• Andererseits passt das Ergebnis perfekt zur westlichen Seite des Bohlwegs ...

    Einladend ist etwas anderes. Wir dürfen uns nicht wundern, dass der Tourismus in Braunschweig schwächelt, wenn Touris vom Hauptbahnhof und dem Umfeld und danach vom Bohlweg begrüßt werden.

  • Besonders weil einfach mal gearbeitet werden muss.

    Oft sind es ja große Ankündigungen und es passiert dann nichts (siehe auch Haus der Musik, Straßenbahnverlängerung, Baugebiete-Trakehnenstr) etc.

    Die Grundidee vom Architekturbüro ist erstmal in Ordnung und muss jetzt verfeinert werden.

    Immerhin tut sich was Sichtbares am Schlosscarree und wertet die Bohlwegbehelfsbauten gegenüber dem Schloss etwas auf. Seit Jahren passiert dort nichts. Ein Schandfleck für den Tourismus, die Stadt und diesen Platz! Ein wahres Trauerspiel, warum wir das nicht hinbekommen!

  • Beim Schlosscarree geht es voran. Während auf der Nordseite Abbrucharbeiten stattfinden, sind im Süden und Westen die Hülle gefallen. Das Ergebnis ist nicht überragend, doch besser als zumindest ich erwartet hatte:

    Blick vom Steinweg auf die Nordseite:

    Ostseite am Ritterbrunnen:

    Südseite:

    Westseite am Bohlweg:

    (Sämtliche Bildrechte liegen bei mir.)

  • Gibt es eigentlich einen Grund, warum man diesen 50er Jahre Bau mit den Pfennig-Münzen an der Fassade derart verunstalten musste?

    Das war doch der einzige halbwegs gelungene Nachkriegsbau in dem Karree. Jetzt ist das so ein zeitgeistiger Klotz, den man vermutlich schon in wenigen Jahren nicht mehr sehen mag.

  • Der Spare Schriftzug sollte einzig erhalten bleiben.

    Es ist eine Freude, dass sich dort etwas tut. Durch die Kriegszerstörungen und den schlichten Wiederaufbau in diesem Bereich der Stadt, war es dort über Jahre nicht ansehnlich. Es bleibt dennoch der Rathausanbauklotz für die Sanierung bestehen sowie die Kriegsbehelfsbauten an der Bohlwegfront. Wie gesagt, für eine stolze Stadt wie Braunschweig und die Stadtgesellschaft, ist dieses aktuelle Ergebnis dort peinlich (auch wenn die Kriegsbehelfsbauten teilweise in Privatbesitz sind!).

  • Ich kann mich an den Eindruck vor Ort nicht erinnern, aber wenn ich mir ältere Fotos anschaue, empfinde ich einen herben Rückschritt.

    Dieses Bild zeigt eine gewisse Kleinteiligkeit der einstigen Fassadenabfolgen (links des Wandbildes). Aber auch die rosa Platzfassade macht durchaus etwas her:

    https://www.bsbim.de/assets/images/…13-8dcc837d.jpg

    https://brawo-re.de/fileadmin/_pro…_06215c1c3a.jpg

    https://brawo-re.de/projekte/schlosscarree

    Das Haus aus den 1950ern hatte ruhige Proportionen und einen wirklich schönen Dachabschluss. Die jetzige Stirnseite ist ok, kann aber nicht mithalten.

    Die Längsseite mit dem markanten Treppenhaus geht aber gar nicht. So ein unruhiges Fassadenbild wirkt einfach nur billig. Die Fensterachsen werden weder vertikal, noch horizontal durchgezogen, zu viele Fensterformate und Anomalien schütteln den Gesamteindruck durch. Der Sockel, der die beiden unteren Etagen zusammenzieht, ist ja gut gemeint, kommt aber gar nicht zur Geltung. Einfachste Basics, wie ein Sockel auszubilden ist, waren dem Architekten offenbar nicht bekannt oder egal. Das Treppenhaus fällt mit Farbe, Fensterformaten und dem zu niedrigen Portal aus dem Rahmen, warum nur? Das Staffelgeschoss hat, gerade im Vergleich zum 50er-Jahre-Bau, keine ausreichende Prägnanz.

    Das ist für mich die schlimmstmögliche Fassade, weil maximal versemmelt wurde, was mit dem Geld möglich gewesen wäre. So billig wie es aussieht, ist so eine Fassade nämlich gar nicht.

    Auch der neuere Gebäudeteil war vorher mit den bunten Akzenten nicht schön, ist aber mit Wechsel zu Grau nicht besser geworden.

    Mein Beileid nach Braunschweig!

  • Volle Zustimmung, besser hätte ich es auch nicht zusammenfassen können. Vergleichbar uninspirierte Gerümpelarchitektur habe ich zuletzt in Magdeburg am Breiten Weg gesehen (der Block südlich der Danzstraße).

    Dabei gibt es in Braunschweig (anders als in Magdeburg) doch hinreichend optische Anknüpfungspunkte, die als Grundlage für einen besseren Städtebau dienen könnten. Es scheint sich aber auch niemand großartig über dieses seelentötende Ungetüm aufzuregen. Was sagt das über unsere Gesellschaft aus?

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Jury kürt Siegerentwurf des Wettbewerbsverfahrens BOMA+

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ein zweiter Preis ging an das Team STAUTH Architekten aus Braunschweig mit GTL Landschaftsarchitektur. Von diesem Team werden drei Baukörper vorgeschlagen; auch hier ist die historische Wegeverbindung Damm-Langedammstraße zentraler Entwurfsbestandteil um die sich die neuen Gebäude gruppieren. Ein wichtiger Entwurfsbestandteil ist hier die modern und durchlässig neu gestaltete Haltestelle Schloss im Bereich des neuen Bauareals.

    Hier sind Visualisierungen/Modellfotos/Schnitte zu sehen:

    https://www.stauth-architekten.de/projekte/boma-braunschweig.html

    n855gns7.jpg

  • Danke für das Modellfoto!

    Wie wir schon festhielten, langweilig und schlicht.

    In der Mitte könnte zum Beispiel auch ein luftiges, gläsernes Dach überspannt werden. Also kleinflächig direkt in der Mitte des ‚BOMA‘.


    Lieber mal in Utrecht nachfragen, wie man es dort einschätzt oder sich Tipps holen!

  • Also, unabhängig davon das ich nicht glaube das überhaupt irgendeiner der Entwürfe umgesetzt wird, finde ich bestimmte Teile des Stauth Entwurfes wirklich gut. Zum einen die Bögen im EG und die Umsetzung der Haltestelle Schloss.