Elster, die hier den Klingerhain vom Palmengarten trennt. Am kleinen Häuschen hinter der Brücke wurden bis in die 30er Jahre die Palmengartenbesucher abkassiert. Der Park existiert seit 1899.


    Palmengartenwehr (1917) wird zur Zeit saniert, wenn alles hinhaut noch bis August


    Elsterbecken vom Palmengarten aus gesehen


    Noch mal Elsterbecken mit Stadion (turm gehört zum alten Bau (Stadion der Hunderttausend 1956) Das neue wurde 2004 eingeweiht.


    Die Kreuzung alter Elstermühlgraben, neuer Elstermühlgraben, Pleißemühlgraben - von Cowboy ja vor kurzem schon mal präsentiert. Im Bild zu sehen ziemlich mittig, direkt unter der Villa ist noch ein weiterer Kanal. Der alte Verbindungskanal zum Pleißemühlgraben, der ja jetzt im Elstermühlgraben mündet, vor 1950 aber nur wenige Meter entfernt parallel dazu verlief und zwar genau dort, wo momentan an dieser Stelle die Citytunnelrohre verlaufen.


    Nochmal von der anderen Seite aus gesehen paralell zur Rosentalgasse.


    Pleißemühlgraben - Mendelssohnufer - schöne Idee die Gestaltung des Ufer (2007). Die Stufen sind Notenlinien und die Kisten die ersten Takte zur Violinensinfonie in e moll von Felix Mendelssohn Bartholdy.


    Ein kleines Stück flußaufwärts - Simsonplatz mit Justizblock (ab 1870) Meiner Meinung nach wäre es ja absolut großartig, wenn man nicht nur den Pleißemühlgraben, sondern auch die alte Pleiße wieder hervorholen würde. Die wurde zwar in den 1870ern bereits verfüllt, der Flußlauf dürfte aber mit ein paar kleinen Abänderungen wiederherstellbar sein und dann könnte man bis vors Neue Rathaus paddeln. Die alte Pleiße bog in Höhe der Kreuzung vorm Rathaus nach Westen, am Johannapark entlang und verlief dann an der heutigen Schreberstraße bis in die Elster (jetzt Elstermühlgraben)


    Der Karl Heine Kanal - damit wieder zurück im Westen - zweigt in Höhe der Buntgarnwerke von der Elster ab. Nach zweieinhalb Kilometern versiegt er. Heine ließ den Kanal schon ab 1856 anlegen, scheiterte aber am Erdreich. Eigentlich sollte er Leipzig über Saale und Elbe mit Hamburg verbinden.


    Am Kanal liegt auch das Stelzenhaus eine ehemalige Wellblechfabrik (1939)


    Gleich in der Nähe: die Gieszer 16


    Und dazu passend der Lindenauer Hafen (1942): ein Binnenhafen wie er im Buche steht - gänzlich ohne Anschluss zu irgendeinem Gewässer wird aber bald anders


    und wo wir grade bei stillen Gewässern sind: der Teich im Johannapark, sehr beachtenswert ist der schräge Vögel, der Kurs auf die Türme nimmt.


    Nochmal stilles mit Vogel: Schwanenteich mit Oper und Uniriese



    So, das wars. Für alle aufkommenden Fehler mach ich meiner aufkommende Müdigkeit verantwortlich. Gute Nacht.

  • Als erstes mal was ganz aktuelles. Aus dem Schiffsfragment am Schleußiger Aldi ist mittlerweile das hier geworden > Danke für das Bild, wollte auch noch ein Foto reinstellen. Jetzt weis ich aber, das der Boden schon liegt. Das Wickinger Schiff befindet sich jedoch am Plagwitzer ALDI ;-)


    P.S. Weitere Bilder zum Lindenauer Hafen findet Ihr auf meiner Webseite unter Newsticker (24.06. und 26.06.).

  • Danke für die informative Fototour und Willkommen im Forum des 21. Jahrhunderts, 19 century boy.


    Am besten gefällt mir das neue Mendelssohn-Ufer vor dem Bundesverwaltungsgericht (ehem. Reichsgericht), das nach den Plänen (wie hier schon mal berichtet) des Leipziger RKW-Büros geschaffen wurde. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber RKW ist in meinen Augen für Leipzig ein großer Glücksfall (siehe Barthels und Specks Hof, P&C-Gebäude, Hansa-Haus, Karstadt). In diesem Sinne etwas verspätet auch von mir ein großes DANKESCHÖN.