Innogy Campus [in Planung]

  • Innogy Campus [in Planung]

    Kölbl Kruse baut für Innogy entlang der Kruppstraße/Huyssenallee für Innogy einen neuen 8-10 geschossigen Campus. Das Eck-Hochhaus wird dazu abgerissen. :(
    Für den Entwurf verantwortlich ist das Hamburger Architekturbüro BAID (ehemals BN ARCHITEKTEN jessica.borchardt), die schon diverse weitere Projekte für Kölbl Kruse geplant haben.


    Im ersten Schritt wird auf dem bereits freigeräumten Grundstück ein erster Bauabschnitt mit 18.000qm realisiert. Nach Abriss der aller anderen Gebäude soll der Campus etwa 100.000qm umfassen.


    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/76707/3693729


    Leider kommt es genau so, wie ich es befürchtet habe. Der komplette Häuserblock wird maximal dicht und gleichmäßig hoch bebaut. Das dreiflüglige Hochhaus an der Ecke Kruppstraße/Huyssenallee ist vielleicht kein Architektur-Highlight, aber das sind die Neubauten auch nicht. Dazu wird noch ein großes Loch in die kleine Skyline geschlagen. Schade.


  • Quelle: obs/Innogy SE/innogy SE


    Witzig auch, dass man scheinbar ein einzelnes Wohnhaus entlang der Baedekerstraße nicht kaufen konnte.

  • Leider kommt es genau so, wie ich es befürchtet habe. Der komplette Häuserblock wird maximal dicht und gleichmäßig hoch bebaut. Das dreiflüglige Hochhaus an der Ecke Kruppstraße/Huyssenallee ist vielleicht kein Architektur-Highlight, aber das sind die Neubauten auch nicht. Dazu wird noch ein großes Loch in die kleine Skyline geschlagen. Schade.


    Ein Hochhaus ist für die Skyline immer schöner anzusehen, in diesem Fall finde ich den Campus auf der Abbildung aber doch ganz ansehnlich. Erinnert ein wenig an das neue Ista Gebäude in Rüttenscheid. Außerdem verdient diese Ecke einiges an großflächiger Aufwertung, dies könnte ein einzelnes großes Hochhaus nicht hergeben.

  • Die Ecke braucht wirklich eine Aufwertung. Allerdings habe ich den Eindruck, dass man das Grundstück einfach maximal in der Fläche, mit minimalen Abständen, bebaut. So bleibt nicht einmal platz für einen begrünten Innenhof für die Mitarbeiter. Die Gebäude werden die Zwischenflächen permanent verschatten, sodass dort auch nicht allzu viel Grün wachsen wird.
    Würde man zumindest an der Stelle des bisherigen Hochhauses wieder höher hinaus bauen, könnte der Innenhof etwas großzügiger gestaltet werden, was sicherlich gut für die Arbeitsatmosphäre wäre und gut für die Stadtsilhouette.

  • Mich würde mal interessieren, wie die Entwürfe der anderen Büros ausgesehen haben. Insgesamt sieht's irgendwie ganz okay aus und Köbl Kruse entwickelt ja auch immer recht hochwertige Sachen, aber an der Stelle ist der Komplex vollkommen deplatziert.
    Dichte Bebauung ist ja nicht automatisch schlecht, aber dann bitte mit etwas Diversifikation in der Höhe. Es scheint so als wolle man Fehler, die man auf der Huyssenallee schon gemacht hat, wiederholen nur mit ein paar Stockwerken mehr.
    Für die Essener Skyline und die Ecke allgemein wäre also zusammenfassend deutlich mehr möglich und auch nötig gewesen. Wo an der einen Stelle Lichtblicke zu sehen sind (jüngste Wohnhochhaus Pläne an der Huyssenallee) sehe ich hier vor allem Schatten.
    Damit wird sich also vermutlich in den nächsten Jahr(zehnten) nicht mehr groß was an der Skyline tun. Chance vertan!

  • Das kann doch nur ein Scherz sein! Innovativ? Wo? Das kleine Wohnhaus inmitten der kopierten ISTA Zentralen setzt diesem Witz noch den Hut auf.

  • Es ist echt schade, dass das Hochhaus weg muss, aber schön war es so oder so nicht. Insgesamt ist es eine Aufwertung des ganzen Areals, außerdem sollen am Park ja zwei neue Hochhäuser entstehen.


    Schön auch das sie den Standort behalten und nicht den Trend vieler anderer Firmen folgen und die Innenstadt verlassen. Es ist eine Aufwertung für das Viertel und ich freue mich auf neue Moderne Bürogebäude vll. auch mit Gastronomie, aber für die Skyline von Essen ist es ein trauriger Tag.

  • Ich bin enttäuscht, anstatt das es neue HH geben sollte, werden diese abgerissen. !!! Bravo Essen!!!:Nieder:


    Ist die Substanz des HH so schlecht, dass man es nicht erhalten kann?

  • Ich vermute es ist weniger die Substanz, eher der Schnitt. Aber das ist reine Spekulation...
    Abgesehen davon will man als "neues" Unternehmen wohl auch einen neuen Komplex entwickeln. Dass es da an Innovation fehlt (ganz zu schweigen von Ästhetik) macht das ganze aber doch etwas paradox.


    In diesem Artikel WAZ - RWE-Tochter Innogy baut in Essen ein neues Quartier, heißt es:
    "Insgesamt werden die Bürogebäude eine Mietfläche von rund 100 000 Quadratmetern bieten. Dem Vernehmen nach wird Innogy etwa 60 Prozent belegen. Der restliche Teil soll für andere Mieter entwickelt werden. Deshalb gibt es auch noch keinen endgültigen Entwurf. Spannend wird vor allem, wie Kölbl Kruse den Teil an der Freiheit gestaltet, wo heute das Ypsilon-Hochhaus steht. Hierfür gebe es noch keine Pläne, so eine Sprecherin. Stadtplaner Best: „Ich wünsche mir dort etwas Prägnantes, was die Freiheit würdigt.“"


    Vielleicht kommt da noch was. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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    Würde eben dieser Teil in die Höhe gestreckt, könnte er ein wenig wie der Frankfurter St Martin Tower aussehen.
    Blieben noch die Innenhöfe ohne Tageslicht... Aber dem Stadtbild würde es guttun.


    OK. Nicht lachen. Ich bin kein Grafikdesigner. Aber so könnte das dann aussehen:



    Quelle: Eigene Bearbeitung. Original: obs/Innogy SE/innogy SE

  • Campus-Entwurf

    Die Kritik bzw. Enttäuschung darüber, dass in diesem Entwurf kein Hochhaus eingeplant ist, scheint bei vielen groß zu sein und ich schließe mich da mit ein. Es wäre gut gewesen, zumindest ein Hochhaus durch ein neues, schlankeres zu ersetzen. Bei aller Zustimmung für das Y-Haus von RWE erkenne ich auch eine städtebauliche Fehlplanung durch den Bau dieses Bürohhochhauses, denn genau wie der Cinemaxx-Komplex am Berliner Platz schnürt auch das Y-Haus das sich an die City anschließende Viertel ab und verdeckt Sichtachsen. In dieser Hinsicht freue ich mich sogar über etwas mehr Luft an dieser Stelle.


    Zum Entwurf kann man derzeit nur grundsätzliche positive wie negative Kritik üben, da, wenn ich das richtig verstehe, ein Teil ja noch "fremdentwickelt" werden soll. Gerade für den Abschnitt an der Freiheit stelle ich mir da ein städtebauliches Highlight vor, bei dem auch das Umfeld Berücksichtigung findet. Gemeint ist damit, sowohl mit der Architektur als auch in der Aufenthaltsqualität einen gewissen Maßstab zu setzen, damit das Quartier belebt wird und für Essen repräsentativ wirkt.


    Grundsätzlich gefällt mir die unterschiedliche Fassadengestaltung, wenn sie denn so kommt. Die Geschosshöhe ist m. E. ebenfalls angemessen. Allerding schränke ich ein, dass zumindest zu einer Seite hin ein Hochhaus den Abschluss hätte bilden sollen. Ein Hochhaus hat auch, wie hier schon angedeutet, den Vorteil der Platzersparnis. Die Anordnung und Anzahl der Gebäudekomplexe wirkt auf dem Rendering schon sehr gedrungen und für Freiräume dürfte nicht allzu viel Platz sein. Auch die wahrscheinliche Schattenbildung zwischen den Häusern je nach Lichteinfall sehe ich kritisch. Wie gesagt, durch ein HH gäbe man dem Campus mehr Luft.

  • Das wär was. Dann noch ein bisschen Variation in der Höhe der U- Gebäude gegenüber von Schenker. Und das Wohnhaus muss dringend weg...

  • ^ Sicher wäre es besser, das Y-Hochhaus durch ein schlankes zu ersetzen. Problematisch ist aber auch die Ecke, wo bereits ein Hochhaus abgerissen wurde - auf den Visualisierungen sehe ich vorne eine Art Y-Form, nur niedriger. Auch hier könnte ein Teil mit ein paar zusätzlichen Geschossen zum Hochhaus werden - und die Fassaden differenzierter.


    Bei Gelegenheit ein heutiger Blick auf das Areal für das Y 2.0 - hoffentlich klappt es zumindest mit dem Denkmalschutz für das Hochhaus im Hintergrund:



    Ich könnte mir durchaus einen Neubau vorstellen mit einem mehrgeschossigen Tor oder gar Spalt (und einer Verbindungsbrücke, wie im WAZ-Quartier), wodurch man einen Blick von der Huyssenallee auf einen begrünten Innenhof und dahinter das Hochhaus haben könnte.

  • Weitere Visualisierungen:





    Quelle: Innogy SE / BAID


    Auf dem Lageplan ist das Wohnhaus, das auf der ersten Visualisierung noch zu sehen war, verschwunden. Evtl. eine Vereinfachung für die schematische Darstellung?


    Die Innenhöfe wirken auch durchaus großzügiger als auf dem ersten Bild zu befürchten war. Trotzdem wäre eine, wie Herr Best der WAZ sagte, Städtebauliche Dominante an der Freiheit wünschenswert.

  • Tatsächlich sieht der Innenhof luftiger aus als erwartet.
    Leider bestätigen die Bilder in Richtung Freiheit alle Befürchtungen. Selbst wenn die Fassade hochwertig wird, strahlt doch die Kubatur nicht mehr als Gleichgültigkeit in Einheitshöhe aus. So ein Entwurf dürfte von der Stadt eigentlich gar nicht genehmigt werden.

  • Also ich finde man kann diese ersten Entwürfe als solide bis ausbaufähig bezeichnen. Da es sich um keine endgültige Entwürfe handelt, kann sich vieles noch zum positiven oder negativen ändern.


    Ich finde es zudem auch ziemlich schade, dass kein neues Hochhaus in den Campus integriert wurde. Insgesamt ist aber das Projekt bei weitem besser, als z.B die neue Vonovia Konzernzentrale, die zu Zeit in Bochum realisiert wird.


    Wenn man die beiden Entwürfe miteinander vergleicht, kann man schon die Kritik am Innogy Campus als Meckern auf hohem Niveau bezeichnen :D

  • ^ Persönlich finde ich die Vonovia-Gestaltung genauso öde wie die Visualisierungen auf der vorherigen Seite - nichts überraschendes, nichts einmaliges, nichts mit Seele - lauter 08/15. Es gab Zeiten, in den man Wert auf wiedererkennbare Konzernzentralen legte. Ich meine nicht Prunk, doch etwas Fantasie anstelle der kompletten Austauschbarkeit.


    Ich kann mir eines Beispiels nicht verkneifen - etwa hier sieht man in den Glasscheiben die gespiegelte Gurke Fosters (SwissRe), am Rand einiger Bilder Teile des Lloyd’s Building - beide stark anwesend in der Architekturgeschichte, aber auch The Scalpel ist nicht ohne. Was ich da in Essen/Bochum sehe, könnte auch für den Immobilienfond 123456 sein. (Bevor jemand damit anfängt - in vielen Städten inkl. Düsseldorf ist es leider genauso.)

  • Neue Visualisierung

    Die neuen Renderings, in der die Gebäudekomplexe, ihre Form, Anordnung und Fassadenelemente etwas aussagekräftiger rüber kommen, bestätigen meinen ersten Eindruck, was die Hochwertigkeit der Fassaden ( sehr elegant und harmonisch, mindestens vier unterschiedliche Elemente), als auch die dichte Anordnung der Gebäudeteile angeht. Wobei ich der Gestaltung der Innenhöfe schon einiges abgewinnen kann und die dichte Bebauung für eine Innenstadtlage passend finde. Die hier kritisierten fehlenden Höhenunterschiede kann ich bedingt verstehen, wenn mit der Kritik fehlende "deutliche" Unterschiede in der Höhe gemeint sind, denn bei genauer Betrachtung komme ich hier auf mindestens vier unterschiedlich hohe Komplexe. Wie meine Vorschreiber wünsche ich mir einen krönenden Abschluss zur Freiheit hin, die ja durch die mögliche Fremdentwicklung noch drin ist. Leider müssen wir uns, so denke ich, von einem Hochhaus verabschieden.


    Diesen Entwurf in den Kontext mit der neuen Vonovia-Zentrale zu stellen, geht wirklich nicht. :nono::lach:

  • ^ So ganz überzeugt bin ich nicht - wenn man von der Gestaltung absieht, sehe ich keinerlei Funktionsmischung. Keine Läden oder Gastronomie im EG.


    Dann werfe ich eine Idee in den Raum - darüber wurden schon mal mögliche Nachfolger für das Y-Hochhaus gezeichnet. Theoretisch könnte ich mir einen Teilabriss vorstellen - nicht einiger Geschosse, sondern eines Teils der unsäglichen Länge, damit ein schlanker Turm übrig bleibt. Den Rest könnte man - theoretisch zumindest - in einen Wohnturm umbauen. Als Vorbild könnte da das Projekt Wijnhavenkwartier in Den Haag dienen (siehe auch hier unter #82) wo ein Bürohochhaus mit früher zwei Ministerien in u.a. 170 Wohnungen (darunter 38 ETWs), Läden und Universität-Räume umgebaut wurde. Die weiße Fassade der 1970er Jahre wurde durch eine angenehmere sandsteinfarbene ersetzt.


    Ähnliches könnte hier die um die nördliche Huyssenallee seltene Wohnfunktion bringen - und dazu unbedingt Ladenräume zumindest an der Huyssenallee in den Neubauten.


    Und noch zur Gestaltung - weit stärkere Differenzierung einzelner Fassaden als die auf den Visualisierungen ginge durchaus. Als Beispiel könnte Londoner New Ludgate Hill dienen (s. auch hier unter #20), wo einer von beiden Baukörpern zahlreiche bunte Akzente aufweist.