Straßenbau & -planung

  • Ich fasse mal zum Kernthema Straßenbau zusammen:
    Stuttgart braucht mehr und leistungsfähigere Straßen, um endlich den negativen Ruf als heimliche Stauhauptstadt "Staugart" loszuwerden.

    Der Ansatz das Problem über weitere Angebotsverschlechterung und politische Kostenerhöhung zu lösen ist wohlstandsschädlich, weil es die offenbaren Präferenzen vieler Bürger ignoriert. Da hilft auch kein Etikettenschwindel ala "moderne, intelligente Verkehrspolitik".

  • http://imageshack.us/f/37/stuttgartverkehr.png

    Das wäre mein Vorschlag für ein optimales Strassennetz:
    - Cityring (schwarz): bereits vorhanden, zukünftig über Wolframstr.,
    - mittlerer Ring (blau): Verbindung Neckarpark-Degerloch, Degerloch-Wildparkdreieck, Wildparkdreieck-Pragsattel.
    - Autobahnring (rot): Filderauffahrt Hedelfingen-Flughafen B312, Waiblingen-Süd-Kornwestheim
    -weitere Optionen (grün): Anschluß Wildparkstr. an A81 bei Gerlingen, Anschluß Nordostring Kornwestheim-A81 und Tunnel unter dem Schurwald von Waiblingen-Süd nach Hedelfingen.

    Ich denke damit hätten wir einen Großteil der Verkehrsprobleme gelöst.

  • Wobei mir andere Lösungen ohne so viel Strassenneubau und dadurch induzierte Folgeprobleme deutlich lieber wären.
    Gerne acuh eine Tangentialbahn Plochingen-Waiblingen-Ludwigsburg - die erfüllt auch ihren Zweck als Ring.

  • @ HFRIK
    Welche "induzierten Folgeprobleme"? So wie LUDI75 es vorgeschlagen hat ist es eine erhebliche Verkehrsreduzierung im Stadtgebiet Stuttgart (Ähnlich meinem Vorschlag: http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost…1&postcount=213).
    => Es braucht nicht mehr Strassen in Stuttgart, sondern drumherum

    Ein Auto kann nur auf 1 Strasse fahren, ein Auto welches auf der Umgehung fährt, fährt nicht durch die Innenstadt.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    @ HFRIK
    Welche "induzierten Folgeprobleme"? So wie LUDI75 es vorgeschlagen hat ist es eine erhebliche Verkehrsreduzierung im Stadtgebiet Stuttgart (Ähnlich meinem Vorschlag: http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost…1&postcount=213).
    => Es braucht nicht mehr Strassen in Stuttgart, sondern drumherum

    Ein Auto kann nur auf 1 Strasse fahren, ein Auto welches auf der Umgehung fährt, fährt nicht durch die Innenstadt.


    Das auto nicht, aber dafür häufig ein anderes (weiteres) - insbesondere wenn man weiter die Bauflächen wild über die Flächen verteilt ohne auf die Erschliessung zu achten.
    Platziert man dichte bebauung auf gut vom ÖV erschlossene Flächen, hat das schnell stärkere Auswirkungen auf den MIV als eine durchscnittliche Umgehungsstrasse, insbesondere in grösseren Verdichtungsräumen wie Stuttgart. Und das ganz ohne teure Investitionen. Und mit positiven Nebeneffekten für andere - im ÖV steigt die Beförderungsqualität in der Regel wenn mehr Personen fahren, im MIV sinkt sie.
    Würde man vermutlich parallel zur angedachten stadtbahnstrecke Ludwigsburg-Waiblingen ein Anpassungsprogramm für die Bebauungspläne entlang der sTrecke auflegen, dabei klotzen und nicht kleckern, und die resultierenden höheren Bevölkerungsdichten in die NKF-Berechnung für die Strecke einfliessen lassen, wäre das ganze sicherlich kein Problem in der Realisierung. aktuell baut man eine Strecke, und in den 10 oder 20 oder 30 Jahren zieht man die Bebauungspläne nach - oder auch nicht.
    Meist kommt das nachziehen der Bebauungspläne nicht proaktiv von Verwaltungsseite, sondern wird von aussen aufgedrängt, weil nach Bau der Strecke die Leute und Firmen in die Nähe der Stationen drängen, und sich die Anträge für Ausnahmen vom Uraltbebauungsplan aus Vorkriegszeiten in den Bauämtern stapeln.
    Die Filder-S-Bahnlinie wurde vor gut 20 Jahren eröffnet, die Bebauungsplanänderungen die eigentlich schon voe Eröffnung hätten erledigt sein sollen laufen immer noch, und die ausgelöste bauliche Verdichtung geht an vielen stelle erst jetzt so richtig los (weil vorher baurechtlich nicht möglich).
    Extrapoliert man das in die Zukunft rollt die S-Bahn durch stationen mit überwiegend geschlossener 4-5 Geschossiger Bebauung in der ANchbarschaft drumherum, wo während der Planungsphase mit Industriebrachflächen und lockerer 1,5 geschossiger Bebauung gerechnet wurde.
    Rechnet man allein das hoch, kommt man je Station auf 2000-3000 zusätzliche Einwohner und Arbeitsplätze, die durch die grosse Nähe zur Staiton zu einem Grossteil oder überweigend mit dem ÖV erschlossen werden.
    10 solcher Gebiete mit Bebauungsverdichtung an passender Stelle statt neubau auf oder neben der grünen Wiese ersetzen einen der oben genannten Ringe in 2-Streifiger Ausführung. Es gibt 83 S-Bahn und 200 Stadtbahnstationen. Die wenigsten davon so dass man nicht noch sinnvoll und stadtverträglich um die Stationen evrdichten könnte.
    Kostet PApier und Toner, bauwillige die gerne realisieren würden stehen aktuell Schlange. "Leidtragende" wären vermutlich Wohngebiete auf der Alb und in ähnlichen Lagen aus den 70'ern und 80'ern, wo die Bewohner dann wegsterben und nicht mehr nachziehen, sowie die Tankstellen auf den Stecken zwischen den Orten und Stuttgart - womit ich leben kann.

    Nebenwirkung einer solchen Anpassung und Entwicklung wären verdichtete ÖV-Takte, die dann weitere Fahrgäste anziehen, und den MIV weiter ausdünnen.

    Ich denke sorum wird eher ein Schuh draus. Wirds auf den bestehenden strassen leerer, weil die Leute dort einfach so nicht mehr fahren wollen, haben alle was davon.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das auto nicht, aber dafür häufig ein anderes (weiteres) -


    Aber wo soll dass denn herkommen? Nur weil eine Entlastungsstrasse gebaut wird kauft sich nicht deswegen jemand ein Auto und fährt dann aus Langeweile spazieren.
    Ich kann deine Idee nachvollziehen und selbstverständlich kann man mit einem verbesserten ÖPNV-Angebot etwas erreichen. Aber z.B. auf der B14 fahren täglich über 75.000 Autos. Es ist doch zu bezweifeln, dass man mit einem verbesserten ÖPNV-Angebot diese Zahl auf ein erträgliches Maß reduzieren kann.

  • hfrik: Du hast mit deiner Ausführung recht. Allerdings ist das eher ein asiatisch-metropolisches Modell. Bei uns gibt es vermutlich zuviele, die in einem schicken Einfamilienhaus mit Garten und ggf Pool wohnen wollen. So kennts und so tickt doch der gemeine betuchte Schwabe...
    Fazit: Diese zahllosen "Flecka" können nur durch MIV angesteuert werden. Der SUV bleibt Fortbewegungsmittel Nr.1

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    @ HFRIK
    Welche "induzierten Folgeprobleme"?

    Die "induzierten Folgeprobleme" sind die positiven Auswirkungen für den Autofahrer. Die will er offenbar, wo es nur geht, verhindern.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Allerdings ist das eher ein asiatisch-metropolisches Modell. Bei uns gibt es vermutlich zuviele, die in einem schicken Einfamilienhaus mit Garten und ggf Pool wohnen wollen. So kennts und so tickt doch der gemeine betuchte Schwabe...
    Fazit: Diese zahllosen "Flecka" können nur durch MIV angesteuert werden. Der SUV bleibt Fortbewegungsmittel Nr.1

    Wer das nicht möchte, dem steht es frei Baden-Württemberg zu verlassen und andernorts glücklich zu werden. Von mir aus in Hak Nam.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Aber wo soll dass denn herkommen? Nur weil eine Entlastungsstrasse gebaut wird kauft sich nicht deswegen jemand ein Auto und fährt dann aus Langeweile spazieren.
    Ich kann deine Idee nachvollziehen und selbstverständlich kann man mit einem verbesserten ÖPNV-Angebot etwas erreichen. Aber z.B. auf der B14 fahren täglich über 75.000 Autos. Es ist doch zu bezweifeln, dass man mit einem verbesserten ÖPNV-Angebot diese Zahl auf ein erträgliches Maß reduzieren kann.


    Nun, in Curritiba hat man mit Baupolitik den MIV auf 14 % unten gehalten - da wäre die B14 praktisch leer. So weit muss man das aber garnicht treiben.
    Schon mit 10% weniger sind erfahrungsgemäss die allermeisten Staus geschichte.
    und 10% ist das was man mit einer Verdichtung um ÖV-STationen problemlos erreichen kann.
    Ansonsten - da fährt einer nicht aus Langeweile spazieren, sonder wählt dann doch den etwas entfernter liegenden Arbeitsplatz, fährt einen bäcker weiter zum Brezeln holen, etc... Klassische Verkehrserzeugung eben.
    Passiert überall da ganz besonders, wo aktuell durch Staus das Verkehrswachstum gebremst ist. Deswegen funktionieren viele Umgehungsstrassen nicht wie erwartet - Umgehungsstrasse voll, Duchgangsstrasse immernoch voll.

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    hfrik: Du hast mit deiner Ausführung recht. Allerdings ist das eher ein asiatisch-metropolisches Modell. Bei uns gibt es vermutlich zuviele, die in einem schicken Einfamilienhaus mit Garten und ggf Pool wohnen wollen. So kennts und so tickt doch der gemeine betuchte Schwabe...
    Fazit: Diese zahllosen "Flecka" können nur durch MIV angesteuert werden. Der SUV bleibt Fortbewegungsmittel Nr.1


    Die Einfamilienhäuser sind da nicht so sehr das Problem, sondern die Positionierung neuer Flächen. Die Mietpreisentwicklung zeigt, dass es die Leute aus entlegenen Einfamilienhausgebieten in die Städte zurückzieht.
    Dem kann man mit bauen um ÖV-Knoten folgen, oder aber durch bauen weit weg von ÖV-Knoten. Letzteres ist in S lange standard gewesen (man schaue mal wüo in den 50'er, 60'er, 70'er und 80'er die Mehrgeschosser gebaut wurden, erst heute denkt man gaaaanz langsam um, und noch viel zu zaghaft.)

    Wenn der betuchte Schawabe dann keine Lust hat weiter in die sTadt zu ziehen, tut das andererseits auch nicht weh - dafür gibt es Märkte.
    D.h. die Verwaltung ermöglicht dichtere Bebauung um ÖV-Knoten.
    Zieht es die Leute in diese Gebiete, sind dort auskömliche Mieten gegeben, und es gibt Leute die diese dichtere Bebauung in Stein und Beton real bauen.
    Zieht es die Leute nicht dort hin, bleibt die heutige Bebauung dort einfach stehen, bzw. entfällt wenn keiner mehr dort wohnen will (wonach es nicht aussieht). Im worst case hat man dann einige Seiten Papier unnötig mit neuen Bebauungsplanfestlegungen bedruckt.
    Wenns funktioniert hat man die Umwelt geschont, andere Leute nicht verlärmt, den Zuschussbedarf des ÖV reduziert und die Strassen von Staus entlastet, ohne dass die öffentliche Hand irgendwo bauen und investieren musste.
    Schaue ich mir die Mietpreisverteilung im Raum Stuttgart an, so scheint die Anzahl an Einfamiienhäusern mit Garten angemessen zu sein, die Anzahl von Wohneinheiten mit gutem ÖV-Anschluss ist dagegen steigerungsfähig.
    Im übrigen - ich denke nicht an gestapelte Hühnerkäfige ala Asien. Es geht schon qualitiativ hochwertiger, und auch oft eine Nummer kleiner. (Auch wenns mal richtig gross werden darf.)
    Und man darf auch alte Bausünden mal bereinigen. D.h. den Wohnblock in Feldrandlage gezielt deinvestieren (vermietet lassen ohne wesentliche Investition bis er auseinanderfällt) und dann abreissen und durch Einfamilienhäuser ersetzen, und dafür neben dem Bahnhof den Autohändler und die älteren Einfamilienhäuser wegreissen und durch Wohnblocks ersetzen. Per Saldo bleibt die Verteilung EFH - Wohnblock gleich, die fussläufige Entfernung im Mittel der Bevölkerung zum ÖV-Knoten reduziert sich jedoch drastisch. Entsprechend passt scih der modal split an. Und den Ortskernen / Teilortskernen tut das auch sehr gut.

  • Leute, wir machen uns um das ganze Thema "Stau in Stuttgart" viel zu viele Gedanken. Umgehungstraßen, City-Ringe, Tunnels - alles Quatsch!

    Es ist nämlich ganz einfach mit dem Stau in Stuggi: die böse Müllabfuhr ist schuld und soll doch bitte dann anderer Leute Müll wegbringen wenn die Leistungsträger (der CDU) gerade nicht unterwegs sind. Die Oppositionsbank bebt!

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.abfalle…c46331d387.html

    Dieser Scherz hat sich eindeutig im Monat verirrt.

    Auch hier wieder eine Anmerkung, bevor beim ein- oder anderen CDU-Fan der Speichel schäumt:

    • bin kein GRÜNER, nicht mal nahestehend
    • tatsächlich behindert ein Müllauto ab- und an den Verkehr
  • ^ Witzigerweise hätte das ja auch ein grüner Vorschlag sein können. Die reden doch immer von itellenter Verkehrssteuerung statt Straßenbau.

    Ist doch intelligent, die Müllabfuhr außerhalb des Berufsverkehrs fahren zu lassen. Schneeräumdienste schickt man auch nicht erst im Berufsverkehr los, sondern idealerweise vorher, damit der dann möglichst reibungslos läuft. Da jucken selbst Nachtzuschläge nicht, bedenkt man den Produktions- und Steuerausfall, wenn die halbe Stadt im Schneechaos feststeckt.

  • Es ist doch eher im Sinne der Grünen, gerade Pendler zu blockieren, damit die doofen Autofahrer endlich auf die Stadtbahn oder aufs Winnerad umsteigen. Folgerichtig soll - heutige StN - Müll nun sogar öfter und intensiver eingesammelt werden. Das war erst der Anfang. In 8 Jahren lässt sich einiges an Tortur einfallen. Ach ja - ich bin weder CDU-Fan noch sonst ein Fan bestehender Parteien. Ich ärgere mich nur in letzter Zeit in der Regel grün.

  • den Müll noch öfter abholen? Das wär aber überhaupt nicht grün, es sei den mit E-Müllautos. Grün wäre, den Müll so lange nicht abzuholen bis aus lauter Verzweiflung Komposthaufen unterm Küchentisch errichtet werden und der Trester nochmal aufgegossen wird.
    Wobei Müllvermeidung wirklich ein guter Ansatz wäre (oder sich von einer der (korrigiert mich wenn falsch) drei Tonnensorten in S trennen), soweit denkt aber leider mal wieder keiner der bestehenden Parteien und hat außerdem im Straßenbau-Fred auch nichts verloren.

    Den Müll vor dem Berufsverkehr abzuholen beschäftigt nur wieder die Anwaltskanzleien weil der ruhebedürftige Großstadtbewohner nicht ausschlafen kann. Nach dem morgendlichen Berufsverkehr ist (einklagbare?) Mittagsruhe bis um drei und nach dem abendlichen Berufsverkehr fühlt sich der von der Arbeit erschöpfte Leistungsträger möglicherweise beim Promi Dinner gestört und fängt auch wieder an zu klagen. Also alles keine Lösung.

    Voll cool Müllmann 2.0 wäre das Zeug einfach selbst wegzubringen. Schließlich bauen wir ja unsere Regale selber, drucken unsere Tickets und stecken Päckchen in die Packstation.

    Was das Parteienleid angeht sind wir Brüder im Geiste, Wagahai, desweiteren kann dieser Beitrag Spuren von Zynismus enthalten.

  • Radltopf wäre mal ein Anfang. Auch Gehaltskürzung im Verhinderungsministerium sollte kein Tabu mehr sein. Für die Nullleistung des Ministeriums bisher wäre das nur angemessen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Radltopf wäre mal ein Anfang. Auch Gehaltskürzung im Verhinderungsministerium sollten kein Tabu mehr sein. Für die Nullleistung des Ministeriums bisher wäre das nur angemessen.

    Zwischen deinen polemischen Zeilen gelesen hast du also auch keinen richtigen Vorschlag wo das Geld herkommen soll.