Palmengarten: Sanierung Gesellschaftshaus und andere Vorhaben

  • Inoffizielle Eröffnung Anfang September 2012

    Oben in Beitrag #68 hat epizentrum den beinahe fertigen Festsaal ausgiebig vorgestellt. Neben ein paar Fotos des vollständig fertigen Festsaals ohne Schutzabdeckungen zeigen die folgenden Bilder die Nebenräume des Gesellschaftshauses und, in einem zweiten Teil, die sehenswerten Treppenhäuser. In einem dritten Teil folgen Außenaufnahmen. Die im vorletzten Beitrag schon angesprochenen Bilder entstanden am 2. September während der ersten öffentlichen Veranstaltung im sanierten Haus.


    Weil es wieder ein so zauberhaftes Gebäude geworden ist, ausnahmsweise mehr Fotos als gewohnt. Die im Vorbeitrag erwähnte offizielle Eröffnung wurde übrigens nochmals verschoben. Neuer Termin ist der 8. Dezember 2012.








    Emporensaal:



    Festsaal-Foyer:





    Blick von der Empore ins historische Palmenhaus:





    Bilder: Schmittchen

  • Treppenhäuser

    In der Regel sind Treppenhäuser nicht besonders aufregend. Beim Gesellschaftshaus ist es meiner Ansicht nach anders. Hier gibt es drei Treppenhäuser, alle sehr reizvoll, vor allem aber grundverschieden. Beginnen wir mit dem zeitgenössisch gestalteten Treppenhaus im Westen (wegen des hier angeschlossenen Hochzeitssaals gibt es an dieser Seite nur eines).




    Neorenaissance-Treppenhaus in der nordöstlichen Ecke.




    Neue Sachlichkeit schließlich mit dem "Elsaesser-Treppenhaus" im Südosten.




    Bilder: Schmittchen

  • Die mittlere Terrasse, Festsaalterrasse genannt.





    Die obere Terrasse mit Namen "Lilienterrasse":



    Wilder Wein und Efeu zur Begrünung der Pergola sind gesetzt:



    Der Hochzeitssaal, mit Leiter statt der damals noch in Kartons verpackten Möblierung von COR. Inzwischen hat dort das Restaurant Lafleur eröffnet (und ist, wie Ortsbeirat-Grüne in Eintracht mit der FR lamentieren, überraschenderweise doch keine Volxküche geworden).



    Grün lackiert das Tragwerk des 1869 errichteten, 1871 offiziell eröffneten und 1999 sanierten Palmenhauses aus ungewohnter Perspektive:



    Die 1928/29 durch Umbau entstandene Fassade in den letzten Tagen des Sommers 2012:





    Bilder: Schmittchen

  • Eingangsbereich, Grotte im Palmenhaus

    ^ Vielen Dank für die ungewohnt vielen und außerordentlich schönen Aufnahmen! Wie in diesem Strang und auch hier verlautbart wurde, ist morgen die offizielle Eröffnung des Gesellschaftshauses. Drumherum wird noch immer gebaut, vor allem an dem neugestalteten Eingang. Der Bereich zwischen Zeppelinallee und Papagenotheater ist mehr oder weniger fertig und gefällt mir ganz gut. Dieser Teil liegt zukünftig "vor" dem Kassenhäuschen, kann also ohne Eintritt zu zahlen betreten werden, wird aber wie es aussieht nachts abgesperrt.



    Links das Papagenotheater, rechts im Hintergrund der Hochzeitssaal mit dem Restaurant "Lafleur".



    Und der Blick zurück zu Zeppelinallee. Links der Zugang zur "teilöffentlichen Tiefgarage" der KfW, im Hintergrund zwischen Theater und dem weißen Auto der neue Lokschuppen.



    Der Buschfunk hatte es schon geflüstert, jetzt ist es soweit: Ende November hat die Grotte im Palmengarten mit den Aquarien nach Jahren der Renovierung wieder aufgemacht. Wegen schwieriger Raum- und Lichtverhältnisse nur ein paar Impressionen, die den Gesamteindruck nur unvollständig wiedergeben.






    -Bilder von mir-

  • Kassenhäuschen, Eingangsbereich

    Das alte Kassenhäuschen hat ausgedient und steht jetzt verschlossen und ohne Zaun etwas verloren in der Gegend rum.



    Der Bereich östlich des Blumenparterres, wo es zur Konzertmuschel und auch zum Café Siesmeyer geht, ist nun durch einen Zaun abgetrennt. Es gibt allerdings zwei nebeneinander liegende Drehkreuze, eins als Ausgang und eins als Eingang für Dauerkartenbesitzer. Hier gesehen von der Innenseite.



    Und entlang des Parterres, hier schon mit schicken Leuchten im schlanken Säulenlook, die die Kugelleuchten (s.o. rechts am Rand) ersetzen.



    Einige spätherbstliche Fotos vom neugestalteten Eingangsbereich gibt's übrigens auch in #80.


    Das neue Kassenhäuschen hat dafür jetzt den Betrieb aufgenommen. Es liegt, wie bereits erwähnt, westlich des Gesellschaftshauses Richtung Papagenotheater und beherbergt neben den Kassen auch WCs und zukünftig auch einen Shop. Zur Orientierung helfen der Plan und auch die DAF-Übersichtskarte.



    Die Verkleidung aus sibirischer Lärche macht sich wie ich finde ganz gut, ebenso wie die interessante Anordnung der Säulen.



    Hier kommt noch eine Ladenfläche hin, im Hintergrund der Hochzeitssaal mit dem "Lafleur".



    Als Abschluss eine winterliche Impression vom neuen Seerundweg aus.



    -Bilder von mir-

  • Was ich schade finde, ist, dass die Büsten von Mozart und Beethofen im Festsaal weiterhin fehlen, zumindest war dies vor 3 Wochen noch so. Hier ein Foto vom vorgesehenen Standort (2. Foto ... aus einem von Epizentrums Beiträgen vom letzten Jahr). Ein paar Bilder weiter unten in diesem Beitrag kann man die Gegenseite des Festsaals mit den Büsten von Wagner & Strauss sehen.

  • Vertikale Gärten

    Seit Mitte März wurden im Rahmen einer Machbarkeitsstudie an der Miquelallee (Höhe Ditmarstraße) vier Varianten der geplanten "vertikalen Gärten" (aka murs végétaux) installiert. Mehr dazu in #80, mit weiteren Verweisen. Es nehmen die Firmen Optigrün international AG (Krauchenwies), Vertiko (Freiburg), Schadenberg combi groen (Niederlande) und Humko (Slowenien) teil, die jeweils 15m² Wand bepflanzten und mit einem Bewässerungssystem ausstatteten. Die vier verschiedenen Systeme haben jetzt ein Jahr lang Zeit, sich zu bewähren. Der überzeugendste Entwurf (sofern einer von ihnen überzeugt) wird in einem Abschlussbericht im Juni 2014 bestimmt, bis dahin wird das Projekt von den Mitarbeitern des Palmengartens und der Hochschule Geisenheim betreut. Wenn es denn einen Sieger gibt, wird vielleicht bald eine 500m lange und 3m hohe grüne Wand den Palmengarten vom Straßenlärm der Miquel- und Zeppelinallee abschirmen, schön anzusehen sein und auch Feinstaub aus der Luft filtern. Gestern gab es im Palmengarten einen Pressetermin zusammen mit der FBB (Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V.); einen ausführlichen Bericht brachte auch die Offenbach Post.


    Und so sieht das ganze aus, wobei ich nicht darauf geachtet habe, wem welches Parzelle gehört (falls es überhaupt irgendwo dransteht). Man erkennt gut die verschiedenen Systeme, teils aus Plastik, teils aus Naturmaterialen oder einer Art Gabionen. Wegen des fiesen Gegenlichts sind die Bilder leider etwas suboptimal, aber ich hoffe, man kann es halbwegs erkennen.






    -Bilder von mir-

  • Befestigung der Kronleuchter

    Die Kronleuchter sind an der Stahlkonstruktion im Dachzwischenraum befestigt. Dazu mussten die alten Träger (an denen bereits die alten, nach dem Krieg von den Amis gestohlenen Kronleuchter befestigt waren) durch neue ergänzt werden.

  • Kassenhäuschen

    Die FAZ berichtet heute, das neue Kassenhäuschen an der Palmengartenstraße bleibe bis auf weiteres eine Baurunie. Nach der Fertigstellung Anfang letzten Jahres musste es aufgrund eines Wasserschadens mit Schimmelbefall gleich wieder geschlossen werden. Es dauerte ein Jahr, bis ein Gericht jetzt feststellte, dass die Arbeitsgemeinschaft Lindner/Imtech für die Baumängel haften müssen. Ein Terminplan für die Beseitigung der Mängel ist nicht bekannt.

  • Neue Bauvorhaben

    Bis zum Frühjahr 2017 soll das alte Blütenhaus im Nordwesten des Palmengartens (Plan / Foto) durch ein neues Blüten- und Schmetterlingshaus ersetzt werden. Realisiert wird der in einem 2008 ausgerichteten Wettbewerb erstplatzierte Entwurf des Wiesbadener Büros Kissler + Effgen. Der Baubeginn ist im Herbst 2015 geplant. Das zweigeteilte Gebäude wird den Namen der Naturforscherin Maria Sibylla Merian tragen. Nordwestlich davon wird auch die Gärtnerei neu gebaut.


    Insgesamt werden im Palmengarten in den nächsten zwei Jahren 9,4 Millionen Euro investiert. Weitere Projekte sind die Sanierung der Direktionsvilla an der Siesmayerstraße (Foto), der Neubau einer Toilettenanlage und die Anlage eines öffentlichen Verbindungswegs zwischen dem Gesellschaftshaus-Vorplatz und der Siesmayerstraße. Letzterer soll in West-Ost-Richtung hinter dem Gebäude südlich des Musikpavillons verlaufen. Weitere Informationen heute in der FNP und in der FAZ.



    Bild: Kissler + Effgen Architekten BDA

  • Neubau Toilettenanlage

    ^ Der Neubau der Toilettenanlage ist abgeschlossen. Die Optik lehnt sich an die des Kassenhäuschens (^^) an, welches leider immer noch geschlossen ist und durch ein (Dauer-)Provisorium ersetzt wird.



    -Bild von mir-

  • Tropicarium

    Das Tropicarium wird für rund 8,7 Millionen Euro saniert, so berichtet die Frankfurter Rundschau.


    Die Sanierung wird insgesamt 3 Jahre (2017-2019) dauern, da wegen der empfindlichen Pflanzen nur im Sommer gearbeitet werden kann. Zum größten Teil wird dabei der Besucherbetrieb weitergeführt. Erneuert werden Lüftungsgeräte, Elektro-, Heizungs- und Wasserverteilung, Wege und Beleuchtung. Neu hinzu kommen eine Wärmerückgewinnung und eine Regenwasserzisterne.

  • Blüten- und Schmetterlingshaus im Rohbau fertig

    Heute wurde der Presse der Rohbau des Blüten- und Schmetterlingshauses im Palmengarten vorgestellt. Dazu Auszüge aus einer Pressemitteilung und ein Faktenblatt im PDF-Format.


    [INDENT]Seit Beginn dieses Jahres ist auf dem Gelände des ehemaligen Blütenhauses mit angeschlossener Gärtnerei ein rund 800 Quadratmeter großes Ensemble aus Glashäusern entstanden. Im Warmhaus können die Besucher künftig zwischen tropischen Pflanzen und freifliegenden Schmetterlingen wie Bananenfaltern, Weißen Baumnymphen, Himmels- und Atlasfaltern umhergehen. An der Puppenstation lässt sich die Metamorphose eines Schmetterlings von der Puppe zum Falter beobachten. Für das benachbarte Kalthaus konzipiert der Palmengarten eine Informationsausstellung mit dem Schwerpunktthema Blütenökologie. An das Schauhaus schließen sich Gewächshäuser für die Gärtnerei an. In den kommenden Monaten beginnt die Innengestaltung des Gebäudes. Anfang 2021 soll das Blüten- und Schmetterlingshaus eröffnet werden. [...]


    Der Entwurf des Blüten- und Schmetterlingshauses, eine verzinkte, mit Isolierglas ausgefachte Stahlkonstruktion, stammt vom Architekturbüro Kissler + Effgen. Die unterschiedlich großen und hohen Gebäudeteile sind allesamt miteinander verbunden, sodass das Gesamtvolumen kompakt bleibt und die Flächen der Außenhülle minimiert werden konnten. Durch die Auswahl verschiedener Verglasungsarten, Energieschirm- und Beschattungssystemen entstehen in Kombination mit den Beheizungs-, Bewässerungs- und Befeuchtungsanlagen im Inneren verschiedene Klimabereiche. Diese können hausweise an die Bedürfnisse der verschiedenen Pflanzenarten angepasst werden. „Fügungsprinzip, Maßordnung und Technik der Glashäuser leiten sich von modernen Gewächshauskonstruktionen ab“, erklärt Roland Effgen. „Die Architektur nimmt sich zurück, denn das Wichtigste am Blüten- und Schmetterlingshaus sind die Exponate.“


    Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 8 Millionen Euro. 2,5 Millionen Euro trägt die Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten, 5,5 Millionen die Stadt Frankfurt. Von städtischer Seite begleitet das Amt für Bau und Immobilien (ABI) das Bauvorhaben während aller Projektphasen – von der Vorbereitung und der Auslobung des Wettbewerbes bis hin zur Betreuung aller Gewerke.[/INDENT]



    Bild: Palmengarten Frankfurt


    Eine Visualisierung gibt es oben in Beitrag #93. Innenansicht eines Schauraums:



    Bild: Kissler + Effgen Architekten