Flughafen Leipzig-Halle

  • Flughafenchef Malitzke wechselt überraschend zu DHL und übernimmt ab 2009 den Vorsitz der Geschäftsführung in Leipzig. Ob es einen Nachfolger für den Chefposten am Airport Leipzig/ Halle gibt oder ob die Suche erst beginnt, ist noch unklar. Er übernahm 2004 den Chefposten - als jüngster Flughafenchef in Deutschland. Bevor er nach Leipzig kam war er stellvertretender Fracht- Abfertigungschef des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport.


    Leipziger Volkszeitung

  • Am Flughafen und in dessen Nähe sollen bis 2009 drei weitere Logistikzentren entstehen. Nach Angaben der Investoren könnten dadurch bis zu 2500 neue Arbeitsplätze in den nächsten Jahren entstehen.
    Die Vorhaben im Einzelnen:
    - Flughafen (Frachtbereich Süd) – das World Cargo Center wird um eine weitere Halle ergänzt, die Fläche damit auf 40.000 qm verdoppelt
    - Schkeuditz-West (das Baugebiet liegt in dem aus B6, A9 und S-Bahn gebildeten Dreieck) – Projektname: Logistikzentrum-Leipzig, 50.000 qm, Realisierung in 2 Bauabschnitten
    - Großkugel (grenzt fast an das Baugebiet in Schkeuditz-West, liegt nur auf der anderen Seite der A9 in Sachsen-Anhalt) – 180.000 qm (!), Realisierung in 2 Bauabschnitten, die Halle wird die Abmessungen der DHL-Verteilerhalle deutlich übertreffen


    Angaben über bereits abgeschlossene Verträge wurden nicht gemacht. Im Falle des Projektes in Großkugel wurde seitens des Investors sogar zugegeben, dass noch keine Nutzer gefunden werden konnten. Man muss abwarten wie sich das entwickelt und ob sich die hohen Erwartungen der Region in die Logistikbranche erfüllen werden. Ein Selbstläufer scheint es derzeit noch nicht zu sein.

  • Ein bisschen Innenarchitektur

    Für den leerstehenden Tower (m.W. seit 2000 so, als der neue Tower nördlich der A14 in Betrieb ging) ist eine Sky Lounge geplant, die vom Leipziger Büro Gregor Fuchshuber & Partner gestaltet wird. Dabei sollen originale Ausbaustücke aus historischen Flugzeugen ihre Verwendung finden. Näheres zum Investor ist mir nicht bekannt, aber so könnte es mal aussehen:



    Foto: Gregor Fuchshuber & Partner

  • Am neuen Zubringer zur Landebahn Nord, werden/wurden die ersten Stützpfeiler für die neue Brücke betoniert. Demnächst werden die Arbeiten auch in der Mitte der Autobahn weitergeführt.










    Bilder: Dr.Faust

  • Nachfolgende Beiträge habe ich aus dem Thread Hotels in der Innenstadt hierher kopiert. Gruß, Cowboy.


    In der Tat haben wir ja Fluglinien nach London und Spanien - von Altenburg!


    Die kleine Piste im Leipziger Süden hat nicht diesen kranken Größenwahn wie Leipzig, deswegen konnten die Betreiber die Kosten niedrig halten. Damit haben sie die Billig-Carrier angelockt. Jeden Tag heben drei vollbesetzte 373 nach Edinburgh, Barcelona oder London ab. Das hat Leipzig in 20 Jahren nicht geschafft.
    Leipzig war sich immer zu fein für Ryanair und Easyjet, aber das sind nun mal für den Normalverbraucher die Carrier der Wahl. Kein Mensch fliegt privat zum Wochenendtrip nach London mit Lufthansa. Das begreift in Schkeuditz bloß niemand.
    Ich wage ma vorauszusagen, daß wir eine gefährliche Dopplung von zwei teuren Flughäfen kriegen werden. Leipzig macht die Luftfracht und Charter, Altenburg die Linienpassagiere. Auf Dauer funktioniert das aber nicht.


    Nur mittlerweile ist auch Altenburg soweit ausgebaut, das man das dort nicht einfach stilllegen kann. Irgendwie müssen die beiden Airports in eine gemeinsame Strategie eingebunden werden...so sehr man sich auch haßt.

  • @WolfsheimJena

    also ich weiss nicht, woher du deine informationen hast, aber in laut der homepage deines so tollen fulgplatzes in ost-thüringen gibt es ausschließlich flüge nach london, und auch nur Mo Mi Fr und So .... auf ryanair.com findet man dann noch aller 2 tage flüge nach barcelona und nach schottland auch nur aller 2-3 tage. außerdem habe ich auch gelesen, dass jeder flug sehr auf die kosten der thürunger steuerzahler geht. demzufolge solltest du dein lobeslied auf diesen flugplatz etwas im zaume halten!!
    (sorry cowboy, hab deinen hinweis gelesen, allerdings fand ichs im plauderbereich momentan auch etwas in der luft stehend)


    wieder zurück zum thema:


    mit "sonderflügen" zu zeiten großer messen scheinen sich die airlines schwer zu tun. hab noch nie verstanden, wieso niemand sich der logistischen un planerischen herrausforderung stellt, und auch interkontinentalflüge anbietet.



    vielleicht bringt der flughafen BBI auch positives für die leipziger messe. immerhin sind es ja wirklich nur 45 minuten von dort bis zur messe, wenn die richtigen anbindungen erstmal gebaut seien sollte.
    dass der flughafen leipzig aus sicht der landespolitik sachsen nicht gerad maximal unterstützt wird, ist naheliegend. wer in dresden arbeitet und auch wohnt, hat mit sicherheit lieber einen großen internationalen flughafen vor der haustür, als erst nach leipzig fahren zu müssen.



    und jetzt noch der bogen zum thema hotelbau. die ganzen geplanten und in bau befindlichen luxushotels werden wohl eh hauptsächlich von kongressgästen deutscher großer firmen besucht werden, als reichen amerikanern, die unbedingt direkt von new york nach leipzig fliegen wollen. und die deutschen gäste haben soweit ich weiss eine sehr gute anbindung aus gesamtdeutschland nach leipzig, auch per flugzeug.

  • Diese gute Anbindung gibt es nicht! Oder warum hört man denn ständig die Beschwerden, das LE schlecht zu erreichen ist.


    Beispielsweise ist die Anbindung an den europäischen Linienverkehr einfach erbärmlich. Große Ziele wie Paris, Brüssel, Amsterdam, Madrid etc können von Leipzig direkt nicht erreicht werden. Auch die Anbindung an FRA, MUC, DUS und HH ist total bescheiden. 1x am Tag zu fliegen und noch dazu mit soner 30-sitzigen Rampensau ist nicht wirklich top. Da besteht nun wirklich nachholebedarf.


    Und wenn die Anbindungen über Kurz- und Mittelstrecke nicht stimmen, kann man Interkontinentalverkehr gleich vergessen. Was soll den mit 350 Leuten aus Washington, Rio oder Singapur in Leipzig werden? Sollen die mit dem ICE nach Frankfurt zu ihrem Anschlußflug kommen oder wie?


    Das einzige was in Leipzig an Passagieren durchgeht sind Amerikaner die in den Irak zum Leute totschießen geflogen werden. Wahrlich ruhmreich.

  • Was wäre wenn man die Anbindungen an andere wichtige europäische Ziele wie London, Paris, Madrid ect. wenigsten für die Dauer der Messe(n) realisieren würde? Also z.B. für die 4 tägige Buchmesse. 2 Flüge pro Tag, einer am Morgen und einer am Abend. NAch der Messe wird das dann eingestellt. Is sicher nicht der beste Weg, aber vielleicht eine Option?

  • na aber zur buchmesse könnte man immerhin deutschlandweit flüge anbieten .... zur AMI MINDESTENS deutschlandweit ... und zur GC ... naja .. schon weltweit. kann mir nicht vorstellen, dass die airlines ein minusgeschäft machen würden .... und irgendwie müsste der flughafen auch den airlines entgegnkommen können. bereitstellen von bodenpersonal etc ...

  • Eine Realisierung einer solchen Option setzt voraus, dass es geschäftlich wichtige Messen gibt. Die AMI und die Buchmesse gehören nicht dazu. Das sind zwar publikumsstarke, aber auf Konsumenten ausgerichtete Messeformate. B2C also, ein Flugverkehr ist nur für große B2B-Messen interessant, da keine Familie mit Autokaufwunsch von Stuttgart nach Leipzig fliegt.
    Die einzigen Messen auf die das momentan zutrifft sind die GC, die intec und die Z. Da sollte man darüber nachdenken. 3 Flüge hin und zurück nach London, Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart wären schon mal ein Anfang.

  • Ich seh dies ebenso, die Besucherstarken Messen, wie Buchmesse und AMI ( fraglich in welchen Rahmen sie dieses Jahr stattfindet) sind keine Messen mit starken Fachbesucheraufkommen.
    Potential haben sicherlich auch Flugverbindungen zu Kongressen ab einer gewissen Größe. Eine gezielte Anbindung an europäische Stadt würde den Renomee bestimmter Messen nicht schaden. Denn die Überwindung eine Messe ist geringer, wenn es gute Verbindungen nach Leipzig geben würde.


    Sie gibt auch kleine Messethemen die einfach stärker auf die Zukunft ausgerichtet sind, bspw. ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK, enertec oder terratec - Messen in einer Nische, die aber nicht nur einen regionalen Anspruch besitzen.


    Überhaupt mangelt es Leipzig an zukunftsträchtigen Branchen, die ein höheren Flugaufkommen gewährleisten würden. Nur Pakete mit dem Flugzeug verschicken ist keine Grundlage auf Dauer - denn die Logistik ist zu abhängig von einer funktionierenden Wirtschaft.


    Daher für den Anfang nur zu mehr Flüge zu Messen und Kongressen, dies gab es ja letztes Jahr bereits zur GC - die ja dieses Jahr ausgesetzt wird - die GCO hat sicherlich ein kleinere Sogwirkung bei Fachbesuchern aufgrund ihrer zu Speziellen Ausrichtung.

  • @WolfsheimJena


    Oh man hier sieht man mal wie jemand keine Ahnung hat
    Nur so Paris wird schon seit 2 Jahren von Air France von Leipzig aus Nonstop 2 mal täglich Angeflogen


    Die anderen Strecken werden auch öfters als 1 mal täglich angeflogen
    schaut mal in den Flugplan


    HH wird nicht angeflogen warum auch ??


    Und Der Letzte Satz den kannste dir sparen -,-


    Sorry wenn man keine Ahnung hat sollte man einfach mal sich zurück nehmen

  • Ich sehe das wie lej1990: kommentare über die Zwischenlandung kann man lassen,wirtschaftlich auf jeden Fall sinnvoll.
    PAris wird angeflogen sit auch Richtig und die Innerdeutschen Verbindungen gibt es außer Hamburg, da der ICE nach Hamburg nur 2 Stunden 50 Minuten braucht
    Ob diese zu selten angeflogen werden oder mit zu kleinen Maschienen kann ich nicht beurteilen
    aber: es fehlen Billigverbindungen in manche deurtsche Städe
    zudem Flugverbindungen nach Rom, Brüssel, London, Madrid, Wien, usw. wenigstens die großen Hauptstädte sollten bedient werden auf den Niveau von der Linie nach Paris. Die Verbindun nach Londo von Air BErlin soll ja sogar damals zu 70% ausgelastet gewesen sein. Hier muss auf jeden Fall etwas passieren damit Leipzig als Ziel wahrgenommen wird.

  • Auch die Anbindung an FRA, MUC, DUS und HH ist total bescheiden. 1x am Tag zu fliegen und noch dazu mit soner 30-sitzigen Rampensau ist nicht wirklich top.


    Ganz so dramatisch ist es dann doch nicht. Es gibt 4 tägliche Verbindungen mit der Lufthansa nach DUS mit Anschluss an Nordamerika und Europa, 5 Flüge nach FRA usw...

  • Okay, dann will ich auch mal.


    @ WolfsheimJena: Ich schätze dich ja als jemanden, der in den Diskussionen bisher immer einen relativ ausgewogenen Standpunkt hatte und auch die wirtschaftlichen Zusammenhänge in Betracht zieht. Zumindest im Ausgangsposting dieser Diskussion scheint dir da aber der alte Thüringer Lokalpatriotismus einen Strich durch die Rechnung gemacht zu haben.


    Leipzig-Altenburg ist nicht erfolgreich, weil man keinen "kranken Größenwahn" a la LEJ hat, sondern weil man auf Steuerzahlerkosten die Gewinne von Ryanair finanziert. Sicherlich hat man eine niedrigere Kostenbasis als der Flughafen Leipzig-Halle, man muss aber kein Flugverkehrsspezi sein, um schon mal von der Vertagskultur Ryanairs gehört zu haben. Es ist nahezu ausgeschlossen, dass die Gebührenzahlungen Ryanairs auch nur die laufenden Kosten decken, zumal in Altenburg inzwischen keine anderen (Charter-)Flüge mehr stattfinden, die die Bilanz ein wenig aufbessern könnten. Selbst Frankfurt-Hahn, die Ryanair-Basis sind und ihre Bilanz mit Cargo und anderen Linienfluggesellschaften aufbessern könnten, macht seit Jahren ausschliesslich Verluste. Man muss kein betriebswirtschaftlicher Experte sein, um die Schlussfolgerung zu ziehen, dass die ein- bis zweimal täglich (es gibt keine 3 täglichen vollbesetzten Flüge) für 150 Paxe geöffneten Einrichtungen eine weitaus schlechtere Bilanz haben werden. Als Hahn (wie gesagt, eine für Ryanair weitaus wichtigere Station als Altenburg) vor kurzem die Gebühren um wenige Euro erhöhen wollte, hat man sofort mit einem Abzug der halben Flotte gedroht. Stationen an anderen Flughäfen (bspw. Valencia) wurden bereits aufgrund ähnlicher leichter Preiserhöhungen komplett aufgelöst. Altenburg wird also _nie_ die Chance haben, sich mit den Ryanair-Flügen wirtschaftlich zu rechnen. Thüringen hat das bereits selber zu spüren bekommen, als die Ryanair-Flüge nach Erfurt zugunsten Altenburgs eingestellt wurden. Auch bei den Tagesrandflügen der AB ab LEJ nach STN (London-Stansted), die sich bei ~ 75% Auslastung befanden, war wohl Ryanair in Altenburg der entscheidende Faktor, der die mittelfristig benötigten 80% verhindert hat.


    Halten wir also fest: Altenburg macht langfristig Verlust ohne Aussicht auf Besserung und Altenburg kostet die umliegenden etablierten Flughäfen Fluggäste, und damit Verbindungen und Umsatz.


    Wo ist hier also der Größenwahn zu finden? Ich würde sagen, im Landratsamt Altenburger Land und im Thüringer Wirtschaftsministerium.


    Was ich mich Frage, wie du im Anschluss eine Analogie zu den Messen und den mangelhaften Verbindungen Leipzigs ziehst. Ist ein täglicher FR-Flug ab STN in irgendeiner Weise relevant für einen geschäftlichen Messebesucher aus London? Oder ein Flug nach Girona, oder nach Edinburgh? Die Frage kannst du dir, denke ich, selber beantworten.


    Unbestritten bleibt jedoch, liebe LEJ-Lokalpatrioten, dass die luftverkehrliche Anbindung Leipzigs stark verbesserungswürdig ist. Die mangelhaften Direktverbindungen in europäische Wirtschaftszentren waren schon immer eine Achillesferse fürs Leipziger Messe- und Kongressgeschäft. LEJ leidet hier extrem unter dem schwachen Umland (dass wiederum dank Leuna aber auch die zwei täglichen CDG (Paris Charles de Gaulle)-Flüge sichert).


    Ganz so schlecht, wie du es darstellst, ist die Situation aber nicht. Wichtig sind in Zeiten von gut genutzten Loyalitätsprogrammen hauptsächlich die Anbindungen an Drehkreuze. Die Star Alliance bietet hier 5-6 tägliche FRA, Flüge, + 5x MUC, + 3 x VIE - macht 13-14 tägliche Drehkreuzanbindungen. Skyteam bietet immerhin noch 2 tägliche Flüge (die bereits erwähnten nach CDG), einzig in Sachen ONEworld (die aber auch die unbedeutendste der drei großen Allianzen ist) sieht es düster aus. Innerdeutsch ist man wie ebenfalls bereits erwähnt, wenigstens zweimal täglich an die wichtigsten Wirtschaftszentren angebunden. Flüge nach Hamburg (früher bis zu 6x täglich) gibt es aus gutem Grund nicht mehr, seit die Bahn nur noch 3 Stunden bis dort braucht).


    Wichtig wären Tagesrandverbindungen in europäische Wirtschaftszentren wie Madrid, Moskau, London, Mailand, etc. dennoch. Nur wo sollen die dafür benötigten Premiumpaxe herkommen, wenn kaum ein Unternehmen seinen Sitz in Leipzig hat?


    Noch ein Kommentar zu den Sonderflügen zur Messe: diese gibt es seit Jahr und Tag, mal öfter, mal seltener, auch die Lufthansa setzt während der großen Leipziger Messen meist größeres Fluggerät ein.


    @ lej1990:


    Grandioser Einstieg, Glückwunsch. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass jemand in seinem ersten Posting einem längeren Forumsmitglied wenig eloquent Nahe legt, sich zurückzunehmen. Bitte ein wenig an der Diskussionskultur arbeiten.

  • Lokalpatriotismus hin oder her, es ist jedenfalls unverkennbar, das sich ein Dualismus zwischen den Standorten Altenburg und Leipzig herausgebildet hat. Dieser hat seine Ursachen aber in den total unterschiedlichen Geschäftsgrundlagen der beiden Airports, weniger im Größenwahn. Der war in LEJ beileibe nicht kleiner, wenn man sich die hochfliegenden Träume der neunziger Jahre anschaut.


    Übrigens sehe ich die finanzielle Perspektive von Altenburg nicht ganz so düster. Dase, Du hast schon Recht mit dem Standpunkt, dass die Thüringer nun wohl etwas größer denken, als es gut und angemessen ist - sie hatten keine Chance mit dem Airport, aber sie haben sie genutzt: Für das Land Thüringen gilt aber Anderes. Es hat sich vor langer Zeit aus dem Gesellschafterstatus zurückgezogen, weil es lieber den Flughafen EF ausbauen wollte (was ähnlich größenwahnsinnig ist). Gegenwärtig sieht die Struktur so aus:


    60 % Landkreis Altenburger Land
    weiterhin als Minderheitsgesellschafter engagiert sind:
    Stadtwerke Altenburg
    Gemeinde Nobitz
    Stadt Meerane
    Kaefer Aerospace GmbH


    Das heisst, die Trägerschaft befindet sich auch auf der Finanzseite NICHT in Händen des Landes. Hier sind Kommunen und Unternehmen beteiligt. Im Falle des Verlustes oder der Insolvenz besteht keine Gewährleistungspficht für das Land. Das heisst, das komplette Entwicklungsrisiko liegt auf Seiten der Gesellschafter. Das ist schon mal anders als in LEJ.
    Des weiteren haben die finanziellen Zuschüsse der Gesellschafter in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen, da mehr Eigeneinnahmen erzielt wurden (Landegebühren, Grundstücksvermarktung auf dem anliegenden Industriegebiet, Parkgebühren, etc. pp.).


    An dieser Stelle trägt dann doch das Argument der Kleinheit der Strukturen, denn es gibt dort eben nicht eine 600m lange Mall, riesige Gebäude samt 2 gigantischen Landebahnen zu finanzieren. Erweiterungen sind auch nicht geplant. Ich stimme Dir schon zu, daß mit Flughäfen keine großen Gewinne zu erwirtschaften sind. Das ist nun mal so bei Infrastruktur. Dennoch glaube ich, das ABG im Moment die relativ besseren Finanzkennzahlen aufweist als LEJ. Auch kann AOC durch die geringeren Fixkosten günstigere Konditionen für die Billigheimer anbieten. Sonst wäre Ryanair eben nach LEJ gegangen, die Anbindung des Flughafen ist um Welten besser, als bei diesem Bauernstadel da in Altenburg.


    Was die Flüge angeht, lasse ich mich gerne positiv überraschen, hier bist Du offensichtlich besser informiert. Vielleicht trägt das ja dazu bei, daß ich häufiger ab LEJ fliege, anstatt erst nach FRA oder SXF zu gondeln.

  • Aerologic / EU-Kommission prüft Fördergelder bei Landebahn

    Gestern landete die erste Frachtmaschine, eine Boing 777F, der in Leipzig neu gegründeten Luftfrachtgesellschaft Aerologic. Die gemeinsame Tochter von DHL Express und Lufthansa Cargo geht mit dem Flugplanwechsel am 29. Juni offiziell an den Start. Bis Ende des Jahres sollen drei weitere Boings ausgeliefert werden, acht von geplanten elf Boings seien inzwischen bestellt.


    LVZ-Artikel


    Fotos von der ersten Landung


    Offizielle Homepage Aerologic




    Derweil ziehen dunkle Wolken über der Flughafen AG auf. Die EU-Kommission entscheidet darüber, ob die Fördermittel für die neue Landebahn eine unerlaubte Beihilfe für die Ansiedlung von DHL war. Falls die Kommission zu diesem Schluss kommt, droht der Flughafen AG (Anteilseigner nach Größe geordnet: Freistaat Sachsen, Sachsen-Anhalt, Dresden, Leipzig, Halle) eine Rückzahlung in Höhe von 124 Mio Euro. Eine wie gewohnt kritische Auseinandersetzung zum Thema lest ihr in der Leipziger Internetzeitung. (Link)