Bauprojekte zwischen Ostpark und Grusonstraße / Ostbahnhof

  • Die von tunnelklick genannten Abhängigkeiten höre ich immer wieder, jedoch teile ich sie nur eingeschränkt. Seit der Schließung des Tabakladens frage ich mich, warum man das Gebäude nicht konsequenterweise abreisst. Im Gegensatz zum Altbau rechts wird es doch nicht mehr genutzt. Die Treppenaufgänge liessen sich auch ohne beplanktem und zugepis... Tunnel nutzen. Noch sinnvoller wäre es, einen direkten Abgang von der Regionalbahn zum U6 Zugang an der Happ-/Hanauer Ldstr. zu erstellen und den alten Zugang komplett dicht zu machen. Auch der vorgesehene Neubau neben dem Globetrotter sehe ich nicht im Konflikt mit dem S-Bahnbau unter dem Danziger Platz.


    Kleiner unvermeidbarer Seitenhieb: Es ist vermutlich auch purer Zufall, dass 6 Monate vor dem Einzug der EZB der heruntergekommene Bahnhof nach 30 Jahren nun überraschenderweise doch vor dem Baubeginn der S-Bahn hergerichtet werden kann. Zuvor hörte man immer von gewissen Kausalitäten...

    Einmal editiert, zuletzt von penultimo () aus folgendem Grund: Zu früh auf den Auslöser gedrückt.

  • Du musst nicht glauben, dass die Deutsche Bahn sich von Terminen, wie der Eröffnung des EZB-Campus, in irgendeiner Form beeinflussen liesse.. Wenn in der Zeitung steht, die Bahn wolle den Ostbahnhof modernisieren, heißt das noch lange nicht, dass sie das in den nächsen Jahren auch tut; da sei mal an das Drama um den Höchster Bahnhof erinnert.


    Und was heißt hier Modernisierung, das ist praktisch ein vollständiger Neubau, von dem was wir heute dort sehen, ist praktisch nichts brauchbar.

  • Vorleistung für die S-Bahn am Ostbahnhof?

    Ich frage mich welche Vorleistungen für die S-Bahn, mit dem Bau der U-Bahn, schon am Ostbahnhof erbracht wurden!? Man kann viel Allgemeines drüber lesen, nur es sich konkret vorstellen ist schwierig und die richtigen Unterlagen lassen sich auch nicht so leicht "googeln". Für sachdienliche Informationen wäre ich dankbar ^^

  • Es gibt keine Bauvorleistungen, außer dass es möglich sein soll, einen Zugang von der S-Bahn zur B-Ebene der U-Station herzustellen. Aber googlebare Informationen gibt es nicht. Das hat damit zu tun, dass die Lage der S-Bahnstation damals so wenig bekannt war wie heute.


    Bekannt ist, dass die Nutzlänge der S-Bahnsteige 210 m beträgt, d.h. die Station kann durchaus auch länger sein (der S-Bhf Ostendstraße erstreckt sich mit den Zugangsbauwerken über 300 m). Da die S-Bahn unter der Ostbahnhofstraße verlaufen wird, also dort keine Häuser unterfährt, muss sie nördlich am U-Bahnhof vorbeilaufen und wird den U-Bahnhof selbst nicht kreuzen können. Unklar ist ja schon, ob sie den Tunnel der U-Bahn unterquert oder überquert.


    Bei einer Stationslänge von 210 m oder mehr könnte sie z.B. vom Ernst-Achilles-Plätzchen bis unter den Danziger Platz reichen; oder diagonal unter dem Danziger Platz liegen und bis in die Ostbahnhofstraße reichen (die Längesachse des Danziger Platzes ist 180 m lang) - ist aber alles Spekulation.

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: rechtschreibung

  • @ # 161: tunnelklick


    Die BILD hat wohl richtig recherchiert. Aus gut unterrichteten Kreisen ist zu hören, dass am 10. Juni Baubeginn für den Regionalbahnhof ist. Komplett neuer Bahnsteig und Treppen. Ein Aufzug vom Regionalbahnsteig zur Unterführung U-Bahn ist aber erst für später geplant.

  • Aus dem B-Plan B-830 das Gelände der ehemaligen Feuerwache betreffend ergibt sich im Grunde der Verlauf der geplanten nordmainischen S-Bahn. Im B-Plan ist der Schutzbereich des Tunnels eingetragen. Daraus sowie aus dem Anschlusspunkt an den Bestandstunnel in der Friedberger Anlage ergibt sich der mutmaßliche Verlauf des S-Bahn-Tunnels. Die Fakten deuten auf eine Trasse mit maximaler Unterfahrung hin. Die Verbindung von S-Bahn und U-Bahn könnte damit am westlichen Ende der B-Ebene der U-Bahnstation erfolgen.



    C: Statplanungsamt Frankfurt am Main


    Die rote Eintragung stammt von mir und gibt keine offzielle Planung wieder.

  • Umbau Ostbahnhof

    Einzelheiten zu den in #158 genannten Umbauten am Ostbahnhof ab Sommer 2014 enthält ein aktueller Magistratsvortrag. Schon erwähnt wurde die Erneuerung des Mittelbahnsteigs. Der Bahnsteig erhält ein neues, 70 Meter langes Dach ("Typ Zwiesel"). Darüber hinaus wird die Unterführung saniert. Diese erhält eine neue Deckenbeschichtung, neue Wand- und Bodenbeläge sowie ein neues Beleuchtungskonzept. In diesem Zusammenhang werden auch die bestehenden Treppen zum Mittelbahnsteig 3/4 saniert.


    Abgebrochen werden der Mittelbahnsteig 1/2, der Gepäckbahnsteig 2/3, der Gepäckbahnsteig 4/5 sowie derjenige Teilbereich von Mittelbahnsteig 3/4, der über die künftige Nutzlänge von 170 Metern hinausgeht. Der Abbruch umfasst hierbei den gesamten Bahnsteigbereich oberhalb der Schwellen-Oberkante einschließlich der Bahnsteigbeleuchtung, der Bahnsteigausstattung und des Bahnsteigdaches. Die nach den Abbruchmaßnahmen frei gewordenen Bereiche werden zwischen den Gleisen nivelliert und mit Randwegmaterial befestigt.


    In einem später folgenden zweiten Schritt erfolgt ein barrierefreier Ausbau. Dabei soll voraussichtlich eine Verbindung zwischen dem aufgewerteten Regionalbahnsteig und dem über der U-Bahnstation der VGF vorhandenen Fußgängerdurchstich durch den Bahndamm hergestellt werden. Die Realisierung für diesen zweiten Abschnitt ist ab 2017 geplant.


    Pläne und weitere Details in diesen PDF-Dokumenten:



    Nach dem 2. Bauabschnitt soll ein Aufzug direkt von der Unterführung zwischen Ferdinand-Happ-Straße und Danziger Platz an das westliche Ende des Bahnsteigs führen (grüner Pfeil):



    Plan: DB Station&Service / Mailänder Consult

  • Danke Schmittchen für diese guten Neuigkeiten!


    Außer den von Dir hervorgehobenen Punkte bzgl. der zukünftigen Erschließung über den U-Bahn-Zugang inkl. Aufzug, sind dies inmho die interessantesten Punkte:


    - geplanter Baubeginn 02.06.2014
    - geplantes Bauende 15.11.2014
    - Erneuerung Mittelbahnsteig 3/4: bis Mitte Oktober 2014
    - Rückbau nicht mehr benötigter Infrastruktur: Juni 2014 bis November 2014
    - Sanierung der Personenunterführung: bis Juli 2014


    - Gesamtkosten: 3.496.454,50 €
    - Punkt 9 Projektkosten und Finanzierung: "Die Baumaßnahmen zur Modernisierung der Verkehrsstation Frankfurt (Main) Ost werden komplett durch die Stadt Frankfurt am Main finanziert."


    Immer wieder interessant wie es die DB schafft, sich durch jahrzehntelanges Aussitzen aus ihrer Verantwortung zu stehlen (s. Rolltreppen am Hauptbahnhof, Hauptwache, Konstablerwache, etc.).
    Ein sarkastisches Chapeau!

  • ^ Ich nehme an, dass die Übernahme der Abbruchkosten Bestandteil eines Deals mit der Bahn ist: die Stadt will die durch den Abbruch frei werdenden Flächen bekanntlich für eine grüne Fußwegeverbindung vom Ostpark zum Mainufer nutzen. Denkbar ist, dass die DB die frei werdenden Flächen gegen Übernahme der Freilegungskosten abtritt. Wenn der S-Bahnbau durch ist, werden sie vom Grünflächenamt entsprechend angelegt. Das wäre ja nicht ganz unvernünftig.

  • In der Baustellenankündigung der DB Netz AG, woraus die Art der Arbeiten, ihre Dauer und Art und Umfang von Sperrungen ersichtlich sind, stehen die Bauarbeiten am Frankfurter Ostbahnhof unter der Überschrift "Bahnsteigarbeiten Umbau FFO für EZB in Frankfurt(M) Ost". Sollte die EZB tatsächlich für ein Facelift von FFO initiativ gewesen sein? Denkbar wär's ja. Vielleicht hat ja auch die Stadt mit der EZB und der Bahn ein Paket geschnürt - Fragen über Fragen....

  • Bisher ist am Ostbahnhof nicht mehr passiert, als dass ein Bahnbautrupp den Bahnsteig 2 mit einem weißen Abstandsstreifen bepinselt und eine mittig verlaufende Sperre zum Bahnsteig 1 aufgestellt hat, Voraussetzung wohl dafür, dass am Bahnsteig 2 wieder Züge halten können. Damit könnte jetzt am Bahnsteig 3/4 gearbeitet werden.


    Mich wundert allerdings, dass die angekündigten Arbeiten bisher nirgends ausgeschrieben waren, weder durch die Stadt (durch welches Amt auch immer) noch durch die Bahn.

  • Das Leben am Danziger Platz gleicht einem langen, ruhigen Fluß...

    Nach 30 Jahren Dornröschenschlaf soll man die Angebetete beim Aufwecken nicht allzu sehr erschrecken. Die Arbeiten haben fast unvernehmbar begonnen. Der südliche Aufgang zu den Gleisen 1 und 2 wurde wieder geöffnet, während der nördliche wohl verschlossen bleibt.



    Auf dem Bahnsteig selbst und den Treppen wurden filigranste Striche aufgebracht und etwas unmotiviert tumbe Plastezäune zum Gleis 1 aufgestellt.



    Rechts sind die schönen ursprünglichen Metallgeländer und Dachstützen zu sehen, die in einem deutlich bessseren Zustand sind als alles, was seit den 60ern ein-, auf- und angebaut wurde. Der Neubau wird wohl deutlich profaner ausfallen. Aber wir wollen nicht klagen, selbst die Glitzersäulen vom Hauptbahnhof (tief) wären besser als der Status Quo. Man beachte auch die "neuen", grünen Dachträger (Bild 2) und die alten am Treppenabgang.


    Hier noch ein Bild der schön gestalteten Handläufe.



    Gepäckbahnsteig und Bahnsteig 3/4 präsentieren sich in alt-gewohnter Frische



    Die bisher nicht erfolgte Ausschreibung hat mich auch bereits irritiert. Nunja, Eile mit Weile.


    Alle Bilder von mir vom 13. Juni 14

  • Nicht, dass sich irgendetwas essentielles getan hätte, aber immerhin war vorgestern die Prominenz angetreten, um die klitzkleine Baumaßnahme am Ostbahnhof zu beweihräuchern. Und ein Bauschild war angebracht worden. Bestätigt wurde laut FNP, dass es wirklich einen Zusammenhang zwischen Eröffnung der EZB-Zentral und der Aufhübschung des Ostbahnhofs gibt.

    Allein davon, dass man
    drüber berichtet, wirds aber nix. Es müßt ma einer anfangen....

  • Es tut sich was am Ostbahnhof. Seit Montag halten die Züge aus Richtung Hanau kommend, an dem reaktivierten Bahnsteig 2. Die Gleise am Bahnsteig 3 sind für den kompletten Durchgangsverkehr gesperrt worden.
    Heute nachmittag stellten dann Arbeiter auf dem Bahnsteig 3/4 weitere Plastikabsperrungen auf.

  • Ergänzend zu dem, was wir über die jetzt angelaufenen Bauarbeiten wissen, gibt es ein paar neue Details im Magistratsbericht B 130:


    Der Realisierung der südöstlichen Randbebauung des Danziger Platzes stehe zurzeit entgegen, dass die betroffenen Flächen noch als Bahnflächen gewidmet und von der Deutschen Bahn AG auch als potenzielle Baustelleneinrichtungsflächen für den Bau der Nordmainischen S-Bahn vorgesehen seien. Da diese diagonal unter dem Platz verlaufen und im Platzbereich ihren Haltepunkt haben solle (zum Teil offene Bauweise bis in eine Tiefe von 20 Metern), könne der Endausbau der Platzfläche, der Verkehrsflächen und der Bau der direkt angrenzenden Hochbauten erst nach der Fertigstellung der Nordmainischen S-Bahn erfolgen. Nach Mitteilung der Deutsche Bahn AG sei vorgesehen, noch in diesem Jahr das Planfeststellungsverfahren einzuleiten.


    Zur Frage, ob das bestehende marode Bahnhofsgebäude abgerissen wird oder nicht, schreibt der Magistrat:


    Zitat

    "Nach gegenwärtiger Kenntnis verfolgt die Eigentümerin die Absicht, das Bahnhofsgebäude zu veräußern. Dementsprechend sind keine Aktivitäten der Eigentümerin erkennbar, in eine Verbesserung der Zugangssituation zum Regionalhalt, z. B. durch Abriss des maroden Bahnhofsgebäudes, zu investieren."


    Eigentümer ist m.W. ein britischer Immobilienfonds, dessen Geschäfte von Groß & Partner besorgt werden.

  • Bürogebäude an der Grusonstraße geplant

    Zwischen dem Neubau für Globetrotter und den Treppen zur U-Bahn-Station Ostbahnhof gibt es ein noch freies Baufeld, etwas ältere Fotos davon in Beitrag #142. Heute steht in der gedruckten Ausgabe der FAZ, dass der Projektentwickler Groß & Partner hier ein Bürohaus errichten möchte, eine Planung habe das Büro Jo. Franzke Architekten erstellt. Eine Visualisierung gibt es auch:



    Bild: Groß & Partner / Jo. Franzke Architekten


    Nachtrag: Artikel jetzt online.

  • Umbau Ostbahnhof

    Ein paar frische Bilder vom Ostbahnhof. Gleis 3 (Richtung Frankfurt HBF) ist soweit fertig, wer in Richtung Hanau fährt muss vom abbruchreifen Gleis 2 fahren



    Gleis 4 ist voll im Umbau



    der alte Aufgang ist abgebrochen und wird zurzeit neu erstellt.



    Bilder: thomasfra

  • Sanierungsarbeiten

    Ein Vertreter der Deutsche Bahn berichtete (Quelle: FNP) am Dienstagabend dem Ortsbeistand über die laufenden und geplanten Sanierungsarbeiten (laufende Arbeiten ^). Angaben zu den Kosten wurden ebenfalls gemacht. Mit 3,5 Millionen € beteiligt sich die Stadt an den Baukosten, 850.000 € steuert das Land Hessen bei.


    In einem zweiten Bauabschnitt soll ein weiterer Aufzug von der U-Bahn zu den Gleisen errichtet werden um einen schnellen und barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Dieser BA startet jedoch nicht innerhalt der nächsten 12 Monate da die Planfeststellung noch laufen muss.


    Großes Rätselraten weiterhin beim Empfangsgebäude. Laut Aussage der Bahn Vertreters müsste es zur Verschönerung erst abgerissen werden. Wem es heute gehört ist aber unklar, seinerzeit wurde es mal an einen amerikanischen Pensionsfond verkauft. Den Vorschlag der Bahn, dass die Stadt doch das Empfangsgebäude kaufen könne, hielt der Ortsvorstand für keine gute Idee. „Wem auch immer das Gebäude gehört – er lässt sich den Verkauf sicher vergolden“


    Aktuelle Fahrgastzahlen wurden mit 1.600 bis 1.700 Fahrgästen pro Tag genannt.

  • "Ortsbeistand" - sehr schön, aber was in dem FNP-Artikel nicht steht, was aber der DB-Verteter im Ortsbeirat kundgetan hat, ist eine Planänderung im 2. BA. War in der Anlage 2 zur M_96_2014 am westlichen Bahnsteig bislang nur ein Aufzug vorgesehen, wird dieser nach einer Planänderung jetzt durch eine Treppe ergänzt. Sie führt in den Durchgang zur Ferdinand-Happ-Straße über dem U-6-Bahnsteig. Untersucht werde außerdem, ob der Aufzug nicht so angeordnet werden kann, dass er nicht in die A-Ebene führt, sondern bis auf den Bahnsteig der U6 in der C-Ebene. So hat es mir Torben berichtet, der dort war und den Plan gesehen hat.


    Es könnte sein, dass der Ortsbeirat durchaus Ortsbeistand benötigt, denn es ist natürlich nicht unklar, wem die maroden Bahnhofsgebäude gehören. Es ist allgemein bekannt, dass der Ostbahnhof zu 1.004 Bahnhöfen und Bahnliegenschaften in ganz Deutschland gehört, die der britische Investor Patron Capital Partners im Jahre 2006 von der Deutschen Bahn gekauft hat und in einem "Patron Capital, L.P. II." genannten Fonds verwaltet. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, zu denen auch der Ostbahnhof gehört, werden diese Liegenschaften von einer Fa. Main-Asset Management GmbH in Dreieich bewirtschaftet. Denkbar ist, dass die Ostbahnhof-Grundstücke kürzlich verkauft wurden oder werden sollen, aber im Zweifel hilft der Blick ins Grundbuch. Geschäftsbesorger für die Ostbahnhof-Liegenschaften war dem Vernehmen nach bisher die Fa. Groß & Partner.

  • Ostbahnhof - 2. BA neu

    Torben hat uns freundlicherweise die Bilder zur Verfügung gestellt, die er in der OBR-Sitzung am 7.10.2014 gemacht hat.



    vergrößern


    Gut zu sehen: der Aufzug müsste noch mal 6-7 m nach Westen rücken, um bis auf den Bahnsteig der U6 geführt zu werden.


    Der Plan wurde von einer Beamer-Projektion abgelichtet, deshalb vieleicht nicht ganz DAF-Qualität.