Ich habe mir mal (verkleinerte) Pläne des betreffenden U-Bahnhofs neben dem Kölner Stadtarchiv angeschaut (direkt am Archiv ist es genauerweise ein Gleiswechselbauwerk vor dem eigentlichen Bahnhof). Demnach ist von einer gänzlich anderen Bauweise als bei den Düsseldorfer U-Bahnhöfen auszugehen.
In Düsseldorf werden meines Wissens nach grundsätzlich beidseig tiefe Schlitzwände eingebaut, die nicht nur vor Grundwassereinbrüchen schützen, sondern auch das benachbarte Erdreich etc. schützen.
Beim Bau der Bahnhöfe in Oberbilk war dies gut zu beobachten. Die TBM "durchfuhr" hier die Bahnhöfe, von denen schon die Decke und durch die Schlitzwände tragende Seitenwände vorhanden waren. Aus dem fertigen Tunnel herraus wurde dann der erdkern innerhalb der Btonhülle entfernt und der eigentliche Bahnhof - unter dem "Deckel" gebaut.
Mir scheint diese Bauweise die mit Abstand Sicherste zu sein, zudem wird hierbei der oben fliessende Verkehr nur kurzfristig beeinträchtigt. Insoweit die Bahnhöfe der Wehrhahnline mit dem gleichen Verfahren gebaut werden dürften derartige Risiken kaum bestehen.
Der sicherlich riskanteste Abschnitt der Wehrhahnlinie befindet sich unterhalb des "Kaufhof an der Kö"; dort muß der Bahnhof unter einem künstlichen Eisschild bergmänisch vorgetrieben werden.
In Köln ist das ja auch nur der schlimmste, keineswegs aber der erste Zwischenfall beim Bau dieser betreffenden Linie. Hier haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Zwischenfälle ereignet; nicht alle wurden so bekannt wie der "schiefe Turm von Köln".