Berlin Einwohnerentwicklung

  • eine erfreuliche stadtentwicklung wird schlecht gemacht bzw ins lächerliche gezogen.

    [mod]Hinweis: Der tatsächlich sehr niveauarme Beitrag wurde entfernt. [/mod]

    tatsächlich habe ich in diesem forum immer weniger freude wenn ich diverse beiträge lese. diese woche (und heute ist erst dienstag!!) ganz extrem beim haus der statistik und beim jahn stadion.

    mMn sollten sich einige hinterfragen, ob sie in einem architekturform richtig aufgehoben sind oder ob man ggf das diskussionsforum wechseln sollte

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    stimme ich teilweise zu.

    Klar spandauers Kommentar war unnötig vulgär, aber interessant wäre dennoch worin Berlin den Anschluss verlieren sollte?

    Und welche Werte man dann auch verwenden würde. Berlin ist derzeit Europas 5. größte Stadt, Paris (Stadt) auf Platz 9.

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    eine erfreuliche stadtentwicklung wird schlecht gemacht bzw ins lächerliche gezogen.

    Ab wann hat eine Stadt eigentlich eine "positiv gelesene" Einwohnerzahl, die aus einer "erfreulichen Stadtentwicklung" resultiert? Und warum ist eine zunehmende Einwohnerzahl hier offenbar pauschal erfreulich? Sind das Attribute, die zu einer rohen Zahl passen? Ich kann mit so was absolut nichts anfangen. Ist Berlin mit 4 Mio. Einwohnern dann "besser" als mit 3,9 Mio. oder 3,4 Mio.? Geht es den Menschen in dieser Stadt mit der einen Zahl besser als mit der anderen? Was sind das für Kategorien? Und den Anschluss verlieren woran? Oder an wen? Das sind doch Minderwertigkeitskomplex-Debatten. Die imaginäre Schwelle von 4 Mio. scheint für einige hier fast so erregend, wie die Auftürmung von Stahl und Beton über die imaginäre Schwelle von 150m. Aber Hauptsache, sinnentleerte Phrasen dreschen, die sonst nur aus den Mündern von PR-Heinis und Politikern kommen.

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    Der Zuwachs von Einwohnern ist, aller damit verbundenen Probleme zum Trotz, immer noch besser zu lesen, als der Einwohnerschwund. Das sei mir als gebürtigem Berliner gegönnt zu sagen, da ich mich gut an die Situation vor der Wende und zum Anfang der 2000er erinnere. Damals sanken die Einwohnerzahlen und die Perspektiven waren nicht so gut wie heute. Einen Anschluss an irgendwen oder irgendwas brauchen wir nicht zu suchen. Ohnehin sind Paris und London in einer anderen Liga. Einzigartig an Berlin ist die homogene und große Stadtfläche seit 1920, in Deutschland nur vergleichbar mit Hamburg seit dem Groß-Hamburg-Gesetz. Administrativ ist Paris eigentlich klein, aber natürlich ist die Stadt insgesamt riesig.

    Der oft unterschätzte Vorteil Berlins ist, dass es in der Versorgung mit allen öffentlichen Dienstleistungen immer noch einen stadtweit einheitlichen Standard gibt. Wer sich Frankfurt nicht leisten kann, zieht nach Offenbach und nimmt die damit verbundenen Nachteile in Kauf, z. B. die Verfügbarkeit von Hallenbädern.

    Edit: Mal abwarten, wie groß die Einwohnerzahl Berlins nach dem nächsten Zensus ist.

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    Der Zuwachs von Einwohnern ist, aller damit verbundenen Probleme zum Trotz, immer noch besser zu lesen, als der Einwohnerschwund.

    Das stimmt natürlich.

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    Das sei mir als gebürtigem Berliner gegönnt zu sagen, da ich mich gut an die Situation vor der Wende und zum Anfang der 2000er erinnere. Damals sanken die Einwohnerzahlen und die Perspektiven waren nicht so gut wie heute.

    Ursache und Wirkung. Das mit der schlechten Perspektive nach der Wende lag nicht an den sinkenden Einwohnerzahlen, sondern an der bewusst herbeigeführten Deindustrialisierung Ostberlins Anfang der 90er durch die Treuhand und das spätere Ausrufen Gesamt-Berlins zur Dienstleistungshauptstadt, durch Diepchen und Wowi, die ja keine Industrie mehr brauche. Als das führte ja erst zum Schwund von Einwohnern.

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    Ca. 200.000 mehr als vor 3 Monate berichtet.

    Da passt wohl etwas mit deinem Zahlenwerk nicht. Berlin wird wohl kaum innerhalb von 3 Monaten um 200T Einwohner wachsen. Die Mopo schreibt von einem Wachstum von 16,5T in einem Jahr was einem Plus von lediglich 0,4% entspricht.

    Fraglich aus meiner Sicht ob es so weiter geht. Bleibt der Zuzug aus dem Ausland aus, kann die Zahl auch mal wieder schrumpfen. Mit gerade mal 1,2 Kinder pro Frau hat Berlin die niedrigste Geburtenrate aller Bundesländer.

    Die geringe Wachstumsrate ist für mich aber insofern positiv als dass sie der Infrastruktur etwas Zeit gibt nach zu wachsen. Aktuell ist die Stadt ja ziemlich am Limit.

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    Ab wann hat eine Stadt eigentlich eine "positiv gelesene" Einwohnerzahl, die aus einer "erfreulichen Stadtentwicklung" resultiert? Und warum ist eine zunehmende Einwohnerzahl hier offenbar pauschal erfreulich? ... Ist Berlin mit 4 Mio. Einwohnern dann "besser" als mit 3,9 Mio. oder 3,4 Mio.? ... Das sind doch Minderwertigkeitskomplex-Debatten. Die imaginäre Schwelle von 4 Mio. scheint für einige hier fast so erregend, wie die Auftürmung von Stahl und Beton über die imaginäre Schwelle von 150m. Aber Hauptsache, sinnentleerte Phrasen dreschen, die sonst nur aus den Mündern von PR-Heinis und Politikern kommen.

    vielen dank, aber ich führe hier keine minderwertigkeitskomplex-debatten und dresche hier auch keine sinnentleerte phrasen. mir ist es tatsächlich ziemlich egal ob berlin 3,4mio oder 3,9mio einwohner hat.

    die "erfreuliche entwicklung" bezieht sich auf das kontinuierliche (!) und überschaubare wachstum der stadt. in der regel ist es so, dass wachsende städte unternehmen anziehen, welche die wirtschaftliche entwicklung fördern. ausserdem belegen studien, dass in kontinuierlich wachsenden städten der wohlstand (BIP) schneller steigt als die einwohnerzahl (agglomerationsvorteil). falls du dafür auch noch einen beweis benötigst, dann schau dir die wirtschaftl entwicklung der letzten jahre einfach mal an. dann siehst du einen jährlichen zuzug an firmen incl neuer arbeitsplätze und ein BIP wachstum über bundesdurchschnitt. dieses hätte es definitiv nicht gegeben, wenn berlin kontinuierlich um 50k einwohner pro jahr geschrumpft wäre.

    aus diesem grund ist der kontinuierliche, aber überschaubare wachstum eine erfreuliche stadtentwicklung für berlin

    btw genau DAS meinte ich damit, dass mir die teilnahme an diesem forum immer weniger freude bereitet

    Einmal editiert, zuletzt von mr_ilaischa (18. Februar 2026 um 08:55)

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    Fraglich aus meiner Sicht ob es so weiter geht. Bleibt der Zuzug aus dem Ausland aus, kann die Zahl auch mal wieder schrumpfen. Mit gerade mal 1,2 Kinder pro Frau hat Berlin die niedrigste Geburtenrate aller Bundesländer.

    Der Vergleich hinkt etwas, da Landkreise immer eine höhere Geburtenrate haben als Kreisstädte bzw. Stadtstaaten. So liegt die Geburtenrate Hamburgs auch nur bei 1,23, die Bremens immerhin bei 1,34. Bezogen auf ostdeutsche Bundesländer ist die Geburtenrate dort generell niedriger als im Westen Deutschlands. Allerdings hat Brandenburg mit 1,34 einen Wert, der sich von den 1,37 Hessens nicht grundsätzlich unterscheidet, mit Sicherheit ein Effekt der Familiengründung im Berliner Umland. Vom Zuzug aus dem Ausland generieren alle deutschen Städte einen maßgeblichen Teil des Zuwachs an Einwohnern.

    Quelle: Geburtenrate: Niedersachsen führt, ist Berlin Schlusslicht

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    Ursache und Wirkung. Das mit der schlechten Perspektive nach der Wende lag nicht an den sinkenden Einwohnerzahlen, sondern an der bewusst herbeigeführten Deindustrialisierung Ostberlins Anfang der 90er durch die Treuhand und das spätere Ausrufen Gesamt-Berlins zur Dienstleistungshauptstadt, durch Diepchen und Wowi, die ja keine Industrie mehr brauche. Als das führte ja erst zum Schwund von Einwohnern.

    Übrigens verschwand die Industrie auch im Westteil der Stadt wesentlich nach dem Auslaufen der Förderung. Berlin war in beiden Teilen vor der Wende eine Industriestadt mit dem entsprechenden Flair in den betroffenen Stadtteilen. Die damalige Frage nach Produktivität, Subventionierung und der Zukunftsfähigkeit der Industrie überdeckte die Tatsache, dass auch in Berlin, Leute früh aufstanden und gleichermaßen arbeiteten, wie anderswo im Westen (mangelhafte Produktivität bedeutet nicht Herumsitzen). Mochte man im Ländle damals kaum glauben, sieht man dort aber jetzt auch, wo Bosch nach Ungarn geht. Da hat Giffey Recht, die Deindustrialisierung hat Berlin hinter sich und klar, die Leute sind deshalb abgewandert.

  • Einwohner:Zuwachs & Rückgang.

    Bei den Berliner Bezirken liegen Spandau und Treptow-Köpenick beim Zuwachs an erster Stelle. Betrachtet man die neuen Wohnungen, die in Berlin gebaut werden, wundert es mich nicht, wie viele neue Gebäude in Spandau gebaut wurden. Besonders stark gewachsen ist die Einwohnerzahl wegen neu entstandenen Wohnquartieren in Spandau (+0,9 Prozent Einwohner: 2.417 Personen und Treptow-Köpenick : +0,8 Prozent Einwohner:2.482 Personen). In Spandau gab es besonders viel Zuzug in den sogenannten Planungsräumen Werkstraße, Zitadellenweg und Gartenfeld.

    ( Siehe z.B heute bei Backstein Beträgen. Thread : Berlin/Potsdam

    Leichter Rückgang in den Bezirken Charlottenburg- Wilmersdorf 0.3 % und Reinickendorf 0.4 % .

    Stand Juli 2026: 3.917.196 Einwohner. Dezember 2025: 3.913.644 (nur Angemeldete) – ich denke, es sind noch mehr. Ein Zuwachs von 3.500 Einwohnern in einem halben Jahr.

    Die meisten Migranten Leben in Bezirk: Mitte 60 %.

    Laut Bericht: Etwa ein Drittel der Zuzügler sind Deutsche und zwei Drittel Ausländer, hieß es. Aus keinem anderen Land zogen 2025 mehr Menschen nach Berlin als aus Indien (11.273 Zuzüge). Auf Platz zwei und drei folgen Ukraine und Türkei.

    Quelle : RBB

    Einmal editiert, zuletzt von Johannes_9065 (25. August 2026 um 21:37)