Welche Digitalkamera?

  • Argh...

    ...im neuen MediaMarkt (Domstraße) grad' ne D50 (Kit!) für 488 Öcken inner Hand gehalten... *Geld zähl* :-/


    Interessant wärs ja scho'... *seufz* :wein:

  • Was meinst Du mit "niedrigen Blenden"? Lichtstarke, also teure Objektive besitzen bei großer Blendenöffnung (niedrigster Zahlenwert!) normalerweise eine größere Vignettierung (Helligkeitsabfall zu den Bildrändern hin) und einen geringeren Kontrast. Das gilt aber abgeschwächt auch für die größten Öffnungen bei lichtschwächeren Objektiven. Im Endeffekt ist eine teurere Linse deshalb i. d. R. dennoch durchgängig besser als eine billigere (das gilt meist erst recht für die Verzeichnung). Und Deshalb ist es, soweit es gerade möglich ist und die Schärfentiefe nur eine untergeordnete Rolle spielt immer sinnvoll, um ein bis zwei Stufen abzublenden. Bei neueren SLRs geschieht das im Vollautomatikmodus sogar meist von selbst, auch bei schwächeren Lichtverhältnissen. Das bedeutet dann manchmal, mit einem teuren Objektiv kann man noch belichten, mit einem billigen, lichtschwachen schon nicht mehr.

  • Genau meine Rede :).


    Wer vorrangig Architekturfotografie betreibt wird eh keinen gesteigerten Wert auf eine hohe Restlichtausbeute legen und auch kein Suppenzoom brauchen. Viel wichtiger ist doch eine geringe Verzeichnung (Kissen- oder Tonnenverzerrung, wie sie bei vielen Zooms gerade im Weitwinkel stark vorkommt) und ein geringer Brennweitenbereich (um z. B. auch in engen Straßenschluchten noch viel auf ein Motiv zu bekommen). Für digitale SLRs besitzt das Sigma EX 10-20 vermutlich das beste Preisleistungsverhältnis (entspricht dann an "normalen" digitalen Spielgelknipsen mit APS-C Chip von Nikon oder Canon 15 bzw. 16mm Anfangsbrennweite). Es gibt in dieser Preislage (ale Objektive knapp unter 450,- Euro Onlinepreis) auch noch ein 11-18 von Tamron und ein 12-24 von Tokina. Das Tamron hat allerdings eine für Architektur völlig ungenügende hohe Verzeichnung über den gesamten Bereich. Das Tokina bietet immerhin durchgängig f4 (statt obenraus 5.6, wie die beiden anderen) und besitzt in der kleinsten Brennweite auch eine etwas höhere Verzeichnung als das Sigma (aber lange nicht so dramatisch wie das Tamron). Dafür ist der Tokina-Brennweitenbereich (entspricht ungefähr 18-36mm KB) vielleicht etwas praxistauglicher. Ich liebäugele schon längere Zeit mit dem Sigma, werde mir aber das Tokina auch noch einmal etwas genauer anschauen.

  • Sagt mal Freunde der Sonne ;-)
    reicht euch denn überhaupt die digitale Auflösung?
    Fotografiert einer von euch noch mit Film?
    Dann rück ich mal meine kleine leichte Traumkamera raus!
    Ich hab ne alte zerschundene (ich glaub das nennt man vintage look)
    Leica r3! Die Kamera hatte mal einen Batterieschaden, ich habe sie damals für 120 Dm auf einem Photoflohmarkt gekauft! Mittlerweile begleitet sich mich schon rund 6 Jahre auf all meinen WEgen!
    Ziemlich unkaputtbar, absolut sichere Stromversorgung!
    Aber doch sehr teure Objektive!
    Und man wird häufig von Rentnern neidisch angeguckt! (wenn die wüssten wie doch die Preis gefallen sind;)

  • Also ob die aktuelle digitale Fotografie gegenüber dem analogen Kleinbild überhaupt wesentliche Nachteile besitzt, ist eine Frage des Standpunktes. Unter diesem link: http://sprec000.xardas.lima-city.de/Digicam2.html zu einer privaten Seite vergleicht jemand recht ausführlich die Auflösungsunterschiede zwischen den Systemen. Nebenher werden noch spezifische Dinge, wie z. B. die Wirkung von Pixeln gegenüber Korn, u. a. aufgegriffen. Ich finde den Artikel sehr empfehlenswert! Fazit des Autors (frei übersetzt): Wenn man nicht gerade mit geringempfindlichen Film (weit unter ISO 100) fotografiert und kein extrem gutes Labor nutzt, ist die heutige 6-8 MP Klasse bereits auflösungsseitig überlegen. Bedingt durch die andere Wirkung von Korn gegenüber Pixeln benötigt man aus der Entfernung sogar doppelt so viele Pixel-Äquivalente beim KB-Film, als für Digital notwendig sind, um die gleiche Schärfenwirkung zu erreichen.


    Kent, die Frage des Objektives gehört natürlich immer dazu, ob nun Leica-Apparat oder sonst etwas. Bei Offenblende und vor allem im Tele ist der Auflösungsabfall immer rapide.

  • Ich hab eigentlich immer nur (leider) ein Summicron 1:2/50!
    An der alten Leica gefällt mir die Stabilität, Durabilität, die WErtigkeit und die Beständigkeit! Natürlich ist auch die Qualität superb!
    Ich hatte schon jede Menge andere Kameras unterschiedlicher Herkunft, aber das ist nun mal was anderes, egal wie gebraucht sie auch immer sein mag!
    Die Kamera geht immer, und notfalls kann ich mit ihr jm. eine mal zimmern!
    Zumal ich gerne Urlaub dort mache, wo nicht immer eine Steckdose bereit steht, und eine Batterie mit der Kapazität von grad mal umgerechnet 36x36 Bildern nicht ausreicht!


    Ein ähnliches Arbeitstier ist vielleicht noch die Voigtländer Vsl 1 oder die Olmpus Om 1 oder natürlich die ganz alten Nikons (f?) aus den siebzigern!

  • Herzlichen Glückwunsch! Da besitzt Du ja nun ein sehr lichtstarkes Normalzoom. Das macht mich etwas neidisch (aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben ;)).


    Wenn Dir die Sache mit den nächtlichen Freihandaufnahmen so viel wert ist, empfehle ich Dir ein 50/1.4 oder das neue, für digital gerechnete Sigma 35/1.8. Das in Kombination mit einem Anti-Shake Body sollte dann einer Blende von null komma irgendwas entsprechen (0.7 gibt's glaube ich auch noch zu exorbitanten Preisen für's Mittelformat). In Kombination mit ISO 3200 wird diese Ausrüstung dann das Nachtsichtgerät überflüssig machen ;). Alternative wäre eine Batterie von Metz-Stabblitzen ;).


    Auf die Architektur-Ergebnisse im WW bin ich bei Deiner neuen Linse sehr gespannt. Laut Deines Links soll's ja in diesem Bereich leider mit einer recht hohen Verzeichnung aufwarten. Beim photozone-test: http://www.photozone.de/8Revie…s/sigma_1850_28/index.htm sind's bei 18mm stattliche -2,13 Prozent. Aber in dieser Range gibt's ja m. E. auch keine Alternative. Nur zum Vergleich: das etwas preiswertere Mörderzoom Sigma 18-200/3.5-5.6 schlägt auch mit lediglich -2,77 Prozent im WW zu Buche. Das beginnt zwar bei 18mm nur eine Blendenstufe unterhalb des 18-50/2.8, ist jedoch bei 50mm nur noch zu f5 oder 5.3 fähig (konnte ich im Selbstversuch gerade nicht so genau herausfinden).



    Gruss
    AeG

  • Oops, habe gerade zufällig bemerkt, dass es seit Neuestem auch ein Tamron in dieser Liga gibt (17-50/2.8). Das scheint sich jedoch lt. Photozone nicht viel mit dem Sigma zu nehmen. Der etwas höheren Auflösung und der geringeren CA's steht im WW eine leicht höhere Verzeichnung gegenüber.

  • Beim photozone-test: http://www.photozone.de/8Revie…s/sigma_1850_28/index.htm sind's bei 18mm stattliche -2,13 Prozent.


    Was meint Ihr über Sigma AF 18-125mm f/3.8-5.6 DC HSM OS? Mir war die Möglichkeit des Ranzoomens an Architekturdetails wichtig, ohne mehrere Objektive (Weitwinkel+Tele) schleppen zu müssen und ohne die Kamera stets zum Reinigen des Sensors abgeben zu müssen - plus OS. Es gibt Objektive, die mehr Zoom schaffen, aber die haben nach den Tests Probleme entweder im Weitwinkelbereich oder im Telebereich - dieses scheint beide Bereiche ordentlich abzudecken. (Der verlinkte Testbericht berichtet über kleine Verzerrung unter 24mm Brennweite und so gut wie keine darüber - unter den 10 gestern in Regenpausen gemachten Spiegelreflex-Fotos der Seligenstädter Fachwerkhäuser hatten nur 3 eine Brennweite unter 24mm.)


    Was den bevorzugten Typ angeht - sämtliche Teamkollegen mit Spiegelreflex haben Canons (zumeist D450) und so habe ich mir ebenfalls eine angeschafft. Ein Kollege, der dieses Jahr Spiegelreflex kaufen will, denkt ebenfalls an Canon. Meint Ihr, entspricht das Schwärmen meiner Kollegen für Canon den technischen Tatsachen? (Ernsthafte Alternativen sind wohl nur Nikon mit den neuen 3100/5100 - im Media-Markt gibt es 3100-Kits mit einem Reisezoom-Objektiv wie meins - und Sony.)

  • @ Bau-Lcfr


    Zum Objektiv kann ich gerade nix gescheites sagen...


    Wohl aber zur Kamera:


    Canon hat bei vielen Leuten einfach einen guten Stand. Ernstzunehmende Konkurrenz ist nur Nikon... welches man letztlich nimmt bleibt die sache des jeweils einzelnen. Technisch gesehen in der niedrigeren bis mittleren Preisklasse tun die sich wohl nicht viel... geht es aber (vor allem Objektivtechnisch) in die obere Preisklasse kenne ich in Foren nicht wenige Nikon Leute die gerne auf die L-Klasse von Canon zurückgreifen möchte.


    Ich pers. werde mir ca. anfang 2012 auch ne Canon anschaffen. Allerdings wohl eine 60D oder sogar 7D... sehe das von Objektiven aber anders wie du:
    Mir sind 2-3 gute Objektive besser. So werde ich 17-40mm 4L und 70-200mm 4L von Canon dazu nehmen. Dazu dann kommen noch 50mm 1.4 (Festbrennweite) und 60 oder 100mm Makro Objektiv.


    Final sei noch gesagt: Nicht die Kamera macht die Bilder. Der Fotograf macht sie und ein gutes Objektiv gibt dem den letzten Schliff.

  • Ich würde keine von Sony nehmen. Ich habe eine CyberShot und bin gar nicht überzeugt. Zum einen ist die SD Carte schmaler als normale, passt somit nicht in den PC, andere Cams, zum anderen ist die Menüführung katastrophal.


    Vorher hatte ich eine Nikon. Die habe ich leider in der Waschmaschine versenkt =(

  • Vorher hatte ich eine Nikon. Die habe ich leider in der Waschmaschine versenkt =(


    Also ich reinige meine Kamera immer mit Blasebalg und Lenspen :D


    Zum Objektiv: das Sigma ist vom Preis-Leistungs-Verhältnis her sicherlich nicht schlecht. Für Architekturfotos empfiehlt sich eh meisten eine Blende 8 oder mehr. Von daher sollte die die Lichtschwäche nicht so sehr stören. Auch HSM und OS zu haben ist nicht schlecht.
    Stellt sich noch die Frage nach der Qualität der Mechanik. Bei Amazon gibt es viele gute Kritiken aber auch einige negative in welchen über diverse Defekte mit dem HSM oder dem OS moniert wird. Auch die Bildqualität wird oftmals bemängelt.
    Ich würd's mir ehrlich gesagt nicht kaufen.


    Ich hab übrigens auch ne 450D. So lange sie noch funzt werde ich sie auch weiterhin verwenden. Das ist wirklich eine großartige Kamera. Die Nachfolger würde ich mir persönlich nicht mehr anschaffen schon allein aus dem Grund da ich immer in RAW fotografiere und bei ner 550D mit 18MP die einzelnen Fotos schon sehr groß werden und die Nachbearbeitung wesentlich länger dauert. Deswegen: der Body kann einigermaßen günstig sein, in das Objektiv würde ich etwas mehr Geld investieren.

  • Meine bisherige Kompaktkamera hat die Hufe hochgelegt.Ich suche jetzt eine neue,nicht zu grosse/Schwere Kamera.
    Ich liebäugele mit einer Sony Cybershot DSC HX oder einer Panasonic Lumix FZ 150.Kann da jemand was zu sagen,ob die empfehlenswert sind,oder hat jemand ne bessere Idee. Mehr als 600 € will ich nicht ausgeben.

  • Ob man nun die sicherlich sehr empfehlenswerte FZ150 nimmt, oder die kleinere TZ31, hängt davon ab, ob man eher auf ein kleines Gehäuse angewiesen ist, oder anspruchsvoller fotografiert (erstere ist z.b. besser in lichtschwachen momentan). Die Sony HX200 soll zwar etwas schneller als die FZ150 sein (Siehe tests auf dpreview) und hat ein umfangreicheres zoom, darunter leidet die bildqualität offenbar ein wenig.

  • Kleist, es kommt auf Deine Anforderungen an. Wenn es der große Zoombereich von x24 sein soll, dürftest Du mit der FZ150 nicht so falsch liegen. Für mich wäre sie nix, weil sie einen geradezu winzigen Sensor hat (6.17 x 4.55 mm), bei dem das Objektiv schon eine profimäßige Auflösung haben müsste, um nicht deutliche Abstriche in der Bildqualität machen zu müssen. Stichwort Rauschen, Available-Light-Fotografie. Ich habe eine D-LUX 5 (wie gesagt, mit Panasonic LX-5 baugleich) und bin sehr glücklich mit ihr. Gründe: exzellentes und lichtstarkes Objektiv (F2.0-3.3!) mit gutem Weitwinkel (ab 24mm-Äquivalent), für eine Kompakte ein nicht zu kleiner Sensor (8.07 x 5.56 mm), RAW, Einschalt-/Fokusgeschwindigkeit, umfangreiche und direkte manuelle Einstellmöglichkeiten. Abstriche muss ich beim Zoom machen (nur bis 90mm-Äquivalent). Übrigens liegt inzwischen Lightroom 4 bei.


    Auch von Canon gibt es interessante Kompakte: Die G1 X beispielsweise hat einen richtig großen Sensor (18.7 x 14 mm), allerdings ein durchwachsen lichtstarkes Objektiv (F2.8-5.8). Die S100: Sehr kompaktes Teil mit 99 x 60 x 28 mm bei 198 Gramm, Sensor mit 7.44 x 5.58 mm, 24 – 120 mm Objektiv bei lichtstarken F2.0, die allerdings bei den 120 mm auf F5.9 abfallen.


    Fujifilm hat mit der X10 ebenfalls eine sehr interessante Kompakte im Angebot: 28-112 mm bei F2.0-2.8 (!), 8.8 x 6.6 mm Sensor, allerdings ist sie dicker (58 mm) und etwas schwerer (350 Gramm) als die Konkurrenz.


    Will sagen: Bei kompakten Kameras gibt es die eierlegende Wollmilchsau nicht; sie sind moderate Alleskönner oder ziemliche Spezialisten. Weißt Du denn, welche "Features" Dir besonders wichtig sind, und welche Art von Bildern Du am meisten schießen wirst? Für Architektur bspw. brauchst Du nicht zwingend einen x24 Zoom, aber einen guten Weitwinkel.

  • Danke für eure Antworten und für die Links,habe sie ausführlich studiert.


    Ich bin nicht besonders ambitioniert,möchte die Fotoqualität,vor allem die Schärfe,im Vergleich mit meiner alten Kamera,aber verbessern.Weitwinkel,Fotografie mit wenig Licht und Personenfotografie sind mir noch am Wichtigsten.Auch sollte es möglich sein,Fremdakkus zu benutzen.