Klinikum Stuttgart (in Bau)

  • Danke, umso besser. Freilich kein Artikel mit Stuttgarter Politikern ohne geistigen Dünnpfiff mehr. Diesmal von der CDU: Am Brunnen darf keine Rennstrecke verlaufen.


    Da wird also ein Brunnen in Halbhöhenlage hinter dem Klinikum eingeweiht. Ein erfreuliches Ereignis, ausnahmsweise ohne daß es irgendwelche Mißtöne geben müßte. Investoren, Eidechsen, Versiegelung, Kaltluft, Juchtenkäfer, Verschattung, Glühwürmchen, Prestige? Fehlanzeige. Doch halt, kann man sich doch einfach was Neues ausdenken. Grundlos. Braucht das Stuttgarter Bürgersensibelchen inzwischen - wird offenbar geglaubt. Vielleicht werden die innovativen Bedenken sogar eines Tages nach der PionierIn benannt. Noch besser. Man möchte gar nicht wissen, wieviele Anlieger bereits um ihren Schlaf gebracht sind. Nicht weil es eine Rennstrecke wäre oder würde, sondern nur aus kreativ geschürter Angst.


    Vorschläge für ähnliche Anlässe:
    [INDENT]"Es darf hieraus keine Deponie werden"
    "Die Strahlengrenzwerte sind unbedingt einzuhalten"
    "Die Lärmentwicklung werden wir im Auge behalten"
    "Negative Auswirkungen auf ihre Lebensqualität wollen wir vermeiden"
    "Dieser Brunnen darf kein Auftakt für Hochhausbebauung sein"
    [/INDENT]

  • das mit der Rennstrecke hab ich ehrlich gesagt überhaupt nicht verstanden, das muss die CDU-Frau nochmal genauer erklären. :nono:


    Bin aber gespannt wann die ersten Beschwerden wegen nächtlicher Ruhestörung eingehen ob dem Plätschern des Brunnens.

    Einmal editiert, zuletzt von hans.maulwurf () aus folgendem Grund: "CDU-Mann" durch "CDU-Frau" ersetzt...

  • Gab ja nen Artikel kürzlich, stimmt. Hatte ich schon verdrängt. Man kann nicht mal mehr einen Brunnen unvoreingenommen einweihen. Das Bild ist übrigens aus kleinen Mosaiksteinchen zusammengesetzt. Man hat gefühlt eine Ewigkeit daran gewerkelt.

  • Freilich kein Artikel mit Stuttgarter Politikern ohne geistigen Dünnpfiff mehr. Diesmal von der CDU: Am Brunnen darf keine Rennstrecke verlaufen. (...)


    Doch halt, kann man sich doch einfach was Neues ausdenken. Grundlos. Braucht das Stuttgarter Bürgersensibelchen inzwischen - wird offenbar geglaubt. Vielleicht werden die innovativen Bedenken sogar eines Tages nach der PionierIn benannt. Noch besser. Man möchte gar nicht wissen, wieviele Anlieger bereits um ihren Schlaf gebracht sind. Nicht weil es eine Rennstrecke wäre oder würde, sondern nur aus kreativ geschürter Angst.


    Da wagt eine Politikerin, die qua Amt dem Wohl und der Unversehrtheit der Bürger ihres Stadtteils verpflichtet ist, anlässlich einer Brunneneröffnung den Hinweis, dass die vorbeiführende Wohnstraße, die bekanntermaßen vielfach als Schleichweg aus Richtung Pragsattel-Killesberg-Birkenwaldstraße zur Innenstadt benutzt wird, keine „Rennstrecke“ sein solle und dürfe – schon mit Rücksicht auf die dort lebenden und womöglich zukünftig auch am Brunnen spielenden Kinder.


    https://www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/13655


    https://www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/4831


    Wenn allein diese völlig banale und eigentlich selbstverständliche Aussage die verbale Verunglimpfung („geistiger Dünnpfiff“) jener Dame zur Folge hat, frage ich mich, auf welcher Seite der Gesinnungsterror eigentlich zu Hause ist und wen man hier als "Bürgersensibelchen" betrachten muss. Offenbar bedeutet für Menschen, die ihre persönliche Freiheit z.B. dadurch definieren, ob sie mit dem Auto innerorts 40 oder 50 Sachen fahren dürfen, bereits jegliche Ankündigung einer möglichen Beschränkung oder Verkehrsberuhigung eine Provokation ungeheuren Ausmaßes.

  • Ach Gottchen "qua Amt dem Wohl und der Unversehrtheit der Bürger ihres Stadtteils verpflichtet", wie fürsorglich. Da fielen mir ganz andere und vor allem glaubwürdigere Ansätze ein.


    Auf diese Stellungnahme konntest wirklich nur Du kommen. Interpretation freilich wieder falsch.
    Weil ich die Ecke etwas kenne, dachte ich bei "Rennstrecke" erst an Schraube locker, dann an rasante Rennradler, die sich dort tränken, dann an Wanderweg.


    Aber wenn Du Dich durch solche Ängste gut mitgenommen und bürgerbeteiligt fühlst, mach einfach Dein Kreuz bei der Dame und gut is.

  • Es laufen weitere Abrissarbeiten um Platz zu schaffen für den Neubau des Hauptgebäudes,


    Kürzlich entstandener simpler Interimsbau



    Bilder: Silesia

  • Zitat

    Zitat MaxBGF:
    "Dieser Brunnen darf kein Auftakt für Hochhausbebauung sein"


    :lach::lach: Irgendwann wird auch das in der Presse zu lesen sein ;)



    Der Brunnen ist wirklich schön geworden, nur der Übergang Treppe-Teer ist etwas lustlos gestaltet.


    Inwiefern an diesem Brunnen eine Rennstrecke entstehen soll, erschließt sich mir nicht. Warum stören dort Radler und Autos? Die fahren doch sicher nicht die Treppenstufen hinunter. Wenn dort Kinder spielen, müssen die Eltern eben aufpassen, immerhin ist es kein Spielplatz, sondern ein Durchgang. Wenn also etwas passieren sollte, wird wahrscheinlich ein Kind von einem Steinvorsprung gefallen sein und nicht weil es von einem Auto oder Fahrrad erwischt worden ist.
    Grundsätzlich ist es gut, wenn lieber vor einem Unglück gehandelt wird, als erst hinterher aber in diesem Fall ist es doch offensichtlich reiner deutscher Bürokratenwahn.

  • Ende 2018 könnte knapp werden.


    Wölfle war seinerzeit glaube ich in arger Bredouille wegen erhebliche steigender Baukosten.


    Die Visualisierung an sich gefällt mir recht gut, mit den Aufbauten. Haben wir in dieser Form in Stuggi m. E. noch nicht.

  • ^ Mehr wie knapp. Hauptsache es gibt keinen Wasserschaden nachdem die letzten Geräte installiert wurden. ;) Mir gefällt auch was ich sehe. Ich habe aber noch eine breitere Version mit 3 gleichen Aufbauten vor meinem geistigen Auge. Der jetzige Haupteingang samt Eingangshalle gefällt mir auch. Den wird man ja kaum abreißen?! Vielleicht wird dieser ja nach Fertigstellung der Neubauten äußerlich angepasst?!

  • Der Gesamtkomplex sieht total bescheiden aus, weil die schrecklich öden Aufbauten (wieder einmal) gar nicht zum durchaus wertigen Sockel passen.


    Die Regelmäßigkeit, in der es Schtussgart schafft, Heterogenität abwertend statt aufwertend einzusetzen, ist allerdings schon eine Leistung, wenngleich eine Scheissleistung.

  • Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft im hanebüchenden "Klinikgate" u.a. um den Ex-Landesvorsitzenden der Grünen und Leiter des ehemaligen "International Unit" Braun. Auch auf die damaligen Krankenhausbürgermeister Murawski (heute rechte Hand von Kretsche) und Wölfle werden unangenehme Fragen zukommen.


    Das Klinikum ist seit Jahren defizitär, 2014 mit 24 Mio. (!), 2015 mit 27,6 Mio. (!) EURO und gerade so ging es auch munter weiter, der Ruf Stuggis als Klinikstandort ist auf Jahre ruiniert... So werfen die Neubauten fast so manche Sinnfrage auf. Wie konnte das nur passieren :nono:


    Quellen:
    StN-Online
    StN-Online
    SWP
    StZ-Online
    StZ-Online