Beiträge von lexibexi

    Immer wieder erstaunlich, wie ein paar hübsche Beete, etwas Bunt und Grün, eine gepflegte Außenanlage das Drumherum aufwerten können.

    In Spanien ist das ja schon länger Usus. Da sind eigentlich hässliche und abweisende Kreisverkehre unter Hochstraßen oder auch viel zu breite Neubaugebiete schön eingehegt durch aufwändige oder ordentlich gepflegte Grünanlagen. Ich war schon immer der Meinung, dass selbst schlecht unterhaltene Bauten ihren grauen Schrecken verlieren, wenn nicht auch das ganze Drumherum noch in grauer Lieb-, und Trostlosigkeit daherkommt. Leider ist man in Sachen Grünpflege in Deutschland sehr lange einen sehr unschönen, weil geizigen, Weg gegangen, fiel diese doch als erstes dem Rotstift zum Opfer. An der Hauptwache sieht man, dass mit nur wenigen, rein optischen Eingriffen viel erreicht werden kann. Auch wenn es natürlich nicht 365/24/7 so hpbsch blühen wird.

    Ohne etwas gegen KMA oder Hansaviertel zu haben, aber ein Welterbestatus wird so absurd. Pyramiden, Kathedralen, jahrtausende alte Bollwerke stehen dann in einer Reihe mit Plattenbau & Co. KG. Für eine Region/Land mag das ja denkmalwürdig sein, für die Welt ganz sicher nicht.

    Kann ich mir nicht vorstellen. Die Szene ist an der Stelle, anders als in anderen Ecken der Innenstadt, riesig. Selbst bei schlechtem Wetter sammeln sich dort nicht unter 30-40 Personen. Allerdings soll ja, ich glaube noch nicht daran, nach der Fertigstellung der Vorplatz Westseite neu gestaltet werden, der ist ja auch extrem nötig hat. Möglich, dass sich die Leute dann zukünftig eher Richtung Innenstadt aufhalten werden.

    Schon ein attraktiver Entwurf, keine Frage. Aber der verlinkte Bericht des NDR zeigt ja, dass es am Hbf bisher (und ganz gewiss nicht nur in Hamburg) vor allem an der Pflege des Bestehenden fehlt. Wenn also die neue Halle dereinst genauso versifft sein sollte, ungepflegt und abgeranzt, dann nutzt der schönste Neubau nichts. Hier in Münster ist das neue Empfangsgebäude West erst ein paar Jahre alt, sieht aber samt immer noch altem Vorplatz mittlerweile genauso siffig aus wie der Vorgänger.

    Warum in aller Welt ziehe ich in einen (nach wie vor bespielten) Hafen, wenn ich dann Sorge vor den Emissionen der Schiffe habe? Warum bin ich aktives Teil einer Neubesiedlung (und Gentrifizierung), wenn ich selbst aber mit dem (zeitweisen) Zuzug von noch mehr Menschen und dem für sie gebauten Angebot Probleme habe? Das sind wirklich Parade-Nimbys.

    Also die “Dachterrasse” wirkt doch äußerst lieblos und kahl. Ein wenig mehr als reiner Rasen hätte man schon erwarten können. Ob es nun am Foto liegt: der Bodenbelag sieht aus, als sei er die letzten zehn Jahre bereits in einer x-beliebigen Fußgängerzone auf sämtliche Unbill getestet worden. Das Dach ist für mich, von der Aussicht mal abgesehen, der schwächste Teil des Gebäudes. Schade.

    Nun, das Phantasialand in Brühl ragt auch in mitten rein in umliegende Wohngebiete. Und gerade weil es dort immer wieder Ärger um Lärm mit (einigen) Anwohnern gab, und aufgrund der kleinen Grundfläche, hat sich dort ein verschachtelter, detailverliebter, hoch bebauter, auf mehreren Ebenen bespielter Park der Spitzenklasse entwickelt. Eingedenk der Größe Berlins und des weiteren Einzugsbereiches, und aus Mangel jeglicher Freizeitparks im Osten (von dem Leipziger Versuch mal abgesehen) sollte wohl auch in der Hauptstadt grundsätzlich Bedarf bestehen.

    Denn weder muss alles “kommerziell bewirtschaftet” , noch muss jede Brache und ungepflegtes Buschwerk zur alternativen Begegnungsstätte werden. Die Mischung macht’s. Aber klar, ohne Investor läuft ohnehin nichts.

    Das ist ja alles richtig. Ich persönlich finde nur einfach, dass eine solche Gasse mit diesem phänomenalem Blick, in einer an Gassen armen Gegend einer an Gassen ohnehin armen Stadt, durchaus befüllt und bevölkert mit Gastronomie und Gästen sein dürfte. Das kann natürlich jeder anders bewerten.

    Können sie sich beim nächsten Mal vor dem posten bitte Fragen(...)

    Dann bitte ich doch untertänigst um Verzeihung, dass ich, auch noch als Auswärtiger, die Frechheit besaß in einem Architekturforum meinen Senf dazuzugeben.


    Nun überlege ich noch flink, ob Gassen in anderen europäischen (Groß)Städten, durch Bombardierungen und Nachkriegsbauwahn, ebenso rar gesät sind wie in Deutschland/Berlin. Und dann denke ich an meine zweite Heimat Madrid, in der ich die Hälfte meines Lebens verbracht habe, rufe mir das Schloss vor Augen, denke an die c/Felipe und c/Carlos und stelle fest: voll mit Gastro, kein Problem. Wer da natürlich nur an Ketten denkt, ja, der mag den Ort dafür zu heilig finden, geht es doch in Deutschland so gerne um Sichtachsen, Gebäudebeziehungen, Ruhe und Ehrfurcht.


    Daher, erneut, verzeihe meinen Frevel.

    Nun, in unseren immer wärmer werdenden Inmenstädten müssen wir ja auch über eine vermehrte Begrünung zur Verbesserung des Stadtklimas nachdenken, die auch als „Schwamm“ bei Starkregenereignissen dienen kann. Da kann man bei neuen Hausbauten mit Gründächern beginnen & langfristig eben auch die Tram (in zentralen Lagen) unter die Erde legen & oberflächlich stark begrünen. So könnte man Baubrachen, die heute mitunter ja zu Frischluftschneisen verklärt werden, bebauen und nachverdichten, um eben auch den innerstädtisch so wichtigen Wohnraum schaffen zu können. Der reine KNF sollte daher um Klimaparameter ergänzt werden, und natürlich gerade auch Durchschnittsreisegeschwindigkeit und Verlässlichkeit/Störanfälligkeit stärker gewichten.

    Gerade in Zusammenhang mit der aktualisierten Raubkunstdebatte und der allgemeinen Sensibilisierung für Rückführung halte ich eine Neuerliche Anstrengung zu einer verträglichen Lösung zu den, gerade für Berlin/ Brandenburg alles andere als unbedeutenden Objekten für durchaus legitim.

    Besonders innerhalb der EU sollte doch mittlerweile so etwas Rechtssicher umsetzbar sein.

    Ich bin gerade etwas fassungslos. Es handelt sich hier nicht um Raubkunst, sondern schlicht und einfach um die Einbehaltung von Feindesvermögen nach den Zerstörungen in WK2, in dem Nazideutschland auch die Niederlande besetzte, plünderte, unterjochte und in Teilen ins Nirwana bombte- siehe Rotterdam und DenHaag.


    Das einige sich mittlerweile ungeniert trauen, gerade mal 75 Jahre nach Kriegsende, Forderungen über die Vermögens-Herausgabe an die einstmaligen Opfer zu stellen & mit Raubkunst vermischen, also der Kunst, die Deutsche nach der teilweise gewalttätigen Einnahme fremder Länder ins Reich verbrachten, zeugt wirklich von unerhörter Chuzpe.