Welche Digitalkamera?

  • Zitat von Jai-C

    Nachtrag: Die DSC-W1 gibt's nicht mehr und die von mir genannten Cams sind wohl die aktuellen Nachfolger


    So schnell wird der Markt mit neuen Typen überschwemmt... Anscheinend sind W1 und W5 wohl weitgehend identisch, aber die neue ist 100 € billiger :Heuler:


    Ich habe übrigens vor einem Jahr das geringfügig teurere schwarze Sondermodell W12 genommen (Nachfolger ist W15). Wenn man nicht gerade auf die Farbe scharf ist, kann ich davon abraten: Die Bonus-Tasche liegt seit dem ersten Tag unbenutzt in meiner Schublade, weil sie viel zu klobig und hässlich ist, und der zusätzliche Akkusatz allein ist den Aufpreis nicht wert.

  • Jai-C,


    bei Sony treten relativ hohe Folgekosten auf (Memory Stick, allenfalls V3 oder F828 haben auch CF-Slots, aber die liegen weit ausserhalb Deines Budgets). Dafür kann man allerdings bei Sony noch im TIFF-Format speichern (kenne ich sonst nur noch bei Olympus und SLRs), sofern man wirklich mal etwas Unkomprimiertes braucht und keine Lust auf Rohdatenbearbeitung im RAW-Format hat.


    Im Allgemeinen gibt's ja unter Laien zwei Anforderungsprofile für Kameras: Architektur-/Landschaftsfotografie und Portraits/Action/Sport, die von den technischen Anforderungen an die Optik leider genau entgegengesetzt sind. Für Letzteres kann man "Kompaktknipsen" wegen der kleinen Sensoren (zu hohe Tiefenschärfe, Perspektivwahrnehmung im Tele entspricht nicht dem KB-Äquivalent) eh nur bedingt gebrauchen. Und für Architektur (gerade in amerikanischen Hochhausschluchten ;)) erscheint mir nichts wichtiger, als eine geringe Anfangsbrennweite.


    Ob am oberen Ende 380 oder 420 bzw. 105 oder115 stehen, ist praktisch uninteressant (zur Not kann man meist etwas näher ran gehen, der Perspektivunterschied fällt auch kaum auf). Der Unterschied zwischen 28 und 35 mm WW ist jedoch gravierend! Bei Porträts macht es zwar nur Froschaugen, aber in der Architektur sind so oft erst beeindruckende Perspektiven oder überhaupt Gesamtansichten möglich. Leider schränkt da aber die Auswahl auch deutlich ein. Bis auf Ricoh haben die meisten Anbieter jeweils nur ein bis zwei Kompaktkameras unter 35 mm im Program.


    Die Pixelzahl ist tatsächlich völlig belanglos. Zum Vergleich: ein noch aktuelles Tamron oder Sigma 28-200 oder 300 (jahrelang die Universalzooms an analogen SLRs für Einsteiger und semiprofessionelle Gelegenheitsfotografen) besitzen im Tele eine effektive Auflösung von "umgerechnet" nur etwa 3 Mio Pixeln (bei hochempfindlichem Film sieht's noch deutlich schlechter aus). Wozu also 7, 8 oder 9 MP?


    Die besten Signalprozessoren verbaut im Moment wohl Fuji. Deren leicht aggressive Vorschärfung kommt dem entgegen, der seine Bilder nicht allesamt noch im Rohdatenformat bearbeiten will. Allerdings setzen die auch auf teure XD-Cards.


    Wichtig für Architekturfotografie (bei Montagen und Panoramen, falls das in Betracht kommt) erscheint mir noch ein exakt unter der Objektivachse angebrachtes Stativgewinde. Ein Selbstauslöser mit individueller Zeitvorwahl ist für Nachtaufnahmen auch sehr hilfreich. Eine sinnige, intuitiv zu bedienende, nicht zu verschachtelte Menüführung halte ich auch für entscheidend. Am Wichtigsten: liegt die Kamera gut in der Hand?


    Viele technische Gimmicks und Optionen sind dafür m. E. in der genannten Preisklasse und bei den üblichen Bedienkonzepten kleiner kompakter Kameras (keine Drehräder für Direktwahl, nur mit Knöpfen durch Menüs zu navigieren etc.) eh nicht wirklich Zielgruppen-orientiert.


    Schau doch einfach mal bei http://www.dpreview.com oder bei http://www.digitalkamera.de (hier sind die readktionellen Testberichte neuerdings leider kostenpflichtig, Übersichten, Auswahl etc. aber frei einsehbar) vorbei. Lass Dich aber auf deren Foren bloß nicht zu sehr von den Freaks beeindrucken (meine Kamera kann das und das "Wichtiges", Deine nicht, ätsch ;)). M. E. haben diese neuzeitlichen Fotofetischisten (die komischerweise fast alle ausgestorben waren, bevor das Statussymbol "Digitalkamera" erschwinglich wurde) oftmals nur die Technik im Sinn. Für ein gutes Motiv ist das aber immernoch zweitrangig.



    Gruss
    AeG


    Edit: beim Überfliegen auf dpreview ist mir hierzu die Canon S60 aufgefallen. Die gibt es zwar schon ein Jahr (auweia :D), besitzt aber Wesentliches dessen, was ich für wichtig erachte: Preise ab 285 ? (UVP 580 ?), 28-100mm, CF-Carten (nur Typ I), 5 MP (als S70 auch mit 7MP, dann aber 80 ? teurer, dafür in schwarz statt silber), eher kompaktes Metallgehäuse mit gummierten Griffen, Zoom-Wippe und Navigationskreuz separat(!) sowie diverse separierte Bedienelemente und besitzt wohl effektiv auch die höchste Auflösung in der 5MP-Klasse (nicht mit der physischen Angabe gleichzusetzen). Einzig die Geschwindigkeit ist wohl nur durchschnittlich. Die dort negativ vermerkten cA's würde ich nicht überbewerten.


    Was anderes hab' ich auf Anhieb in dieser Region nicht entdeckt. Bei 380-440 Euro geht es dann bei mindestens vergleichbarer (leicht verbesserter) Ausstattung mit Modellen von Olympus oder Konica Minolta weiter.

  • Vielen Dank für die ganzen Tips!


    Weiß jetzt aber überhaupt nicht mehr was ich da genau nehmen soll, da ich am liebsten ultrakompakt mit super Qualität hätte. Gibt's aber wohl (noch) nicht so wie ich mir das vorstelle. Also mal abwarten...

  • Zitat von Jai-C

    Weiß jetzt aber überhaupt nicht mehr was ich da genau nehmen soll, da ich am liebsten ultrakompakt mit super Qualität hätte. Gibt's aber wohl (noch) nicht so wie ich mir das vorstelle. Also mal abwarten...


    Um noch mehr zur Verwirrung beizutragen ;) ... Guck dir doch mal die T-Modelle von Sony an (T1, T3, T7 etc.) Die T1 war vor einem Jahr in der Bildqualität genauso gut beurteilt wie die W1, ist aber nur halb so dick. Allerdings muss der Li-Akku in der Kamera geladen werden, was ich etwas unpraktisch finde.

  • Zitat von MartyMUC

    Mit Canon kann man wenig falsch machen, ich bin ein großer Fan der Marke.


    Kann ich ja nur bestätigen :D Habe in den letzten Monate zwei Produkte plus eine Menge Zubehör von Canon gekauft.

  • Canon-Kameras machen angeblich super Bilder, was ich auch nicht bezweifle, denn Canon ist eine super Marke, und schon immer gewesen. Ich hätte mir auch gern eine Canon gekauft, aber leider sind sie sehr schnell aus meiner Kandidatenliste ausgestiegen, vor allem weil bei jeder Canon der Monitor so klein ist wie eine Briefmarke.


    Mich würde mal interessieren, wie Canon-Fans damit arbeiten. Wenn ich z.B. ein entferntes Objekt aufnehmen will, z.B. einen Vogel am Himmel, kann ich doch auf dem Monitor gar nicht erkennen, ob ich ihn im Bild habe, oder? Benutzt man statt des Monitors den Sucher, oder wie geht das? Und wie kann man bei schon gemachten Aufnahmen beurteilen, ob sie scharf geworden sind, wenn man sie hinterher auf dem Monitor begutachtet?


    Immer wenn mich jemand nach Ratschlägen für den Digitalkamerakauf fragt, sage ich, der Monitor sollte möglichst groß sein. Aber vielleicht bin ich ja auf dem Holzweg, denn eine renommierte Firma wie Canon wird sich wohl irgendwas dabei denken. Wenn mir jemand erklären könnte, wie es sich mit einem kleinen Monitor arbeitet, würde ich mich freuen.

  • micro,


    also ich denke, es kommt weniger auf die Display-Größe, als auf die Auflösung an. Und die ist bei den 1.5" Displays, die Canon noch vereinzelt(!) in besonders preiswerten Modellen einbaut, genaus so groß wie bei den sonst am Markt üblichen 1.8", 2.0" oder 2.5" Displays, nämlich etwa 115.000 Pixel. Der Kontrast, bzw. eine flexible Anbringung sind da m. E. viel entscheidender. Und das ist nicht abhängig von der Größe. Es gibt zwar auch Displays mit über 200.000 Pixel Auflösung, die kommen aber erst bei Kameras vor, die mindestens doppelt so teuer sind, wie die hier Besprochenen.


    MartyMUC, LibertyOne,


    ich denke auch, Canon ist 'ne renomierte Marke. So richtig auf die Nase kann man damit nicht fallen (ich benutze selbst seit 15 Jahren bei analogen Kameras bewußt nur Canon SLRs - dabei hieß es damals noch, nur mit 'ner Nikon könnte man so richtig den den Profi raushängen lassen :nono: ). Ich hatte allerdings vor etwa einem Jahr mal überlegt, mir eine Powershot Pro1 zuzulegen. Bin ich aber wieder von abgekommen. In diesem Segment haben die anderen wohl doch allesamt Besseres zu bieten. Ich meine also, 'ne Garantie für ein Spitzenprodukt ist das Canon-Label allein auch noch nicht.


    LugPai,


    Fuji ist empfehlenswert, denke ich ach. Nur, wie ich oben schon erwähnte, die XD-Karten hauen ordentlich rein. Und zumindest Die Fuji Hochkant-Modelle sind m. E. stärker verwacklungsgefährdet.



    Gruss
    AeG

  • Zitat von micro

    vor allem weil bei jeder Canon der Monitor so klein ist wie eine Briefmarke.


    :confused:
    Inzwischen haben fast alle Modelle ein Display zw. 1,8" - 2,5".

  • Zitat von MartyMUC

    :confused:
    Inzwischen haben fast alle Modelle ein Display zw. 1,8" - 2,5".


    Mit Briefmarke meinte ich 1,5-1,8". Welches Canon-Modell hat denn 2,5"?

  • Mit 2.5" wäre mir auch keines bekannt- selbst die neue 350D hat nur 1.8".
    Meines Wissens haben nur einige Digital Ixus und die Powershot Pro 2" Displays.


    Kann allerdings aus meiner Erfahrung ebenfalls berichten, dass Kontrast und Auflösung entscheidender sind als 0.5" mehr Diagonale.

  • Zitat von micro

    Mit Briefmarke meinte ich 1,5-1,8". Welches Canon-Modell hat denn 2,5"?


    PowerShot S80
    Digital Ixus 55
    Digital Ixus 750


    Meine Kamera (PowerShot A510) hat 1,8". Kleiner sollte es nicht sein, aber ich finde es ausreichend.

  • 1.5" stelle ich mir auch ganz schön klein vor. Schon meine allererste Digitale, eine Olympus C-2000 (vor ungefähr sechs Jahren gekauft und schon lange wieder abgestoßen) hatte ein 1.8" Display mit den heute noch üblichen 115.000 Pixeln Auflösuung.


    Die 1.5" Displays gibt's bei Canon aber nach meiner Einschätzung auch nur noch bei Kameras, die schon mindestens ein Jahr im Progamm sind und entweder bereits Nachfolger haben oder zumindest demnächst abgelöst werden. Lediglich das preiswerteste Einsteigermodell A410 macht dort 'ne Ausnahme.


    Und bei Fuji, Kodak, Konica Minolta, Nikon, Olympus, Panasonic und Sony sieht das mit den Einsteiger-Displays ganz genau so aus, alles 1.5 bis 1.6"! Lediglich bei Pentax, Ricoh und Samsung gibt's auch im unteren Bereich mindestens 1.8" Displays.



    Gruss
    AeG

  • Eine nette Idee für Architekturfotografen die was Digitales für immer dabei haben wollen, die Kodak V570 mit zwei eingebauten Objektiven, ein Standard Zoomobjektiv und ein Festbrennweitenobjektiv mit einem für Kompakt-Digicams rekordverdächtigen 23mm Weitwinkel: http://www.digitalkamera.de/kameras/Kodak/V570.asp


    Wie so oft bei derartigen technischen Ersteinführungen fällt der Praxistest etwas ernüchternd aus. Aber Konkurrenz gibt's nunmal keine (digitale):


    http://www.dcresource.com/revi…k/v570-review/index.shtml

  • Kaufentscheidung... ?

    Hallo,


    nutze momentan eine "HP PhotoSmart 720" (3.3MPix, 3.3fach optisch/4x digitalzoom). Eigentlich OK, aber in letzter Zeit hat sie öftermal Startschwierigkeiten beim Einschalten (man drückt, es passiert nicht oder dauert ewig, bis sie dann schliesslich wirklich reagiert).


    Nun hängt natürlich im Hinterkopf der Wunsch nach einer D-SLR. Da hab' ich mir die Nikon D50 ausgespäht, zusammen mit dem im Kit erhältlichen AF-S DX Zoom-Nikkor 18–55mm/3.5–5.6G ED.


    Ist die ok? Also ich meine ich bin wahrlich kein Profi, aber einige billige Consumercams schrecken mich vom Matschbild her doch schon sehr ab... ;-(
    Deshalb gerne der Wechsel, auch wenn der Geldbeutel momentan noch etwas anders spricht. :nono:
    Hab' keinen Bock, für 2-3 Akkupacken zusätlich nochmal 100-150€ hinzublättern.


    Wäre das eine gute Wahl? Hat die schon wer bzw. Erfahrungen (evtl. übers Geschäft)? Was wären Alternativen, auch gerne günstiger...


    Danke,


    Manu


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    Shit, gerade gesehen, dass für die D50 nur spezielle Akku-Packs notwendig sind. Gibts da Chancen auf D-SLR's mit normalen AA-Akkus (2600-2800mAh)??? Mist, da gibts dann wohl doch nur wieder 'ne Consumer... :nono:

  • Ach was ein Architekturfreund kann nur mit ner Leica R9 und dem Digitalhybridrückteil fotografieren!
    Dazu kommt noch ein Super Fisheye von Schneider Kreuznach (Super Angulon) mit richtigen Shiftmöglichkeiten!

  • micro: aber nie ohne verlust.


    @manuelkarl: wenn der akku das entscheidende kaufkriterium gegen eine DSLR sein sollte, würde ich in der tat lieber bei all in one-kameras bleiben ;)
    ansonsten: bin seit einem halben jahr mit der d50 am liebäugeln, konnte mich aber wegen meiner generellen momentanen abwartementalität nicht für eine DSLR entscheiden. die d50 ist für ihren preis eine erstklassige kamera, nur das kitobjektiv ist anhand der bilder, die ich damit bis jetzt gesehen habe, nicht das gelbe vom ei, für den start aber natürlich irgendwo brauchbar. immerhin gibt/gab es die kamera mit besagtem objektiv schon für unter 500, was ein absoluter kampfpreis ist. und besser als die direkte, vom preis vergleichbaren pentax *ist d und die olympus e500 finde ich sie auf jeden fall.