Multifunktionsarena am Stadion

  • Wollte ich auch gerade posten.

    Leider nur 13.000 Plätze (zumindest laut FR Online). Hatte auf 15.000 Plätze gehofft, so dass man zB auch mal eine Eishockey-WM nach Frankfurt holen kann, 13.000 Plätze werden leider nicht ausreichen. Auch für NHL und NBA Exhibition games könnte es da eng werden...gut aber, dass die Teams in die Planung eingebunden werden, so sollte eine State-of-the-Art Arena dabei herauskommen.

    http://www.fr-online.de/frankfurt/kais…8,32982260.html

    EDIT

    Laut FNP bzw der Stadt Frankfurt sind auch 15.000 Plaetze denkbar, wenn der Investor dies wuenscht.

    Fertigstellung fruehestens 2019, aber das war ja klar. Ein Investor soll Sommer 2016 vorgestellt werden. Baustart Sommer 2017 waere ja dann moeglich.

    Einmal editiert, zuletzt von Eagle1 (23. Dezember 2015 um 10:30)

  • Steht die Multifunktionsarena wieder auf der Kippe?

    LinkDie FAZ berichtete in ihrer heutigen Printausgabe, dass die neue Offenbacher 4er-Koalition aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern das Projekt Multifunktionsarena nicht mehr vorantreiben will; es soll die Meinung vorherrschen, auf dem Offenbacher Geländeteil sollten besser gewerbesteuerzahlende Betriebe angesiedelt werden. Während das Projekt als Herzensangelegnheit des Offenbacher OB Schneider gilt, sieht CDU-Fraktionschef Freier keinen Bedarf für eine Halle. Die Grünen, die das Projekt vorher mitgetragen haben, sind umgeschwenkt.

    Sollte Offenbach abspringen, wird's teuer. Zum einen für Offenbach, das in diesem Fall zum Ersatz vergeblicher Planungskosten herangezogen würde, denn immerhin gibts einen Vertrag, auf dessen Grundlage die laufende Ausschreibung begonnen wurde.

    Aber auch das Projekt selbst würde teurer, weil ohne die Offenbacher Grundstücksteile geplant werden müsse. Ende 2015 habe die Stadt bereits ein Grundstück benannt, das im Eigentum des Allgemeinen Almosenkastens stehe, auf dem das Projekt ohne Offenbacher Beteiligung verwirklicht werden könne. (Wäre interessant zu wissen, welches Grundstück das sein soll).

    QUelle: FAZ RMZ 13.6.2016, S. 37

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick (15. Juni 2016 um 07:43)

  • Man, man, das geht jetzt schon seit Jahren so und die Stadt Frankfurt ist immer noch naiv genug zu glauben, dass das noch mal was wird mit Offenbach. In Offenbach denkt man eben provinziell. Es wird jetzt wirklich mal Zeit Plan B aus der Schublade zu holen oder doch direkt neben der Commerzbank-Arena zu bauen (in Hamburg funktioniert das ja auch mit zwei Arenen nebeneinander und die Verkehrsanbindung zu den Arenen in Hamburg ist vergleichbar).

  • Mich kotzt das mittlerweile auch echt an. Was sich nach der Wahl in OF abspielt, ist sowieso nicht nachzuvollziehen. Mit OB Schneider hat die Stadt ein großes Los gezogen. Man wird den Eindruck nicht los, es geht nur darum, ihm eins auszuwischen. CDU und GRüne sind für OF leider keine gute Wahl gewesen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Mich kotzt das mittlerweile auch echt an. Was sich nach der Wahl in OF abspielt, ist sowieso nicht nachzuvollziehen. Mit OB Schneider hat die Stadt ein großes Los gezogen. Man wird den Eindruck nicht los, es geht nur darum, ihm eins auszuwischen. CDU und GRüne sind für OF leider keine gute Wahl gewesen.

    Aus rein sachlichen Gründen hat die CDU den Bau der Multifunktionsarena schon immer abgelehnt.
    Der Kaiserlei ist jetzt schon verkehrstechnisch überlastet. Nach dem Umbau ist der Kaiserlei immer noch vollständig ausgelastet und da war die Arena gar nicht berücksichtigt Hinzu kommt, dass der OB Zusagen bezüglich Beteiligungen und Grundstücksverhältnisse gemacht hat, die für die Stadt von Nachteil sind über die Bewirtschaftungs- und Infrastrukturfragen hinaus. Zudem haben wir auch schon eine Stadthalle, die kaum noch genutzt wird. Für eine neue Halle gibt es überhaupt keinen Bedarf.

    Dann nochmal grundsätzlich zu der meines Erachtens nicht mal ansatzweise nachvollziehbaren Aussage, mit Schneider hätte die Stadt das große Los gezogen. Neben dem Klinikum-Desaster, welches Schneider als Aufsichtsratsvorsitzender und zeitweise auch zuständiger Dezernent, zudem als treibende Kraft beim Abbruch des Markterkundungsverfahrens direkt zu verantworten hatte und somit mit einem Schlag der Stadt einen Schaden von über 300 Millionen Euro zugefügt hat, ist er in seiner mittlerweile über 10 jährigen Amtszeit als OB und Planungsdezernent und nochmal davor als Bürgermeister nicht in der Lage gewesen, sich auch nur rudimentäre Kenntnisse über Planung, technische Zusammenhänge, Vergabeverfahren oder irgendwas davon anzueignen. Er gibt ein paar Architekten-Phrasen von sich, die er nicht mal verstanden hat, wirft aber baurechtliche Vorgaben durcheinander, weil er auch hier sich niemals mit den fachlichen Dingen auseinandergesetzt hat. Er zitiert munter aus Planungsgutachten und bewirbt diese, obwohl er sie sich vorher nie angesehen hat, sondern alles inhaltliche nur aus begleitenden Powerpointpräsentationen zieht oder aus irgendwelche Phrasen, die ihm vorher seitens der Planer zu Ohren gekommen sind.

    Generell wurde bislang vollständig nach den Wünschen der Investoren agiert, auch weil seitens des OB (er macht dann immer die Besprechungen) schlicht die fachliche Kompetenz fehlt, diesen sinnvolle Vorgaben zu machen. Statt dessen verspricht er ihnen aber alles möglich, teilweise auch Dinge, die rechtlich gar nicht machbar sind. Wie in einer kürzlich veröffentlichten Studie der Uni Weimar ausgeführt wurde: "Stadtplanung findet in Offenbach nicht statt".

    Es werden Freiflächen mit Reihenhaussiedlungen übersäht, die meist an große Anbieter voll vergeben werden, um weniger Arbeit mit etwa Einzelvergaben von Grundstücken zu haben, die dann aber auch höhere Qualität bringen würden. Die Hafenbebauung ist qualitativ weil hinter dem zurück, was sein Vorgänger damals erachtet hat, sowohl baulich als auch finanziell. Die baulichen Fehler (zu dicht, daher keine ausreichende Beleuchtung, Allerweltsinvestorenarchitektur, falscher Standort für eine Schule) werden uns in naher Zukunft auf die Füße fallen, die finanziellen haben schon innerhalbeiner Woche nach der OB-Wahl (davor wurde es leider erfolgreich unter der Decke gehalten) dazu geführt, dass eine Bürgschaft für die SOH von 12 Millionen notwendig wurde, weil sonst alle laufenden Projekte gestanden hätten (so auch das Stadion, welches nochmal ein eigenes Trauerspiel ist und auch hier direkt Schaden durch das dilettantische Agieren des OB angerichtet wurde). Für unsinnige "Visionen" wurden immer wieder Kredite aufgenommen, Denkmäler aus Desinteresse oder weil sie "im Weg" waren, zerstört. Die Bebauung der Berliner Straße an der Ecke Kaiserstraße bringt uns langfristig die große Bausünde mitten in die Stadt.

    Und die neue Koalition? Stellt jetzt Qualität vor Quantität. Alle Bauvorhaben werden sachlich geprüft um das Beste für die Stadt zu erreichen. Investoren werden nicht mehr einfach nach Gewinnoptimierung agieren können, sondern werden Vorgaben der Stadt erfüllen zu haben. Es wird also wieder Stadtplanung stattfinden!
    Die Verkehrsführung am Marktplatz wird erst geändert, wenn das auch eine nun durchzuführende gesamte Verkehrsbetrachtung für die Stadt hergibt. Eine solche wurde nämlich noch nie erstellt. Daher hätte der Marktplatzumbau in der 2013 verabschiedeten vom OB gewünschten Form verkehrlich zu einem totalen Chaos geführt.

    Es braucht mir hier wirklich keiner mehr kommen, "die Stadt hätte das große Los gezogen". Was bisher "positives" geschah, ist meist Eigeninitiative oder Kosmetik (sehr teure, viel zu teure) gewesen. :nono:

  • Die Personalkritik an Herrn OB Schneider kann ich als Außenstehender nicht beurteilen, aber in der causa Mehrzweckhalle teile ich deine Einschätzung nicht. Aus einer Nachfrageschwäche bei der Stadthalle Offenbach zu schließen, es gäbe keinen Bedarf für eine Multifunktionsarena, ist m.E. abwegig. Beide Hallen sind nicht vergleichbar. Mit max. 4000 Plätzen (unbestuhlt) und einer realtiv kleinen Bühne kommt die Stadthalle Offenbach als Konkurrent für die Arena gar nicht Betracht. Auch von ihren technischen Voraussetzungen her ist sie weder zeitgemäß noch geeignet für Verantaltungen, auf die die Arena abzielt. Wenn die Offenbacher Stadthalle nicht läuft, wäre das eher ein Grund über deren Abriss und Neukonzeption einschließlich Neubau nachzudenken, als sie gegen die Multifunktionsarena auszuspielen.

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick (14. Juni 2016 um 12:00) aus folgendem Grund: Link eingefügt

  • Dass die Stadthalle nicht konkurrenzfähig ist, steht leider außer Frage. Es sind weit modernere Hallen vergleichbarer Größe in direkter Umgebung. Aber auch größere Hallen, die auch in gleicher Größe wie die Multifunktionsarena laufen. Und bevor man mehrere Halle nur teilauslastet, wäre es sinnvoller, Schwerpunkte zu setzen.
    Aber unabhängig davon, hat durch die technischen Umstände in diesem Gebiet die Stadt Offenbach dann viele Lasten zu tragen, die sie so gar nicht bewältigen kann, ohne einen wirklichen Mehrwert. Wenn die Stadt Frankfurt dann die Probleme auf Offenbacher Gebiet abwälzt (kein Vorwurf an Frankfurt), haben sie sich nicht mehr darum zu kümmern, kassieren aber die Gewerbesteuer und den Imagegewinn, schließlich liegt die Halle auf Frankfurter Gebiet. Aus Offenbacher Sicht ist dies also so einfach objektiv nicht tragbar, weil auch schlicht gar nicht von Offenbach leistbar.

    Einfaches technisches Problem, hat mit Politik nichts zu tun (außer der üblichen Verfahrensweise des OB, gegenüber anderen Dinge zu versprechen, die die Stadt gar nicht erfüllen kann).

  • So wie ich das verstehe kommt Offenbach aber nicht mehr so einfach aus der Nummer raus, zumindest wird es dann wohl richtig teuer. Erinnert etwas an Terminal 3 das ganze.

  • "Kardinal" fällt ja seither durch äußerst negative Einschätzungen der Lage auf. Und dass er dabei objektiv auch nicht immer richtig liegt, zeigen die Ausführungen zum Luisenhof, 1. Bauabschnitt damals. Da hat sich Unkenntnis mit falschen Einschätzungen gepaart.

  • Das liegt aber an den Zahlen (hier: stark geminderter Verkaufspreis) und den schriftlichen Grundlagen. Der städtebaulicher Vertrag sagte selbst, dass der Investor nach Fertigstellung des ersten Gebäudes bei Unrentabilität den Rest des Geländes zurückgeben kann.
    Diese Unterlagen habe ich eingesehen und leider ergibt sich da ein ganz anderes Bild, als es die Pressemitteilungen und Architekturrenderings der Stadt zulassen.

    Und zur Multifunktionsarena gehört halt auch die verkehrliche Infrastruktur und die Frage des kulturellen Angebots in der Region dazu. Das musste ich in diesem Zusammenhang eben mal mitteilen, weil hier der Standpunkt der neuen Koalition aufgrund eines Teilaspekts beurteilt und als persönlich politische Schelte verurteilt wurde, obwohl ganz eindeutig sachlich Zwänge zu dieser Ablehnung führten, die auch bis heute nicht ausgeräumt sind. Ob man diese teilt, wie man diese einschätzt ist ja eine andere Sache und kann auch immer diskutiert werden, aber es ist einfach unredlich, ohne weitere Aspekte außer einer verkürzten Berichterstattung gleich über irgendwelche Motive zu spekulieren und damit dann die noch nicht mal richtig begonnene Arbeit mehrerer Fraktionen zu verurteilen.

  • Ich kann jedenfalls nicht erkennen, dass OF eine bessere Zukunft bevorsteht. Schon der Umstand, dass die neue Koalition aus vier Parteien besteht, lässt Schlimmes erahnen. Dass sachliche Gründe hinter der Ablehnung der Multifunktionshalle - die ja ein noch zu findender Investor finanzieren soll - stehen, bezweifle ich. Eher die Kleinkrämer-Mentalität von Leuten, die den Kerbeborsch für die höchste deutsche kulturelle Errungenheit halte. Ein „urbaner und durchgrünter Dienstleistungsstandort“ klingt jedenfalls nach planlosem Blabla. Ob OB Schneider so viele Fehler gemacht wird, wie ihm seine Gegner vorhalten, vermag ich nicht zu beurteilen. Jedenfalls hatte er den Blick mal über die Kleingartengrenze geworfen und sich für eine gemeinsame Entwicklung mit Frankfurt geöffnet. Es steht zu befürchten, dass diese wieder verloren geht. Das wird beiden schaden, aber OF viel mehr als Frankfurt. Schade ist es allemal.

    Und was heißt hier denn "verkehrstechnisch überlastet"? Ich wundere mich schon immer, wenn sich alle über den angeblichen Verkehrinfarkt im Rhein-Main-Gebiet aufregen. Natürlich geht's hier nicht zu wie im Odenwald. Was erwartet man denn eigentlich in einer Großstadt? Büllerbü-Idylle? Im Berufsverkehr ist am Kaiserlei immer Stau. Daran wird sich auch nicht ändern - weder mit oder ohne Halle, noch vor oder nach dem Umbau. Mit dem Verkehrsargument könnte man übrigens auch gegen die Frankfurter Messe, den Hauptbahnhof der gleich die ganze Innenstadt argumentieren: Klar, wenn da Wiesen wären, wär's ruhiger.

  • Dass man mich nicht falsch versteht, ich bin jederzeit bereit, meine Bedenken sachlich zu erläutern. Und meine Vorbehalte gegenüber den Qualitäten des OB gründen alle auf fachlichen Erfahrungen, die ich leider aus nächster Nähe machen musste. Auch bezüglich der Auseinandersetzung mit Unterlagen, die leider nicht so einfach allen zur Verfügung stehen, obwohl man sich über das PIO (politische Informationssystem) schon eine Menge an Unterlagen ansehen und dann gegebenenfalls auch selbst besser beurteilen kann.

    Was nicht angeht ist, dass hier eine Reihe von ehrenamtlich tätigen Menschen einfach pauschal als kulturell rückständig klassifiziert, denen zudem auf pauschaler Unterstellung basierend unlautere Methoden bei der Entscheidungsfindung unterstellt werden, obwohl man am Ende möglicherweise noch nicht einmal eine einzige Person dort überhaupt nur kennt. Diese Arroganz erstaunt und ich würde gern wissen, wer von den dort tätigen und mit der Entscheidungsfindung befassten denn genau aufgrund welcher Aussage Anlass zu diesem persönlichen Urteil gibt.

    Ich will niemanden einfach belehren, aber ich denke doch, wenn offensichtlich nur begrenzte Informationen zur Verfügung stehen (was natürlich kein Vorwurf sein kann), dann zeige ich gern weitere Punkte auf, sofern sie mir zur Verfügung und zum Einblick stehen und biete hierzu Diskussionen an. Auch ich lasse mich gern eines besseren belehren, egal von wem mit welcher Ausbildung, wenn das konstruktiv und nachvollziehbar dargelegt wird. Aber pauschalen Urteilen muss ich einfach widersprechen und Beleidigungen ganzer Gruppen sollten sich eigentlich selbstverständlich ausschließen. Vor allem, wenn man genannte Sachverhalte gar nicht kennt und diese dann obendrein noch genauso pauschal in Abrede stellt.

    Die verkehrstechnischen Untersuchungen (mit dem Ergebnis der totalen Auslastung OHNE Betrachtung der zusätzlichen Belastung durch An- und Abfahrt bei Veranstaltung in einer dort befindlichen Großhalle sind übrigens Teil der Antragsunterlagen zum Umbau des Kreisels beim Bundesverkehrsministerium gewesen (ist auch eine andere Ebene als der Dorfschultheiß mit seinem Kerbborsch...). Ob das nun bezweifelt wird, ist mir mehr oder weniger egal, weil es eine gutachterliche Feststellung ist, die mir etwas fundierter erscheint, als ein Bauchgefühl im großmütig erduldeten Feierabendstau.

    Einmal editiert, zuletzt von Kardinal (15. Juni 2016 um 00:03)

  • Nach einem Bericht der FAZ in ihrer heutigen RMZ (Printausgabe, S. 44) hat sich jetzt anscheinend auch die IHK Offenbach eindeutig gegen die Multifunktionsarena positioniert. Der IHK-Präsident Clouth wird zitiert, man sei schon immer gegen die Halle gewesen und warne davor, "Filetgrundstücke" leichtfertig zu vergeben. Die Entwicklung des Kaiserlei-Gebietes müsse sich am Masterplan zur Stadtentwicklung orientieren, der dort weg von Großgebäuden hin zu kleinteiligeren Strukturen wolle. Der "Dienstleistungspark Kaiserlei" brauche attraltive Straßenräume und Gastronomie und soll mit den Grünflächen Main verbunden werden.

    Bisher sei völlig unklar, wie der Verkehr flüssig fließen solle, wenn die geplante Halle an 365 Tagen im Jahr mit 13.000 Besuchern voll ausgelastet sei.

    Ich frage mich, woher er diese Zahlen nimmt. Jeder Hallenbetreiber würde sich die Finger lecken nach solchen Auslastungszahlen; ist ja wohl eher Stimmungsmache. Schade eigentlich, dass die Verkehrsgutachten, auf die sich manche beziehen, nicht zugänglich sind. Ich würde einen Blick in die Primärquellen solchen Meinungsäußerungen jedenfalls vorziehen.

    Zu den Verkehrsverhältnissen:
    In der Begründung zum Bebauungsplan Nr. 614A „An der BAB 661 – Zwischen Strahlenbergerstraße und Berliner Straße“ steht zu den Verkehrsverhältnisse, dass für die dort bisher vorgesehen Baufelder von zusätzlichen Fahrten in der Größenordnung von 19.500 PKW und 1.200 LKW ausgegangen wird. Mit Multifunktionshalle würde ein Teil dieses Verkehrs ersetzt durch den Ziel- und Quellverkehr der Halle; Größenordnung unbekannt. Hinzu kommt, dass dies Tageswerte sind und man natürlich auf die Verteilung des Verkehrs über den Tag schauen müsste. Ein gut besuchtes Basketballspiel in den Abendstunden oder am Sonntagnachmittag wird gewiss andere Auswirkungen haben als eine Großveranstaltung zur morgendlichen oder abendlichen Verkehrsspitze, was eher die Ausnahme sein dürfte; hinzu kommt, dass die Bedeutung der ÖPNV-Anbindung mit vier S-Bahn-Linien für die Halle unklar ist ist, aber sicher anders zu beurteilen ist als für den normalen Verkehr eines Baugebiets; will sagen, es ist völlig unklar mit wievielen Kfz-Fahrt in bezug auf die Halle eigentlich gerechnet wird. Ich möchte damit nur ausdrücken, dass die Verhältnisse enorm komplex scheinen, ich aber schon den Eindruck habe, das Thema Verkehr wird hier zum KO-Kriterium aufgebaut, weil es sonst nicht viele Argumente gibt.

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick (15. Juni 2016 um 11:16) aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Kommentar vom Ende letzten Jahres, indem auch nochmal darauf hingewiesen wird, dass verschiedene Veranstalter für die Halle keinen Bedarf sehen.

    http://www.op-online.de/offenbach/komm…rt-5983690.html

    Man kann ja die Sache, wie gesagt, fachlich unterschiedlich einschätzen, aber ich wehre mich gegen den Vorwurf, dass jetzt hier ein Projekt nur aufgrund politischer Spielchen torpediert werden soll. Dass diese Unterstellung Unsinn ist, zeigt auch schon, dass die ablehnende Position selbst hier im Forum Diskussionsgegenstand war, weit vor der Kommunalwahl. Auch wird die Verkehrsproblematik nicht als Alibi-Argument "aufgeblasen", sondern ist ein Aspekt von mehreren, die eben zu entsprechenden Bewertungen führen. Sicherlich ist auch die Letter-Of-Intent-Methode des OB nicht gerade der gewünschte Weg nach HGO, besonders bei Zusagen, die sehr kostenintensiv für die Stadt werden können, was alles auch nicht durch das Regierungspräsidium vorher geklärt wurde und die Stadtverordneten nicht mal informiert wurden. Die wichtigsten Fragen sind nicht mal ansatzweise geklärt, aber es werden munter Fakten geschaffen.
    In Hessen steht eben die Stadtverordnetenversammlung über dem OB. Dieser ist nichts weiter als der Verwaltungschef, der der Stadtverordnetenversammlung Rechenschaft abzulegen hat und an deren Weisungen gebunden ist.

  • Der erste eintrag hier stammt aus dem Jahr 2003. Ich glaube wenn denn wirklich ein wille (auch politisch) gegeben wäre, dann hätte mittlerweile eine solche Halle realisiert werden können.

    Allerdings sehe ich es auch kritisch ein solche Halle kostendeckend zu betreiben. Man lese hier mal den ein oder anderen historischen Eintrag und man wird stauen was sich so geändert hat.
    Da wird z.b. noch als evtl. nutzer der Halle Wallau Massenheim oder die Frankfurt Lion genannt. Beide sind Pleite gegangen. Die Skyliner, naja, ich weiss nicht ob das die Skyliners machen würden, in eine so große Halle zu wechseln.

    Konzerte ? Auch hier sage ich mal ist die Festhalle nach wie vor gesetzt und die Messe wird sich hier sicherlich was einfallen lassen wenn so ein konkurent auftaucht um weiterhin die Festhalle aus zu lasten.

    2 Mal editiert, zuletzt von gruene-sosse (15. Juni 2016 um 13:33) aus folgendem Grund: Nachgedacht

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Die Skyliner, naja, ich weiss nicht ob das die Skyliners machen würden, in eine so große Halle zu wechseln.

    Die Skyliners drängen schon seit Jahren auf die neue Arena. Es wird sogar vorsichtig über einen Wegzug nachgedacht, falls die Arena nicht kommen sollte.