Beiträge von bennythecop


    Das UlTra-PRT-System würde dem Wissenschaftsmuseum eine perfekte Anbindung aus dem 21. Jahrhundert bieten, direkt vom Dom bis vor den Kassenschalter. Außerdem sind da die vielen Gerling- und RTL-Mitarbeiter, die Messe und später auch das neue Mühlheimer Hafenviertel und der Deutzer Hafen. Eine perfekte Gelegenheit, um ein neues Verkehrssystem zu testen, das langfristig preiswerter ist als der bisherige Busverkehr.

    Masterplan: Heumarkt

    ...die Idee, den Verkehr ab Heumarkt über den Malzbüchel zu führen, finde ich auch sehr gut. Ich erinnere mich nicht mehr ganz an die früheren Diskussionen, aber wäre es nicht sogar möglich, die Straßenbahn direkt hinter der Brücke tiefer zu legen und den Heumarkt damit ganz zu schließen?


    Die Frage ist natürlich: Wie wichtig ist die direkte Ost-West-Achse für den Autoverkehr und was bedeutet die Umleitung für den Barbarossaplatz?

    Vorschlag zum Rudolfplatz

    Der Kölner-Stadt-Anzeiger berichtet heute über das gestrige Werkstattgespräch: http://www.ksta.de/html/artikel/1219442554051.shtml.


    Unter anderem heißt es: "Um den Rudolfplatz attraktiver zu gestalten, könnten nach den Worten von Michael Dinter die Bahnen in beiden Richtungen auf der Aachener Straße rollen und der gesamte Autoverkehr auf der Richard-Wagner-Straße konzentriert werden."


    Wie sehen das die anderen hier im Forum? Meines Erachtens könnte dieses Vorhaben ganz gut zu der Idee passen, den Neumarkt nur noch südlich zu umfahren. Allerdings bleibt die Frage, wie die Straßenführung dann funktionieren soll: Wenn eine Querung der Straßenbahn vermieden werden soll, dann müsste diese schon auf der Deutzer Brücke nach Norden verlegt werden. Nur so könnte der Verkehr kreuzungsfrei über Heumarkt - Neumarkt - Rudolfplatz in die Richards-Wagner-Str. fließen.


    Die Frage ist: Wie groß wäre der Gewinn für den Rudolfplatz wirklich?

    bennythecop

    Ich möchte hier natürlich nicht zwanghaft eine Lanze für neue Verkehrsmittel brechen, aber wenn schon von Seilbahnen und Zügen die Rede ist, dann darf ich hier sicher auch ein paar Vorteile des PRT-Systems herausstellen. :)


    1. Flexibilität in der Frequenz: Die autonom betriebenen Fahrzeuge sind nur unterwegs, wenn jemand einsteigt und ein Ziel auf dem Bildschirm antippt. Das soll im Vergleich zu Bus und Bahn Energie sparen, die Wartezeigten drastisch verkürzen (einsteigen und losfahren) und auf der Strecke wegen der eingesparten Stops deutlich schneller sein. Dass es durchaus auch für Stoßzeiten und größere Passagierzahlen ausgelegt werden kann, dürfte sich 2009 am Flughafen Heathrow unter Beweis stellen, wo Ultra gerade als Shuttle gebaut wird.


    2. Flexiblität im Netz: Das Strecke kann jederzeit ausgebaut werden, und je größer das System, desto ertragsreicher wird es insgesamt (und die Personalkosten steigen nicht wie bei anderen ÖPNV). Der Messebereich wäre ein sehr gutes Testgebiet; wenn sich das System bewährt, könnte man es langfristig auf ganze Stadtteile ausweiten und dort den Busverkehr ersetzen. (Oder z.B. vom Deutzer Bahnhof über die Messe und die Zoobrücke ins Agnesviertel fahren lassen - eine Verbindung, die bisher fehlt.)


    3. Wenig Platzverbrauch: Aufgrund der geringen Spurbreite nimmt Ultra viel weniger Straßenraum in Anspruch, und sogar auf der Nordseite der Hohenzollernbrücke könnten die Fahrzeuge in beiden Richtungen fahren. Die Strecke kann auch als Hochbahn gebaut werden und auch problemlos in Gebäude hineingeführt werden.


    4. Umweltfreundlich: Weil die Shuttle nur fahren, wenn sie besetzt sind, und nur dorthin fahren, wo die Passagiere hinmöchten, verbraucht Ultra weniger Energie als bisheriger ÖPNV. Außerdem sind die elektrisch betriebenen Fahrzeuge leise, emissionsfrei und die Speerspitze eines Verkehrs ohne fossille Brennstoffe. Ultra wäre eine schöne Alternative zu lärmenden, großen, langsamen, stinkenden Bussen in der Stadt.

    Dito

    Was für ein Bus-Terminal soll es denn werden? Geht es da nur um den internationalen Busverkehr? Der muss nun wirklich nicht direkt ins Zentrum, da stimme ich zu. Bevor solche Projekte gebaut werden, sollte sich die Stadt erst einmal Gedanken machen, welche Verkehrsinfrastruktur insgesamt gewünscht ist.


    Man baut keine Milliarden-U-Bahn unters Pflaster, um dann darüber wie gehabt ganze Busflotten durchs Herz der Stadt zu leiten. Sonst könnten wir gleich den Roncalliplatz zum Parkplatz machen, das gabs so ähnlich ja auch schon mal. Außerdem: Wer billig mit dem Bus anreist, wird kein Problem damit haben, nach der Ankunft ein, zwei Stationen mit der Regionalbahn zu fahren, um dem Dom die Füße zu küssen.

    Hallo!


    Wie auch immer das Thema hier jetzt aufgesplittet wird - ich finds wichtig und spannend, da ich die Pendlermisere zwischen Köln und Bonn kenne: Überfüllte Bahnen und Gezockel durch verstopfte Straßen.


    Meine Frage: Warum richtet die KVB auf dem Gleis der Linie 16 keinen Express-Zug ein, der zwischen Chlodwigplatz und Bonn HBF nur an wenigen Stationen hält und ansonsten durchfährt? Statt 40 Minuten könnte man so vielleicht in 20 in Bonn sein und sich die lästigen Zwischenstopps sparen. Man müsste nicht umständlich zum Südbahnhof, um von dort den Regionalzug zu nehmen.

    Sehr interessante Idee, ich hatte mir das bisher nicht vorstellen können. Ohne Abriss eines Gebäudes wird es wohl wirklich nicht gehen. Und man müsste eine schlaue Verkehrsführung ohne zu viele Ampelstops schaffen. Aber es wäre eine großartige Möglichkeit, um wenigstens einen Platz in Köln ordentlich zu gestalten. Die U-Bahn-Station steht immerhin bald schon mal...

    Fotos

    So, jetzt habe ich mal einige Fotos hochgeladen!


    http://www.flickr.com/photos/2…0/sets/72157600277276134/


    @ Hardy: Das klingt spannend - wie könnte denn eine Lösung am Heumarkt mit Straße und Bahn aussehen? Gibts davon Pläne im Netz?


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    Benny, du kannst selbst gemachte Fotos gerne direkt einbinden, das macht den Thread doch um einiges interessanter. Einzelheiten findest du in unseren Richtlinien.

    Boulevard macht Sinn

    Stimmt schon: Am Rheinaufhafen ist die Uferstraße keine Uferstraße mehr. Und die Bebauung an der Severinsbrücke (Tankstelle, Hotel) ist wirklich nicht von höchstem Niveau. Aber wäre es nicht gerade in der Nähe des Rheinauhafens wichtig, langfristig auf die Gesamtsituation zu achten und das Gebiet aufzuwerten? Die Zufahrt zu den Brücken könnte man meiner Meinung nach durch Abzweige in den Griff bekommen.


    Im jetzigen Zustand ist die Rheinuferstraße natürlich sehr anstrengend; weiß jemand, wie die Planungen genau aussehen? Wie steht es jetzt eigentlich mit der eigenen Busspur? (Warum hat die Stadt nicht ohnehin mal eine Webseite, auf der die aktuelle Stadtplanung übersichtlich präsentiert ist?)


    So trübe wie mit dem Busparkplatz von annudazumal kann es immerhin nicht werden...


    Tunnel statt Schneisen in der Stadt - da kann ich natürlich nur zustimmen. Das wird aber wohl noch ein paar Jährchen auf sich warten lassen...

    Rheinuferstraße - Was spricht gegen den Tunnel?

    Düsseldorf hat es geschafft, Köln nur am Rheingarten: Mit einem verlängerten Tunnel könnte man das Rheinufer zu einer Top-Lage machen, am Schokoladenmuseum und am Rheinaufhafen wäre eine verkehrsfreie Flanier-Meile absolut großartig.


    Natürlich wären die Kosten enorm. Dennoch interessiert mich, ob und wie die Option eines Tunnels bisher diskutiert wurde? Ist sie jemals ernsthaft in Erwägung gezogen worden? Sprechen noch andere Gründe als die finanziellen dagegen (Hochwasserschutz? Zufahrten?)? Und wie hat Düsseldorf sein Sahnestück finanziert?